Entwicklungen Luftraumüberwachung

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theoderich
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Kommandant der Luftstreitkräfte warnt vor Sicherheitslücke bei Luftverteidigung

https://www.derstandard.at/story/300000 ... rteidigung


Nach Spar-Ansage
Airchief wirft Minister Sicherheitsgefährdung vor

https://www.krone.at/4085260
theoderich
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Marterbauer über Iran:
„Energiekrise könnte noch viel schlimmer werden“
Hart blieb der Finanzminister auch beim Thema Eurofighter. „Jeder, der irgendwo mehr ausgeben will, wird mir sagen müssen, wie er es finanzieren will“, sagte er.
https://www.krone.at/4086356


Eurofighter vor dem Ende: Warum die Zeit bei der Nachfolge drängt
Welche Folgen hat Marterbauers Nein?

Für die derzeitigen Bearbeitungen noch keine. Rüstungsdirektor Vodosek erklärt, dass das Beschaffungsverfahren wie geplant durchgeführt werde, sofern keine gegenteilige Weisung von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) erlassen wird. In der Rüstungsdirektion wird derzeit eine Marktbeobachtung durchgeführt, um in weiterer Folge auf Basis der taktischen Vorgaben die technischen Anforderungen festlegen zu können. So wird beurteilt, wie das Verteidigungsministerium auf den Markt treten kann und welche Vergabeart – möglich wäre etwa eine Beschaffungskooperation mit anderen Staaten – es dabei wählen kann.

Möglich wäre auch, noch vor detailliert festgelegter Finanzierung die Ausschreibungsunterlagen vorzubereiten, sagt Vodosek. Allerdings könne eine Ausschreibung nicht erfolgen: „Zu diesem Zeitpunkt muss die Beschaffung finanziell abgesichert sein.“ Sollte dies rechtzeitig erfolgen, hält Vodosek eine Vertragsunterzeichnung im Jahr 2028 für möglich: „Wesentlich ist, dass das neue Flugzeug ab etwa dem Jahr 2033 parallel eingeführt werden sollte, damit die Sicherheit Österreichs ohne Unterbrechung gewährleistet werden kann.“

Der Rüstungsdirektor erklärt, dass Österreich das Geld für die Jets nicht auf einmal zahlen würde. Üblich sei eine Anzahlung, die restlichen Raten würden je nach Vereinbarung in der Regel vor allem erst bei der Lieferung der Jets fällig werden, sagt Vodosek.
https://www.diepresse.com/20701524/euro ... ge-draengt

capitan hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 10:28Eurofighter Nachfolger und LRAD sind im Zielbild 2032 gar nicht enthalten und im "+" vage angedeutet und sind damit im Feld des allgemeinen politischen Diskurses/Machtspiels ausgesetzt, da dafür ein Sonderbudget beschlossen werden müsste.
Was auch vorstellbar ist, dass man ein geringes Sonderbudget beschließt und der Rest der Investition durch die Auflösung noch bestehender Strukturen des Bundesheeres (Verbände, Waffen und Gerät, Liegenschaften) finanziert wird.
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »


https://bsky.app/profile/bundesheerbaue ... ssqlet622e


https://bsky.app/profile/bundesheerbaue ... s4fsl2ac2y


Eurofighter-Nachfolge: Diskussion in der Regierung

Ö1 Mittagsjournal | DI | 24 03 2026

12:38
Veronika Fillitz: "Bei der Regierung bleiben wir noch. Mit seinem Nein zu neuen Kampfjets als Nachfolge für die Eurofighter hat Finanzminister Markus Marterbauer einigen Staub aufgewirbelt. Vor allem beim Koalitionspartner ÖVP. Die SPÖ setze die Sicherheit Österreichs auf's Spiel, so der Vorwurf. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner pocht im kommenden Doppelbudget für 2027/28 auf ein sogenanntes ,Vorbelastungsgesetz', um sich überhaupt nach neuen Abfangjägern umschauen zu können. Über die Kosten wird sich nämlich erst die nächste Regierung den Kopf zerbrechen müssen, berichtet Niklas Lercher."

