Bundeswehr erhält Drohnenabwehrsysteme

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
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theoderich
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Bundeswehr erhält Drohnenabwehrsysteme

Beitrag von theoderich »

ESG liefert Drohnenabwehrsystem für den Feldlagerschutz

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Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat die ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH mit der Lieferung von „Systemen zur Detektion, Klassifizierung / Identifikation und Abwehr von small Unmanned Aircraft Systems“ beauftragt.

Die Lieferleistung umfasst container-basierte GUARDION Systeme zur frühzeitigen Detektion und effektiven Abwehr von Drohnen für den Feldlagerschutz in den Einsatz- und Missionsgebieten der Bundeswehr und wird maßgeblich von der ESG und ihrem Projektpartner Hensoldt erbracht. Technologische Hauptkomponenten sind Hensoldts hochleistungsfähige Xpeller Systemkomponenten Spexer2000 3D Radare und Night Owl M Kameras, R&S®ARDRONIS Funkpeiler des GUARDION Kooperationspartners Rohde & Schwarz sowie Effektoren der Firma HP Wüst.

Die ESG trägt als Hauptauftragnehmer die Verantwortung für das Gesamtsystem und übernimmt mit ihrem Integrationspartner M.Schall die Integration der einzelnen Hochtechnologie-Komponenten. Zudem zeichnet die ESG für die Verarbeitung sämtlicher Sensordaten mittels der von ihr entwickelten Kernintelligenz sowie die Anzeige des intuitiven Lagebildes über das ebenfalls aus dem Hause ESG stammende militärische Führungssystem TARANIS® verantwortlich.
https://esg-defencesecurity.com/de/blog ... agerschutz


HENSOLDT supplies Xpeller modules for field camp protection

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Taufkirchen, Germany, 30 July 2020 – HENSOLDT is supplying three Spexer2000 3D radars and one Z:NightOwl M camera as Xpeller module packages as part of the GUARDION overall system of ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH and its partners for a total of five drone defence systems. They are used as part of container-based drone defence systems to protect so-called forward operating bases of the German Armed Forces in their operational areas.
https://www.hensoldt.net/news/hensoldt- ... rotection/



  • Deutschland-Koblenz: Überwachungssysteme

    2018/S 232-531394

    Auftragsbekanntmachung

    Lieferauftrag

    II.1.1) Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber:

    Beschaffung von C-sUAS Systemen zur Detektion, Klassifizierung/Identifikation und Abwehr von sUAS der Class 1
    II.2.1) Gesamtmenge bzw. -umfang:

    1) Während des Vergabeverfahrens

    Herstellung und Lieferung von 1 EA Funktionsmuster, welches geeignet ist die vollständige Funktionskette Detektion, Klassifizierung/Identifikation und Abwehr von sUAS (small Unmanned Aerial Systems) der Class 1 im Feldversuch bei WTD 91, Meppen zu demonstrieren.

    2) Nach erfolgreicher Qualifikation und abgeschlossener Einsatzprüfung:

    Herstellung und Lieferung von 5 EA C-sUAS (Counter-small Unmanned Aerial Systems) Systemen zur Detektion, Klassifizierung/Identifikation und Abwehr von sUAS Class 1 (Micro, Mini und Small [jedoch nur bis zu 25 kg]) sowie Materialgrundinformationen für die Katalogisierung, Einsatz- und Bedienhandbücher und gerätebezogene Gefährdungsbeurteilungen. Außerdem Ersatzteilerstausstattung zur Abdeckung des Bedarfs im ersten Jahr der Nutzung. Die Leistungserbringung umfasst weiterhin eine Ausbildung von Personal des Nutzers und der WTD’n und beinhaltet theoretische und praxisbezogene Ausbildung bezüglich Funktionalität und Bedienung des Produktes.

