IAV 2026: Bundeswehr's Skyranger 30 air-defence system to become operational by end of decade
The German Army's Skyranger 30 air-defence system is scheduled to reach initial operational capability in 2027 and full operational capability in 2029, Janes learnt at Defence iQʼs International Armoured Vehicles (IAV) 2026 conference held in Farnborough from 20 to 22 January under the Chatham House rule.
The Bundeswehr received the Skyranger 30 verification model (prototype) at the beginning of 2025 to obtain the necessary Bundeswehr approval. Serial deliveries are planned mainly for 2027 and the beginning of 2028.
Skyranger 30 systems are planned to be deployed to Lithuania to provide air defence for Panzerbrigade 45 that the Bundeswehr is forming in the Baltic state.
The SAMs will initially be Stingers and later a newly developed special counter-unmanned aircraft system missile. On 5 November 2025, the German Federal Ministry of Defence announced that the Bundestag budget committee had approved the development, production, and procurement of the Small Anti Drone Missile (SADM).
Bedarf für Iris-T SLM steigt: Luftwaffe und Heer als Betreiber vorgesehen
Die Bundeswehr hat bekanntlich riesige Fähigkeitslücken im Bereich der bodengebundenen Luftverteidigung und ist im Augenblick nicht in der Lage, die eigenen Kräfte sowie die deutsche Zivilbevölkerung angemessen zu verteidigen. Um diesen Missstand zu beheben, soll in den kommenden Jahren dem Vernehmen nach eine umfassende Beschaffung von neuen Luftverteidigungssystemen eingeleitet werden.
Neben neuen Patriot-Feuereinheiten dürfte dabei insbesondere dem deutschen System Iris-T SLM, wobei SLM für Surface Launched Medium Range steht, eine herausgehobene Rolle zukommen.
Nachdem für die Luftwaffe bislang sechs Systeme geordert wurden, sollen weitere 44 Feuereinheiten dazukommen, wie hartpunkt bestätigt wurde.
Gut informierte Kreisen berichten nun, dass es im Zusammenhang mit dem Neuaufbau der Heeresflugabwehr eine weitere Neuerung geben soll. Demnach wird das Heer den Planungen zufolge im Rahmen des Luftverteidigungsvorhabens „Nah- und Nächstsbereichsschutz“ (NNbS) die dort integrierten Feuereinheiten des Typs Iris-T SLM selbst betreiben. In der ursprünglichen Konzeption von NNBs war dagegen vorgesehen, dass die Luftwaffe dies übernehmen sollte, während das Heer die darunter angesiedelten Systeme mit kürzerer Reichweite, wie den mit der kleineren Iris-T SLS ausgestatteten Flugabwehrraketenpanzer sowie den Flakpanzer Skyranger – beide auf Boxer-Fahrgestell – betreiben sollte. Dieser Ansatz scheint nun nicht mehr aktuell zu sein.
Ob von den 50 projektierten Iris-T-SLM-Systemen für die Luftwaffe nun einige an das Heer abgegeben werden müssen, scheint in der Diskussion zu sein. Insider gehen allerdings davon aus, dass für die Heeresflugabwehr zusätzliche Einheiten geordert werden. Die Rede ist von bis zu 25 Systemen, womöglich sogar noch mehr.
Drohnenabwehr – Deutsches Heer sieht Bedarf für eine Brückenlösung bis zur Skyranger-Einführung
Da sich die Einführung des Flugabwehrkanonenpanzers Skyranger in die Truppe noch einige Jahre hinziehen wird, sucht das Deutsche Heer gut informierten Kreisen zufolge nach einer Brückenlösung, mit der insbesondere die in Litauen stationierten Panzerbrigade 45 deutlich früher mit einer adäquaten Drohnenabwehrfähigkeit ausgestattet werden kann.
Wie ein Rheinmetall-Sprecher auf Nachfrage von hartpunkt erklärte, ist die Lieferung der bislang bestellten Serien-Skyranger an die Bundeswehr für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen. Fachkreise gehen davon aus, dass es dann noch einige Zeit brauchen wird, bis die Fähigkeit der Truppe real zur Verfügung steht, da entsprechende Schulungen am System sowie die Übung des taktischen Vorgehens zusammen mit der Kampftruppe erst im Anschluss an die Lieferung erfolgen können.
Wie aus Kreisen des Heeres zu vernehmen ist, wollen die Landstreitkräfte nicht so lange warten und sehen daher einen dringenden Bedarf für eine Brückenlösung, um die an der NATO-Ostflanke stationierte Truppe deutlich früher vor Drohnenbedrohungen schützen zu können. Im Fokus stehen dem Vernehmen nach Lösungen, die noch dieses Jahr zulaufen sollen.
Wie es aus mit dem Sachverhalt vertrauten Heereskreisen heißt, konzentriert man sich bei der Brückenlösung auf einfachere Systeme, die schneller gekauft und in benötigter Quantität eingeführt werden können, bis die Flugabwehrkanonenpanzer Skyranger der Truppe zulaufen. Dem Vernehmen nach könnte es sich bei der Brückenlösung auch um einen Mix von Systemen handeln.
Der vom Rheinmetall-CEO Armin Papperger im vergangenen Jahr öffentlich gemachte Vorschlag, wonach Rheinmetall den Skyranger-Turm in einem ersten Schritt LKW-gestützt ausliefern könnte, um den Zulauf der Systeme zu beschleunigen, scheint im Heer hingegen nicht zu verfangen.