Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

BMVg-Bestellliste fürs 2. Halbjahr: Neues Sturmgewehr, neue Eurofighter, neue Marinedrohne
Die gepanzerten Kräfte werden aufgerüstet – beziehungsweise nachgebessert: Der alte Schützenpanzer Marder soll eine Nutzungsdauerverlängerung für sein Wärmebildzielgerät bekommen , der Kampfpanzer Leopard2 ein abstandsaktives Schutzsystem (beide Vorhaben Ende Oktober im Haushaltsausschuss geplant).
https://augengeradeaus.net/2020/08/bmvg ... inedrohne/

theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

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theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

Bundeswehr hält Schützenpanzer Marder fit

https://www.bmvg.de/de/aktuelles/bundes ... it-3284498


Generalinspekteur will robustere Technik für die Bundeswehr (4. Oktober 2020)
Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn (60), will die Truppe mit robusterem Gerät versorgen.

Mit Blick auf technische Ausfälle der vergangenen Jahre und unerfüllte Zusagen der Industrie hat Deutschlands ranghöchster Soldat Zweifel, ob der Trend zu immer komplexeren elektronischen Systemen der richtige Weg für jede Aufgabe ist.

„Die Bundeswehr braucht robustes Material. Militärisches Handeln ist nicht auf Ausbildung in einem Feldlager beschränkt, sondern umfasst Gefechtssituationen und kriegerische Auseinandersetzungen“, sagte der General der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Einfache Bedienung und technischer Fortschritt müssen miteinander harmonieren. Unsere Autos müssen noch fahren, selbst wenn sie schon mal angeschossen wurden.“

Deswegen habe es vor einigen Tagen das erste Treffen einer Arbeitsgruppe gegeben, die bisherige Pläne auf den Prüfstand stellt. „Wir werden künftige Großprojekte auf ihre notwendige Ausstattung und Beschaffenheit genau unter die Lupe nehmen. Wir nennen das Forderungscontrolling: Sind wirklich alle Anforderungen an das System notwendig?“, sagte der General.

Erfahrungen beim Schützenpanzer Puma, den Hubschraubern Tiger und NH-90 sowie dem Transportflugzeug A400M haben nach seinen Worten gezeigt, dass der Rückgriff auf zu viel Technologie und Hightech auch zu Komplikationen führen kann. Die unterschiedlichen elektronischen Systeme seien komplex und schwer miteinander zu synchronisieren.

„In den Erprobungsumgebungen neuer Waffensysteme funktioniert alles einwandfrei. Tausende Satelliten geben uns alle Informationen, die wir brauchen“, sagt Zorn. „Ich stelle mir aber die Frage, was passiert, wenn durch eine gezielte Cyberattacke Satellitensignale gestört bzw. unsere Waffensysteme angegriffen werden: Sind sie robust genug und dann weiterhin einsatzbereit?“

Er nannte auch das Beispiel der Ersatzteilversorgung, wo sich die punktgenaue Lieferung ohne ausreichende eigene Bevorratung („Just-in-time“) als Irrweg herausgestellt hat. „Just-in-time-Auslieferung funktioniert nicht, wir müssen auf Bevorratung setzen, um die nötige Robustheit auch im logistischen System zu erlangen“, so Zorn.
https://www.badisches-tagblatt.de/Nachr ... 57447.html
Zuletzt geändert von theoderich am Fr 25. Dez 2020, 04:34, insgesamt 1-mal geändert.

theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »


theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

Rheinmetall modernisiert Schützenpanzer Marder der Bundeswehr mit neuen Fahrer-Nachtsichtgeräten
Die Bundeswehr hat Rheinmetall mit einer weiteren Modernisierung des bewährten Schützenpanzers Marder beauftragt. Rheinmetall Landsysteme liefert nun über 170 Fahrer-Nachtsichtgeräte für die Marder-Flotte. Der Auftragswert von rund 24 Mio EUR brutto umfasst zudem logistische Anteile, Ausbildung und weitere Serviceleistungen. Die Auslieferung beginnt Ende 2021 und soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Bei dem neuen Fahrernachtsichtgerät handelt es sich um das Modell Spectus II.

