Schweiz: Programm "Air2030"

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
theoderich
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von theoderich »

SWITZERLAND – PATRIOT CONFIGURATION-3+ MODERNIZED FIRE UNITS AND WEAPONS

https://www.dsca.mil/major-arms-sales/s ... nd-weapons


SWITZERLAND – F-35 JOINT STRIKE FIGHTER AIRCRAFT AND WEAPONS

https://www.dsca.mil/major-arms-sales/s ... nd-weapons


SWITZERLAND – F/A-18E/F SUPER HORNET AIRCRAFT AND WEAPONS

https://www.dsca.mil/major-arms-sales/s ... nd-weapons

m.ileduets
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von m.ileduets »

Danke für die Links. Die Auflistung ist aufschlussreich in Bezug auf die gewünschten Ausrüstungs- und Bewaffnungsoptionen.

Was bei den Flugzeugen überrascht, sind die aufgeführten Bomben, wurde dieser Aufgabenbereich (Erdkampf) doch bisher eher weniger thematisiert.
Was hingegen fehlt, sind Abstandslenkwaffen wie die mit der F/A-18 C/D verwendeten AIM-120.
Möglich, dass diese für das neue Muster übernommen werden könnten - gleiches würde allerdings auch für die AIM-9X aus jetzigen Beständen gelten, welche hier aber offenbar erneuert/ergänzt werden sollen.

Karl P.
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von Karl P. »

Ohne jetzt ganz genau die jeweiligen Angebote durchgesehen zu haben (Ausrüstung bzw Bewaffnung dürfte gleich sein) ist schon bemerkenswert, dass die gleiche Anzahl von F 18 um ca 870 Mio $ teurer ist als die gleiche Anzahl von F 35!

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Kampfhamster
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von Kampfhamster »

Die Fähigkeit für Luft-Boden-Kampf ist mit der Ausmusterung der Hunter weggefallen. Das Wissen wurde teilweise mit Austauschprogrammen bei den Franzosen aufrechterhalten. Dass diese Fähigkeit aber wiedererlangt werden soll war von Anfang an kommuniziert, auch schon damals beim Gripen hätte das mit dabei sein sollen.
Kein Geld, keine Schweizer

Merlin
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von Merlin »

Karl P. hat geschrieben:
Fr 2. Okt 2020, 15:02
Ohne jetzt ganz genau die jeweiligen Angebote durchgesehen zu haben (Ausrüstung bzw Bewaffnung dürfte gleich sein) ist schon bemerkenswert, dass die gleiche Anzahl von F 18 um ca 870 Mio $ teurer ist als die gleiche Anzahl von F 35!
Das hat mich ebenfalls verwudert. Zumindest in den bisherigen Beschaffungen durch die US Streitkräfte war die Super Hornet bisher immer deutlich günstiger als die F-35. Was generell (bewährte Technologie, in großer zahl produziert, Entwicklungskosten weitestgehend amortisiert) auch zu erwarten wäre.

Insgesamt erscheint mir aber nicht der Preis der F-35 besonders niedrig (etwa im Vergleich zu ähnlichen FMS Quotes für andere europäische Länder), sondern die Hornets außerordentlich teuer.

theoderich
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von theoderich »

«Der Kommunikation kann man gar nicht zu viel Wert beimessen»

https://www.ar.admin.ch/de/dokumente-un ... r2030.html

theoderich
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von theoderich »


muck
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von muck »

Merlin hat geschrieben:
Sa 3. Okt 2020, 02:37
Karl P. hat geschrieben:
Fr 2. Okt 2020, 15:02
Ohne jetzt ganz genau die jeweiligen Angebote durchgesehen zu haben (Ausrüstung bzw Bewaffnung dürfte gleich sein) ist schon bemerkenswert, dass die gleiche Anzahl von F 18 um ca 870 Mio $ teurer ist als die gleiche Anzahl von F 35!
Das hat mich ebenfalls verwudert. Zumindest in den bisherigen Beschaffungen durch die US Streitkräfte war die Super Hornet bisher immer deutlich günstiger als die F-35. Was generell (bewährte Technologie, in großer zahl produziert, Entwicklungskosten weitestgehend amortisiert) auch zu erwarten wäre.

Insgesamt erscheint mir aber nicht der Preis der F-35 besonders niedrig (etwa im Vergleich zu ähnlichen FMS Quotes für andere europäische Länder), sondern die Hornets außerordentlich teuer.
Die Amerikaner bieten die F-35 besonders "billig" an, weil der Kunde keine Systemhoheit erhält, insb. nicht das geistige Eigentum, was für eine eigenständige Wartung und Upgrades notwendig wäre.

Er muss sich ganz und gar auf die Amerikaner abstützen, zumal vieles in dem Vogel eine Black Box bleibt, d.h. Technik, die die Betreiber-Luftwaffe gar nicht zu Gesicht bekommt. Anders gesagt, das JSF-Konsortium kann mit künftigen Einnahmen durch Aufträge der Betreiber rechnen.

