Bundesheer-Reform - Beitrag Tanner

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
Robos
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Re: Bundesheer-Reform - Beitrag Tanner

Beitrag von Robos »

Mir hat bis jetzt noch niemand erklären können (trotz mehrmaliger Nachfrage auch beim PzB14) warum für uns die Konfiguration A7 beim Leo (die ja nur wenige Streitkräfte umgerüstet bzw. beschafft haben) die Richtige ist. In der einschlägigen Literatur wird A7 mit Einsatzszenarien verbunden, die für uns nicht einmal im Ansatz in Frage kommen.

Und zum ULAN ist mir schon aufgefallen, dass lediglich 46 Fahrzeuge mit Klimaanlage ausgestattet werden. Für mich ist das ein Hinweis, dass nur mehr diese Stückzahl weiter betrieben werden wird. Dies passt auch zu den merkwürdigen Gerüchten, wonach eines der beiden PzGrenB das JgB13 werden soll.

iceman
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Re: Bundesheer-Reform - Beitrag Tanner

Beitrag von iceman »

Waffengattungen. Die Masse der Truppe soll auf rein infanteristischen Einsatz umgestellt werden. Schwere Waffensysteme – Kampfpanzer und Artillerie – sollen auf etwa ein Bataillon pro System reduziert werden. Diese Einheiten dienen nur mehr dem Fähigkeitserhalt und könnten dann noch in Assistenzeinsätzen eingesetzt werden – als Beispiel wurde ein Terrorkommando genannt, welches sich verschanzt hat.

muck
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Re: Bundesheer-Reform - Beitrag Tanner

Beitrag von muck »

Robos hat geschrieben:
Sa 19. Sep 2020, 10:38
Welche Ersatzteile bekommt man nicht mehr?
Als Unternehmen der Privatwirtschaft wird der Hersteller die Produktionsstraße schließen, sobald die Aufträge über einen signifikanten Zeitraum hinweg ausbleiben und die Regierung auch nicht bereit ist, eine Garantie auszugeben.

Und nach ein paar Jahren ist dann Schluss. Das geschulte Personal ist in Rente, abgewandert oder wird im Konzern anderweitig verwendet, das Know-how ist flöten, die Maschinen sind verkauft oder verschrottet, und die Zulieferer haben die gleiche Entwicklung durchgemacht.

Selbst führende Industrienationen sind schon an vergleichsweise moderaten Upgrades ihrer alternden Wehrtechnik gescheitert, wenn man sich nur ein ein, zwei Jahrzehnte nicht mehr mit dem Thema beschäftigt hat.

Dr4ven
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Re: Bundesheer-Reform - Beitrag Tanner

Beitrag von Dr4ven »

muck hat geschrieben:
So 20. Sep 2020, 07:48
Selbst führende Industrienationen sind schon an vergleichsweise moderaten Upgrades ihrer alternden Wehrtechnik gescheitert, wenn man sich nur ein ein, zwei Jahrzehnte nicht mehr mit dem Thema beschäftigt hat.
Tja, so wie Deutschland gerade, die mehr oder weniger alles an Frankreich verlieren werden...KMW...Airbus, H&K etc etc..SO sichert man sich in Zukunft den internationalen Einfluss, Macron handelt hier clever.

theoderich
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Re: Bundesheer-Reform - Beitrag Tanner

Beitrag von theoderich »

Hintergrundgespräch zur Umstrukturierung des ÖBH (2978/AB)

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX ... ndex.shtml

Milizler
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Re: Bundesheer-Reform - Beitrag Tanner

Beitrag von Milizler »

Was mir in letzter Zeit immer wieder unter kommt ist dieser Punkt "Milizsoldaten sollen die Ausrüstung zu Hause haben". Das ist doch Status Quo, das einzige was abgegeben wird ist das sogenannte N-Gerät, also Waffe, Messer und ABC Schutzmaske + das jeweilige Zubehör.

theoderich
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Re: Bundesheer-Reform - Beitrag Tanner

