Medienberichte 2022

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
anastasius
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Re: Medienberichte 2022

Beitrag von anastasius »

https://www.derstandard.at/story/200013 ... -verlieren

Österreich könnte Militäreinsatz in Bosnien verlieren
theoderich
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Re: Medienberichte 2022

Beitrag von theoderich »

Eine Militärübung für jeden vierten Milizsoldaten
Die Vorarlberger Miliz beendet ihre Waffenübung erfolgreich. Doch weite Teile der Miliz bleiben ohne Übungsmöglichkeit.
https://www.vol.at/eine-militaeruebung- ... en/7654009
Vorarlberger Nachrichten hat geschrieben:Vorarlberger Miliz beendet Waffenübung

Das Vorarlberger Miliz-Jägerbataillon beendet mit dem heutigen Samstag erfolgreich seine zehntägige Waffenübung in Wattener-Lizum, Tirol. Für viele der eingerückten 180 Milizsoldaten war es die erste Milizübung überhaupt - und 520 Milizsoldaten fehlten grundsätzlich. Denn mit etwa drei Vierteln besteht das Gros der Miliz aus zeitlich befristeten Milizsoldaten, die nach ihrem Grundwehrdienst die Miliz als erste Reserve auf Sollstärke bringen. Verpflichtende Übungen sind für diese nicht vorgesehen. Militärkommandant Brigadier Gunther Hessel betont die Notwendigkeit von regelmäßigen Übungen des gesamten Milizbataillons, um deren Einsatzfähigkeit abzusichern. "Die Wiedereinführung von verpflichtenden Truppenübungen nach dem Grundwehrdienst ist daher zwingend erforderlich", warnen Hessel und der neue Milizkommandant Martin Netzer.
  • Vorarlberger Nachrichten hat geschrieben:Kommentar
    Johannes Huber

    Für den Fall der Fälle

    VORARLBERG / HEUTE • 14:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

    In den ersten Tagen nach dem Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine hat sich in Österreich vieles gerächt, was in den vergangenen Jahren verabsäumt wurde. Ein klares Bekenntnis zum Bundesheer insofern, als es für all seine Aufgaben auch ordentlich ausgerüstet wird. Oder eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Neutralität. Schnell wurden Stimmen laut, das nachzuholen, bis der Kanzler, also Karl Nehammer (ÖVP), die Debatte für beendet erklärte. Schlimmer: Auch um Ankündigungen, ins Heer zu investieren, ist es ruhig geworden.

    Das Bundesheer kann Beachtliches leisten. Jetzt aber geht es um neue Dimensionen, für die es gestärkt werden muss.

    Selbstverständlich ist das Thema nicht vergessen. Hinter den Kulissen wird daran gearbeitet. Begleitend dazu wäre jedoch ein öffentlicher Prozess nötig, der zur allgemeinen Bewusstseinsbildung beiträgt.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat diese Woche eine Teilmobilmachung ausgerufen und damit gedroht, dass Atomwaffen zum Einsatz kommen könnten. Damit geht eine gefährliche Eskalation einher. Nehammer warnt vor dem Schlimmsten, mahnt jedoch Besonnenheit ein.

    Zu einer solchen gehört vieles. Diplomatie etwa, selbst wenn die Aussicht auf Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew gleich null ist. Wichtig wäre es vor allem aber auch, bei den unterschiedlichsten Fragestellungen endlich anzufangen, die Bevölkerung mitzunehmen; sich mit ihr beispielsweise Gedanken darüber zu machen, wie Schutz und Sicherheit bei diversen Szenarien gewährleistet werden könnten. Das ist so oder so überfällig.

    Schon seit Monaten muss man davon ausgehen, dass es in einem ukrainischen Atomkraftwerk zu einem Super-GAU kommen könnte. Davon wäre man auch hierzulande betroffen. Genauso realistisch ist unabhängig davon ein Blackout, also ein flächendeckender, länger anhaltender Stromausfall in Österreich: Weiß jeder Bürger, was der Staat dann leisten kann, worauf er sich persönlich einstellen muss? „Blackout“ wird allmählich immerhin zu einem Begriff, den man nicht mehr buchstabieren muss.

