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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Sa 21. Mär 2026, 18:37
von opticartini
Die Grenze zwischen Lenkwaffen und unbemannten Flugobjekten (UAV) verschwimmt zunehmend, speziell wenn man von Kamikazedrohnen spricht oder sog. "Loitering Munitions" bedenkt.

Insofern lässt sich sagen, dass eine Luftraumverteidigung (gemeint ist im Konfliktfall) in Zukunft ausschließlich von "Drohnen" erfolgen muss. Alles andere wäre auch ethisch nicht vertretbar. Piloten in Flugzeugen in unmittelbare Nähe von Kampfhandlungen zu schicken, das wird's höchstens dann noch geben, wenn die feindliche Fliegerabwehr komplett ausgeschaltet ist oder wenn die Situation äußerst verzweifelt ist.

Zur Verteidigung des Luftraums in einem Kriegsfall nimmt die Bedeutung von herkömmlichen Kampfjets ab. Kosten-Nutzen-Rechnung = ungünstig.

Außerhalb von tatsächlichen Kriegshandlungen (also hoffentlich im Normalfall) wird's natürlich weiterhin Menschen in schnellen Flugzeugen brauchen, um Menschen in langsameren Flugzeugen, welche sich nicht vorschriftsmäßig verhalten, persönlich kontaktieren zu können.

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Sa 21. Mär 2026, 21:48
von maro-airpower
opticartini hat geschrieben: Sa 21. Mär 2026, 18:37 Zur Verteidigung des Luftraums in einem Kriegsfall nimmt die Bedeutung von herkömmlichen Kampfjets ab. Kosten-Nutzen-Rechnung = ungünstig.

Außerhalb von tatsächlichen Kriegshandlungen (also hoffentlich im Normalfall) wird's natürlich weiterhin Menschen in schnellen Flugzeugen brauchen, um Menschen in langsameren Flugzeugen, welche sich nicht vorschriftsmäßig verhalten, persönlich kontaktieren zu können.
Das seh ich nicht ganz so.

Aktuell haben wir so die Grenze der Geschwindigkeit der Abfangdrohnen zwischen 300 bis 400 km/h. Gibt so Rekord/Sportgeräte die mit extremer Technik auch auf 600+ kommen. Aber der Hochstromwahnsinn ist (noch) nicht alltagstauglich.

Wenn unten dann mal zu ist mit Drohnen, kommen sie wieder hoch, dort wo Drohnen nicht hinkommen und Fla-Rak zu teuer sind. Also die Flexibilität eines Kampfjets ist schon nicht schlecht - Höhe , Geschwindigkeit, Reichweite. Zumal diese aktuell auch Offensiv im Drohnenkrieg eine Rolle spielen. Beide Seiten setzen Gleitbomben gegen vermutet oder erkannte Standorte von Drohnenpiloten ein. Die 40kg Artilleriegranate aus max. 30km ist da schon zu wenig.
Den "Wert" eines Drohnenteam kannst du daran bemessen, dass das heute den Einsatz einer MiG-29 mit 4x500kg HAMMER aus 40~50km+ Entfernung wert ist. Und für die Russen sind 4x1.000kg per Su-34 aus 80km+.

Was die "Kosten-Nutzen-Rechnung" angeht ist ein "Abfangjäger" (bin schon allergisch gegen die Bezeichnung) höchst ungünstig. Die Kosten für solche Geräte lassen sich nur rechtfertigen durch umfangreiche Verwendungsmöglichkeiten - heut als Key Player in der netzwerkzentrierten Kampfführung. 15km hoch sieht man auch weit....