Entwicklungen Luftraumüberwachung

Flächenflugzeuge, Hubschrauber, Großgerät, Fliegerhorste, ...
propellix
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von propellix »

MMn geht’s da nur darum, was unsere als Ersatzteillager zum Ausschlachten noch bringen würden. Angesichts der sozioökonomischen Entwicklungen wäre der Bevölkerung jeder fürs ÖBH eingesetzte Euro angesichts der heraufdräuenden Landtagswahlen wohl kaum zu erklären. Das potenzielle Investitionsfenster nach Beginn der russischen Spezialoperation in der Ukraine hat sich wieder geschlossen; jedwede Investitionen werden wieder „verkommissioniert“ und fertig.
maro-airpower
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von maro-airpower »

6 Briten zurück vom der Schwarzen Meer
Alle mit LANTIRN3 Pod...den 5er haben die Briten schon bestellt.
Optik ist deutlich leistungsfähiger als PIRATE.
So sollte das idealerweise bei uns aussehen...wenns denn wirklich Geld gibt.

Bild
Desantnik
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von Desantnik »

Sind das nicht Litening 3 Behälter? LANTIRN ist doch ein recht betagter Targeting-Pod und wurde meines Wissens nach nicht beim Eurofighter integriert.
maro-airpower
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von maro-airpower »

Ma sollte nicht so spät posten... hast recht 🤪
propellix
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von propellix »

An der Aufhängung ist jeder Kontakt oberhalb der Flugzeugebene verdeckt. Genau deshalb sind solche Pods MMn eben KEINE Lösung für die LRÜ. Selbst ein Montieren an der vorderen Aufhängung reduziert das Problem, aber löst es nicht. Es bräuchte ein aktuelles Pirate mit Aufzeichnungsfunktion.
muck
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von muck »

Nichts für ungut, aber Sie versuchen seit geraumer Zeit mit teils bizarrer Vehemenz (siehe auch: "Nachtsichtgeräte brechen Piloten das Genick") die Überlegenheit von PIRATE darzustellen. Der Litening-Pod ist als absolut luftkampffähig eingestuft, der EO/IR-Sensor ist schwenkbar, und selbst wenn manchmal die Flugzeugzelle das Blickfeld verdecken sollte, ist das in der Praxis kein Problem, weil sich das Trägerflugzeug ohnehin nicht auf einer schnurgeraden Bahn dem Kontakt nähert.

Alarmrotten nähern sich einem Kontakt mit horizontalem und vertikalem Versatz, um Luftfahrzeugkennzeichen, Steuerflächen und ggf. die Bewaffnung im Blick behalten zu können, was nicht nur zur Identifikation nötig ist, sondern auch, damit der Wingman den Rottenführer decken kann. Und in einer Luftkampfsituation nähert man sich dem Kontakt schon gar nicht auf lineare Weise, im Pilotenjargon nennt man das despektierlich einen "co-operative bandit".

Übrigens kann PIRATE auch nicht die komplette frontale Hemisphäre einsehen.
maro-airpower
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von maro-airpower »

Neues vom "The Fighter Pilot Podcast".
Der Kanal ist wirklich gut...da tratschen nicht irgendwelche Leute sondern Piloten mit enorm breitem Spektrum...

..the idea of a single aircraft autonomous kill chain is going to become a thing of the past...


..to have long range active kill chains needs to be you have to be active and when your active you become voulnerable...there are sensors that detect active sensors... if you going to going an all passive fight...how well your sensors perform passivley... IR...RF...RF requires that the other guy emits something...and if does not emit in the band thats advantegeus to you, that you cant detect ist effectively not emiting...


...der Herr spricht über das was ich jetzt schon seit einiger Zeit versuche zu erklären...es entstehen Multispektrum-Sensornetzwerke über alle Streitkräfteteile hinweg, die in der Lage sein sollen primär passiv - also IR und RF - "Tracks" für alle zu generieren mit einer Qualität die für eine Feuerleitlösung reicht...und zwar inklusive einer Typisierung/Identifizierung...die Infos dafür muss man sich aus den Spektren zusammen klauben, man braucht dafür Datenbanken....wie Fingerabdrücke.