    Damit das Leben im Katastrophenfall weiterfunktioniert, so gut es geht, braucht es aber auch Pläne mit Rollenverteilungen. Dann kommt es auf jeden Einzelnen an, soziale Geflechte (von der Nachbarschaft bis zum Verein), Organisationen mit ehrenamtlichen Mitarbeitern (wie die Rettung oder die Feuerwehr), aber auch den Staat und bei ihm wiederum ganz besonders auf das Bundesheer. Es kann Beachtliches leisten. Das hat es schon oft bewiesen. Jetzt aber geht es um neue Dimensionen, für die es gestärkt werden muss.

SPÖ-Brief an Minister
„Die Situation an der Grenze ist dramatisch“
55 rote Gemeindepolitiker - Bürgermeister, Vizebürgermeister und Spitzenkandidaten - aus den Bezirken Neusiedl am See und Oberpullendorf fordern nun Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) zum Handeln auf. Im offenen Brief heißt es unter anderem: „Der Kontrollverlust ist bereits eingetreten, da Flüchtlinge, Asylwerber, Migranten - ohne Versorgung - zur Erstbefragung vom Osten Österreichs in den Westen geschickt werden.“

Kapazizäten der Reserve an die Grenze

Verlangt wird ein sofortiger Ausbau der Einsatzkräfte und Ressourcen (Polizei und Bundesheer) an der Grenze. Dafür sollen etwa Kapazitäten der Reserve und des Assistenz-Einsatzes beim Objektschutz in das Burgenland beordert werden.
https://www.krone.at/2815060
Zuletzt geändert von theoderich am Mo 26. Sep 2022, 22:36, insgesamt 2-mal geändert.
theoderich
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Re: Medienberichte 2022

Beitrag von theoderich »

Bundesheer: Ruf nach verpflichtenden Truppenübungen

https://orf.at/stories/3286812/


Tanner zur Teilmobilmachung in Russland: "Angst ist schlechter Ratgeber"
Russland hat eine Teilmobilmachung angekündigt, muss man da nicht Angst kriegen?

Angst ist ein schlechter Ratgeber, aber das ist tatsächlich eine Eskalation. Wenn man dem NATO-Generalsekretär zuhört, dann nimmt das aber vieles an Sorge.

Sind wir für einen atomaren Schlag gerüstet?

Experten halten das für sehr unwahrscheinlich. Aber wir haben auch in diesem Bereich Expertise. Die ABC-Einheiten haben genau damit zu tun.

Kommt man da nicht zu einem Punkt, wo man wie Finnland und Schweden auch der NATO beitreten möchte?

Nein, aber unabhängig davon ist das entsprechende Budget sowie die personelle Aufstockung wichtig. Da sind auch Werbemaßnahmen notwendig. Aktionen wie diese dienen auch dazu, junge Männer und Frauen zum Bundesheer zu bringen.

Haben Sie Nachwuchsprobleme?

So wie in jeder anderen Sparte ist es derzeit herausfordernd, die Besten der Besten zu bekommen.

1,2 Prozent vom BIP sollten die Bundesheerausgaben betragen, um internationalen Maßstäben zu genügen. Davon sind wir noch weit entfernt.

Wir brauchen ein Prozent des BIP. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg dorthin.

Müssten Sie angesichts der vielfältigen Bedrohungen nicht bereits wie eine Wilde am Waffenmarkt einkaufen?

Das tun wir. Es wurden etwa Bergungsfahrzeuge und 30 zusätzliche Pandur-Radpanzer gekauft. Die Eurofighter werden mit Nachtidentifizierungsfähigkeit ausgestattet.

Die nächste größere Krise könnte ein Blackout sein. Wie sehr sind wir dafür gerüstet?

