Entwicklungen Luftraumüberwachung
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alps_spirit
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Hab das Interview gesehen. Für mich hat Herr Peschorn das ganz unaufgeregt und sachlich beantwortet.
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theoderich
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Tauziehen um höheres Militärbudget und die Eurofighter-Nachfolge
https://www.diepresse.com/21017979/tauz ... -nachfolgeFinanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) erklärte, die Regierung habe sich geeinigt, eine Arbeitsgruppe dazu einzurichten. Sie solle sich mit den Beschaffungen des Bundesheeres befassen und prüfen, was umsetzbar sei, sagte er: „Wir werden zügig dahinter sein, dass wir in dieser Arbeitsgruppe etwas weiterbringen.“
Militärintern und im Verteidigungsministerium zeigte man sich am Dienstag verwundert, worum es sich bei dieser neuen Arbeitsgruppe handeln soll. Es dürfte sich jedenfalls nicht um eine neue, große Sonderkommission drehen. Eine Sprecherin des Finanzministeriums hielt auf „Presse“-Anfrage fest, dass es hier schlicht um die regulären Verhandlungen zwischen Finanz- und Verteidigungsministerium gehe. Im Rahmen der Gespräche werde eine Arbeitsgruppe aus Beamten beider Ressorts sowohl über das Doppelbudget 2027/2028 als auch über die Eurofighter-Nachfolge verhandeln.
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maro-airpower
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Und wenn ich nicht mehr weiter weiß dann gründ ich einen Arbeitskreis.
Das wird nicht spannend, weil das Ergebnis wird sein...ka Geld, ka Musi...
Das wird nicht spannend, weil das Ergebnis wird sein...ka Geld, ka Musi...
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theoderich
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Ist aber nichts neues:maro-airpower hat geschrieben: ↑Di 28. Apr 2026, 21:35 Und wenn ich nicht mehr weiter weiß dann gründ ich einen Arbeitskreis.
Das BMLV hat ursprünglich schon heuer, "allerspätestens 2027" eine Grundsatzentscheidung gefordert.theoderich hat geschrieben: ↑Do 5. Jun 2025, 18:46In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit dem Finanzressort beschäftige man sich mit Maßnahmen, die noch außerhalb des budgetären Rahmens gesetzt werden müssten. Dazu zählten laut Tanner etwa Nachbeschaffungen bezüglich der Eurofighter oder Investitionen in die bodengebundene Luftabwehr im Rahmen von Sky Shield, wie sie Manfred Hofinger (ÖVP) antwortete.
Der ORF hat übrigens heute wieder die Gelegenheit genutzt, die Forderung nach über dreißig Flugzeugen in einer "Reportage" als überzogen darzustellen und dass die aktive Luftraumüberwachung an die Nachbarstaaten übertragen werden sollte:
https://on.orf.at/video/14320794/dok-1- ... ung-bringtORF: Dok 1: Wir geloben! Wie sich das Heer in Stellung bringt (ORF1, 29. 4. 2026, 20:15) hat geschrieben:Entsprechend laut wird der Ruf innerhalb des Bundesheeres nach neuen Kampfjets. Ab 2032 sollen die schon etwas veralteten Eurofighter ausgemustert werden. Mindestens 32 neue Abfangjäger wünscht sich das Bundesheer. Auch hier müssten zusätzlich zehn Milliarden Euro investiert werden.
Der unabhängige Experte Franz Eder von der Universität Innsbruck sieht es differenzierter.
Franz Eder: "Wir können mit anderen kooperieren. Wir zeigen's ja in gewissen Bereichen - denken Sie an ,Sky Shield', an die ... an die ... Luftabwehr, wo wir mit anderen Staaten zusammen kooperieren. Warum funktioniert das nicht auch bei den ... bei den Abfangjägern?
Warum überlassen wir hier nicht in einem europäischen Verbund diese Aufgabe anderen Staaten? Österreich ist ohnehin klein, die Zahl von 32 ist eigentlich lächerlich, wenn wir uns da Staaten anschauen wie Finnland, wie Schweden, die eine wirkliche Luftwaffe haben und viel größere Zahlen hier haben, vielleicht auch eine andere Notwendigkeit haben. Und wär' es vielleicht nicht besser, dieses Geld, das momentan ohnehin nicht da ist - das wär' ja nochmal ein Zusatzbudget! - dieses Geld vielleicht irgendwo anders zu investieren, wenn man es überhaupt investieren will."
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maro-airpower
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Wieso der Dekan Dr.Eder...Soziale und Politische Wissenschaften...auf einmal zum Experten fürs Militärische wird und glaub zu wissen was Skyshield ist, weiß aber auch nur er und der Report.
Hier beim Air Defense Summit in Berlin seh ich ihn nicht....dafür aber jede Menge hochrangige Experten.
Hier beim Air Defense Summit in Berlin seh ich ihn nicht....dafür aber jede Menge hochrangige Experten.
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theoderich
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Herr ass. Prof. Dr. Eder wird von den Medien herumgereicht, seit er im Dezember 2019 gemeinsam mit einem Fakultätskollegen in mehreren Gastkommentaren die Abschaffung der Luftstreitkräfte und der mechanisierten Truppe des Bundesheeres gefordert hat:
- Gastkommentar
Panzer- und Luftarmeen braucht das Land nicht
https://www.diepresse.com/5740191/panze ... land-nicht
Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Eigentlich ziemlich peinlich und entlarvend, wenn jemand als sogenannter Experte die notwendige Mindestzahl an Kampfflugzeugen als lächerlich bezeichnet. In Wahrheit ist es vielmehr lächerlich und ganz und gar unwissenschaftlich, wenn ein Wissenschaftler in einem Interview einen derartigen Ausdruck gebraucht. Tatsächlich tief blicken lässt auch sein Interview in der Presse aus dem Jahr 2019, Dank an Theoderich für das Posten des links.
Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Die Meisten hier werden diese Broschüre schon kennen, dennoch der Vollständigkeit halber:
https://www.bundesheer.at/aktuelles/202 ... rteidigung
Daraus geht auch klar hervor, weshalb die Zahl von 36 das unterste Minimum ist. Und bitte auch den Ausdruck "Abfangjäger" nicht mehr verwenden, er ist völlig irreführend. Aber das wissen die "Experten" beim ORF und auch der lustige Herr Professor nicht.
https://www.bundesheer.at/aktuelles/202 ... rteidigung
Daraus geht auch klar hervor, weshalb die Zahl von 36 das unterste Minimum ist. Und bitte auch den Ausdruck "Abfangjäger" nicht mehr verwenden, er ist völlig irreführend. Aber das wissen die "Experten" beim ORF und auch der lustige Herr Professor nicht.
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alps_spirit
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Und wir reden bei den 36 Stk von ÜBERWACHUNG.... von Verteidigung noch weit entfernt.
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theoderich
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung
Eurofighter-Nachfolge: Jet-Hersteller bringen sich in Wien für Milliardenauftrag in Stellung
https://www.sn.at/politik/innenpolitik/ ... art-648476Noch ist gar nicht sicher, ob sich Österreich den Kauf neuer Abfangjäger als Ersatz für die Eurofighter überhaupt leisten kann oder will. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) ist, wie berichtet, skeptisch und hat die Entscheidung einmal in einer Arbeitsgruppe zwischengeparkt. Doch die Aussicht auf ein Milliardengeschäft hat bereits Jet-Hersteller auf der ganzen Welt aufhorchen lassen.
Ein europäischer Hersteller unterhält seit Jahren ein Büro in Wien, um die Werbetrommel für sein Flugzeug zu rühren. Und der US-Konzern Lockheed Martin war dieser Tage mit einer hochrangigen Delegation in Wien, um interessierte Journalistinnen und Journalisten auf die F-35 aufmerksam zu machen.
Als Journalist feindliche Ziele „bekämpfen“
Den österreichischen Journalistinnen und Journalisten wurde vom Hersteller sogar die Möglichkeit geboten, auf einem eigens in Wien aufgestellten Cockpit-Demonstrator den Kampfjet selbst zu „fliegen“. Unter Anleitung eines echten F-35-Piloten konnten sie virtuell starten, landen und sogar feindliche Ziele bekämpfen – virtuell.
Bekommt Österreich die gleichen Jets wie die Schweiz?
Davor informierte Robert Weitzman, der für das F-35-Programm zuständige Direktor von Lockheed Martin, über die Vorzüge des Jets, der tatsächlich auf der Beobachtungsliste der Bundesheerplaner steht. Die F-35 ist ein hochmoderner Tarnkappenjet der fünften Generation, der aktuell von 20 Staaten der Welt verwendet wird, darunter von den USA, Großbritannien, Italien und Deutschland. Die Nachfrage ist groß, jährlich werden 165 Jets produziert. Auch die Schweiz hat sich für die F-35 entschieden. Dies zeige, dass das Flugzeug zum Schutz der Neutralität diene, gleichzeitig aber mit zahlreichen europäischen Luftstreitkräften kompatibel sei, sagt Weitzman.
Ein Rüstungsgeschäft von Regierung zu Regierung
Die Komponenten des Jets würden zu 25 Prozent in Europa produziert. Mit etlichen österreichischen Unternehmen gebe es Kontakte betreffend Kooperationen, sagt Weitzman. Aber entsteht bei solchen Industriekooperationen nicht sofort Korruptionsverdacht wie beim Eurofighter-Kauf? Der Lockheed-Martin-Direktor erinnert daran, dass US-Rüstungsgüter nicht beim Hersteller, sondern bei der US-Regierung gekauft werden. Solche Geschäfte von Regierung zu Regierung gelten gemeinhin als transparenter.
Über Preise will Weitzman nicht sprechen. Die Schätzung der Bundesheerplaner lautet, dass das gewünschte Gesamtpaket von 36 Jets samt Simulatoren, technischem Dienst, Piloten- und Techniker-Ausbildung rund zehn Milliarden Euro kosten wird. Einschränkung: Wenn der Finanzminister nichts dagegen hat. Auch beim Eurofighter-Kauf träumte das Bundesheer anfangs von 30 bis 36 Maschinen, geworden sind es dann aufgrund der Budgetnöte 15.
Neue Abfangjäger sollen ab 2033 kommen
Das Bundesheer wünscht sich eine Lieferung der neuen Jets ab 2033, damit sie dann in einer mehrjährigen Übergangszeit die Eurofighter ersetzen können. Dieser Termin ist laut Weitzman kein Problem. Aufgrund der großen Nachfrage würden jährlich 165 Jets produziert.
Auch ein neuer Eurofighter ist im Rennen
Davor muss das Verteidigungsministerium allerdings die Finanzierung klären. Dann sollen noch in dieser Legislaturperiode die Ausschreibung und die Typenentscheidung erfolgen. Außer der F-35 stehen eine moderne Version des Eurofighter, die französische Rafale, eine neue Version des schwedischen Gripen und die amerikanische F-15 auf der Beobachtungsliste des Heeres.
Zuletzt geändert von theoderich am Fr 1. Mai 2026, 11:50, insgesamt 1-mal geändert.
