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Re: Medienberichte 2026

Verfasst: Sa 31. Okt 2026, 01:15
von theoderich
Wehrpflicht-Reform vor Aus: Fronten völlig festgefahren

https://www.oe24.at/a/wehrpflicht-refor ... -900128735

https://www.facebook.com/share/p/1C6E3XkgCe/

https://www.facebook.com/share/r/1PV5JdPVYh/


30. Oktober 2026

Re: Medienberichte 2026

Verfasst: Sa 31. Okt 2026, 13:31
von Routemaster
Habe nichts anderes bei dieser Regierung erwartet

Re: Medienberichte 2026

Verfasst: Sa 31. Okt 2026, 14:47
von iceman
theoderich hat geschrieben: ↑Sa 31. Okt 2026, 01:15 Wehrpflicht-Reform vor Aus: Fronten völlig festgefahren

https://www.oe24.at/a/wehrpflicht-refor ... -900128735

https://www.facebook.com/share/p/1C6E3XkgCe/
Gott sei Dank.
Dieses 6 plus 1 plus 2 Modell wäre ohnehin sehr teuer gewesen.

Re: Medienberichte 2026

Verfasst: Sa 31. Okt 2026, 14:49
von theoderich
Und was ist am Status quo so viel besser? Mit dem Prinzip "Ausbilden und wegwerfen"?

  • „Krone“-Kommentar
    Staatsbürgerschaft im Ausverkauf
    Da gibt es nun also eine Initiative, die die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an alle im Lande geborenen Kinder verlangt, auch an jene von Migranten und Asylwerbern. IHS-Chef Holger Bonin unterstützt diese Initiative und der Vorsitzende der vormaligen Wehrdienstreform-Kommission Hameseder will gar den freiwilligen Wehrdienst für Migranten zur Erlangung der Staatsbürgerschaft einführen.
    Ob aber wirklich so etwas wie ein Ausverkauf der österreichischen Staatsbürgerschaft die Lösung ist, indem wir alles einbürgern, was legal oder auch illegal ins Land gekommen ist, muss man doch bezweifeln.

    Die österreichische Staatsbürgerschaft sollte nämlich nach wie vor ein hohes Gut bleiben.
    https://www.krone.at/4355122

Re: Medienberichte 2026

Verfasst: Sa 31. Okt 2026, 20:01
von iceman
Als ob man bei verpflichtenden Milizübungen Top-motivierte Soldaten hätte…..
Schon mal daran gedacht?
Es wird halt die nächste Regierung richten müssen….
Bis dahin bildet man die GWD nach einer Grundausbildung in Funktionen aus, wo ihnen im Ernstfall am wenigsten passiert.
Für einen „echten“ militärischen Einsatz greift man auf freiwillige Milizsoldaten und, no na, auf Berufssoldaten zurück.
Von den 12.500 müsste man schon glauben, dass da welche dabei sein könnten….

Re: Medienberichte 2026

Verfasst: Sa 31. Okt 2026, 20:28
von theoderich
Bundeskanzler Stocker: „Die Toleranz gegenüber rekonvaleszenten Politikern ist sehr gering“
Die ÖVP wäre für die Herabsetzung der Strafmündigkeit auf zwölf Jahre und für die Verlängerung des Zivildienstes, damit der verlängerte Wehrdienst nicht unattraktiver wird – bei Ersterem sagen die Sozialdemokraten nein, beim Zweiten die Neos.

Wir sind drei unterschiedliche Parteien. Bei der Wehrdienstreform liegt es auch in der Verantwortung der Oppositionsparteien, eine Lösung zu ermöglichen.

Die FPÖ ist da nicht sehr konstruktiv unterwegs.

Bei welchem Thema ist das anders?

Sie brauchen aber die FPÖ für die Verfassungsmehrheit bei der Wehrdienstreform. Wieso treffen Sie sich nicht mit Herbert Kickl?

Ich habe in der Bundesregierung eine Einigung herbeigeführt – auch wenn ich sie in Teilen gerne anders und schneller gehabt hätte. Es ist nun Aufgabe des Parlaments, eine Mehrheit zu finden.
https://kurier.at/politik/inland/christ ... /403201859


iceman hat geschrieben: ↑Sa 31. Okt 2026, 20:01 Als ob man bei verpflichtenden Milizübungen Top-motivierte Soldaten hätte…..
Schon mal daran gedacht?
"Top motiviert" wofür? Man hat fast 23 Jahre (!) lang versucht, die Milizbataillone auf freiwilliger Basis mit Soldaten zu befüllen. Diese Mischung aus Berufs- und Freiwilligenheer mit "symbolischer" Wehrpflicht (wegen der Wahlmöglichkeit zwischen Wehr- und Wehrersatzdienst mit zunehmender Attraktivierung des Ersatzdienstes) hat nie funktioniert. Der Rechnungshof hat neulich wieder ein Fehl bei den Milizunteroffizieren von 65 % festgestellt.

