Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Verfasst: Di 21. Apr 2026, 11:28
Hab das Interview gesehen. Für mich hat Herr Peschorn das ganz unaufgeregt und sachlich beantwortet.
Forum für Österreichs Militärgeschichte
https://www.doppeladler.com/da/forum/
https://www.diepresse.com/21017979/tauz ... -nachfolgeFinanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) erklärte, die Regierung habe sich geeinigt, eine Arbeitsgruppe dazu einzurichten. Sie solle sich mit den Beschaffungen des Bundesheeres befassen und prüfen, was umsetzbar sei, sagte er: „Wir werden zügig dahinter sein, dass wir in dieser Arbeitsgruppe etwas weiterbringen.“
Militärintern und im Verteidigungsministerium zeigte man sich am Dienstag verwundert, worum es sich bei dieser neuen Arbeitsgruppe handeln soll. Es dürfte sich jedenfalls nicht um eine neue, große Sonderkommission drehen. Eine Sprecherin des Finanzministeriums hielt auf „Presse“-Anfrage fest, dass es hier schlicht um die regulären Verhandlungen zwischen Finanz- und Verteidigungsministerium gehe. Im Rahmen der Gespräche werde eine Arbeitsgruppe aus Beamten beider Ressorts sowohl über das Doppelbudget 2027/2028 als auch über die Eurofighter-Nachfolge verhandeln.
Ist aber nichts neues:maro-airpower hat geschrieben: ↑Di 28. Apr 2026, 21:35 Und wenn ich nicht mehr weiter weiß dann gründ ich einen Arbeitskreis.
Das BMLV hat ursprünglich schon heuer, "allerspätestens 2027" eine Grundsatzentscheidung gefordert.theoderich hat geschrieben: ↑Do 5. Jun 2025, 18:46In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit dem Finanzressort beschäftige man sich mit Maßnahmen, die noch außerhalb des budgetären Rahmens gesetzt werden müssten. Dazu zählten laut Tanner etwa Nachbeschaffungen bezüglich der Eurofighter oder Investitionen in die bodengebundene Luftabwehr im Rahmen von Sky Shield, wie sie Manfred Hofinger (ÖVP) antwortete.
https://on.orf.at/video/14320794/dok-1- ... ung-bringtORF: Dok 1: Wir geloben! Wie sich das Heer in Stellung bringt (ORF1, 29. 4. 2026, 20:15) hat geschrieben:Entsprechend laut wird der Ruf innerhalb des Bundesheeres nach neuen Kampfjets. Ab 2032 sollen die schon etwas veralteten Eurofighter ausgemustert werden. Mindestens 32 neue Abfangjäger wünscht sich das Bundesheer. Auch hier müssten zusätzlich zehn Milliarden Euro investiert werden.
Der unabhängige Experte Franz Eder von der Universität Innsbruck sieht es differenzierter.
Franz Eder: "Wir können mit anderen kooperieren. Wir zeigen's ja in gewissen Bereichen - denken Sie an ,Sky Shield', an die ... an die ... Luftabwehr, wo wir mit anderen Staaten zusammen kooperieren. Warum funktioniert das nicht auch bei den ... bei den Abfangjägern?
Warum überlassen wir hier nicht in einem europäischen Verbund diese Aufgabe anderen Staaten? Österreich ist ohnehin klein, die Zahl von 32 ist eigentlich lächerlich, wenn wir uns da Staaten anschauen wie Finnland, wie Schweden, die eine wirkliche Luftwaffe haben und viel größere Zahlen hier haben, vielleicht auch eine andere Notwendigkeit haben. Und wär' es vielleicht nicht besser, dieses Geld, das momentan ohnehin nicht da ist - das wär' ja nochmal ein Zusatzbudget! - dieses Geld vielleicht irgendwo anders zu investieren, wenn man es überhaupt investieren will."
https://www.sn.at/politik/innenpolitik/ ... art-648476Noch ist gar nicht sicher, ob sich Österreich den Kauf neuer Abfangjäger als Ersatz für die Eurofighter überhaupt leisten kann oder will. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) ist, wie berichtet, skeptisch und hat die Entscheidung einmal in einer Arbeitsgruppe zwischengeparkt. Doch die Aussicht auf ein Milliardengeschäft hat bereits Jet-Hersteller auf der ganzen Welt aufhorchen lassen.
