Re: Bundesheer-Reform - Beitrag Tanner
Verfasst: Mo 1. Sep 2025, 15:17
Das ist wirklich beachtlich. Hoffentlich steigt die Zahl im nächsten Jahr weiterhin.
Forum für Österreichs Militärgeschichte
https://www.doppeladler.com/da/forum/
Ja, stimmt. War früher auch nicht anders. Nur 60% von 1200 sind halt doppelt so viele wie von 600. Und das ist sehr positiv.Zeppelinrules hat geschrieben: ↑Di 2. Sep 2025, 17:10 Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass bis zu 40% von denen innerhalb der ersten 6 Monate den Dienst quittieren werden.
Gewiss nicht, wir reden 2020-2023. Ich habe ein paar KAAB1 an verschiedenen Standorten mitbekommen und es haben sich insbesondere in den ersten 2 Monaten extrem viele abgemeldet. Die Gründe sind viele, u.a. teils komplett unqualifizierte Kaderanwärter, eine veraltete Ausbildung und ungeeignete Ausbilder, welche sogar eine hohe Abbrecherquote als besonderen Verdienst wahrnehmen, Ried, Langenlebarn und Allentsteig waren diesbezüglich die Haupttäter. Und wenn ein Kurs schleissig war, dann haben jene die sich in härteren KAAB1 schon abgemeldet hätten, spätestens bei der KAAB2 sich abgemeldet. Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass der Hauptgrund einfach die geringe Vorbereitung der Kaderanwärter und teils ungeeignetes Kaderpersonal als Ausbilder. Überwiegend waren die Kurse in Ordnung, jedoch ändert das wenig an den hohen Abbrecherquoten. Selbst bei vorbildlichen Kursen waren diese bei 25% ca. Ich finde es gehört eine einheitliche Grundausbildung her, welche Leute auf Kurs schickt die zumindest mal auf einem ähnlichen Stand sind, anstatt frisch Eingerückte mit KPE Korporälen zusammenzuwürfeln.Doppeladler hat geschrieben: ↑Di 2. Sep 2025, 18:28 Die "eigene Erfahrung" ist vielleicht schon eine Weile her? Vielleicht liegt die drop-out-Quote im Modell von 2025 anderswo.
41 neue Wachtmeister an der Heeresunteroffiziersakademie
Gestern wurden an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns 41 Berufssoldaten nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung zu Wachtmeistern befördert.
Die Absolventen begannen ihre Ausbildung zum Berufsunteroffizier im März 2024 und wurden als sogenannte Vorzieher bereits jetzt, noch vor der eigentlichen Ausmusterung im Februar 2026, befördert.
📢 In seiner Ansprache hob der militärisch Höchstanwesende, Generalleutnant Karl Schmidseder, die hochwertige Ausbildung des österreichischen Unteroffizierskorps hervor – ein Garant für Professionalität und Einsatzbereitschaft im In- und Ausland.
https://www.facebook.com/share/p/17LkWn617F/
Lazarus hat geschrieben: ↑Di 26. Aug 2025, 17:24Die Anzahl der Militärakademiker steigt wieder.Aufnahmeverfahren 2025
105 Militärakademiker sowie zwei zivile Studierende für den neuen 1. Jahrgang
https://www.milak.at/news/detail/aufnahmeverfahren-2025
https://de.linkedin.com/posts/bernhard- ... 22624-zfi1"122 Offiziere 2025 übernommen, davon
76 Berufs- und 46 Milizoffiziere, darunter neun Frauen"
Freude? Ja. Jubel? Nein, übertrieben.
Denn obwohl viel gejubelt wird über den Personalzulauf beim Bundesheer, stellt sich in der #Realität der Zahlen die Situation bei #Offizieren und #Unteroffizieren (Beruf & Miliz) erschreckend anders dar.
Interesse an einer Kaderausbildung beim Bundesheer heißt noch lange nicht tauglich genug, Ausbildung abgeschlossen, übernommen und langfristig behalten!