Bei der F/A-18 E/F kauft der Kunde hingegen die Systemhoheit mit, hat z.B. die Möglichkeit der Einbindung der eigenen Industrie, was also das Risiko bedeutet, dass weniger Wertschöpfung im Herstellerland betrieben wird. Und diesen Verlust lässt man sich bezahlen.

theoderich
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von theoderich »

Switzerland offered F-35 final assembly as fighter responses enter evaluation
The US government has offered Switzerland the option to locally assemble four Lockheed Martin F-35As as part of a potentially 40-aircraft acquisition by the Alpine nation.
Bild
https://twitter.com/TheDEWLine/status/1 ... 6727989249
Speaking on 19 November, Mike Kelley, Lockheed’s managing director in Switzerland, said the submitted F-35A package includes 36-aircraft, plus associated training and sustainment services, along with “discrete pricing” for four additional examples, to be completed in the country.

In its request, Bern sought pricing information on 36 or 40 combat aircraft, and gave bidders an option to also propose add-ons intended to “enhance Swiss autonomy at an additional cost”.

Kelley says that should Switzerland decide to host the final assembly of four aircraft, this would be conducted at RUAG’s facilities in Emmen, using Swiss personnel. Also including systems installation and test activities, he notes: “It does have a significant cost to it”.

“Switzerland has some very unique requirements for autonomy and sovereignty in operations,” Kelley says. The experience gained from conducting in-country assembly of a portion of the fleet would boost the nation’s ability to perform MRO activities over an expected 30-year-plus operational life, he adds.

But regardless of this decision, “For normal operations and maintenance, there will be no need for the aircraft to leave Switzerland,” he says.

Also contained within the F-35 proposal is membership of Lockheed’s global sustainment programme for the fifth-generation type, and a deployed spares package sufficient to support six months of normal operations.

Kelley says a “limited weapons package” will also be included with the sale. “That package is a little bit smaller than many people would expect, but that’s because the existing inventory of munitions that the Swiss air force has for the Hornet fleet are by and large fully operational with the F-35,” he notes.

“We believe that when fully evaluated by Armasuisse, it will be concluded that the entire 40-aircraft programme and all the other aspects will fit within the approved Swiss budget,” Kelley says. Deliveries of Swiss F-35As would be made between 2027 and 2030.

All bidders were also required to provide information on direct and indirect industrial participation projects equating to 60% of the total programme cost.

Kelley says Lockheed has identified companies to work with in “all three language regions” of the country, including direct work on Swiss aircraft. The company is proposing to make Switzerland a “European centre” for F-35 transparencies and canopies, and the country would also perform MRO work on Pratt & Whitney F135 engines for its fleet. Lockheed currently has two suppliers in Switzerland, “mostly in the optical arena”, Kelley says.

Lockheed is also proposing establishing a national cyber centre in Switzerland, “with a testbed for network environments”.

Airbus, meanwhile, says that should it select the Eurofighter, “Switzerland will gain full autonomy in the use, maintenance and application of the data from its aircraft”. The German government is supporting its campaign, offering “closer political, economic and security cooperation”, and expanded training between the nations’ air forces.

“By providing construction data and other important information, Switzerland will be given complete and independent control of the Eurofighter,” asserts Airbus Defence & Space chief executive Dirk Hoke.
https://www.flightglobal.com/defence/sw ... 68.article

theoderich
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Re: Schweiz: Programm "Air2030"

Beitrag von theoderich »

Air2030: Bilaterale Rüstungstreffen mit Behörden und Industrieunternehmen in den Herstellerländern
Eine Delegation des VBS unter der Leitung von Rüstungschef Martin Sonderegger besucht im Januar 2021 in Paris, Berlin und Washington Vertreterinnen und Vertreter der Behörden und Industrieunternehmen, die ins Programm Air2030 involviert sind.

Grund der Besuche in Frankreich, Deutschland und den USA ist eine Besprechung zum Programm Air2030 mit Blick auf die Beschaffungen eines neuen Kampfflugzeugs (NKF) und eines neuen bodengestützten Luftverteidigungssystems grösserer Reichweite (Bodluv GR). Die Besuche sind am 5. Januar 2021 in Paris, am 21. Januar in Berlin sowie vom 25. bis 28. Januar in Washington vorgesehen.

In der Delegation von armasuisse vertreten sind nebst dem Rüstungschef Martin Sonderegger der Leiter Kompetenzbereich Luftfahrtsysteme, Peter Winter, der Projektleiter NKF, Darko Savic, sowie in Frankreich und den USA auch der Projektleiter Bodluv GR, Markus Graf.

b]Arbeiten an den Evaluationsberichten[/b]

Parallel zu diesen Gesprächen laufen die Arbeiten an den Evaluationsberichten NKF und Bodluv GR. Die Evaluationsberichte sollen im 1. Quartal 2021 abgeschlossen werden. Der Typenentscheid durch den Bundesrat ist für beide Systeme im 2. Quartal 2021 vorgesehen.
https://www.ar.admin.ch/content/ar-inte ... 81865.html

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