https://bsky.app/profile/bundesheerbaue ... if4kstlc2x
Nach Neos-Vorstoß: Kommt jetzt die ganz große Wehrpflicht-Reform?
https://www.sn.at/politik/innenpolitik/ ... art-656987
So nennt man die Umstellung auf ein Berufsheer neuerdings: "ganz große Wehrpflicht-Reform".
Medienberichte 2026
-
theoderich
- Beiträge: 30026
- Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13
Re: Medienberichte 2026
Nur freiwillig zum Heer?
https://www.derstandard.at/story/300000 ... g-zum-heer
https://www.derstandard.at/story/300000 ... g-zum-heer
- Die Debatte steckt in der Gulaschkanone fest: Das Heer braucht eine Vision (Kommentar)
Die Reform des Grundwehrdienstes muss viel breiter diskutiert werden: Eine Verlängerung der Wehrpflicht um ein paar Wochen geht an der realen Bedrohung vorbei
Der Vorschlag der Neos ist erst einmal originell: In der Debatte um die Verlängerung der Wehrpflicht schlagen sie vor, diese abzuschaffen und stattdessen auf Freiwilligkeit zu setzen. Die ÖVP schnauft empört durch. Der Neos-Vorschlag ist weit weg vom Stand der aktuellen Diskussion und von dem, was die ÖVP eigentlich will. Und das ist gut so. Denn die derzeitige Diskussion über die Länge der Wehrpflicht geht an der Realität und den diversen Bedrohungslagen haarscharf vorbei.
Natürlich wäre es das Einfachste, die Wehrplicht von sechs auf acht Monate zu verlängern und irgendwo zwei Monate Milizübungen anzuhängen. Aber hätten wir dann wirklich besser ausgebildete und motivierte Soldaten, die wir im Falle des Falles eine Verteidigung ihres Landes sicherstellen könnten?
36 Kampfflugzeuge?
Daran schließt gleich die nächste Frage an: Braucht das österreichische Bundesheer tatsächlich 36 neue Kampfflugzeuge für die Luftraumüberwachung und ist uns das sechs bis sieben Milliarden Euro wert?
Bundeskanzler Christian Stocker hat zuletzt beides überraschend in Frage stellt: Erstens könne man auch über andere Modelle reden und zweitens werde man nicht mit Abfangjägern auf Drohnen schießen können. So ist es. Die moderne Kriegsführung und die aktuellen Bedrohungslagen habe sich massiv verändert, diesem Umstand wird sich auch Österreich stellen müssen.
Ja, man muss die Landesverteidigung ernster nehmen, als wie es bisher getan haben. Aber das heißt auch, die Diskussion anders zu führen und nicht nur auf eine Verlängerung der Wehrpflicht zu fokussieren. Die wird nämlich gar nichts bringen, wenn die Soldaten falsch oder schlecht ausgebildet sind.
https://www.derstandard.at/story/300000 ... ine-visionIn der politischen Debatte verschließen die Akteure vor zu vielen Fakten die Augen: dass wir von Nato-Ländern umgeben sind und uns viel stärker in ein europäisches Verteidigungssystem einbringen sollten – mit einer Spezialisierung, die gefragt und hilfreich ist. Dass Kriege mittlerweile mit Drohnen geführt werden und dass auch wir darauf reagieren müssen, anstatt auf Panzer und 36 Abfangjäger zu setzen.
Wir brauchen ein spezialisiertes Bundesheer, das mit gut ausgebildetem und motiviertem Personal im europäischen Verbund Platz findet und Sinn macht. Im Falle des Falles würde sich Österreich niemals alleine verteidigen können, sondern wäre immer darauf angewiesen, in eine Allianz verteidigungsfähiger Staaten eingebunden zu sein.
Stattdessen diskutieren wir seit Monaten über ein paar Wochen Herummarschieren mehr oder weniger. So verlieren wir mit Sicherheit jeden Krieg. Also machen wir die Diskussion auf und stellen uns den neuen Realitäten, anstatt uns in der guten, alten Gulaschkanone zu verlieren.
Zuletzt geändert von theoderich am Mi 17. Jun 2026, 17:28, insgesamt 1-mal geändert.
-
theoderich
- Beiträge: 30026
- Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13
Re: Medienberichte 2026
Faktencheck
"Werden nicht auf Drohnen schießen": Warum Kanzler Stocker sich beim Eurofighter irrt
https://www.derstandard.at/story/300000 ... ghter-irrt
https://bsky.app/profile/bundesheerbaue ... imfinebs25
"Werden nicht auf Drohnen schießen": Warum Kanzler Stocker sich beim Eurofighter irrt
https://www.derstandard.at/story/300000 ... ghter-irrt
https://bsky.app/profile/bundesheerbaue ... imfinebs25
