opticartini hat geschrieben: ↑Sa 21. Mär 2026, 18:37
Zur Verteidigung des Luftraums in einem Kriegsfall nimmt die Bedeutung von herkömmlichen Kampfjets ab. Kosten-Nutzen-Rechnung = ungünstig.
Außerhalb von tatsächlichen Kriegshandlungen (also hoffentlich im Normalfall) wird's natürlich weiterhin Menschen in schnellen Flugzeugen brauchen, um Menschen in langsameren Flugzeugen, welche sich nicht vorschriftsmäßig verhalten, persönlich kontaktieren zu können.
Das seh ich nicht ganz so.
Aktuell haben wir so die Grenze der Geschwindigkeit der Abfangdrohnen zwischen 300 bis 400 km/h. Gibt so Rekord/Sportgeräte die mit extremer Technik auch auf 600+ kommen. Aber der Hochstromwahnsinn ist (noch) nicht alltagstauglich.
Wenn unten dann mal zu ist mit Drohnen, kommen sie wieder hoch, dort wo Drohnen nicht hinkommen und Fla-Rak zu teuer sind. Also die Flexibilität eines Kampfjets ist schon nicht schlecht - Höhe , Geschwindigkeit, Reichweite. Zumal diese aktuell auch Offensiv im Drohnenkrieg eine Rolle spielen. Beide Seiten setzen Gleitbomben gegen vermutet oder erkannte Standorte von Drohnenpiloten ein. Die 40kg Artilleriegranate aus max. 30km ist da schon zu wenig.
Den "Wert" eines Drohnenteam kannst du daran bemessen, dass das heute den Einsatz einer MiG-29 mit 4x500kg HAMMER aus 40~50km+ Entfernung wert ist. Und für die Russen sind 4x1.000kg per Su-34 aus 80km+.
Was die "Kosten-Nutzen-Rechnung" angeht ist ein "Abfangjäger" (bin schon allergisch gegen die Bezeichnung) höchst ungünstig. Die Kosten für solche Geräte lassen sich nur rechtfertigen durch umfangreiche Verwendungsmöglichkeiten - heut als Key Player in der netzwerkzentrierten Kampfführung. 15km hoch sieht man auch weit....
Davon kann man ausgehen; wäre beides Sonderinvestition gewesen. Die M346 hat allen Rest im Aufbau 32+ oder wie das heißt aufgebraucht. Was ich immer befürchtet hatte, scheint zu kommen; die 12 M346 werden die EF ablösen. Das Erfordernis überschallschneller Kampfflugzeuge kannst Du der SPÖ, der Krone und der Masse der Bevölkerung nicht verklickern. Und von MRAD & LRAD red ich noch gar nicht.
Die Leute verursachen einen Verkehrszusammenbruch, weil die FPÖ ein paar Liter Sprit spendiert; wie will jemand dieser intelligenzbefreiten, amorphen Masse etwas zur Landesverteidigung vermitteln?
Wie schon Einstein sagte: Zwei Dinge sind unendlich; das Weltall und die Dummheit der Menschen, wobei ich mir bei ersterem nicht ganz sicher bin.
Das aktuelle Budget des BMLV ist so aufgestellt, dass pro Jahr ca. 1 Mrd Euro Ablage für Investitionen zum Zielbild 2032 Tatsache sind. Will heißen bis 2032 gehen von den benötigten/angestrebten 16 Mrd Euro an Investitionen ca. 6 Mrd Euro ab, bei derzeitigen Vorbelastungen für die kommenden Jahre durch die bereits getätigten Investitionen von ca. 6 Mrd Euro. Ablesbar/Ableitbar aus dem BFG, BFRG und dem Landesverteidigungbericht!
Im Raum steht, dass für das Doppelbudget 27/28 die Ablage nochmals größer wird - damit wird der Spielraum für neue Investionen nochmals kleiner bis gar nicht mehr vorhanden sein.
Der politischen Ebene im BMLV war dies bewusst und hat den Aufbauplan 2032+ aufgelegt und schiebt so ziemich alles was noch bis 2032 zu beschaffen wäre in das undefinierte "+" hinein - nach meiner Schätzung wird das "+" irgendwo zwischen 2040 und 2045 liegen.
Eurofighter Nachfolger und LRAD sind im Zielbild 2032 gar nicht enthalten und im "+" vage angedeutet und sind damit im Feld des allgemeinen politischen Diskurses/Machtspiels ausgesetzt, da dafür ein Sonderbudget beschlossen werden müsste.
"... Es ist ein gutes Land,....das ist der Fluch von unserm edeln Haus:
Auf halben Wegen und zu halber Tat
Mit halben Mitteln zauderhaft zu streben.
Ja oder nein, hier ist kein Mittelweg...."
Frau Tanner war gerade auf OE24, das übliche Geschwafel, aber von Abgänge im Budget hat sie nichts gesagt. Entweder sie weiß es nicht oder sie will es nicht sagen.
Sie glaubt noch an positive Budgetverhandlungen.
Nach ihren Aussagen wird sowieso jeder Angreifer an der Grenze zum Stehen gebracht und alles was fliegend daher kommt sowieso.
Also keine Sorge, alles ok.
...aber der Striedinger hat es im obigen Interview angesprochen - Auszug siehe unten,.....vor dem Ruhestand werden alle ehrlich!
„Aber im Budgetrahmen 2027 bis 2029 gehen die Budgetvorgaben nur waagrecht weiter. Und wenn man jetzt einen Vergleich macht zwischen dem, was eigentlich das Landesverteidigungsfinanzierungsgesetz vorsieht, und dem, was wir tatsächlich gesetzlich als Vorgabe im Budgetrahmen bekommen, entstand ein Fehl von sechs Milliarden Euro, die wir eigentlich brauchen, um unser Ziel zu erreichen. Ja, das ist ziemlich viel Geld. In der Situation sind wir derzeit. Und es wird also sehr interessant sein, wie sich die Budgetverhandlungen unter der derzeitigen Budgetlage der Republik – das muss man ja auch mitdenken – entwickeln”, so Striedinger.
"... Es ist ein gutes Land,....das ist der Fluch von unserm edeln Haus:
Auf halben Wegen und zu halber Tat
Mit halben Mitteln zauderhaft zu streben.
Ja oder nein, hier ist kein Mittelweg...."
Dann verstehe ich aber nicht, dass man den Kauf der M 346 durchgedrückt hat, wenn der Generalstab schon gewusst hat, das sechs Mrd fehlen.
MMn hätte man auf die M346 durchaus verzichten können, oder man wollte auf Nummer sicher gehen und am Ende dann nicht mit lehren Händen dazustehen?
Mich ärgert das auch - weder die Trainer, noch die Transportflugzeuge sind für die Landesverteidigung unbedingt erforderlich. Sinnvoll ja, aber die Mittel sind nunmal begrenzt und daher muss man eben Prioritäten setzen. Man kann doch bitte die Materialplanung nicht darauf auslegen, dass schon irgendjemand zusätzlich zu den im Aufbauplan festgelegten Mitteln (die in einer Höhe verfügbar waren/sind, von der man davor nur träumen konnte) noch absurd hohe Sonderfinanzierungen freigeben wird. Die kritische Budgetlage ist seit zwei Jahren bekannt. Jetzt steht man wieder mit einem Flickwerk da - so wie damals bei der Eurofighter-Beschaffung, wo man sich die faktisch besten am Markt verfügbaren Maschinen gekauft hat und auf echte Luftwaffe machen wollte, dann aber leider keine Mittel mehr für Flugstunden und Bewaffnung hatte.