Der #Rechnungshof hat 2022 aufgezeigt, wie groß Nähr- und Ergänzungsrate sein müssen, um das #Bundesheer im Personalbereich handlungsfähig zu bekommen:
jährlicher Bedarf an 327 Offizieren und 813 Unteroffizieren.
Die tatsächlichen Zahlen der Übernahmen, siehe auch eingangs, sprechen anderes:
2021: 147 Offiziere, 364 Unteroffiziere
2022: 101 Offiziere, 320 Unteroffiziere
2023: 121 Offiziere, 348 Unteroffiziere
2024: 118 Offiziere, 345 Unteroffiziere
Das bedeutet, dass inzwischen tausende (!) Offiziere und Unteroffiziere fehlen!
Der Anteil der #Miliz ist dabei verschwindend gering, obwohl gerade dort ein massiver Aufwuchs nötig ist!
Rechnungshof 2022:
Besetzungsgrad bei den Offizieren 2021 in der Miliz bei 67,2 Prozent, bei den Unteroffizieren 64,7 Prozent.
Seit damals Tendenz massiv fallend.
Jede Maßnahme, die gesetzt wird, zeigt erst Jahre später ihre Wirkung. Und zwar sowohl in positiver als auch in negativer Richtung. Beispiel: Der "Nicht"-Einsatz des BH bei der Tschechienkrise 1968 hatte zur Folge, dass 1974 nur 25 Offiziere die MilAk abgeschlossen haben (zum Vergleich 1967 waren es 90). Zu glauben, dass wenn es heute eine Krise gibt, morgen frische fixfertig ausgebildete Offiziere und Unteroffiziere in großer Zahl am Kasernenplatz stehen, ist völlig illusorisch.theoderich hat geschrieben: ↑Do 2. Okt 2025, 23:35Lazarus hat geschrieben: ↑Di 26. Aug 2025, 17:24Die Anzahl der Militärakademiker steigt wieder.Aufnahmeverfahren 2025
105 Militärakademiker sowie zwei zivile Studierende für den neuen 1. Jahrgang
https://www.milak.at/news/detail/aufnahmeverfahren-2025https://de.linkedin.com/posts/bernhard- ... 22624-zfi1"122 Offiziere 2025 übernommen, davon
76 Berufs- und 46 Milizoffiziere, darunter neun Frauen"
Freude? Ja. Jubel? Nein, übertrieben.
Denn obwohl viel gejubelt wird über den Personalzulauf beim Bundesheer, stellt sich in der #Realität der Zahlen die Situation bei #Offizieren und #Unteroffizieren (Beruf & Miliz) erschreckend anders dar.
Interesse an einer Kaderausbildung beim Bundesheer heißt noch lange nicht tauglich genug, Ausbildung abgeschlossen, übernommen und langfristig behalten!
Der #Rechnungshof hat 2022 aufgezeigt, wie groß Nähr- und Ergänzungsrate sein müssen, um das #Bundesheer im Personalbereich handlungsfähig zu bekommen:
jährlicher Bedarf an 327 Offizieren und 813 Unteroffizieren.
Die tatsächlichen Zahlen der Übernahmen, siehe auch eingangs, sprechen anderes:
2021: 147 Offiziere, 364 Unteroffiziere
2022: 101 Offiziere, 320 Unteroffiziere
2023: 121 Offiziere, 348 Unteroffiziere
2024: 118 Offiziere, 345 Unteroffiziere
Das bedeutet, dass inzwischen tausende (!) Offiziere und Unteroffiziere fehlen!
Der Anteil der #Miliz ist dabei verschwindend gering, obwohl gerade dort ein massiver Aufwuchs nötig ist!
Rechnungshof 2022:
Besetzungsgrad bei den Offizieren 2021 in der Miliz bei 67,2 Prozent, bei den Unteroffizieren 64,7 Prozent.
Seit damals Tendenz massiv fallend.