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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Di 2. Jun 2026, 15:40
von iceman
maro-airpower hat geschrieben: Di 2. Jun 2026, 00:16
iceman hat geschrieben: Mo 1. Jun 2026, 08:26 Hier wird aber sehr genau und lange bewertet…,
Ohne Budget....

Nächste Woche wissen wir mehr....
Ich sage eher falsche Prioritäten..,

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Mo 8. Jun 2026, 22:19
von theoderich
Mehr Geld für das Bundesheer, doch es gibt Wermutstropfen
Mit der Beschaffung der bodengebundenen Luftabwehr mittlerer Reichweite steht etwa eine milliardenschwere Investition an: Die Typentscheidung für ein Waffensystem soll noch heuer fallen. Diese Investition sieht man intern als nicht gefährdet, möglicherweise müsse man aber bei anderen Vorhaben Abstriche machen oder diese zeitlich etwas nach hinten verschieben.

Denn eines hat die Einigung auch gezeigt: Das Ziel der Bundesregierung, bis 2032 jährlich zwei Prozent des BIP in die Landesverteidigung zu investieren, ist nicht in Sicht.
https://www.diepresse.com/28667690/mehr ... utstropfen

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Di 9. Jun 2026, 21:51
von maro-airpower
Auch Diehl hat jetzt ein All in One System - sogar fire on the moove.




Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Di 9. Jun 2026, 23:43
von theoderich

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 18:31
von theoderich
Strategiebericht 2027-2030/2028-2031 und Budgetbericht 2027/2028
Zur weiteren Umsetzung des Aufbauplans werden einerseits Budgettangenten, die bisher als Ermächtigung vorgesehen waren, großteils ins Regelbudget übernommen (Advanced Jet-Trainer), andererseits werden zusätzliche Mittel für weitere Investitionen bereitgestellt (Midrange Air Defense).
https://www.bmf.gv.at/dam/jcr:22b02ef6- ... 7_2028.pdf

Im "Verzeichnis veranschlagter Konten" findet man dazu aber gar nichts. Das Konto mit Investitionsmitteln für "Waffen" ist deutlich im Sinken begriffen (BVA 2026: 373.890.000 EUR; BVA 2027: 238.675.000 EUR; BVA 2028: 71.585.000 EUR) und ich glaube nicht, dass die Kosten dafür aus dem Konto für "Luftzeuggerät" gedeckt werden (Das das mit Abstand am stärksten dotierte Konto im Bereich der Investitionen ist.).

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 21:19
von Doppeladler
"Luftzeuggerät" ist schon eine super Wortschöpfung! "Zeug" und "Gerät" ist bei uns in Österreich eigentlich das Gleiche?

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 21:27
von theoderich
Die für Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen zuständige Abteilung im Ministerium heißt schon seit einigen Jahrzehnten (RD-ARWT, ARB, DionRB) "Luftzeugabteilung". Spätestens ab den 1960er-Jahren gab es eine "Abteilung Luftzeuggerät" in der Sektion IV, parallel eine "Abteilung Flugwesen" im Amt für Wehrtechnik. In den 1980er-Jahren entstand im Ministerium die Abteilung IV/14, Luftzeugwesen.

Wahrnehmungsbericht des Rechnungshofes über das Beschaffungswesen des Bundesheeres (III-146 d.B.)
Das BMLV betrachtete diese Kritik des RH. grundsätzlich als gerechtfertigt. Fehlerhafte Abläufe seien auf Planungsmängel und diese wieder auf Kommunikationsprobleme aufgrund einer ungeeigneten Aujbauorganisation im Luftzeugbereich zurückzuführen gewesen. Bereits seit 1 986 sei das BMLV dabei, diese Mängel schrittweise zu beseitigen. Nach Schaffung einer Abteilung für Luftzeugwesen sei eine für Materialerhaltungsaufgaben zuständige, dem BMLV nachgeordnete Stelle - unter Zusammenlegung bestehender Dienststellen - errichtet worden, mit der in weiterer Folge die Werftbetriebe und das Luftzeuglager zusammengeführt würden
https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XVIII/III/146

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Do 11. Jun 2026, 21:18
von theoderich
56. Ministerrat am 10. Juni 2026

https://www.bundeskanzleramt.gv.at/medi ... -juni.html
  • Weitere Budgetpolitische Maßnahmen für das Doppelbudget 2027 & 2028; 56/25
    Sicherstellung einer aktiven Luftraumüberwachung

    Die Bundesregierung bekräftigt das im Regierungsprogramm festgehaltene Bekenntnis zur Sicherstellung einer aktiven Luftraumüberwachung, zu notwendigen Nachbeschaffungen sowie zur Drohnenabwehr und dem Ausbau von Raketenabwehr über Sky-Shield. Das Verteidigungsministerium erarbeitet die dafür notwendigen Details dazu bis Ende des Sommers. Die konkreten Optionen sollen anschließend gemeinsam in der Bundesregierung evaluiert und bis Ende des Jahres entschieden werden. Erste einleitende Schritte sollen vom Verteidigungsministerium gestartet werden.
    https://www.bundeskanzleramt.gv.at/dam/ ... 25_mrv.pdf

Für den Ankauf von Mittelstreckenraketen (MRAD) im Rahmen von Sky Shield sind 500 Millionen Euro bis 2030 vorgesehen, die Leonardo Advanced Jet Trainer (AJT) mit 850 Millionen Euro bis 2031 werden nun ins Regelbudget aufgenommen – damit steigt die Planungssicherheit erheblich gegenüber der bisherigen Darstellung als Ermächtigung.
https://militaeraktuell.at/trotz-budget ... ter-druck/

Wenn ich daran denke, mit welchen Beträgen man noch vor einemJahr hausieren gegangen ist ...

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Fr 12. Jun 2026, 00:08
von maro-airpower
theoderich hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 21:18 Wenn ich daran denke, mit welchen Beträgen man noch vor einemJahr hausieren gegangen ist ...
Bild

500 sind 20% von der ursprünglich veranschlagten Summe. Zwei Batterien MRAD, ein Passivradarsystem, Bauten.

Das reicht nicht um mit allem was gekauft wird am Heldenplatz Platzprobleme zu bekommen...

Und wer weiß wie das bei uns so läuft, da kommt nichts mehr nach.

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Fr 12. Jun 2026, 00:44
von theoderich
maro-airpower hat geschrieben: Fr 12. Jun 2026, 00:08500 sind 20% von der ursprünglich veranschlagten Summe. Zwei Batterien MRAD, ein Passivradarsystem, Bauten.
Bulgarien 2024: 182 Mio. EUR für eine Feuereinheit IRIS-T SLM. Dänemark: 172 Mio. EUR für eine Feuereinheit IRIS-T SLM. Die Schweiz hat heuer für zwei Feuereinheiten IRIS-T SLM schon umgerechnet ca. 1 Mrd. EUR veranschlagt ...

Mit 500 Mio. EUR bekommen wir mit Müh und Not eine Feuereiheit. Wenn man den laufenden, Personal-, Betriebs- und Infrastrukturaufwand dem sehr niedrigen Einsatzwert gegenüberstellt, wird es gute Argumente geben, darauf komplett zu verzichten.