Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich » So 30. Jun 2019, 07:18

Finanzierung für bis zu 210 weitere Schützenpanzer Puma gesichert

https://esut.de/2019/06/fachbeitraege/r ... gesichert/
Kabinett beschließt Etatentwurf 2020: Verteidigungsausgaben steigen
Große Rüstungsvorhaben sind finanzierbar

Darüber hinaus ist die Finanzierung einer Vielzahl größerer Rüstungsvorhaben gesichert. Hier sind beispielsweise der Schwere Transporthubschrauber, das Mehrzweckkampfschiff 180, die Entwicklung und Beschaffung der Eurodrohne, das 2. Los des Schützenpanzers Puma sowie der Ersatz der alternden Tranche 1 des Eurofighter zu nennen.
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/kabine ... aben-64064

Hohes Tempo bei Trendwende Material

https://www.bmvg.de/de/themen/ruestung/ ... e-material
  • Feuerkraft bis Vernetzung: Schützenpanzer Puma wird verbessert
    Für insgesamt rund 730 Millionen Euro wird der Schützenpanzer Puma kräftig verbessert.
    Damit soll der Puma rund vier Jahre nach seiner Einführung umfangreiche Verbesserungen erfahren und eine Vernetzung zwischen Fahrzeug und Besatzung vorangetrieben werden. Eine höhere Kampfkraft und mehr Fähigkeiten von Puma und Panzergrenadier für die VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2023 sind die Folge.
    Daher erhalten die Schützenpanzer Puma auch für die Fahrzeugwanne Verbesserungen. Es werden zusätzliche Kamerasysteme am Fahrzeug installiert und die Systeme werden farbfähig. Insgesamt wird der Sichtbereich vergrößert. Das gilt auch unter taktischen Bedingungen, wenn die Luken geschlossen sind. Nicht nur die Mobilität des Fahrzeuges erhöht sich. Auch die aufgesessenen Panzergrenadiere haben so die Umgebung und mögliche Gegner besser im Blick. Denn der Nahbereich des Fahrzeuges kann dann vollständig beobachtet werden.

    Vernetzung bringt Mehrwert

    Der Wirkungsverbund zwischen dem Schützenpanzer Puma und den Panzergrenadieren als abgesessener Schützentrupp wird mit dem erweiterten System „Infanterist der Zukunft“ (IdZ-ES) hergestellt. Erstmalig erhalten Besatzung und der abgesessene Trupp ein gleiches, umfassendes und aktuelles Lagebild. Auch der Austausch großer Datenmengen ist möglich. Diese Vernetzung ermöglicht schnelleres Handeln, erhöht den Schutz und die Mobilität. Ein entscheidender Vorteil im Einsatz. Sowohl die Komponenten IdZ-ES als auch der Puma erhalten dafür Verbesserungen.

    Höhere Feuerkraft

    In den Puma wird die Waffenanlage „Mehrrollenfähiges Leichtes Lenkflugkörpersystem“ eingerüstet. Hard- und Softwarekomponenten des Infanteristen der Zukunft werden angepasst und ein einheitliches Führungsinformationssystem etabliert. Moderne Funkgeräte runden das Upgrade ab. Insgesamt werden so zunächst 41 Schützenpanzer Puma und zehn sogenannte Zugsysteme des IdZ-ES frühzeitig aufgewertet. Für die in der VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2023 eingesetzten Panzergrenadiere mit ihren Pumas bedeutet das eine deutliche qualitative Verbesserung ihrer Fähigkeiten.
    https://www.bmvg.de/de/aktuelles/schuet ... sert-63894

theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich » Mo 22. Jul 2019, 22:20

System Panzergrenadier: Rheinmetall modernisiert Ausrüstung und Schützenpanzer Puma für die NATO-Speerspitze VJTF 2023
An eine Arbeitsgemeinschaft für das Vorhaben „System Panzergrenadier VJTF 2023“ sind nun Aufträge erteilt worden, die für Rheinmetall insgesamt einen Wert von über 470 MioEUR brutto haben. Die Arbeiten haben bereits begonnen und sollen bis zum Ende der VJTF-Bereitschaftsphase im Jahr 2024 fortgeführt werden.