Beitrag von theoderich »

Parteipolitisch motivierte Floskeln, um die Demontage des Heeres zu argumentieren. So etwas liest man z.B. auch nur in Österreich:
  • Die Bedrohungen, denen Österreich ausgesetzt ist, haben sich in den vergangenen Jahren massiv verändert
    • Es gibt mittlerweile fast 50 Cyberangriffe in Österreich pro Tag - aber der letzte fremde Soldat auf österreichischem Boden war vor 65 Jahren und der kalte Krieg ist seit 30 Jahren vorbei
Genauso könnte man argumentieren: "Wir müssen die Fähigkeiten zur Landesverteidigung auflösen - denn Napoleon Bonaparte hat schon vor 205 Jahren bei Waterloo kapituliert!" Es kommt eben bei der Parteibasis gut an - dass das Bundesheer schon seit 1987 (!) die Landesverteidigung zu einem "Rekonstruktionskern" geschrumpft hat und dass der nächste Schritt die vollständige Aufgabe aller militärischer Fähigkeiten ist, wird dabei natürlich bewusst ausgeblendet.
Eine Heeresstruktur hatte noch bis vor wenigen Jahren eine Halbwertszeit von zwei Jahren - mittlerweile ist es nur noch ein Jahr.
  • 13. Juli 1992: Landesverteidigungsrat nimmt Heeresgliederung 1992 (HG NEU) zur Kenntnis.
  • 27. Februar 1997: Nationalratsbeschluss zur Strukturanpassung des Bundesheeres
  • 1. April 1998: Ministerratsbeschluss zur Einnahme der Heeresgliederung STRAN
  • 28. Februar 2003

    Regierungsprogramm der Österreichischen Bundesregierung für die XXII. Gesetzgebungsperiode
    • Die militärische Landesverteidigung muss auch in Österreich den Bedrohungen und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angepasst werden. Dazu setzt die Bundesregierung unter Federführung des BMLV eine Reformkommission ein, die auf Basis der Bundesverfassung und der geltenden Sicherheits- und Verteidigungsdoktrin die Grundlage für diese Reform bis spätestens Ende 2003 erarbeiten soll. Im Rahmen dieser Kommission sollen auch alle Fragen im Zusammenhang mit der militärischen Sicherung der österreichischen Souveränität geklärt werden.
    https://images.derstandard.at/20030228/ ... ogramm.pdf
  • 9. Januar 2007

    Regierungsprogramm für die XXIII. Gesetzgebungsperiode
    Äußere Sicherheit und Landesverteidigung

    Wir leben in einem stabilisierten Europa, das keiner konventionellen Bedrohung ausgesetzt ist. Dies ist ein solides Fundament für eine friedliche Weiterentwicklung unseres Kontinents.
    II. Reform BH 2010

    Die Bundesregierung bekennt sich zu den Empfehlungen der Bundesheerreformkommission, welche mit breitem politischen Konsens die Grundlagen für die Anpassung des Österreichischen Bundesheeres an die Bedrohungen und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts erarbeitet hat, und wird diese weiter zügig umsetzen.
    https://images.derstandard.at/20070109/ ... 012007.pdf
  • 26. Februar 2009

    Rede Bundesminister Norbert Darabos Parlament 26.2.2009

    Sparen und Investieren mit Augenmaß

    Denn Ende des Jahres 2008 haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dramatisch geändert. Als Folge des Glaubens an die entfesselte Marktwirtschaft durch vorwiegend US-amerikanische Finanzmarktjongleure sehen wir uns derzeit mit einer Wirtschaftskrise konfrontiert, die es in diesem Ausmaß noch nie gegeben hat.