Es fusioniert das Bild einer Restlichtverstärker-Kamera mit dem eines Wärmebildgeräts und verbessert somit die Sicht des Fahrers auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Zudem wird das System durch eine Rückblickkamera ergänzt. Kooperationspartner bei dem Vorhaben sind die Rheinmetall Technical Publications und die Rheinmetall-Tochtergesellschaft benntec Systemtechnik GmbH. Das Vorgängersystem Spectus I wurde von Rheinmetall bereits als einsatzbedingter Sofortbedarf für die ISAF-Mission in Afghanistan in die Schützenpanzer Marder 1 A5A1-Flotte integriert.
https://www.rheinmetall-defence.com/de/ ... _24960.php

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https://www.hensoldt.net/products/optro ... ht-system/

iceman
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von iceman »

Ohne eine endlose Debatte auszuösen:
Wenn man sich den Puma anschaut, hinsichtlich Feuerkraft und Bewaffnung, wozu noch ein Kampfpanzer?
Speziell wenn man sich einen ähnlich ausgerüsteten Ulan vorstellt.
Und ja, Leopard mit einem upgrade wären auch schön.

cliffhanger
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von cliffhanger »

Noch extremer: Zusätzliche Pandur als 3 und 4 achser in allen möglichen Variationen zu sowas Formen : https://de.wikipedia.org/wiki/Stryker_B ... ombat_Team
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... rigade.png
und man braucht weder Leo ,Ulan noch M109 mehr....

theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

iceman hat geschrieben:
Di 20. Okt 2020, 23:39
Wenn man sich den Puma anschaut, hinsichtlich Feuerkraft und Bewaffnung, wozu noch ein Kampfpanzer?
Ganz einfach: Einen Kampfpanzer benötigt man, um u.a. Kampfpanzer und Schützenpanzer bekämpfen zu können (Der "Puma" hat beim Einsatz von MELLS nach nur zwei Bekämpfungsvorgängen "sein Pulver verschossen".). Und gegen Strukturen nützt die MK-30/2 ABM eines "Puma" wenig.

iceman hat geschrieben:
Di 20. Okt 2020, 23:39
Speziell wenn man sich einen ähnlich ausgerüsteten Ulan vorstellt.
Ein "ähnlich ausgerüsteter Ulan" ist technisch nicht machbar. Um wenigstens einen minimalen Minenschutz zu erreichen wären eine Minenschutzplatte, ein entkoppelter Boden im Mannschaftsraum mit ausreichendem Beulfreiraum (mindestens 20 cm), neue Sitze, ein völlig neues Verstausystem, ein neuer Motor und ein neuer Antriebsstrang (wegen des um mehrere Tonnen gestiegenen Gewichts) erforderlich. Und natürlich eine neue Wanne.

Ulan

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https://en.wikipedia.org/wiki/ASCOD

ASCOD 2

Bild
https://www.armadninoviny.cz/nove-verze ... atory.html

Letztendlich würde das bedeuten: Man muss den "Ulan" durch den ASCOD 2 ersetzen.
Zuletzt geändert von theoderich am Mi 21. Okt 2020, 21:07, insgesamt 1-mal geändert.

muck
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von muck »

iceman hat geschrieben:
Di 20. Okt 2020, 23:39
Ohne eine endlose Debatte auszuösen:
Wenn man sich den Puma anschaut, hinsichtlich Feuerkraft und Bewaffnung, wozu noch ein Kampfpanzer?
Speziell wenn man sich einen ähnlich ausgerüsteten Ulan vorstellt.
Und ja, Leopard mit einem upgrade wären auch schön.
Im Vergleich zu sich in Entwicklung befindlichen Schützenpanzern bzw. Schützenpanzer-Upgrades ist der Puma sogar ein wenig "schwach auf der Brust", womit ich keinesfalls das MG4 als Sekundärbewaffnung meine, das von Anfang an als Platzhalter gedacht war.

Die USA sind im Begriff, 50×228 mm als neues SPz-Hauptwaffe-Kaliber zu implementieren, und auch die Russen wollen stärkere Bordwaffen.

Was der Puma gegenwärtigen westlichen Modellen voraus hat, ist die starke Panzerung und Motorisierung sowie die Möglichkeiten zur vernetzten Kampfführung und Erhaltung der Situational Awareness. Gleichzeitig liegt darin seine Achillesferse, denn die beispiellos komplexe Elektronik des Fahrzeugs erlangt erst langsam Einsatzreife.

Man fragt sich, welcher Teufel das deutsche Verteidigungsministerium geritten haben muss, als man dort entschied, auf eine Truppenversuchsphase zu verzichten.

iceman
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von iceman »

Danke für eure Kommentare!

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