Eine entsprechende Beauftragung der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Puma erfolgte am 11. Juli 2019 durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnologie und Nutzung der Bundeswehr. Die ARGE Puma ist ein Zusammenschluss aus dem Puma-Hersteller PSM Projekt System Management GmbH – an dem Joint Venture hält Rheinmetall 50 Prozent der Anteile – und der Rheinmetall Electronics GmbH. Die Unterbeauftragungen innerhalb der ARGE werden in Kürze erfolgen.
Zu den Leistungen im Rahmen des „Systems Panzergrenadier VJTF 2023“ gehören umfangreiche Kampfwertsteigerungen von 41 Schützenpanzern Puma sowie weitere Maßnahmen zur besseren Vernetzung von Schützenpanzern und abgesessenen Panzergrenadieren.

Der Gesamtwert dieser Beauftragung für Rheinmetall beläuft sich auf 258,3 MioEUR brutto. Die Systeme werden Ende 2020/Anfang 2021 ausgeliefert.

Das Auftragspaket umfasst unter anderem die komplette logistische Versorgung der VJTF-Pumas über einen Zeitraum von fünf Jahren, also Ersatzteile und Sonderwerkzeuge sowie die Ersatzteillogistik. Enthalten ist auch eine neue Generation digitaler Funkgeräte für die Schützenpanzer sowie die Einrüstung des Mehrrollenfähigen Leichten Lenkflugkörpersystems (MELLS), das den Pumas einen erheblichen Fähigkeitszuwachs gibt. Auch die Einrüstung neuer Tagsicht- und Wärmebildkameras sowie Farbdisplays gehört zum beauftragten Leistungspaket. Durch die optimierte Tag- und Nachtsicht wird die Aufklärungsreichweite gesteigert und der Besatzung ein erweiterter Sichtbereich gegeben. Ebenso werden neue Ausbildungsmittel bereitgestellt, um eine realitätsnahe Ausbildung des Verbandes zu ermöglichen.

Eng verknüpft mit den Hardware-Einrüstungen der neuen Optroniksysteme und Monitore für die Schützenpanzer ist der Vertrag für die bereits angelaufene Entwicklung der „Sichtmittelverbesserung Fahrgestell“, mit dem sich ein Auftragseingang von 67,2 Mio EUR brutto verbindet.

Rheinmetall stattet zudem die Panzergrenadierkompanien der VJTF 2023 mit dem einheitlichen Führungs- und Informationssystem Informationssystem (BMS) „TacNet“ aus. Ebenso werden zunächst zehn Zugsysteme des Soldatensystems „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System (IdZ-ES)“ auf den moderneren Standard IdZ-ES K-Stand VJTF 2023 gebracht. Puma-Besatzung und abgesessener Schützentrupp erhalten durch die bessere Vernetzung ein gleiches aktuelles und umfassendes Lagebild. Rheinmetall ermöglicht so die Führungsfähigkeit der Panzergrenadiere vom Einzelschützen bis zum Kompaniechef.

Mit diesen Modernisierungen sind für Rheinmetall Auftragseingänge von 146,5 Mio EUR brutto verbunden.
Im Zuge der Entwicklung der neuen Sichtmittel und deren Integration in den Puma sollen zunächst fünf Sätze Erstmuster-Baugruppen gefertigt und in fünf Serienfahrzeuge integriert werden. Diese Arbeiten sollen bis 2022 abgeschlossen werden. Anschließend erfolgt bis 2023 die Nachweisführung bei den wehrtechnischen Dienststellen.