Niklas Lercher: "Spätestens 2035 sollen die 15 Eurofighter des Bundesheeres ausgemustert werden und endgültig am Boden bleiben. Die Diskussion über die Nachfolge hebt in der Koalition aber schon jetzt ab. Hintergrund sind die gerade laufenden Verhandlungen zum nächsten Doppelbudget für 2027 und '28.

Finanzminister Markus Marterbauer von der SPÖ sieht hier für die milliardenschwere Anschaffung keinen Spielraum. Im Bundesheer und bei der ÖVP stößt das auf Kritik. Im Büro von Kanzler Christian Stocker verweist man, auf Nachfrage, auf das Regierungsprogramm. Dort ist von einer Grundsatzentscheidung zur Eurofighter-Nachfolge die Rede. Zudem ist ein konkretes Datum im Koalitionspakt festgehalten: 2033 sollen die ersten Nachfolgeflugzeuge zulaufen.

Der Zeitplan könne nur halten, wenn jetzt im kommenden Doppelbudget eine Entscheidung falle, ist aus dem Bundesheer zu hören. Denn der Beschaffung gehen in der Regel jahrelange Vorlaufzeiten voraus.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner von der ÖVP drängt auf ein sogenanntes ,Vorbelastungsgesetz' - eine Art politische Absichtserklärung. Nur damit dürfe man sich überhaupt nach neuen Abfangjägern umschauen, heißt es sinngemäß aus dem Verteidigungsministerium. Einepreist müsste das im geplanten Doppelbudget also noch nicht werden. Laut Verteidigungsministerium liegt den Regierungspartnern seit Anfang Februar ein entsprechender Gesetzesentwurf vor.

Dort gibt man sich heute zurückhaltend. Von der SPÖ war keine Stellungnahme zu bekommen. Die NEOS verweisen auf laufende Verhandlungen.

Schlagend würde das Rüstungsgeschäft aber ohnehin erst nach 2029 werden. Erst wenn die neuen Kampfjets auch tatsächlich am Rollfeld in Österreich stehen, ist normalerweise der Großteil der Kaufsumme fällig. Die Kostenfrage müsste dann die nächste Regierung beantworten.

Das Bundesheer will 36 neue Kampfjets - mehr als doppelt so viele, wie aktuell im Einsatz sind. Hinter vorgehaltener Hand gibt es im Bundesheer nicht nur die Befürchtung, dass es, wegen der klammen öffentlichen Kassen, deutlich weniger werden könnten, sondern dass die Nachfolgeregelung überhaupt auf Eis gelegt wird, wenn es dazu kein Bekenntnis im nächsten Doppelbudget gibt. Denn 2029 endet die Regierungszeit der Dreierkoalition. In einem Wahljahr ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft und damit eine weitere Belastung für das Budget zu beschließen, würde der Opposition viel Wahlkampfmunition liefern."
https://oe1.orf.at/player/20260324/826244/1774352308000
Zuletzt geändert von theoderich am Mo 20. Apr 2026, 01:15, insgesamt 6-mal geändert.
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Koalitionskrach: Wieso es zu dem Eurofighter-Streit kam
Er sehe keinen finanziellen Spielraum für den Kauf neuer Abfangjäger: Mit dieser Aussage hat Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) für helle Aufregung gesorgt. Und das aus mehreren Gründen. Erstens zeigen die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine, dass die Luftverteidigung heute für jeden Staat das Um und Auf jeglicher Sicherheitsbemühungen ist.

