Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Flächenflugzeuge, Hubschrauber, Großgerät, Fliegerhorste, ...
chuckw
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von chuckw »

In welche Richtung es bei den Saab 105 geht, verrät man im Ministerium noch nicht. Es gibt mehrere Varianten: Eine Nachrüstung und Aufstockung der Eurofighter-Flotte ist eher unwahrscheinlich. Ein Systemwechsel mit einem Ausstieg aus dem Eurofighter und dem Kauf neuer Flieger ist noch unwahrscheinlicher.

Am realistischsten ist Leasing oder Kauf von möglichst günstigen Fliegern parallel zu den vorhandenen Eurofightern. Eigentlich hätte schon vor Jahren über den Ersatz der Saab 105, deren Lebenszyklus heuer endgültig zu Ende ist, entscheiden werden müssen. Die Politik hat diese Frage, weil sie mit der Zukunft der Eurofighter verknüpft ist, bisher aufgeschoben.
https://www.derstandard.at/story/200011 ... ntscheiden
Alles läßt sich durch Standhaftigkeit und feste Entschlossenheit erreichen. (Prinz Eugen v. Savoyen)

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »


iceman
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

Glaube kaum, daß man Hubschrauber und Jettrainer zusammen beschafft.
Am realistischsten ist Leasing oder Kauf von möglichst günstigen Fliegern parallel zu den vorhandenen Eurofightern.
Dabei wird es sich nicht um die M-346 handeln...

Gebrauchte twins aus Deutschland wären am günstigsten, aber was weiß ich schon...

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

iceman hat geschrieben:
Fr 17. Jan 2020, 19:59
Am realistischsten ist Leasing oder Kauf von möglichst günstigen Fliegern parallel zu den vorhandenen Eurofightern.
Dabei wird es sich nicht um die M-346 handeln...
Da gäbe es Möglichkeiten - vor allem (ganz besonders wichtig) völlig inkompatibel zum "Eurofighter" und absolute Insellösungen:

Bild
http://cac.avic.com/web/wap/chanpinyufu ... 4/106.html

Bild
http://www.hongdu.com.cn/cp.jsp?id=jljpx Bild

Bild Bild
http://hal-india.co.in/Product_Details. ... y=&CKey=22

iceman
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

Sie spricht aber mit den Deutschen und Italienern....
Die ganzen Pressemeldungen würde ich mit Vorsicht genießen: Nach einem halben Jahr Beamtenregierung stürzt sich förmlich jeder Jornalist auf einen der neuen Minister/innen.

opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

iceman hat geschrieben:
Fr 17. Jan 2020, 20:38
Sie spricht aber mit den Deutschen und Italienern....
Also aus der Twitter-Meldung vom "Bundesheerbauer" geht nicht klar hervor, ob sich diese Gespräche auf die Flächenflugzeuge und die Drehflügler beziehen ODER nur auf die Hubschrauber. Meine Interpretation ist zweiteres.

Eine Paket-Lösung wäre natürlich speziell mit Italien möglich, glaube ich aber nicht.

Ein paar tschechische Düsentrainer wird man schon kaufen, dann hat man gleich auch einen Nachfolger für PC-7.

Soweit ich das sehe hat Deutschland übrigens auch keine Trainer-Flugzeuge im eigenen Land. Deren Ausbildung verläuft über das Euro-NATO Joint Jet Pilot Training Program auf der Sheppard Air Force Base in Texas mit Beechcraft T-6 und Northrop T-38.

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

opticartini hat geschrieben:
Fr 17. Jan 2020, 21:30
Soweit ich das sehe hat Deutschland übrigens auch keine Trainer-Flugzeuge im eigenen Land. Deren Ausbildung verläuft über das Euro-NATO Joint Jet Pilot Training Program auf der Sheppard Air Force Base in Texas mit Beechcraft T-6 und Northrop T-38.
Die Bundeswehr muss aber nicht eine um 50 % zu kleine Kampfflugzeugflotte mit einem Jettrainer substituieren, wie man es in Österreich seit 2007 praktiziert (genauer genommen seit 2003, denn die Entscheidung zum Weiterbetrieb und eventuellen Upgrade der Saab-105OE fiel mit der Reduktion der "Eurofighter" auf nur noch 18 Stück).

Alpine
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Alpine »

theoderich hat geschrieben:
Fr 17. Jan 2020, 21:44

Die Bundeswehr muss aber nicht eine um 50 % zu kleine Kampfflugzeugflotte mit einem Jettrainer substituieren, wie man es in Österreich seit 2007 praktiziert (genauer genommen seit 2003, denn die Entscheidung zum Weiterbetrieb und eventuellen Upgrade der Saab-105OE fiel mit der Reduktion der "Eurofighter" auf nur noch 18 Stück).
bereits zu Draken Zeiten waren zusätzlich 8 Saab 105 permanent dem Überwachungsgeschwader zugeordnet.

iceman
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

Und vor den Draken war nur die Saab.

opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

Interessante PowerPoint-Präsentation:

Download: http://www.advantageaustria.org/cz/oest ... chody.pptx

Online-Ansicht: https://slideplayer.org/slide/10535595/

Das ist angeblich eine Präsentation von Aero Vodochody für Österreich als möglichen Kunden der L-39NG.

Speziell ab Folie 13 "L-39NG for Austria"

Einige Auszüge aus der Präsentation:

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Anzahl an Maschinen: 8 bis 12

Offene Frage: Eigene Trainingsflotte oder Anmietung von Flugstunden? Aero Vodochody bietet beides an.

Finanzierung: Direktkauf oder Leasing?

Ausstattung:
Luft-zu-Luft Bewaffnung mit Kanone und Lenkraketen
Mögliche Integration der IRIS-T (Luft-Luft-Lenkflugkörper mit IR-Sucher).

Soll-Kriterien (Priorität 1): Abfangen und "Beschatten" von Verkehrsflugzeugen
Diese Kriterien werden durch die geringe Geschwindigkeit (ca. 420 Knoten = 775 km/h) und Steigrate (5 Minuten auf 25.000 Fuß = 7,7 km) limitiert. Die L-39NG kann dazu benutzt werden um Flugzeuge mit einer Maximalgeschwindigkeit von 300 Knoten (ca. 555 km/h) abzufangen.

Besonders betont wird, dass die Rolle der L-39NG als "ergänzend" zum Eurofighter ist (also nicht als Ersatz).

Soll-Kriterien (Priorität 2):
Radar: L-39NG hat kein Radar, als Alternativen gäbe es "TAS - Traffic Advisory System" und "Datalink", was aber ein Netzwerk aus bodenbasierten Datalink-Radarstationen benötigen würde.

Überschall: Die L-39NG ist nicht zu Überschallflug fähig und wird diese Option auch nie erhalten.

Die L-39NG soll dafür geeignet sein, dass man damit nur diesen einen Flugzeugtyp fürs Training zwischen Basis-Trainer (Propeller) und Kampfjet benötigt.

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Die Ausstattungskriterien lesen sich so, als ob hier tatsächlich irgendwem eingefallen ist, die L-39NG als Eurofighter-Nachfolger anzufragen. Diese Möglichkeit wurde wenig überraschend vom Hersteller aber sehr deutlich verneint.

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