Zu den Chargen gibt es gar keine Angaben, aber der RH hat vor vier Jahren berichtet, dass die Erhöhung des Anteils der Chargen, also der Mannschaftsfunktionen, in der Miliz lediglich durch die "befristete Beorderung" sichergestellt wurde, also durch die Aushändigung von Bereitstellungsscheinen an nicht-übungspflichtige Grundwehrdiener! Die weder ihre Vorgesetzten, noch ihren Verband kennen. Und bei einigen Milizbataillonen wurde fehlendes Personal dadurch "aufgefüllt", dass ausgebildete Milizoffiziere Mannschaftsfunktionen übernommen haben! Loch auf-Loch zu sozusagen.
Milizsoldaten zu gewinnen, indem man GWD "nach einer Grundausbildung" in Funktionen auszubildet "wo ihnen im Ernstfall am wenigsten passiert", ist eine groteske Vorstellung. Der Präsenzdienst wird in den Erläuterungen zur Regierungsvorlage zum Wehrgesetz 1955 wie folgt definiert:
Die Dauer des ordentlichen Präsenzdienstes soll wohl möglichst kurz, jedoch zur Erreichung einer gründlichen militärischen Ausbildung hinreichend sein, die auch die unerläßliche Ausbildung in größeren Einheiten und im Zusammenwirken der Waffen sicherstellen soll.

Re: Medienberichte 2026

Verfasst: So 1. Nov 2026, 13:41
von iceman
1955 dauerte der Wehrdienst 9 Monate am Stück, ohne Milizübungen.
Für mich persönlich die sinnvollste Lösung, gleich lang wie der Zivildienst.
Wo liegt der Unterschied, ob ich zu wenig freiwillige Milizsoldaten oder zwangsverpflichtete Milizsoldaten habe, nur das damit die ORG-Zahlen stimmen?
6 plus 1 ist auch wieder zu kurz, und ich glaube nicht, dass anschließend bei 2 Monaten Milizübungen, aufgeteilt auf 10 Jahre, irgendwas neues gelernt wird.

Re: Medienberichte 2026

Verfasst: So 1. Nov 2026, 14:58
von Zeppelinrules
iceman hat geschrieben: ↑So 1. Nov 2026, 13:41 1955 dauerte der Wehrdienst 9 Monate am Stück, ohne Milizübungen.
Für mich persönlich die sinnvollste Lösung, gleich lang wie der Zivildienst.
Wo liegt der Unterschied, ob ich zu wenig freiwillige Milizsoldaten oder zwangsverpflichtete Milizsoldaten habe, nur das damit die ORG-Zahlen stimmen?
6 plus 1 ist auch wieder zu kurz, und ich glaube nicht, dass anschließend bei 2 Monaten Milizübungen, aufgeteilt auf 10 Jahre, irgendwas neues gelernt wird.
Der Wehrdienst 1955 war auch keine sehr glückliche Lösung, da die SPÖ 6 und die ÖVP 12 Monate am Stück wollte und 9 Monate dann ein Kompromiss waren. Die Einführung verpflichtender Milizübungen in den 1970ern, sowie die Stärkung von Miliz und Rahmensystem waren eine sinnvolle Änderung. Das Konzept von mehreren Monaten durchdienen und dann nicht mehr beansprucht werden war schon in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhundert aus der Zeit gefallen.

Re: Medienberichte 2026

Verfasst: So 1. Nov 2026, 16:10
von theoderich
  • Nein, die 16 Prozent, die uns alle verteidigen müssen, sind nicht zu beneiden (Kommentar)
    Erkenntnis Nummer eins: Österreich ist ein zutiefst traditionelles Land, was das Geschlechterverhältnis betrifft. Frauen sind fürs Kümmern und Pflegen zuständig, Männer fürs Beschützen und Kämpfen. Man behauptet ja gern, das seien überholte Klischees. Aber nein! Der beschämend niedrige Anteil von Vätern, die für ihre Kinder in Karenz gehen, beweist, wie fest verankert die althergebrachten Rollen immer noch sind. Ein anderer Beweis ist die Unmöglichkeit, in Österreich über Gleichberechtigung bei der Wehrpflicht auch nur zu diskutieren. Damit verzichtet unser Land von vornherein leichtfertig auf die Hälfte aller Menschen, die für seine Verteidigung infrage kämen.

