D/NL: ARTEC Boxer

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik


theoderich
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Re: D/NL: ARTEC Boxer

Beitrag von theoderich »

Possible Algerian-assembled Boxer spotted
Photographs of what appeared to be a Boxer wheeled armoured vehicle at a production facility in Algeria have added credence to claims that the type is being assembled in the North African country.

The photographs released via Twitter on 7 October showed a Boxer on a trailer at a location that appeared to be the test area at the Rheinmetall-Algerie facility near Aïn Smara where the German company’s Fuchs 2 armoured personnel carrier is assembled for the Algerian military. A Fuchs 2 could be seen in the background of one of the photographs.

The Boxer had a Lance turret and was painted in the same tan colour used on the Fuchs 2s assembled at the facility and other types of Algerian military vehicles.
https://www.janes.com/article/91818/pos ... er-spotted


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https://twitter.com/kad_ghani/status/11 ... 3151768582






Berni88
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Re: D/NL: ARTEC Boxer

Beitrag von Berni88 »

Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um das (einzelne) ARTEC-Firmen-Promofahrzeug das Algerien für Tests und zur Evaluierung zur Verfügung gestellt wurde!
Eine Bestellung bzw. eine Produktion ist bisher noch nicht erfolgt!

theoderich
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Re: D/NL: ARTEC Boxer

Beitrag von theoderich »


theoderich
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Re: D/NL: ARTEC Boxer

Beitrag von theoderich »

Division 2027 – Schwere Waffenträger ersetzen die Wiesel
Bereits vor mehreren Jahren waren der Fachpresse – beispielsweise im Wehrtechnischen Report Truppengattungen des Heeres – Hinweise zu entnehmen, dass das Heer über die Beschaffung eines Boxers mit einem Maschinenkanonenturm nachdenkt.

So schrieben Fachautoren aus dem Dezernat Infanterie des Amtes für Heeresentwicklung bezugnehmend auf zukünftig notwendige Fähigkeiten der Jägertruppe:

„Der bisher bei der Jägertruppe genutzte Waffenträger Wiesel soll durch die Beschaffung eines neuen, schweren Waffenträgers auf Basis des GTK Boxer abgelöst werden. Dieser schwere Waffenträger soll in seinen Fähigkeiten und Parametern vergleichbar zum Schützenpanzer Puma sein. Ausgestattet mit einer leistungsfähigen Maschinenkanone und mit Panzerabwehrmitteln soll dieses Gefechtsfahrzeug die Fähigkeiten der Jägertruppe verbessern und Wirksamkeit und Schutz der Infanteristen signifikant steigern. Dabei besteht die Möglichkeit das Fahrzeug als Waffenträger innerhalb der schweren Jägerkompanien oder als Unterstützungsfahrzeug innerhalb einzelner Teileinheiten der Jägerkompanien einzusetzen, um somit deren Durchsetzungsfähigkeit in erheblichem Maße zu steigern. Vor allem die schweren Jägerzüge sind hierbei zu berücksichtigen, da sie einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung und Panzerabwehr auf Einheitsebene leisten.“

Auf der Industrieausstellung begleitend zum Tage der Infanterie 2018 konnten potentiellen Lösungen der Industrie für solch einen Boxer betrachtet werden. Krauss-Maffei Wegmann präsentierte einen Boxer mit einem unbemannten Turm, wie er auch auf dem Puma eingesetzt wird. Rheinmetall stellte eine Lösung mit einem bemannten Lanceturm vor, wie er derzeit durch Australien beschafft wird. Seither sind die Überlegungen des Heeres vorangeschritten.

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Schwerer Waffenträger

Die Recherchen der Europäischen Sicherheit & Technik haben ergeben, dass das Heer für diese Boxer einen bemannten Turm fordert. Dieser soll neben einer 30-mm-Maschinenkanone auch über die Befähigung zur Panzerabwehr – gelöst durch den im Turm integrierten Panzerabwehrlenkflugkörper MELLS – verfügen.