Koalitionspakt sieht Kauf neuer Jets vor

Zweitens steht die Beschaffung eines Nachfolgemodells für die bald aus Altersgründen auslaufenden Eurofighter im Koalitionspakt. Konkret haben ÖVP, SPÖ und Neos dort vereinbart: „Vor dem Hintergrund des Nutzungsendes der Eurofighter im Jahr 2035 ist eine Grundsatzentscheidung zur Nachfolge erforderlich. Zulauf der ersten Nachfolgeflugzeuge ab 2033.“

Gusenbauer: Als „Sozialfighter“ ins Kanzleramt

Und drittens – und das ist der größte Grund für die Aufregung speziell bei der ÖVP – weckt Marterbauers Aussage Erinnerungen an den Anti-Eurofighter-Wahlkampf der SPÖ im Jahr 2006: Die ÖVP, die damals mit der FPÖ-Abspaltung BZÖ regierte, stand vor einer scheinbar ungefährdeten Wiederwahl, zumal SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer schlechte Umfragewerte hatte. Da setzten seine Wahlkampfleiter alles auf die Eurofighter-Karte: Massiv wurde von der SPÖ gegen den Kauf von Nachfolgern für die ausrangierten Draken-Abfangjäger mobilisiert. Die Kosten der Jets wurden mit den Sozialausgaben gegengerechnet und Gusenbauer als „Sozialfighter statt Eurofighter“ angepriesen. Gusenbauer versprach, im Falle seiner Wahl die Jets abzubestellen. Höhepunkt seiner Kampagne war das Bild eines startenden Eurofighters und der Aufschrift „Hier fliegt Ihre Pensionserhöhung.“

Obwohl die SPÖ erwiesenermaßen mit Unwahrheiten operierte (so behauptete sie, der Eurofighter sei zu schnell, um in Österreich wenden zu können), gewann sie mit dieser Kampagne völlig überraschend die Nationalratswahl 2006, was der ÖVP für zehn Jahre das Kanzleramt kostete. Pikanterie am Rande: Es war dann ausgerechnet ein SPÖ-Verteidigungsminister – nämlich Norbert Darabos –, der die Eurofighter in Dienst stellte.

Entscheidung muss heuer fallen

Spätestens 2035 müssen die Eurofighter aus Altersgründen außer Dienst gestellt werden. Insider meinen, dass die Jets schon ab 2030 oder 2032 wegen der enormen Ersatzteilkosten kaum noch betrieben werden können. Da die Vorlaufzeit bei Jetkäufen für Typenwahl, Vertragserrichtung, Bauzeit und Ausbildung der Piloten und Techniker zwischen fünf und zehn Jahren beträgt, sollte die Beschaffung heuer eingeleitet werden. Das Militär hat für eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung des Luftraums einen Bedarf von 36 Maschinen errechnet. Auch beim Eurofighter-Kauf stand am Beginn diese Zahl. Die Politik reduzierte dann auf 24, auf 18 und schließlich auf 15 Maschinen.

Das Heeresbudget steigt deutlich

Der Kaufpreis für die 15 Eurofighter lag damals bei zwei Milliarden Euro. Inklusive aller Zusatzkosten (Infrastruktur, Ausbildung etc.) waren es vier Milliarden Euro. Die aktuellen Kosten dürften um einiges höher liegen, daher sind 36 Maschinen unrealistisch. Zumal dem Bundesheer für andere Investitionen bereits ein Sonderbudget von 16 Milliarden Euro bis 2032 zugestanden wurde.
https://www.sn.at/politik/innenpolitik/ ... art-642200
Zuletzt geändert von theoderich am Mi 25. Mär 2026, 14:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Trotz Marterbauer-Absage
Europa rüstet auf – Ministerin will neue Abfangjäger

https://www.heute.at/s/europa-ruestet-a ... -120173696
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Parlamentarische Bundesheerkommission
Jahresbericht 2025

IX.5 Prüfbesuch bei der FlWft2 und beim ÜbwGschw

Die Parlamentarische Bundesheerkommission führte am 25. Juni 2025 bei der Fliegerwerft 2 und beim Überwachungsgeschwader am Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg einen Prüfbesuch durch.

