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Re: Medienberichte 2026
Verfasst: Mo 8. Jun 2026, 13:32
von theoderich
NÖ Militärkommandant im Interview
Georg Härtinger – Stellung für Frauen wäre positiv
https://www.meinbezirk.at/niederoesterr ... v_a8680776
Re: Medienberichte 2026
Verfasst: Mo 8. Jun 2026, 14:14
von Woyzeck
Herrn GenLt Hofbauers Kommentar ist bezeichnend für die Einstellung der Bundesheerführung und voll mit guten Gründen, warum man ja eigentlich eh nichts machen muss und weiter so tun kann, als wäre die Welt irgendwo um 1990 stehengeblieben - siehe Aufbauplan ÖBH2032+. Drohnen, massenhaft verfügbare günstige Fernwaffen und KI haben auf mehreren Ebenen gleichzeitig keine punktuellen Verbesserungen, sondern einen weitgehenden Paradigmenwechsel ausgelöst, der selbstverständlich Waffengattungen obsolet machen wird. Selbst das mit einem umfangreichen Vorrat an Panzern ausgestattete Russland hat einen Großteil davon in wenigen Jahren verloren und denen kann man nicht vorwerfen, bei der FlA schwach aufgestellt zu sein. Und das Ende der Entwicklung ist nicht absehbar. Sicher ist jedoch, dass das nicht die ferne Zukunft, sondern bereits die Gegenwart ist. Siehe Ukraine, siehe Iran.
Zu behaupten, das Bundesheer wäre im Drohnenbereich irgendwo dabei ist lächerlich. 300 FPV Drohnen zur Aufklärung sind nicht mal nichts.
Re: Medienberichte 2026
Verfasst: Mo 8. Jun 2026, 14:29
von theoderich
Woyzeck hat geschrieben: ↑Mo 8. Jun 2026, 14:14Zu behaupten, das Bundesheer wäre im Drohnenbereich irgendwo dabei ist lächerlich. 300 FPV Drohnen zur Aufklärung sind nicht mal nichts.
Wo behauptet er das? Und die MAGNI-X ist kein FPV-UAV.
Re: Medienberichte 2026
Verfasst: Mo 8. Jun 2026, 16:21
von Doppeladler
Woyzeck hat geschrieben: ↑Mo 8. Jun 2026, 14:14
Drohnen, massenhaft verfügbare günstige Fernwaffen und KI haben auf mehreren Ebenen gleichzeitig keine punktuellen Verbesserungen, sondern einen weitgehenden Paradigmenwechsel ausgelöst, der selbstverständlich Waffengattungen obsolet machen wird.
Ich finde die grundsätzliche Haltung richtig, dass man nicht davon ausgehen kann, dass der "nächste Krieg" so aussieht wie die "Gegenwart" im Ukraine-Krieg. Andere Waffengattungen zurückfahren, nur um heute tausende Drohnen zu kaufen und auf Lager zu legen, die morgen veraltet sind, ist nicht der richtige Weg. Man darf nicht vergessen, dass das ÖBH bei den schweren Waffen ohnehin nur mehr einen kleinen Rekonstruktionskern betreibt. Der wird etwas modernisiert, damit er nicht völlig aufgegeben werden muss und die Truppengattung erhalten bleibt. Ich kann nicht erkennen, dass sich das ÖBH für eine Panzerschlacht vorbereiten würde. Daher geht der Vorwurf auch etwas ins Leere.
Natürlich muss man
auch FPV Drohnen beschaffen und Personal dafür aufbauen sowie sich um ein Beschaffungsprozedere kümmern, um bei Bedarf schnell an Drohnen dann aktueller Bauart zu kommen.
Und Russland hat sicher viel Gerät in der Fliegerabwehr, aber gute Systeme, die Panzerzügen in Bewegung Drohnen vom Hals halten können, sind da offensichtlich nicht dabei. Und der Rest dürfte auch nur so halb funktionieren, wenn ich mir die jüngsten Erfolge in Russland, Iran und Venezuela ansehe.
Re: Medienberichte 2026
Verfasst: Mo 8. Jun 2026, 17:01
von theoderich
Re: Medienberichte 2026
Verfasst: Mo 8. Jun 2026, 17:06
von Woyzeck
Das oft strapazierte Argument, man könne nicht tausende Drohnen auf Lager legen, weil die in ein paar Jahren veraltet sind, greift zu kurz. Es ist zwar valide, aber der Schluss, der daraus abgeleitet wird ist es nicht. Fast nichts zu tun, weil man nicht weiß was die Zukunft bringt, ist der falsche Weg. Es geht darum, mit den kurzen Innovationszyklen Schritt zu halten und gerade im Drohnenbereich sind das keine Rieseninvestments - jedenfalls nichts im Vergleich zu den anderen ausstehenden Summen. Und UAV sind für den Verteidiger sehr mächtige Waffen, die neben der Transparenz des Gefechtsfelds die (Präzisions-)Artillerie zumindest teilweise ersetzen werden und auch weitreichende Wirkung ermöglichen. Drei Dinge, die das Bundesheer derzeit nicht hat, aber dringend bräuchte. Das kann man nicht im Bedarsfall rasch nachkaufen, weil es dann kein ausgebildetes Personal geben wird und die ganzen Einsatzverfahren geübt werden müssen - quer über alle Waffengattungen.
Egal - wir haben das eh schon mehrmals diskutiert. Mich wundert nur ein bisschen die Gelassenheit der Heeresführung in Punkto technologischer Entwicklungen und der notwendigen Anpassung daran.