Eine Auswahlentscheidung hat es aber dem Vernehmen nach noch nicht gegeben, theoretisch kommt daher neben dem Lance-Turm von Rheinmetall auch der Samson-Turm von Rafael, so wie er auf dem Boxer in Litauen eingeführt wird, in Betracht. Da diese Boxer bereits Bestandteil der „Division 2027“ sein sollen, müssten die Fahrzeuge spätestens Mitte der zwanziger Jahre in die Truppe zulaufen. Somit könnte der Beginn des Beschaffungsprozesses für 2020/2021 erwartet werden.

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Organisatorisch sind die schweren Waffenträger für alle Jägerverbände und das mit Boxern ausgestattete Gebirgsjägebataillon 231 (Bad Reichenhall) vorgesehen, die restlichen Infanterieverbände erhalten den Planungen nach den LuWa (luftbeweglicher Waffenträger).

Es ist zu vernehmen, dass pro Bataillon zwölf Fahrzeuge vorgesehen sind, welche in der schweren Kompanie in drei Züge à vier Fahrzeuge organisiert werden sollen. Derzeitig sind es zwei Züge à sechs Wiesel (ein Zug Wiesel MK und ein Zug Wiesel TOW bzw. nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahmen MELLS).

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Somit stünde für die Gefechtsgliederung zukünftig jeder leichten Jägerkompanie ein Zug schwerer Waffenträger (vier Boxer mit Maschinenkanone und MELLS) als hochmobiles Feuerunterstützungs- (weitreichendes Flachfeuer) und Panzerabwehr-Element zur Verfügung. Jedes Fahrzeug könnte beide Rollen übernehmen und dies aufgrund der leistungstärkeren Bewaffnung wirksamer als der Wiesel. Als Besatzung sind pro Fahrzeug drei Soldaten (Kraftfahrer, Richtschütze und Kommandant) vorgesehen.
https://esut.de/2020/01/meldungen/strei ... ie-wiesel/
Heeres-Planung: Boxer-‚Radschützenpanzer‘ soll Wiesel ablösen (2. Dezember 2019)
Offiziell teilte das Heer auf Anfrage dazu nur mit, das GTK schwer sei als Ersatz für den Wiesel geplant, ohne nähere Angaben zum Zeitrahmen zu machen.
n der Übung Frankenschild, über die das Heer berichtete, wurde das neue Fahrzeug nur im Simulator eingesetzt. Langfristig sollen aber, so heißt es, knapp 80 dieser Boxer in das Heer eingeführt werden.
https://augengeradeaus.net/2019/12/heer ... nt-page-1/


Deutschland: Nutzungsdauerverlängerung des Waffenträgers "Wiesel 1"

viewtopic.php?f=9&t=899&p=8737&hilit=wa ... 4ger#p8737

theoderich
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Re: D/NL: ARTEC Boxer

Beitrag von theoderich »

Zuletzt geändert von theoderich am Di 14. Apr 2020, 22:29, insgesamt 1-mal geändert.

theoderich
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Re: D/NL: ARTEC Boxer

Beitrag von theoderich »

Sachstand und Perspektiven für das Geschützte Transportkraftfahrzeug GTK Boxer

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Auf der International Armoured Vehicles Conference (IAV) in London haben Vertreter der europäischen Beschaffungsbehörde OCCAR EA und des Herstellers ARTEC Sachstand und Perspektiven des Vorhabens dargestellt. Die NSPA hat erläutert, wie die Boxer User-Group den Betrieb der Fahrzeuge unterstützt.
Zu den derzeit bekannten Interessenten für weitere Boxer gehören neben einigen osteuropäischen Staaten auch Deutschland und die Niederlande. Die Bundeswehr hat einen noch nicht bezifferten und nicht näher beschriebenen Bedarf an Fahrzeugen u.a. für den Infanteriekampf und die Nahbereichs-Luftverteidigung, der möglicherweise im Zeitraum 2023 bis 2027 gedeckt werden soll. Die Niederlande haben erkennen lassen, dass die bisherige Ausstattung mit 200 Boxern weder quantitativ noch qualitativ ausreicht und in absehbarer Zeit eine Nachbestellung erfolgen könnte.
Die Fahrmodule, die Teil der ersten Boxer waren, wurden im Zuge des Afghanistan-Einsatzes u.a. mit stärkerer Panzerung und Minenschutz versehen. Die Fahrmodule stellen die gesamte Fahrzeugtechnik für den Boxer bereit mit Antrieb und Fahrwerk sowie mechanischen und elektrischen Schnittstellen für die Aufnahme und den Betrieb der Missionsmodule.