    Basisanforderungen an das zu beschaffende C-sUAS-System
    • Eine Erfüllung der Anforderungen an die Detektion, Klassifizierung/Identifikation und Abwehr von sUAS, Class 1 < 25 kg ist nur durch eine vollintegrierte Gesamtlösung mit Führungs-/ und Lagedarstellungselement, geeignetem Sensormix, bestehend aus komplementären aktiven (C-sUAS Radare) und passiven (RF-Peiler) Sensoren sowie elektrooptischen (EO) Produkten zur Verifikation der Bedrohung zu realisieren,
    • im Verbund der Systemelemente muss das C-sUAS-System durch die frühzeitige Alarmierung und Abwehr der Bedrohung die Sicherheit der Truppe erhöhen, um so die Gefahr für Leib und Leben der Soldaten im Einsatz zu reduzieren. Hierzu muss das C-sUAS System in der Lage sein, Bedrohungen aus allen Richtungen (360o) aufzuklären und zu verfolgen,
    • das Führungs- und Lagedarstellungselement muss das für C-sUAS relevante Lagebild, einschließlich der Trackspuren erfasster sUAS unter Nutzung von GeoInfo-Daten bedienerfreundlich darstellen,
    • das C-sUAS Radar muss Bedrohungen (auch mehrere Ziele gleichzeitig) mit einem RCS 0,01 m2 in hinreichender Entfernung detektieren und verfolgen. Es soll fähig sein, Falschziele zu unterdrücken und eine Klassifikation der Bedrohung mit hoher Wahrscheinlichkeit ermöglichen,
    • die EO-Sensorik soll automatisch auf die Radarzieldaten aufschalten, die Verifikation der Bedrohung ermöglichen und eine ununterbrochene Verfolgung der Bedrohung unterstützen,
    • nach Verifikation der Bedrohung müssen durch mindestens einen geeigneten systemintegrierten Effektor die Frequenzsignale (RF) abzuwehrender UAS, Class 1 sowie Navigationssatellitensysteme (GNSS) derart blockiert und gestört werden, dass der Bedrohung erfolgreich begegnet wird,
    • das C-sUAS -System soll in der Lage sein, Alarmierung und Bedrohungsdaten an Bediener von autonom eingesetzten (tragbaren) Effektoren sowie an übergeordnete Führungsebenen zu übergeben,
    • weil vorhandene Infrastruktur die Wirksamkeit / Einsetzbarkeit beeinträchtigen kann, sollte das Produkt in der Lage sein, Sektoren für die Aufklärung und Wirkung festzulegen / auszuschließen,
    • die im Außenbereich verorteten Systemkomponenten des C-sUAS-Systems müssen in der Klimazone A1 bei 1 200 W/m2 Sonneneinstrahlung nach STANAG 4370 uneingeschränkt einsetzbar und staubresistent sein. Ein Einsatz in der Klimazone C2 nach STANAG 4370 soll möglich sein,
    • zur Erhöhung der Einsatzflexibilität soll das Produkt containerbasiert, modular aufgebaut, leicht verlegbar und ohne Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit mit Land-/ See- und Lufttransport befördert werden können,
    • das Produkt soll 24/7 mit geringstem Personalaufwand und logistischem Aufwand betrieben werden können. Die Materialerhaltung ist auf Baugruppentausch (IHS 2 / LAE) zu reduzieren und muss in Gänze im Einsatzland durchführbar sein.
    https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTIC ... =0&tabId=1
  • Deutschland-Koblenz: Verschiedene Waffen

    2018/S 232-531395

    Auftragsbekanntmachung

    Lieferauftrag

    II.1.1) Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber:

    Beschaffung von tragbaren Effektoren zur Abwehr von sUAS der Class 1
    II.2.1) Gesamtmenge bzw. -umfang:

    Herstellung und Lieferung von insgesamt 30 handgetragenen Effektoren (davon 8 EA für Zwecke der Abnahme und ggf. Qualifikation vorab an WTD 91) zur Abwehr von sUAS (small Unmanned Aerial Systems) Class 1 (Micro, Mini und Small [jedoch nur bis zu 25 kg] auf Basis der Spezifikation der im Bestand der Bw befindlichen tragbaren Schutzausstattung zur Drohnenabwehr (Effektor HP 47+) mit der VersNr.: 5865-12-408-6201 nebst Ladegerät, Ersatzbatterien sowie Ersatzteilerstattung für das erste Jahr der Nutzung.

