Gerüchte um Flugschau Findet die Airpower 2027 statt? „Noch alles offen“
In den letzten Wochen haben sich die Gerüchte verdichtet, vor allem angesichts der angespannten Budgetlage und der kostspieligen Aufrüstung des Heeres, wonach die Rückkehr 2027 gehörig wackeln soll.
Gegenüber der „Krone“ räumt das Ministerium jetzt mit den Spekulationen auf: „Es werden noch einige Komponenten geprüft. Mit der finalen Entscheidung ist im Herbst zu rechnen, bis dahin sollten alle Planungsgrundlagen am Tisch liegen.“ Auch aus dem Büro von Landeshauptmann Mario Kunasek heißt es: Eine Absage für 2027 sei zur Zeit reine Spekulation. Und: „Wir hoffen natürlich sehr auf eine Umsetzung.“
theoderich hat geschrieben: ↑Do 5. Feb 2026, 08:32Schon heuer wird die 2,7 Kilometer lange Piste umfassend saniert und ein wenig verbreitert. Bis zur nächsten Airpower (vermutlich im Juni 2027) soll die Baustelle abgeschlossen sein, gestartet und gelandet wird inzwischen über den „Taxiway“ neben der Piste.
Airpower-Absage hat nichts mit Klima und viel mit Geld zu tun (Kommentar)
Die Airpower ist wieder einmal verschoben. Heuer sollte die zwölfte Auflage der Flugshow in Zeltweg steigen. Dann wurde sie auf nächstes Jahr verlegt, jetzt spricht man von 2028 oder 2029
Wem schadet es? Dem Tourismus bestimmt. Wenn sich an die 300.000 Leute versammeln, bleibt viel Geld hängen. Den Fans auch, ihnen entgeht eine faszinierende Show. Und das Bundesheer muss auf ein willkommenes Mittel zur Imagepolitur verzichten.
Klimadiskussion zählt nicht
Wem nützt die Absage? Vielen Einheimischen, die neben Eurofightern und Red Bull Ring gerne auf Zusatzlärm verzichten. Und irgendwas war da noch. Achja, die Umwelt! Ein paarhunderttausend Liter Kerosin in zwei Tagen für Unterhaltungszwecke hinauszublasen ist zumindest hinterfragenswert.
Aber die Klimadiskussion war nie ein Hindernis, sogar unter grüner Regierungsbeteiligung gab‘s zweimal die Airpower. Was zählt, ist das Geld. Der Staat will sich die Flugshow aus Budgetgründen vorerst nicht mehr leisten. Schmerzhaft für manche, in Summe gut verschmerzbar.
Reaktionen auf Absage SPÖ-Politikerin wettert gegen Airpower, andere hoffen auf die Flugshow
Eine Stunde vor Beginn des Bundesheer-Sommerballs im Zeltweger Fliegerhorst am Donnerstagabend ging die Exklusivmeldung der Kleinen Zeitung online: Die für 2027 geplante Flugshow Airpower soll abgesagt und möglicherweise erst 2029 stattfinden . Entsprechend schnell verbreitet sich im Hangar 5 die Nachricht unter den Offizieren in ihren weißen und grauen Gesellschaftsanzügen. Auch bei den anwesenden Politikern und Touristikern ist es ein großes Thema.
„Nicht entschieden“
Eine kurze Umfrage ergibt eine Stimmung zwischen Erstaunen, Hoffnung und Enttäuschung. Gastgeber Oberst Roland Miedler zeigt sich zurückhaltend: „Ich möchte mich vor öffentlichen Äußerungen erst intern informieren.“ Gast des Sommerballs ist auch der Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte und Air Chief des Bundesheeres, Generalmajor Gerfried Promberger: „Die Angelegenheit ist nicht entschieden, es ist derzeit noch in Beurteilung im Verteidigungsministerium“, sagt er. Und: „Von wem auch immer diese Information über die Absage kommt, von uns stammt sie nicht.“
Überrascht zeigt sich auch Tourismuschef Michael Ranzmaier-Hausleitner: „Es wäre schade, denn der Wirtschafts- und Werbefaktor ist für die Region wichtig.“ Am Sommerball befragt die Kleine Zeitung auch FPÖ-Landtagsabgeordneten Thomas Maier. Er betont, dass vonseiten des Landes die Finanzmittel für die Airpower im nächsten Jahr zur Verfügung stünden: „Wenn die Verteidigungsministerin und der Finanzminister uns eine Absage für 2027 erteilen, hoffe ich zumindest, dass die Airpower 2028 stattfinden kann, weil die Region diese Veranstaltung braucht.“
ÖVP-Landtagsabgeordneter Bruno Aschenbrenner sagt zur wahrscheinlichen Verschiebung: „Aus regionaler Sicht tut mir das leid, weil die Airpower ein riesengroßer Beitrag zur regionalen Wertschöpfung ist.“ Doch wenn es auf Bundesebene budgetäre Gründe für eine Verschiebung gibt, verstehe er das.
SPÖ-Bundesrätin lehnt Airpower ab
Die Wertschöpfung ist für SPÖ-Bundesrätin Gabriele Kolar der einzige Pluspunkt der Airpower: „Man darf aber nicht unter den Teppich kehren, dass viele Menschen in der Region darunter leiden. Ursachen sind der Dreck von oben, der enorme Lärm in der gesamten Region nicht nur während, sondern auch Wochen vor dieser Veranstaltung.“ Sie habe Sympathie für das Bundesheer, aber wenn es nach ihr gehe, brauche es die Airpower nicht: „Die 1,2 Millionen, die das Land Steiermark dazuzahlt, könnte die Region für andere Zwecke gut gebrauchen, etwa für den Gesundheitsbereich.“ Zudem sei die Gefahr nicht zu vergessen: „Bei den bisherigen Flugshows ist zum Glück nichts passiert, aber man hört immer wieder von Unfällen bei ähnlichen Veranstaltungen.“
Nicht nur finanzielle Gründe
Die Kleine Zeitung hat sich abseits des Balls in Heereskreisen umgehört. Demnach sprechen nicht nur finanzielle Gründe für eine Verschiebung. Problematisch sei auch, dass es nach wie vor zu wenig Fluglotsen gibt. Wie berichtet, muss deshalb teilweise sogar der Eurofighterbetrieb nach Linz-Hörsching oder Klagenfurt verlegt werden . Eine Großveranstaltung wie die Airpower zu stemmen, wäre unter diesen Umständen schwierig.