Und das wird am Lebensende unserer EF die Realität sein...wir können uns das nicht mehr leisten nur in "Luftraumüberwachung" oder nur in "Fliegerabwehr" oder nur in "Artillerie" oder nur in "Aufklärer" zu denken...es wird eine "Informationssphäre" entstehen an deren Befüllung und Nutzung möglichst alle teilhaben.
Als ich im "War-Room "am Träger war gabs in der einen Eck das Team für die Unterseekontakte, dann eines für die Oberflächenkontakte und eines für die Luftkontakte und das wurde in der Mitte als Big Picture zusammen geführt.
Und das Big Picture der Zukunft wird eines aus Radar wo möglich und notwendig, Infrarot und eben passiv Radiofrequenzen...weswegen wir dringend Fähigkeiten da brauchen. IR wird denke ich relativ schnell gehen im Vergleich zu RF...und das braucht dann auch Leute mit EW Verständnis...weswegen man nicht unbedingt viel, aber jedenfalls gutes Gerät braucht, dass was kann um sich die heran zu züchten....wir haben bereits den Anschluss verloren und müssen da wieder ran kommen. Dazu muss man mal Leute auf Schulungen schicken und wenn sie zurück kommen Gerät haben mit dem sie arbeiten können. Irgendwo enden thematisch die Schulungen weil ab da...top secret...und von da weg muss man sich selbst fortbilden. Und je späterman da einsteigt, desto mehr Zeit verliert man, desto wahrscheinlicher, dass man in absehbarer Zeit moderne militärische Gerätschaft nur noch eingeschränkt nutzt kann weil einem für diese ebenen die Leute fehlen.

Ein Panzer ist heut auch nicht schneller als vor 50 Jahren, schießt auch nur unwesentlich weiter. Flugzeuge werden sogar langsamer...F-4 Phantom Mach 2,25......Eurofighter Mach 2......F-35 Mach 1,6. Aber die Sensoren, die Sensoren, das ist Wahnsinn(!) was sich da abspielt...Infrarot na ich würd sagen das hat sich verdrei- bis verfünffacht an Reichweite in den letzten 2-3 Jahrzehnten. Radar nicht so sehr Reichweite aber Funktionsvielfalt...vom Bodenmapping bis zum Jammer, atenlink, Satlink über die Radarantenne.

Nächstes Jahr geht NTS-3(*) zum Test hoch...na ich geb dem zwei Jahre und dann noch mal fünf, höchstens zehn Jahre...2030-2035 ist GPS so wie wir es heute kennen Geschichte. Steuerbare regionale Beams, multiple Frequenzen, unterschiedliche Codierungen..softwaredefinierte Sender/Empfänger....und das ist was sie uns erzählen...na 100pro wird z.B. eine F-35 oder die Fla über das Ding direkt Daten austauschen können...und zwar mit Bandbreite.

(*)
https://afresearchlab.com/technology/sp ... ries/nts-3
https://breakingdefense.com/2022/04/afr ... ackup-gps/
maro-airpower
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von maro-airpower »

propellix hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 18:59 An der Aufhängung ist jeder Kontakt oberhalb der Flugzeugebene verdeckt. Genau deshalb sind solche Pods MMn eben KEINE Lösung für die LRÜ. Selbst ein Montieren an der vorderen Aufhängung reduziert das Problem, aber löst es nicht. Es bräuchte ein aktuelles Pirate mit Aufzeichnungsfunktion.
Bin mir sicher die USAF seht das nicht so.....
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propellix
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von propellix »

Die F-15C hat die Kennung „OT“; steht für „Operational Test“ (ein Verband in Nevada). Was auch immer die da ausprobiert haben. Operational scheint‘s so nicht verwendet zu werden, denn dafür soll der LM Legion Pod kommen, der am Centerline hardpoint hängt.
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