Bleampe hat geschrieben: ↑Mo 13. Jul 2026, 18:27Waren die Häglunds nicht zuerst nur für ein Bataillon vorgesehen,
Nicht einmal das:
theoderich hat geschrieben: ↑So 24. Jun 2018, 15:16Brig.Gen. Kollman said that the number of vehicles does not fulfill the needs of a battalion, and said that the week following Eurosatory the Austrian Army will finalise which set of vehicles would be needed to complete a battalion.
theoderich hat geschrieben: ↑Sa 7. Dez 2019, 19:24Die beschaffte Anzahl von 32 BvS10 AUT erlaubt die Ausstattung von einer Gebirgsjägerkompanie und einem gepanzerten Pionierzug. Im Vergleich dazu verfügen die derzeit zwei in der Deutschen Bundeswehr damit ausgerüsteten Gebirgsjägerbataillone über je rund 80 „Hägglunds“.
Die ineffiziente Nutzung durch Verteilung auf vier (!) Bundesländer hat man der Eitelkeit des Vorarlberger Landeshauptmanns zu verdanken:
theoderich hat geschrieben: ↑Mi 12. Sep 2018, 23:04Markus Wallner (Landeshauptmann ÖVP): "Diese Universalfahrzeuge sind gepanzerte Fahrzeuge, die vor allem sehr geländetauglich sind. Im Katastrophenfall da können sie uns auch sehr helfen, weil die sind auch in der Lage, auf einer Schneedecke zu fahren, die können im Sumpf fahren, die können also bei ganz schwierigem Gelände sich bewegen. Und da bin ich schon der Meinung: Wenn das Bundesheer österreichweit entscheidet, Universalfahrzeuge anzuschaffen, dann ist Vorarlberg zu berücksichtigen. Alles andere wäre eine Benachteiligung und die ist keinesfalls zu akzeptieren. Heute hat er mehr oder weniger gesagt, das soll fix sein."
theoderich hat geschrieben: ↑Mi 12. Sep 2018, 23:04Für Wallner steht fest: „Wir brauchen die Fahrzeuge für den Katastrophenschutz, weshalb ich davon ausgehe, dass es fix ist.“
Ein paar Monate später war die Aufteilung offiziell:
chuckw hat geschrieben: ↑Do 21. Feb 2019, 16:35Aufgeteilt werden die Gefechtsfahrzeuge auf das Jägerbataillon 23 in Bludesch, das Jägerbataillon 24 in Lienz, das Jägerbataillon 26 in Spittal an der Drau und das Pionierbataillon 2 in Salzburg. Für jedes Bataillon sind acht Stück geplant.
theoderich hat geschrieben: ↑Di 26. Feb 2019, 23:25
Das Fahrzeug ist bis heute nicht offiziell eingeführt, weil die Verwendungsreife nie erreicht worden ist. Nach allen bekannten Informationen gibt es z. B. bis heute keine Garagen bzw. Werkstätten zur Unterbringung oder Wartung der BvS10. Eine Dienstvorschrift gibt es möglicherweise für die Instandhaltung des Fahrzeugs, aber nicht für seinen Einsatz.
theoderich hat geschrieben: ↑Mi 10. Aug 2022, 16:29Die Vertragsabwicklung mit der Firma BAE-HÄGGLUNDS war, aufgrund des mehrfachen Wechsels sowohl des Projektleiters als auch des technischen Teilprojektleiters sowie der schwedischen Kultur, sehr herausfordernd. Diese Wechsel führten zu massivem Wissensverlust auf Seiten BAE-HÄGGLUNDS sowie zu Verzögerungen im Projekt. Zusätzlich mussten die Fahrzeuge, aufgrund technischer Mängel, mehrmals einer Überarbeitung durch die Firma BAE-HÄGGLUNDS unterzogen werden, wodurch die Bezahlung der Leistung erst nach vollständiger Erbringung durch den Auftragnehmer erfolgen konnte. Aufgrund dieser technischen Mängel sind Lieferverzögerungen der Hauptpositionen zum ursprünglich geplanten Liefertermin aufgetreten. Dadurch haben sich auch die Abschreibungen im Ergebnishaushalt in ihrer finanziellen Höhe geändert als auch zeitlich nach hinten verschoben.
theoderich hat geschrieben: ↑Do 13. Sep 2018, 16:53Jahresbericht 2016
VII. 4. Bericht zum Prüfbesuch beim JgB 24
Am 27. September 2016 führte die Parlamentarische Bundesheerkommission einen Prüfbesuch beim JgB 24 in Lienz durch.
[...]