Mit den für alle Boxer gleichen Fahrmodulen besteht die Möglichkeit, eine gleichmäßige Auslastung der Flotte zu erreichen, indem Fahrmodule von Boxern mit hoher Laufleistung gegen Fahrmodule mit geringer Laufleistung getauscht werden. Auf diese Weise könnte auch vor einem Einsatz/Übung sichergestellt werden, dass für die eingesetzten Fahrzeuge in nächster Zeit keine planbare Wartung fällig wird. Bei längerdauernder Instandsetzung können die einsatzfähigen Fahrmodule für die augenblicklich am dringendsten benötigten Fähigkeiten (Missionsmodule) genutzt werden.

Der Boxer wurde in der Ursprungsversion (A0) mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 36,5 Tonnen und einem 530 kW MTU-Dieselmotor (MTU 8V 199 TE 20) ausgeliefert. Aufgrund der veränderten Bedrohung und mit ersten Erkenntnissen aus dem Betrieb Beurteilung wurde der Minenschutz unter der Wanne und in den Radkästen verstärkt. Ein neues Fahrersichtsystem und die teilweise Umverstauung der Ausrüstung (z.B. Abschleppseil) verbessern die Arbeitsumgebung des Militärkraftfahrers. Veränderungen von Kühlluft- und Abgasführung tragen zur Reduzierung der Signatur bei. Mit diesen Veränderungen entwickelte sich die Versionsbezeichnung bis zu A2. Diese Konfiguration ist heute Standard in der Bundeswehr. Alle Fahrzeuge werden auf diesen Stand nachgerüstet.
Mit 38,5 Tonnen Tragfähigkeit ist das Fahrmodul noch nicht ausgereizt. Damit ist genügend Aufwuchspotential für zukünftige Anforderungen vorhanden.
Der Erfolg des Konzepts mit Missionsmodulen zeigt sich auch darin, dass von der Nutzerseite immer wieder neue Ideen/Forderungen für die Realisierung weiterer Fähigkeiten auf Basis des Boxer vorgestellt werden. Hierzu gehören u.a.
  • Aufklärung und Beobachtung mit stabilisierter Plattform (Joint Fire Support),
  • qualifizierte Fliegerabwehr, u.a. gegen UAV und Hubschrauber (Short Range Air Defence) und
  • Infanteriekampf mit bemanntem Turm und Mittelkaliberkanone (Heavy weapon platform).
Die ARTEC-Konsorten präsentieren den militärischen Kunden Vorschläge für Missionsmodule, zum Teil als funktionsfähige Demonstratoren, die in Auswertung militärischer Forderungen konzipiert worden sind.
  • ferngesteuerte Haubitze 155 mm (remote controlled howitzer, RCH 155). Eine Weiterentwicklung könnte ab 2027 serienreif sein.
  • Raketenwerfer zur Ergänzung/Ablösung MARS
  • Mörserträger
  • Munitionstransporter
  • Nahbereichsluftverteidigung mit Kanone
  • Laserwaffensystem zur Abwehr von Drohnen und Artilleriegeschossen
  • Brückenlegefahrzeug mit LEGUAN- oder GECKO-Brücke
https://esut.de/2020/02/fachbeitraege/r ... gtk-boxer/


theoderich
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Re: D/NL: ARTEC Boxer

Beitrag von theoderich »

Boxer to be demonstrated with John Cockerill Defense’s C3105 turret
Belgium’s John Cockerill Defense is supplying its latest-generation C3105 turret armed with their 105 mm High Pressure (HP) rifled gun to Krauss-Maffei Wegmann for installation on the rear mission module of the Boxer 8×8 Multi-Role Armoured Vehicle (MRAV).

This combination is being developed using internal research-and-development funding and is expected to undertake firing trials later in 2020.
https://www.janes.com/article/95593/box ... 105-turret

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https://johncockerill.com/en/defense/we ... rill-3105/

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