Bundesheer: 30 Mio. Euro fließen in Waldviertler Garnisonen
Wieviel Geld davon in die Bundesheerstandorte des Waldviertels investiert wird und wofür die Mittel eingesetzt werden, darüber sprachen die NÖN mit NÖ Militärkommandant Georg Härtinger und den Kommandanten der Waldviertler Kasernen bei einem exklusiven Treffen in der Liechtensteinkaserne Allentsteig.
Für die Autarkie aller Einrichtungen des Bundesheeres wurden im Waldviertel bereits umfangreiche Maßnahmen umgesetzt.
Ziel ist eine unabhängige Versorgung mit Energie und Verpflegung der Bundesheerstandorte für bis zu 14 Tage. „Die Vorkehrungen dazu sind im Waldviertel großteils abgeschlossen“, erklärt Härtinger.Kasernen profitieren von Budgetplus „Die Generalsanierung am TÜPL Allentsteig wird fortgesetzt und die benötigte Infrastruktur auf den letzten Stand gebracht“, hält Konstantin Oberleitner, Kommandant vom TÜPL Allentsteig, fest. Zehn Millionen Euro werden in die Sanierung der letzten beiden vohandenen Mannschaftsblöcke investiert. Die Arbeiten dafür sollen Ende 2027 abgeschlossen sein. Der Bau von zwei zusätzlichen Mannschaftsunterkünften solle ebenso folgen.
Die urbane Trainingsanlage Ost am TÜPl Allentsteig sei bereits in Fertigstellung und soll Ende August übergeben werden. Der Baubeginn der Trainingsanlage West sei für 2028 vorgesehen. Hier sollen 40 bis 50 Gebäude für das Einsatztraining errichtet werden. Insgesamt werden dafür 50 Millionen Euro am TÜPl investiert.
In der Radetzky-Kaserne in Horn liegt der Schwerpunkt auf der Sanierung bestehender Gebäude „Hier wird vor allem in die Gebäudesanierung, die Sanitärräume, den Brandschutz und in Fluchtwege investiert“, berichtet Garnisonskommandant Alexander Hainböck. Weiters werden das Heizkraftwerk instand gesetzt und die Garagen ausgebaut. Ein Ausbau der Sportanlage ist in Planung. Rund 100 Personen aus den Bereichen Garde und technische Aufklärung sind dort stationiert.
Die Kuenringer-Kaserne in Weitra entwickelt sich weiter zum Kompetenzzentrum für Simulation und Ausbildung. „Die auf dem Kasernengelände befindliche Tankstelle wurde wieder in Betrieb genommen und die Maßnahmen zur Notstromversorgung abgeschlossen“, informiert Herbert Gaugusch, Garnisonskommandant der Kuenringer Kaserne in Weitra. Die Wärmeversorgung und die Ausbildungsinfrastruktur solle ebenso optimiert und der Führungssimulator soll mit neuer Hard- und Software ausgestattet werden. Außerdem ist die Errichtung eines Mehrzweckgebäudes vorgesehen.
Investiert wurde auch in das Mannschaftsgebäude in der Liechtenstein-Kaserne in Allentsteig, es wurde auf den neuesten Stand gebracht. „In der Liechtenstein-Kaserne werden derzeit auch Keller und Garagen saniert, und ein Hangar für Luftfahrzeuge wurde fertiggestellt“, schließt Marcel Prinz-Haider, stellvertretender Kommandant der Liechtenstein Kaserne Allentsteig, ab. Wie sich genau die Investitionssumme von 30 Millionen Euro auf die Bundesheer-Standorte im Waldviertel aufteilen, konnte noch nicht bekannt gegeben werden.