    In Zeiten wie diesen sind Einsparungen notwendig und auch zumutbar, damit Spielraum für konjunkturelle Maßnahmen und für Maßnahmen der Arbeitsplatzsicherung bleibt.
  • 13. Dezember 2010

    Bundesheer vermindert Anzahl der Waffensysteme
    Verkauft oder verschrottet werden zur Gänze die Jagdpanzer "Kürassier" und die Schützenpanzer "Saurer" aber auch 48 Stück des Kampfpanzers "Leopard" 2A4 und 100 Panzerhaubitzen M-109. Darüber hinaus trennt sich das Bundesheer auch teilweise von Panzerabwehrsystemen (Panzerabwehrlenkwaffen 2000), Granatwerfern (8- und 12-Zentimeter-Granatwerfer) und Teilen der Fliegerabwehr (2- und 3,5-Zentimeter-Fliegerabwehrkanonen sowie Fliegerabwehrlenkwaffen "Mistral" werden reduziert). Betroffen sind insgesamt bis zu 1.000 dieser Waffensysteme.
  • 2011
    • Beginn der Ausarbeitung der Struktur "ÖBH 2025"
  • 9. Januar 2014
    • BMF übermittelt Budgetprognose das BMLV
  • 10. Januar 2014
    • Auftrag an den Chef des Generalstabs zur Ausarbeitung einer "ressourcenorientierten Mittelfristplanung"
    • Abbruch der Arbeiten an "ÖBH 2025"
  • 22. April 2016
    • Vorstellung der Mogelpackung "Sicherheitsmilliarde plus"
  • 21. Juni 2016
    • Vorlage des Berichts "Maßnahmen ÖBH 2018. Erweiterte Beurteilung" an den Nationalrat
  • 2. Juli 2020

    "Hintergrundgespräch" des Generalsekretärs im BMLV mit ausgewählten Journalisten zur "Umsetzung des Regierungsprogramms" (Abschaffung der militärischen Landesverteidigung)

theoderich
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Re: Bundesheer-Reform - Beitrag Tanner

Beitrag von theoderich »

Die Politiker werden gierig:

Kommandogebäude Oberst Bilgeri Bregenz (3058/J)
25.762 Quadratmeter umfasst das Kommandogebäude Oberst Bilgeri in der Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz - und das für rund 100 Personen, die im Areal tätig sind. Ein wesentlicher Teil der Kaserne ist also gänzlich ungenutzt und somit ist eine gesamte zentrumsnahe Gegend von einer nachhaltigen Stadtentwicklung abgeschnitten.

Ein Lokalaugenschein der Vorarlberger Nachrichten bestätigt den Eindruck, dass hier Potential nicht ausgeschöpft wird:

"Ein Blick durch den Zaun auf den Hauptplatz der Kaserne zeigt Leere. Zwei verlassene Fahrzeuge, sonst nichts. Es ist 15.30 Uhr. Auch der für Besucher und Mitarbeiter reservierte Parkplatz ist nur spärlich besetzt. Die Schranke am großen Tor bleibt minutenlang geschlossen. Kurz vor 16 Uhr verlassen Grundwehrdiener die Kaserne. Auf dem großen Parkplatz stehen jetzt nur noch wenige Autos. 130 Mann (Soldaten und zivile Bedienstete) zählt das Militärkommando Vorarlberg. Dazu gesellen sich bis zu 100 Grundwehrdiener. [...]" (1)

Der ehemalige für Sicherheit zuständige Landesrat, Erich Schwärzler, hat daraufhin entgegnet, dass sich die Ansprüche an die Unterbringung geändert haben und große Schlafsäle der Vergangenheit angehören. Das würde auf einem über 25.000 Quadratmeter großen Areal auch naheliegen. Durchschnittlich hat also jede, in der Kaserne tätige Person, über 250 Quadratmeter Platz zur Verfügung.
Mitten in einer Stadt gelegen, die große Platznot aufweist und die in ihrem Wachstum durch den Bodensee auf der einen Seite und Berg auf der anderen Seite begrenzt ist, würde eine alternative Nutzung der Kaserne eine große Chance für die Stadt Bregenz und den gesamten Bodenseeraum darstellen.