Die Digitalisierung der Sichtmittel geht zudem mit der Implementierung der NGVA (NATO Generic Vehicle Architecture) im Puma einher. Sie bildet das Fundament für das Zukunftsthema „Sensor to Shooter“.
https://www.rheinmetall-defence.com/de/ ... _20928.php

theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich » Do 25. Jul 2019, 17:39

Deutschland-Koblenz: Militärfahrzeuge und zugehörige Teile

2019/S 141-348594

Bekanntmachung vergebener Aufträge in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit

Dienstleistungen

II.1.1) Bezeichnung des Auftrags

Leistungspaket für das System Panzergrenadier VJTF 2023
V.1) Tag der Zuschlagsentscheidung:

11.7.2019
V.3) Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde

ARGE PUMA VJTF 2023
Brüggeweg 54
28309 Bremen
Deutschland
https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTIC ... =0&tabId=1

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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich » Do 7. Nov 2019, 05:19

Deutschland-Koblenz: Waffen, Munition und zugehörige Teile

2019/S 214-526488

Bekanntmachung vergebener Aufträge in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit

Lieferauftrag

II.1.1) Bezeichnung des Auftrags

Rahmenvereinbarung Ergänzungsbeschaffung MELLS - III. Los
II.1.4) Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens:

Rahmenvereinbarung über eine Ergänzungsbeschaffung von 11 500 Lenkflugkörpern MELLS einschließlich Transport- und Lagerbehältern (hier: TulBeh) sowie von 214 Waffenanlagen MELLS einschließlich Transport- und Lagerbehältern (hier: TulB) mit Rucksäcken für die Waffenanlagen und Tragegestellen für die Lenkflugkörper. Vorgesehen ist eine Mindestabnahme von 1 500 Lenkflugkörpern und von 132 Waffenanlagen mit dem jeweiligen Zubehör.
V.1) Tag der Zuschlagsentscheidung:

22.10.2019
V.3) Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde

Offizielle Bezeichnung: EuroSpike GmbH
Postanschrift: Fischbachstraße 16
Ort: Röthenbach a.d. Pegnitz
Postleitzahl: 90552
Land: Deutschland
E-Mail: info@eurospike.com
Telefon: +49 9119572913
Fax: +49 9119572160
https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTIC ... =0&tabId=1

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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich » Mi 13. Nov 2019, 21:56


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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich » Mi 20. Nov 2019, 19:13

Sanierungsfall Bundeswehr
Ähnlich dramatisch fällt das Bild beim Schützenpanzer "Puma" aus, einem der neuesten Waffensysteme der Bundeswehr: Von 284 eingekauften Panzern sind nur 191 verfügbar, einsatzbereit sind nur 67. In einem internen Papier des Heeres heißt es nüchtern: "Bislang kompensieren die Neuzuläufe der Industrie nur die hohen Ausfallraten." Eine "spürbare Erhöhung der materiellen Einsatzbereitschaft" könne "nicht erreicht werden".
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 97015.html

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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich » Fr 22. Nov 2019, 21:53

Systematic to win long-awaited battle management contract
The German army is expected to select command and control software specialist Systematic to support its long-awaited battle management system, a program that will help a NATO brigade that’s used to quickly respond to crises, C4ISRNET has learned.

According to industry sources, a contract for the program, formally known as the Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) 2023 (Land), will be signed by the end of November. As part of the deal, Systematic will integrate its SitaWare Frontline battle management system software on board multiple tactical ground vehicles. The contract is expected to include integration with Leopard main battle tanks and Puma infantry fighting vehicles operated by the German Army’s 37th Panzergrenadier Brigade.
The German army released a formal request for information for the competition in November 2018 to identify suitable software to support the VJTF. Companies in the competition included Rheinmetall, ESG and Airbus Defence & Space. Sources confirmed Systematic and ESG had been chosen in a downselect for final evaluation by the army.