Ein europäischer Hersteller unterhält seit Jahren ein Büro in Wien, um die Werbetrommel für sein Flugzeug zu rühren. Und der US-Konzern Lockheed Martin war dieser Tage mit einer hochrangigen Delegation in Wien, um interessierte Journalistinnen und Journalisten auf die F-35 aufmerksam zu machen.
Als Journalist feindliche Ziele „bekämpfen“
Den österreichischen Journalistinnen und Journalisten wurde vom Hersteller sogar die Möglichkeit geboten, auf einem eigens in Wien aufgestellten Cockpit-Demonstrator den Kampfjet selbst zu „fliegen“. Unter Anleitung eines echten F-35-Piloten konnten sie virtuell starten, landen und sogar feindliche Ziele bekämpfen – virtuell.
Bekommt Österreich die gleichen Jets wie die Schweiz?
Davor informierte Robert Weitzman, der für das F-35-Programm zuständige Direktor von Lockheed Martin, über die Vorzüge des Jets, der tatsächlich auf der Beobachtungsliste der Bundesheerplaner steht. Die F-35 ist ein hochmoderner Tarnkappenjet der fünften Generation, der aktuell von 20 Staaten der Welt verwendet wird, darunter von den USA, Großbritannien, Italien und Deutschland. Die Nachfrage ist groß, jährlich werden 165 Jets produziert. Auch die Schweiz hat sich für die F-35 entschieden. Dies zeige, dass das Flugzeug zum Schutz der Neutralität diene, gleichzeitig aber mit zahlreichen europäischen Luftstreitkräften kompatibel sei, sagt Weitzman.
Ein Rüstungsgeschäft von Regierung zu Regierung
Die Komponenten des Jets würden zu 25 Prozent in Europa produziert. Mit etlichen österreichischen Unternehmen gebe es Kontakte betreffend Kooperationen, sagt Weitzman. Aber entsteht bei solchen Industriekooperationen nicht sofort Korruptionsverdacht wie beim Eurofighter-Kauf? Der Lockheed-Martin-Direktor erinnert daran, dass US-Rüstungsgüter nicht beim Hersteller, sondern bei der US-Regierung gekauft werden. Solche Geschäfte von Regierung zu Regierung gelten gemeinhin als transparenter.
Über Preise will Weitzman nicht sprechen. Die Schätzung der Bundesheerplaner lautet, dass das gewünschte Gesamtpaket von 36 Jets samt Simulatoren, technischem Dienst, Piloten- und Techniker-Ausbildung rund zehn Milliarden Euro kosten wird. Einschränkung: Wenn der Finanzminister nichts dagegen hat. Auch beim Eurofighter-Kauf träumte das Bundesheer anfangs von 30 bis 36 Maschinen, geworden sind es dann aufgrund der Budgetnöte 15.
Neue Abfangjäger sollen ab 2033 kommen
Das Bundesheer wünscht sich eine Lieferung der neuen Jets ab 2033, damit sie dann in einer mehrjährigen Übergangszeit die Eurofighter ersetzen können. Dieser Termin ist laut Weitzman kein Problem. Aufgrund der großen Nachfrage würden jährlich 165 Jets produziert.
Auch ein neuer Eurofighter ist im Rennen
Davor muss das Verteidigungsministerium allerdings die Finanzierung klären. Dann sollen noch in dieser Legislaturperiode die Ausschreibung und die Typenentscheidung erfolgen. Außer der F-35 stehen eine moderne Version des Eurofighter, die französische Rafale, eine neue Version des schwedischen Gripen und die amerikanische F-15 auf der Beobachtungsliste des Heeres.