Die Haspinger-Kaserne in Lienz verfügt über eine gute Bausubstanz und Infrastruktur. Für die Gefechtsfahrzeuge Hägglund sind zusätzliche Garagenbauten bis 2018 zu errichten.
theoderich hat geschrieben: ↑Mo 13. Jul 2026, 16:14
Die Geländegängigkeit des Bronco 3 scheint generell besser zu sein. Das Fahrzeug hat außerdem einen wechselbaren Aufbau für den Hinterwagen.
Die Version mit Wechselaufbau kann man beim BvS10 auch haben.
Woyzeck hat geschrieben: ↑Mo 13. Jul 2026, 17:13
Wie praxisnah ist es denn, dass eine Transporteinheit zwischen den Aufträgen den Aufbau ihrer Fahrzeuge ändert ?
Der Vorteil einer Ausführung als Wechselsystem ist meiner Meinung nach wenn man den Bvs10 z.b. als Trägerfahrzeug für Granatwerfer, Iris-T, oder Funk , Radar, Eloka-systeme ect.... verwendet.
Wenn das Waffensystem fix aufgebaut ist und der Bvs10 ein Gebrechen (z.b Motorprobleme) hat, ist auch das Waffensystem ausgefallen.
Wenn das als Wechselaufbau ausgeführt ist, schnallst du das Waffensystem einfach auf einen anderen, funktionsfähigen BvS.
Da muss es natürlich aber auch mehr Trägerfahrzeuge als Systeme geben...
cliffhanger hat geschrieben: ↑Di 14. Jul 2026, 07:45
Woyzeck hat geschrieben: ↑Mo 13. Jul 2026, 17:13
Wie praxisnah ist es denn, dass eine Transporteinheit zwischen den Aufträgen den Aufbau ihrer Fahrzeuge ändert ?
Der Vorteil einer Ausführung als Wechselsystem ist meiner Meinung nach wenn man den Bvs10 z.b. als Trägerfahrzeug für Granatwerfer, Iris-T, oder Funk , Radar, Eloka-systeme ect.... verwendet.
Wenn das Waffensystem fix aufgebaut ist und der Bvs10 ein Gebrechen (z.b Motorprobleme) hat, ist auch das Waffensystem ausgefallen.
Wenn das als Wechselaufbau ausgeführt ist, schnallst du das Waffensystem einfach auf einen anderen, funktionsfähigen BvS.
Da muss es natürlich aber auch mehr Trägerfahrzeuge als Systeme geben...
Ich verstehe die theoretische Idee dahinter und es erschließt sich mir auch, dass ein modularer Aufbau vorteilhaft ist. Ich frage mich nur manchmal, wie oft sowas in der Praxis tatsächlich gemacht wird, da ja wohl keine Umlaufreserve vorhanden sein wird.
Was läuft eigentlich beim Bundesheer mit den Hägglunds ? Die sind in mehreren europäischen Armeen seit Jahren erfolgreich im Einsatz, bei uns gibt es aber anscheinend lauter Probleme mit dem Hersteller. Auch die Begründung mit der "schwedischen Kultur" finde ich einigermaßen befremdlich. Ich wüsste nicht, dass wir mit Schweden große kulturbedingte Differenzen hätten - bei den Kampfflugzeugen funktioniert es ja auch seit vielen Jahrzehnten. Und dass die Einführung eines Waffensystems an der Fluktuation eines einzelnen Projektleiters scheitern soll, zeigt wohl mehr organisatorische Defizite und persönliche Animositäten auf, als tatsächliche Probleme.
Die Abteilung Waffensysteme und Munition wies mit 51 % den niedrigsten Besetzungsgrad auf; in einzelnen Referaten lag er unter 50 %. Infolgedessen konnten wesentliche Vorhaben des Aufbauplans mittelfristig nicht abgewickelt werden, etwa die Beschaffung von Berge-, Pionier-, Brückenlege- und Minenräumpanzern, geschützten Universalgeländefahrzeugen oder Raketenartillerie.
In seinem Bericht „Aufgabenerfüllung und Einsatzbereitschaft der 4. Panzergrenadierbrigade“ (Reihe Bund 2023/32) hatte der RH festgestellt, dass der Systemabteilung Waffensysteme und Munition die Einführung neuer Systeme infolge der hohen Auftragslage und der geringen personellen Ausstattung nicht möglich war.
Im Zeitraum November 2024 bis Oktober 2025 schrieb die Abteilung Waffensysteme und Munition 27-mal Planstellen aus. Auf diese Ausschreibungen gingen insgesamt sieben Bewerbungen ein, aus denen drei neue Mitarbeiter gewonnen werden konnten.