SitaWare Frontline software will be displayed across a variety of end user devices in the vehicle as designed by Roda Computer GmbH and ATM and networked through Thales’ legacy suite of SEM 80/90 radios and Rohde & Schwarz’s SVFuA vehicular software defined radio.
Speaking to C4ISRNET, Sven Trusch, Systematic’s vice president for business development, said he was unable to comment on the state of the competition but confirmed Frontline software had undertaken “extensive testing” with the army in Munster, Germany earlier in the year.
https://www.c4isrnet.com/battlefield-te ... -contract/


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https://www.facebook.com/bundeswehr.rhe ... &__tn__=-R

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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich » Fr 13. Dez 2019, 20:55

Weitere Investitionen in Fähigkeiten
Marder mit neuem Antriebsstrang

Für rund 109 Millionen Euro werden neue Antriebsstränge für die Schützenpanzer Marder beschafft. Von den minengeschützten Varianten A5 und A5A1 der Marder-Flotte werden 71 Fahrzeuge umgerüstet.

Zusammen mit den frei werdenden Komponenten aus nicht mehr genutzten Mardern wird die Ersatzteilversorgung der Schützenpanzer auf diese Weise bis mindestens 2030 gewährleistet.

Dann sollen die Marder durch die Schützenpanzer Puma abgelöst sein.
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/weiter ... ten-163326

Bild
https://twitter.com/nicholadrummond/sta ... 9190965255

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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich » Do 19. Dez 2019, 22:01

Ausrüstung für die Bundeswehr: Fahrzeuge und Ausbildung am Simulator
Auch die Besatzungen des Schützenpanzers Puma sollen künftig realitätsnäher üben können. Dafür wurden rund 56 Millionen Euro für die Herstellung, Lieferung und Integration des laserbasierten Ausbildungssystems AGDUS in den Puma freigegeben. Inbegriffen sind auch zwei Auswerteeinheiten sowie Hard- und Softwaremodifikationen. Das System soll zunächst in sechs Puma integriert werden. Wird die Serienreife erreicht, können für etwa 89 Millionen Euro alle operationellen Schützenpanzer Puma für die Nutzung von AGDUS vorbereitet und weitere 252 Ausstattungen AGDUS beschafft werden.
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/ausrue ... tor-166754


Nächste Schritte zur weiteren Nutzung des Schützenpanzers Puma (17. Dezember 2019)

Bild
Die Ausbildung am Schützenpanzer Puma wird in Kürze durch das Ausbildungsmittel Ausbildungsanlage Turm (AAT) ergänzt. Das Team taktische Einsatzprüfung unter Führung von Oberstleutnant Kim Feilcke aus dem Amt für Heeresentwicklung hat die AAT Ende November am Standort Munster einer umfassenden Prüfung unterzogen.

Die fünftägige taktische Einsatzprüfung hatte zum Ziel, das neue Gerät auf seine Eignung für die Ausbildung in der Truppe zu testen. Dies erfolgte anhand der taktischen Grundsätze sowie anhand der Methodik für die Ausbildung der Panzergrenadiertruppe. Zukünftig soll in jedem Panzergrenadierbataillon die Ausbildung zum Richtschützen und Kommandanten für den Schützenpanzer Puma durch eine AAT ergänzt werden. Zusätzlich wurden die neuen optischen Sichtmittel des Pumas für den Einsatz bei der VJTF 2023 sowie ein Ausbildungsmittel für das Mehrrollenfähige leichte Lenkflugkörpersystem (MELLS) begutachtet.
Das Amt für Heeresentwicklung schloss die taktische Einsatzprüfung an dem zukünftigem Ausbildungsmittel AAT in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und dem Simulationszentrum des Ausbildungszentrums MUNSTER erfolgreich ab. Die monatelangen Vorbereitungen mit Vorbesprechungen, Begleitung der Werks- und Standortabnahme sowie einer Teilnahme an der Industrieausbildung gipfelten in einer einwöchigen taktischen Einsatzprüfung des Gerätes. Dabei konnte erfolgreich eine Ausbildung zum Richtschützen beziehungsweise Kommandanten am Schützenpanzer Puma simuliert werden.
Bild
Neben der Einsatzprüfung des AAT nahmen Teile des vierköpfigen Teams von Oberstleutnant Kim Werner Feilcke an einer Industrieerprobung der Firma Rheinmetall zur Überprüfung der Sichtmittel des Pumas für die VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2023 teil. Hierbei wurden die neuen Sichtmittel, die sich im unteren Teil des Pumas befinden, im Gelände auf Herz und Nieren getestet. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum Kraftfahrwesen der Bundeswehr, dem Ausbildungszentrum MUNSTER, sowie Soldaten des Panzergrenadierbataillons 112 aus Regen konnten bei typischem Munsteraner Wetter (Sonne, Regen, Nebel, Wind) alle Sichtsysteme getestet werden. Diese zeichnen sich durch erstmalig verbaute Farb- und Wärmebildkameras aus. Neben der Vorwärts- und Rückwärtssicht für den Kraftfahrer steht dem Schützentrupp eine 360-Grad-Rundumsicht zur Verfügung. Alle Sichten können auch als fusioniertes Bild, in dem die Farb- und Wärmebildkameras zusammengerechnet werden, angezeigt werden.
Die Ergebnisse der Erprobung der Sichtmittel werden sich in der weiteren Entwicklung des Pumas für die VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2023 niederschlagen. Eine abschließende Bewertung in Bezug auf die vollumfängliche Eignung wird jedoch erst nach Abschluss der taktischen Einsatzprüfung im Juli 2020 erfolgen.
https://www.bundeswehr.de/de/organisati ... uma-166406
Zuletzt geändert von theoderich am Mo 27. Jan 2020, 21:21, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich » Mo 20. Jan 2020, 21:38