IX.5.1 Allgemeines

Die Fliegerwerft 2 ist zuständig für alle Flugzeuge der Typen Eurofighter, Pilatus PC-7 "Turbo Trainer" und Diamond DA40. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Werft sorgen auch für die Wartung der Lenkwaffen, instandsetzungswürdiger Ersatzteile, verschiedener Bodengeräte, Prüf- und Messmittel, sowie der Bodenanlagen des Militärflugplatzes in Zeltweg.

Das Überwachungsgeschwader betreibt den Abfangjäger Eurofighter Tranche 1. Außerdem verfügt der Verband über eine Wachsicherungs- und Ausbildungskompanie, eine Stabs- und eine Flugbetriebskompanie, die Militärflugleitung Zeltweg sowie das Ausbildungs- und Simulationszentrum im Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg. Mit diesen Organisationselementen stellt das Überwachungsgeschwader die Ausbildung
und den Flugbetrieb sicher.

IX.5.2 Resümee

Beim Überwachungsgeschwader beträgt der Besetzungsgrad etwa 77 %. Aufgrund des Personalmangels ist eine permanente Einsatzbereitschaft nicht möglich. Der geringe Personalstand führt zu einer hohen monatlichen Mehrbelastung.

Die beste Möglichkeit zur Personalwerbung bietet die Veranstaltung AIRPOWER.

Kaderanwärter ersuchen um Berücksichtigung der dienstlichen Leistungsbeurteilung im Rahmen der psychologischen Auswahltestung beim HPA, um interessiertes und qualifiziertes Personal nicht vorzeitig an zivile Arbeitgeber zu verlieren.

Der Besetzungsgrad der Fliegerwerft 2 beträgt ca. 70 %.

Für große berufliche Verunsicherung unter den Soldatinnen und Soldaten des Überwachungsgeschwaders und der Fliegerwerft 2 sorgt das Hinauszögern von Entscheidungen für die Beschaffung von Nachfolgemodellen für auslaufende
Flugzeugmodelle.
https://www.parlament.gv.at/dokument/un ... k_2025.pdf
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

Ein sehr interessanter Bericht, zumal eigentlich klar sein dürfte, dass man mit diesem Personalmangel nie und nimmer 36 Jets betreiben kann.
iceman
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

Theoderich hat geschrieben:

Was auch vorstellbar ist, dass man ein geringes Sonderbudget beschließt und der Rest der Investition durch die Auflösung noch bestehender Strukturen des Bundesheeres (Verbände, Waffen und Gerät, Liegenschaften) finanziert wird.
[/quote]


Im Ernst?

Mir fällt dazu evt die Jagdkampfbrigade ein - noch hat man keine Fahrzeuge bestellt.
Vielleicht wäre auch eine Umgliederung möglich?

Leoparden und Ulan wird man wohl nicht verkaufen?
theoderich
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Ja, im Ernst. Dieses Schema gab es jahrelang beim Sparpaket "ÖBH 2010".Das Investitionsbudget wurde unter das Existenzminimum gekürzt und wenn das Heer auf notwendige Anschaffungen verwiesen hat, wurde darauf hingewiesen, dass es die nötigen Mittel ohne weiteres durch Liegenschaftsverkäufe lukrieren könnte. Durch einen haushaltsrechtlichen Trick wurden dann auch die Einnahmen aus diesen Verkäufen vom BMF "einkassiert", obwohl sie offiziell vom Gesamtbedeckungsgrundsatz ausgenommen waren.

Und die Eurofighter sind finanziert worden, indem man die Mittel für die Zahlungsraten und den Betrieb zwar in der UG 14 (1/40108 Aufwendungen; 41/4670/102 Luftzeuggerät Invest. Aufw.; 41/6173 Instandhaltung von Luftfahrzeugen) veranschlagt hat, aber andere Positionen kaum über die Inflationsrate hinaus erhöht oder gekürzt worden sind.
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