    Darüber hinaus sind zu liefern: Materialgrundinformationen für die Katalogisierung, Einsatz- und Bedienhandbücher, gerätebezogene Gefährdungsbeurteilungen

    Basisanforderungen an die zu beschaffenden tragbaren C-sUAS Effektoren:
    • die tragbaren C-sUAS Effektoren sollen im Verbund mit zu beschaffenden C-sUAS-Systemen zur Detektion, Klassifizierung/Identifikation und Abwehr oder autonom eingesetzt den Schutz der Soldatinnen und Soldaten im Einsatz erhöhen,
    • der tragbare C-sUAS Effektor muss durch gezieltes Aussenden von Störfunkwellen mit definiertem Abstrahlkegel in RC- und GNSS-relevanten Frequenzbereichen abzuwehrende sUAS wirksam und dauerhaft blockieren/stören,
    • die zu erzielende Störreichweite ist dynamisch und abhängig von der Entfernung sUAS/Pilot und Effektor. Es ist eine größtmögliche Abhalteentfernung zu realisieren,
    • die gesetzlichen Forderungen an die Sicherheitsabstände gemäß EMFV-2016, DGUV V15 und EU-Ratsempfehlung 1999/519/EG müssen eingehalten werden,
    • Unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen (Waffen-) Systemen im Einsatz sollen vermieden werden,
    • die tragbaren Effektoren werden von den Einsatzkontingenten im Außenbereich eingesetzt und müssen in den Klimazone A1 bei 1200W/m2 Sonneneinstrahlung nach Stanag 4370 uneingeschränkt funktionsfähig sein. Dies schließt die Staubresistenz ein. Darüber hinaus sollen tragbare Effektoren auch in den Klimazonen A2, A3, B2, C1 und M2 nach Stanag 4370 einsetzbar sein,
    • das Gewicht des vom Bediener zu tragenden Effektors mit allen seinen funktionsrelevanten Komponenten (ohne TULB) soll 10 kg nicht übersteigen,
    • die Spannungsversorgung soll mittels austauschbarer Batterien sichergestellt werden und eine Betriebsdauer im Standby von 10 Stunden und im aktiven Betrieb von 1 Stunde gewährleisten
    • die Farbgebung für die tragbaren Effektoren wird nach den Vorgaben des EinsFüKdoBw festgelegt,
    • die tragbaren Effektoren müssen in für Land-, See- und Lufttransport geeigneten TULB verpackt sein,
    • die tragbaren Effektoren sollen in KFZ mitgeführt werden können. Zunächst wird lediglich das Mitführen, verstaut in den TULB gefordert.

    Hinweise zu Prüfungen des öAG

    Für den Fall, dass ein neues Produkt zur Einführung kommt, wird mit Beteiligung des späteren Nutzers die Erfüllung der geforderten Leistungen/Funktionalitäten, sicherheitsrelevante und ergonomische Aspekte unter einsatznahen Bedingungen geprüft und ggf. die Leistungsgrenzen ausgetestet. (Szenarien für die Überprüfung der Leistungsfähigkeit des C-sUAS-Systems werden mit der Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes vorgelegt.)

    Die Forderung bezüglich dem Mitführen sowie einer Nutzung aus Fahrzeugen heraus erfordert entsprechende Qualifikationen und Zulassungen.

    Frequenzfreigaben und Zulassungen für die aktiv strahlenden Systemanteile sind für die Vergleichserprobung durch die Hersteller bei der Bundesnetzagentur zu beantragen.

    Frequenzfreigaben und Zulassungen (RF und GNSS) für bei WTD 91 relevante Belange werden durch den AG bei der Narfa DEU beantragt.

    Die Leistungsmerkmale des Produktes werden gegen die Leistungsdaten/ Eigenschaften der eingeführten tragbaren Schutzausstattung zur Drohnenabwehr (Effektor HP47+) mit der VersNr.: 5865-12-408-6201 unter Verwendung von sUAS, Class 1 (micro und mini heavy) getestet. (Die Verwendung findenden sUAS werden mit der Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes bekannt gegeben.)
    https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTIC ... ML&tabId=1

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