Rheinmetall modernisiert Schützenpanzer Marder für 110 MioEUR
Rheinmetall ist von der Bundeswehr mit weiteren Maßnahmen zur Nutzungsdauerverlängerung des Schützenpanzers Marder beauftragt worden. Um die Kettenfahrzeuge für die kommenden Jahre bei der Bundeswehr einsatzbereit zu halten, wird der Antriebsstrang der 71 Fahrzeuge des Typs Marder 1A5 ersetzt. Zwischen 2020 und 2023 soll Rheinmetall insgesamt 78 Umrüstsätze, Bord- und Sonderwerkzeuge, logistische Anteile, einen Ersatzteil-Erstbedarf sowie Ausbildungsleistungen an die Truppe liefern. Der Auftrag hat einen Wert von rund 110 MioEUR brutto und wurde im Dezember 2019 eingebucht.
Bei dem Austausch des Antriebsstrangs wird an allen Marder-Fahrzeugen erstmals ein neues Triebwerkmodell verbaut, mit dem die Motorleistung des Marders von 600 auf über 750 PS gesteigert wird. Das neue Triebwerk steigert die Agilität des einsatzbewährten Schützenpanzers deutlich. Die Bundeswehr setzt hier auf eine neue und zugleich moderne und zukunftsweisende Lösung namhafter deutscher Hersteller.

Im Rahmen eines umfangreichen Entwicklungsvertrages gab es zuletzt bereits signifikante Modernisierungen für die Marder-Flotte. So wurde die neue Panzerabwehrwaffe Mehrrollenfähiges Leichtes Lenkflugkörpersystem (MELLS) in die verschiedenen Varianten des Schützenpanzers Marder integriert sowie auch ein neues Fahrersichtsystem, ein Wärmebildzielgerät sowie eine Feuerwarn- und Löschanlage beauftragt. Teile dieser Nutzungsdauerverlängerung sind bereits mit Serienverträgen beauftragt und befinden sich im Zulauf an die Truppe.

Im Mittelpunkt all dieser Maßnahmen zur Nutzungsdauerverlängerung geht es vor allem um die Beseitigung bekannter Obsoleszenzen des Marders. Dabei können einzelne Maßnahmen als modulare Umrüstsätze geliefert werden und – beispielsweise im Rahmen von planbaren Wartungsarbeiten – integriert werden, um die Verfügbarkeit der Fahrzeuge zu gewährleisten.
https://www.rheinmetall-defence.com/de/ ... _22784.php

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