In den vergangenen Jahren wurden bereits zwei Kasernen in Vorarlberg geschlossen. Die beiden bestehenden Standorte in Bludesch und Bregenz sollen zwar - so offiziell kommuniziert - erhalten bleiben. Wie lange, ist jedoch noch offen. Eine zeitnahe Auseinandersetzung mit einer möglichen Nachnutzung dieses Areals ist dementsprechend sinnvoll.

Eine Kernlage sei für die Stadtentwicklung immer ein reizvolles Thema. Bei dieser Größenordnung gehe es um eine Stadterweiterung. Die Frage nach der Nutzung und was für die Stadtstruktur an diesem Ort zuträglich wäre, müsse im Vordergrund stehen, sagt auch Bernhard Fink, Leiter der Abteilung Planung und Bau der Stadt Bregenz. (1)
1. Welche Pläne bestehen für die künftige Nutzung der weitgehend leerstehenden Oberst Bilgeri-Kaserne?

2. Wie stellt die Ministerin sicher, dass die Kosten optimiert werden, wenn derzeit 100 Personen auf diesem 25.762m2-Areal arbeiten?

3. Wie hoch sind die jährlichen Kosten für die Instandhaltung des Gebäudes (Schnitt der letzten 10 Jahre)?

4. Hat die Stadt Bregenz sich in den letzten Jahren an das Ministerium gewendet, um über die Verwendung des riesigen Areals zu verhandeln?

5. Hat sich das BMLV in den letzten Jahren an die Stadt Bregenz gewendet, um über die Verwendung des riesigen Areals zu verhandeln?
  • Zu 1 bis 5:

    Am Standort Kommandogebäude Oberst Bilgeri ist das Militärkommando Vorarlberg einschließlich Ergänzungsabteilung, Stabskompanie samt Baupionierzug und Militärmusik stationiert; darüber hinaus wird es auch für Ausbildung, Einsatzvorbereitung und Einsatz-führung genutzt. Für die Instandhaltung der Liegenschaft werden im jährlichen Durchschnitt ca. 350.000 Euro aufgewendet. Darüber hinaus kann ich mitteilen, dass derzeit ein gemeinsames Projekt zwischen dem Bundesland Vorarlberg, der Stadt Bregenz und meinem Ressort entwickelt wird, welches neben der Renovierung von Teilen der militärischen Liegenschaft auch eine gemeinsame Nutzung des Areals vorsieht.
6. Welche Gründe sprechen gegen eine räumliche Zusammenführung der organisatorischen Einheiten in Bregenz mit denen der Walgau-Kaserne in Bludesch?
  • Zu 6:

    In der Walgau-Kaserne ist das hochgebirgsbewegliche Jägerbataillon 23 stationiert; sie dient darüber hinaus auch der Lagerung des gesamten Geräts und als Mobilmachungssammelort für das Jägerbataillon Vorarlberg. Weiters dient die Kaserne während des Jahres, beispielsweise anlässlich des Weltwirtschaftsforums Davos, als Unterkunft für verschiedene Kräfte, insbesondere zur Luftraumsicherung. Andere Kapazitäten stehen dafür nicht zur Verfügung.
7. Warum war eine "Corona-konforme" Unterbringung von Soldaten in der Kaserne während der Corona-Krise nicht möglich? Warum musste auf ein Hotel ausgewichen werden?
  • Zu 7:

    Um coronabedingte Personalausfälle zu vermeiden, wurden selbst für Sportzwecke gewidmete Räumlichkeiten als Unterkünfte für Soldaten verwendet. Dadurch reduzierte sichdie verfügbare Unterkunftskapazität der beiden militärischen Liegenschaften in Vorarlberg. Um auch die eingesetzten Assistenzkräfte in vollem Umfang unterzubringen, musste coronabedingt auf zivile Unterkünfte zurückgegriffen werden.
8. Gibt es vonseiten des BMLV Überlegungen, wie man die ungenutzte Fläche in Zukunft nutzen kann und wenn ja, welche?
  • Zu 8:

