Kampfpanzer Leopard 2A4

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Robos
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Re: Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von Robos » Do 15. Aug 2019, 12:53

iceman hat geschrieben:
Do 15. Aug 2019, 12:41
Die Russen finanzieren deutsche Rüstungsgüter?
Wer denn sonst, ist doch die billigste Möglichkeit an die Technologie des Leo heranzukommen!

iceman
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Re: Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von iceman » Do 15. Aug 2019, 20:29

Lest euch mal diese "Bestelliste" durch, ich kann mir nicht vorstellen, daß da etwas für Kampfpanzer übrig bleibt.

Einsatzfähigkeit von Ausrüstungsgegenständen des Österreichischen Bundesheeres – Folgeanfrage (3751/AB)

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX ... ndex.shtml

theoderich
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Re: Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von theoderich » Fr 16. Aug 2019, 21:16

Das ist keine "Bestellliste", sondern einfach eine Auflistung jener Systeme, die bis spätestens 2025 außer Dienst gestellt werden müssen und für deren Ersatz kein Geld vorhanden ist. So etwas kommt heraus, wenn man 20 Jahre lang nichts investiert.

theoderich
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Re: Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von theoderich » Do 29. Aug 2019, 13:44

Obstlt Jörg Loidolt, Kdt PzB14, in: Hessen hat geschrieben:Es geht nicht darum eine Gesellschaft unter Waffen zu schaffen, es geht nicht darum hochzurüsten, um Windmühlen zu bekämpfen, es geht darum jenen, die den Weg des Soldaten, aus tiefer innerer Überzeugung, zu gehen bereit sind, das Gerät zur Verfügung zu stellen, das sie zur Auftragserfüllung benötigen. Dies bedeutet für das PzB 14 die zeitnahe Einleitung eines werterhaltenden Updates unseres Hauptwaffensystems des Kampfpanzers Leopard 2A4.

Das Tankmuseum in Bovington, UK, verfügt über einen fahrbereiten Leopard 2A4, das deutsche Panzermuseum Munster erhielt heuer das Truppenerprobungsfahrzeug des Leopard 2A5, Ungarn beschafft 44 neue Leopard 2A7, die Tschechische Republik startet ein Werterhaltungsprogramm für seine T72 Panzer, Polen will seine Leopard-Flotte, 4 Verbände, zumindest auf den Stand Leopard 2A6 bringen, die Niederlande verstärken ihr Engagement im deutsch-niederländischen Bataillon und die Deutsche Bundeswehr rüstet ihre Kampfpanzer mit aktiven Schutzsystemen aus, um ihren Soldaten im Baltikum entsprechenden Schutz zukommen zu lassen.

Wer militärische Landesverteidigung will, muss auch den finanziellen Rahmen dafür bereitstellen. Wir, die Soldaten des PzB14, wollen nicht aus goldenen Schüsseln essen, wir wollen anderen sicher nichts verwehren oder gar streitig machen. Wir wollen für den Ernstfall körperlich, ausbildungsmäßig und materiell gut gerüstet sein, um den Frieden, wenn es sein muss, unter Einsatz unseres Lebens, zu verteidigen. Was wir wollen ist der notwendige Respekt und eine als hoch bewertbare Überlebenschance im Gefecht.

Ich denke, dies ist nicht zu hoch gegriffen. Natürlich werden wir, jeden Tag aufs Neue, daran arbeiten diesen Respekt zu verdienen und die an uns gestellten Aufträge zur Zufriedenheit des Souveräns zu erfüllen.
http://www.bundesheer.at/sk/lask/brigad ... l_0319.pdf

Berni88
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Re: Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von Berni88 » Do 29. Aug 2019, 14:56

Gibt's hier keinen: Gefällt-Button!

theoderich
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Re: Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von theoderich » Fr 13. Sep 2019, 15:10

Deutsch-Österreichisches Kampfgruppenschießen in Allentsteig, in: Truppendienst, H 3 (2019), p. 219-225
p. 224 hat geschrieben:Unterschiede Kampfpanzer

Oberstleutnant Jörg Loidolt, Kommandant des Panzerbataillons 14, sagt zu den Unterschieden zwischen dem österreichischen "Leopard" 2A4 und dem deutschen 2A6, dass der österreichische "Leopard" agiler sei, weil er weniger Panzerung habe und dadurch leichter sei. Er habe ein ausgewogenes Verhältnis von Motorleistung und Gewicht. Der deutsche "Leopard" wurde durch das Anbringen der Zusatzpanzerungen schwer und behäbig. Das sei aber der einzige Vorteil des österreichischen "Leopard", so Loidolt. Die Weiterentwicklung des Feuerleitsystems und der Bordelektronik hat keinen großen Quantensprung erzielt. Das wesentliche Detail liegt im logistischen Nachschub des Rüstungsherstellers. Alle elektronischen Komponenten für den deutschen "Leopard" werden nach wie vor vom Konzern geliefert. Die österreichische Version erhält jedoch keine Ersatzteile mehr vom Werk. Loidolt betont: "Derzeit werden bereits in den hauseigenen Werkstätten des Panzerbataillons Transistoren aus alten Platinen entnommen und zur Instandsetzung eingelötet, um die Fahrzeuge einsatzbereit zu halten. Wenn wir nicht schnell etwas am österreichischen Leopard machen, werden wir ihn bald nicht mehr haben. Der ist einfach am Ende."

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