Medienberichte 2026

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Längerer Wehrdienst: Wirtschaft fordert Mitsprache

https://salzburg.orf.at/stories/3365244/


Zuletzt geändert von theoderich am So 2. Aug 2026, 22:07, insgesamt 2-mal geändert.
iceman
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von iceman »

War nicht die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung Teil der Wehrdienstkommission, aber nicht stimmberechtigt?
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Seltene Einblicke: Wo die geheimen Kämpfer aus der Tiefe trainieren

https://kurier.at/chronik/niederoesterr ... /403179425


Rotes Kreuz für Zivildienstverlängerung

https://burgenland.orf.at/stories/3365282/
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

  • Bundesheer-Reform: Die Regierung wählt die Pechvogellösung (Gastkommentar)
    Die Bundesregierung hat sich angesichts der labilen Sicherheitslage zu einer Wehrdienstreform durchgerungen. Die Wehrdienstkommission 2025 hatte umfangreiche Empfehlungen und mehrere Optionen ausgearbeitet: Das Modell „Österreich Plus“ sah einen achtmonatigen Grundwehrdienst und zwei Monate Truppenübungen vor. Das „Stufenmodell“ lässt den Grundwehrdienst mit sechs Monaten unverändert und sieht danach drei Monate Milizübungen – teilweise geblockt – vor. Daneben hat die Kommission ein Skandinavisches und ein Schweizer Modell erwähnt.

    Die Präferenz der Kommission ging eindeutig in Richtung „Österreich Plus“, weil das Modell im Einklang mit dem „Aufbauplan 2032+“ steht, die planbarste Struktur bietet, den schnellen Aufbau einsatzfähiger Kräfte ermöglicht, für private Unternehmen die geringste Mehrbelastung mit sich bringt und volkswirtschaftlich das kosteneffizienteste Modell darstellt.

    Das Modell „Österreich Plus“ war überzeugend und gut präsentiert. Um die Vorrangigkeit dieser Lösung zu unterstreichen, hat die Kommission – wie es jeder professionelle Berater tut – Alternativen in den Raum gestellt, um der Bundesregierung die Nachvollziehbarkeit zu erleichtern und sie in der Entscheidungsverantwortung zu unterstützen. Jede Empfehlung wirkt glaubwürdiger, wenn sie auf einem Vergleich beruht.

    Entschieden hat sich die Regierung allerdings für das „Stufenmodell“ – erweitert um einen Urlaubsanspruch. Da ein solcher Urlaub ausbildungsbedingt kaum individuell konsumierbar sein dürfte, wird der Grundwehrdienst offensichtlich von sechs auf fünfeinhalb Monate verkürzt. Das erinnert an meinen Miliz-Stabsoffizierskurs: Von mehreren Handlungsalternativen war eine die Pechvogellösung. Wer sie wählte, lag völlig daneben und erhielt eine negative Note.

    Das Stufenmodell soll überdies um 230 Millionen Euro teurer sein als die Option „Österreich Plus“. Es entspricht nicht den Anforderungen eines belastbaren Milizsystems.

    Zur Erklärung: Grundausbildung und Truppenübungen sind zweierlei. Mit der Grundausbildung werden individuelle Fähigkeiten trainiert, mit Truppenübungen werden militärische Einheiten geformt, die im Ernstfall routiniert zusammenarbeiten können. Eine Einheit besteht nicht nur aus Grundwehrdienern, die gerade ihren Grundwehrdienst absolviert haben. Sie besteht auch aus Kadersoldaten, Unteroffizieren und Offizieren der Miliz.

    Diese stehen schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht nach jedem GWD-Einrückungstermin zur Verfügung. Geblockte Truppenübungen können daher nur mit Berufskadern ablaufen und werden den Charakter von Alibiübungen haben. Aus einer Mannschaft, die bei jedem Spiel von einem neuen Trainerteam geleitet wird, kann man kein eingespieltes Team bilden. Ich habe jahrelang eine Kompanie geführt und ein halbes Dutzend Truppenübungen mitorganisiert. Das Rezept für einen funktionierenden Verband bestand darin, dass man im Wesentlichen immer mit denselben Leuten zusammenarbeitete, auf die man sich verlassen konnte.

    Die Koalition verkennt die Notwendigkeit von erprobten Milizverbänden, wenn sie ein auf das Wohl des wehrpflichtigen Wählers fokussiertes „Stufenmodell“ durchsetzt. Mit anderen Worten: Die Regierung hat das Pechvogelmodell gewählt.

    Zum Autor: Georg Vetter (*1962) ist Anwalt und Präsident des Clubs unabhängiger Liberaler. Er war Mitglied des Teams Stronach, wechselte im Jahr 2015 in den Parlamentsklub der ÖVP und schied 2017 endgültig aus dem Nationalrat aus.
    https://www.diepresse.com/40684251/bund ... gelloesung
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