Es ist ein wahrscheinliches Szenario, sagen unsere Experten. Wir setzen auf Bewusstseinsbildung, jeder kann vorsorgen. Im Bundesheer wollen wir bis 2025 100 Kasernen autark machen. Darin sollte man zwei Wochen durchhaltefähig sein.

Haben wir denn noch so viel Zeit?

Manche Dinge gehen eben nicht von einem Tag auf den anderen.
Vor einem Jahr haben Sie eine Strukturreform des Heeres angekündigt, die großes Murren auslöste. Hat sich der Frust schon gelegt?

Ganz gelegt wird es sich dann haben, wenn man draußen das Ziel spürt: Alles für die Truppe – und eine schlankere und effizientere Verwaltung. Wenn der Erste sagt, er hat für sein Notstromaggregat für seine Kaserne nicht drei Jahre lang warten müssen, dann haben wir es richtig gemacht. Ich denke, das wird sehr bald der Fall sein.
https://kurier.at/politik/inland/heeres ... /402158088
Zuletzt geändert von theoderich am Mo 26. Sep 2022, 22:42, insgesamt 3-mal geändert.
innsbronx
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Re: Medienberichte 2022

Beitrag von innsbronx »

Sind wir für einen atomaren Schlag gerüstet?

Experten halten das für sehr unwahrscheinlich.
Ich halte es auch für sehr unwahrscheinlich, dass Österreich für irgendetwas gerüstet ist...
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Re: Medienberichte 2022

Beitrag von Acipenser »

anastasius hat geschrieben: Fr 23. Sep 2022, 20:16 https://www.derstandard.at/story/200013 ... -verlieren

Österreich könnte Militäreinsatz in Bosnien verlieren
Ist eigentlich der NATO Einsatz in Kosova auch UN Geschütz oder stehen da unsere Neutralen nackt da?
Desantnik
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Re: Medienberichte 2022

Beitrag von Desantnik »

Acipenser hat geschrieben: So 25. Sep 2022, 02:19 Ist eigentlich der NATO Einsatz in Kosova auch UN Geschütz oder stehen da unsere Neutralen nackt da?
Die Basis für den Einsatz der KFOR bildet die Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrates, also ja.
Verweigerer
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Re: Medienberichte 2022

Beitrag von Verweigerer »

Warum wundert mich bei diesem VdB genau gar nichts mehr…

https://www.ots.at/presseaussendung/OT ... kandidaten
hakö
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Re: Medienberichte 2022

Beitrag von hakö »

Der Bundesopi hat ja so viel zu tun (Bergsteigen,Wandern), oder?
Acipenser
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Re: Medienberichte 2022

Beitrag von Acipenser »

Verweigerer hat geschrieben: Mo 26. Sep 2022, 22:10 Warum wundert mich bei diesem VdB genau gar nichts mehr…

https://www.ots.at/presseaussendung/OT ... kandidaten
Dann hab ich vielleicht doch recht gehabt, dass die Grünen nicht von Ihrer negativen Einstellung zum ÖBH abgehen.
Unter dem Motto "Nicht einmal ignorieren"
abgesehen davon was hat der Bundespräsident mit dem Bundesheer zu tun? Gibt ja eine Frau, sorry aber vielleicht ist ja sein Adjunt etwas langsam
theoderich
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Re: Medienberichte 2022

Beitrag von theoderich »

Spende aus Lettland
Video: Ex-Bundesheer-Haubitze an Front in Ukraine

https://www.krone.at/2817488

26. September 2022

Nach Tirol: Jetzt kracht es in Koalition
Bundesheer. Tatsächlich gibt es hinter den Kulissen schon ein neues ­Streitthema: Im Zuge des russischen Angriffskrieges fordert Heeresministerin Klaudia Tanner eine Vervielfachung des Heeresbudgets. Da wollen die Grünen nicht gleich Ja sagen und stellen ihrerseits Forderungen auf. Und auch dieser Streit hat ein Enddatum. Bereits am 12. Oktober will Finanzminister Magnus Brunner seine erste Budgetrede halten …
https://www.oe24.at/oesterreich/politik ... /531344876
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