    Die vorhandene Fläche wird zu 80 % militärisch genutzt. Die verbleibenden 20 % sind vor all em Grünstreifen entlang der Baulichkeiten.
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX ... ndex.shtml

muck
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Re: Bundesheer-Reform - Beitrag Tanner

Beitrag von muck »

theoderich hat geschrieben:
Mi 30. Sep 2020, 21:11
Parteipolitisch motivierte Floskeln, um die Demontage des Heeres zu argumentieren. So etwas liest man z.B. auch nur in Österreich:
  • Die Bedrohungen, denen Österreich ausgesetzt ist, haben sich in den vergangenen Jahren massiv verändert
    • Es gibt mittlerweile fast 50 Cyberangriffe in Österreich pro Tag - aber der letzte fremde Soldat auf österreichischem Boden war vor 65 Jahren und der kalte Krieg ist seit 30 Jahren vorbei
Genauso könnte man argumentieren: "Wir müssen die Fähigkeiten zur Landesverteidigung auflösen - denn Napoleon Bonaparte hat schon vor 205 Jahren bei Waterloo kapituliert!" Es kommt eben bei der Parteibasis gut an - dass das Bundesheer schon seit 1987 (!) die Landesverteidigung zu einem "Rekonstruktionskern" geschrumpft hat und dass der nächste Schritt die vollständige Aufgabe aller militärischer Fähigkeiten ist, wird dabei natürlich bewusst ausgeblendet.
Die EU-Kommission meldete für das ganze Jahr 2019 nicht einmal unionsweit 50 Cyber-Angriffe, z.B. auf die Wahlen in Großbritannien. Will sagen, wahrscheinlich hat der Autor der oben zitierten Aussage sich einen Taschenspielertrick geleistet, oder aus Unwissenheit mit unsauberen Definitionen hantiert.

Bei jenen "fast 50 Cyberangriffe[n] in Österreich pro Tag" dürfte es sich wohl eher weniger um "fast 50 Cyberangriffe auf Österreich pro Tag" handeln, sondern "nur" um Cyber-Kriminalität.

Gerade Online-Erpressungsversuche haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen: Zahle mir x, oder du kannst deine Daten vergessen! Und so etwas trifft immer öfter auch kritische oder öffentliche Einrichtungen, z.B. Krankenhäuser oder Universitäten; doch ist dies ein Fall für die Strafverfolgungsbehörden, nicht die Streitkräfte.

Eine Aufgabe für die Streitkräfte wären konzertierte virtuelle Angriffe durch feindliche Streitkräfte, Geheimdienste oder in Staatsauftrag agierende Hacker. Nach allem, was man dazu weiß, kommt dergleichen gottlob sehr selten vor.

Natürlich wird die Gefahr in den kommenden Jahren und Jahrzehnten kontinuierlich steigen, aber betrachtet man die Ost-Ukraine oder den Krieg zwischen Aserbaidschan und Armenien, wird klar, dass auch in Europa und auch im 21. Jahrhundert Panzer und Kampfjets noch nicht von "Cyberkriegern" verdrängt wurden.

theoderich
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Re: Bundesheer-Reform - Beitrag Tanner

Beitrag von theoderich »

Umsetzung der Pionier- und Sicherungskompanien (3797/J-BR/2020)
1. Werden laut derzeitigem Planungsstand die Pionier- und Sicherungskompanien in den Bundesländern wie im Beschluss der Bundesregierung vom Juni 2018 umgesetzt?

2. Wenn ja, bis wann ist mit einer Umsetzung der Planungen zu rechnen?

3. Wenn nein, wie wird die Streichung der geplanten Einheiten begründet?
  • Zu 1 bis 3:

    Die personal- und materialstrukturellen Planungen im Bereich der Pionier- und Sicherungskompanien sind bereits abgeschlossen. Die Entscheidung ist noch ausständig und wird im Zusammenhang mit dem Projekt „Unser Heer“ getroffen werden.
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/BR ... ndex.shtml

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