    Erkenntnis Nummer zwei: Österreich ist eines der restriktivsten Länder der Welt, wenn es um Einbürgerungen geht. Eine aktuelle Initiative versucht das zu verändern und weist auf ein Drama hin, das ich jeden Tag in meiner Schulklasse erlebe: Ich soll Kindern, die hier aufwachsen, erklären, wie wichtig politische Mitbestimmung ist. Allerdings bekommen dieselben Kinder, seit sie auf der Welt sind, von Österreich das exakte Gegenteil vermittelt, nämlich: Dein Engagement kannst du dir sparen, du gehörst nämlich gar nicht richtig dazu. Deswegen wirst du auch nichts beitragen können, falls Österreich in Gefahr geraten sollte. Deine Familie, dein Haus und deine Freiheiten sind dann zwar genauso bedroht wie die Freiheiten von uns allen. Doch verteidigen darfst du uns nicht. Das ist ein gravierender Misstrauensvorschuss, mit dem unserem Land ein weiteres Fünftel der 18-Jährigen verloren geht.

    Erkenntnis Nummer drei: Österreich ist nicht gesund. Im europäischen Vergleich leben wir zwar lang, haben aber deutlich weniger gesunde, beschwerdefreie Lebensjahre als anderswo. Das wurzelt oft schon in der Kindheit. Übergewicht, Essstörungen, Haltungsschäden und Bewegungsmangel sind weitverbreitet. Dazu kommen später Alkohol, Rauchen und anderes Suchtverhalten. Bei der Stellung müssen 18-Jährige eine Stufe hinauf- und hinuntersteigen, ein paar Minuten lang. Diese Herausforderung bringt viele bereits an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit. Dazu kommen psychische Auffälligkeiten; Diagnosen von Depressionen bis hin zu Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen. Sowie Hinweise auf radikale politische Ansichten. Und schon muss das Bundesheer noch einmal 20 Prozent der Jugendlichen als untauglich wegschicken.

    Auf den Zivildienst angewiesen

    Erkenntnis Nummer vier: Österreich ist auf den Zivildienst angewiesen, damit unsere soziale Infrastruktur nicht zusammenbricht. Rettung, Pflegeeinrichtungen, Spitäler, Behindertenhilfe und Heime kämen ohne die 15.000 jungen Männer, die ihnen jedes Jahr als superbillige Arbeitskräfte zugeteilt werden, längst nicht mehr aus. Bei der Volksbefragung über die Wehrpflicht im Jahr 2013 war das schlagkräftigste Argument der Befürworter, wie wichtig der Zivildienst ist. Um die Frage hingegen, wie eine moderne Armee sowie eine zeitgemäße Verteidigungspolitik aussehen könnten, ging es nur am Rande. Und so führen wir seit vielen Jahrzehnten, in denen das Bundesheer gering geschätzt, lächerlich gemacht und von vielen insgeheim für überflüssig gehalten wurde, eine Scheindebatte.

    Erkenntnis Nummer fünf: Österreich ist alt. Die Jungen werden immer weniger, und ihre Interessen haben politisch immer weniger Gewicht. Das hat brutale demografische Gründe. Immer weniger Junge sind wahlberechtigt (siehe oben), und ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung schrumpft. Keine Parlamentspartei kann es sich heute leisten, die vielen über 60-Jährigen zu vergrämen, gleichzeitig ist keine Partei auf das Wohlwollen der wenigen unter 25-Jährigen angewiesen.
    Keine Sekunde hat man daher auch darüber nachgedacht, welchen Beitrag wohlhabende, fitte 65-Jährige zur Verteidigung Österreichs leisten könnten.

    Dieses Jahr sind bloß 16.000 junge Menschen übrig geblieben, die ihren Grundwehrdienst leisten. Wir haben ihnen mehr Lasten aufgebürdet, als notwendig wäre.
    https://www.diepresse.com/41407138/nein ... d-nicht-zu
iceman hat geschrieben: ↑So 1. Nov 2026, 13:41 1955 dauerte der Wehrdienst 9 Monate am Stück, ohne Milizübungen.
Für mich persönlich die sinnvollste Lösung, gleich lang wie der Zivildienst.
Bis zum 1. Jänner 1975 gab es noch keinen Zivildienst!

Re: Medienberichte 2026

Verfasst: Mo 2. Nov 2026, 06:15
von theoderich
Erneut Rekord geknackt
Ansturm auf Zivildienst setzt sich im Oktober fort

https://www.krone.at/4356033