Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
theoderich
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Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

Bundeswehr investiert 50 Millionen Euro in Bad Salzungen (30. Juni 2018)
Die Bundeswehr will in den nächsten Jahren rund 50 Millionen Euro in ihre Kaserne in Bad Salzungen investieren. Das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) teilte MDR THÜRINGEN auf Anfrage mit, bis zum Jahr 2032 seien umfangreiche Baumaßnahmen in der Werratal-Kaserne vorgesehen. Dort sind derzeit das Panzergrenadierbataillon 391 und weitere Einheiten mit insgesamt rund 1.200 Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilangestellten der Bundeswehr stationiert.

Unter anderem sollen neue Unterkünfte gebaut werden, da die vorhandenen Gebäude laut Bundesamt "stark sanierungsbedürftig" sind. Damit will die Bundeswehr den Angaben zufolge ein neues Unterbringungskonzept umsetzen. Dieses sieht vor, dass Soldatinnen und Soldaten nach abgeschlossener Grundausbildung Einzelzimmer bekommen. Für Rekruten sei die Unterbringung in Vier-Mann-Stuben vorgesehen.
Neue Garagen für den "Puma"

Zudem sollen laut Bundesamt neue Büro-, Sanitäts-, Ausbildungs- und Lagergebäude errichtet werden. Außerdem ist geplant, neue Abstellflächen für Großkraftfahrzeuge einzurichten. Dabei geht es nach Informationen von MDR THÜRINGEN um besonders gesicherte Garagen für den neuen Schützenpanzer "Puma", mit dem das Bataillon ausgerüstet werden soll. Der "Puma" verfügt über eine sogenannte reaktive Panzerung. Diese besteht aus kleinen Platten, die vom Panzer abgesprengt werden können, um anfliegende Geschosse abzufangen. Weil hinter diesen Platten kleine Sprengstoffladungen angebracht sind, müssen die Panzer besonders gesichert abgestellt werden.
Das Panzergrenadierbataillon in Bad Salzungen wird nach Angaben von Kommandeur Oberstleutnant Rouven Werner Habel voraussichtlich ab 2024 mit den neuen Panzern ausgerüstet.
https://www.mdr.de/thueringen/west-thue ... en100.html


Neue Waffe gegen Panzer: Upgrade für den Marder (17. April 2018)

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In einer kurzen Zeremonie bei der Panzerlehrbrigade 9 in Munster hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBW) am 16. April dem Heer die Genehmigung zur Nutzung erteilt. Das Mehrrollenfähige Leichte Lenkflugkörpersystem (MELLS) ist damit ab sofort auf dem Schützenpanzer Marder im Einsatz.

Ersatz für MILAN

Mit einer Kampfreichweite von vier Kilometern ersetzt der Panzerabwehrlenkflugkörper den Vorgänger MILAN.
„In eineinhalb Jahren haben wir die Waffe mit allen notwendigen Tests auf den Marder angepasst, beschafft und installiert“, erklärt Brigadegeneral Thorsten Puschmann aus dem Rüstungsbereich der Bundeswehr. „Damit haben wir unser Ziel erreicht, den Marder in kürzester Zeit und bis zu seinem Nutzungsende 2025 zu einer echten Bedrohung für gegnerische Panzer zu machen.“

Prüfung weitere Upgrades

Zunächst werden 35 Marder ausgestattet, die im Rahmen der NATO Very High Readiness Joint Task Force eingesetzt werden sollen. Darüber hinaus, so Puschmann, werde vom Rüstungsbereich der Bundeswehr aber auch ein Upgrade der übrigen Marder und auch des Waffenträgers Wiesel untersucht, der derzeit noch das Panzerabwehrsystem TOW nutzt.
https://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde ... N8O52010O6


2018 Bericht - Information über die Entwicklung des Einzelplans 14 (Bundesministerium der Verteidigung) für die Haushaltsberatungen 2018 (22. Mai 2018)
Unter den Landsystemen des Heeres schnitt der Schützenpanzer PUMA in den Jahren 2016 und 2017 mit einer durchschnittlichen materiellen Einsatzbereitschaft von 48 % bzw. 43 % mit Abstand am schlechtesten ab. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich um ein neues Waffensystem in der Einführungsphase handelt. Zu den einsatzbereiten Waffensystemen zählt das BMVg auch die bedingt einsatzbereiten. Als bedingt einsatzbereit bewertet das BMVg den Schützenpanzer PUMA schon dann, wenn er für die konzeptionell einfachste Stufe, die Umschulung und Truppenausbildung in der Gruppe, genutzt werden kann. Um die volle Einsatzreife zu erlangen, müssen allerdings noch wichtige Systemkomponenten nachgerüstet werden. Darüber hinaus spricht das Heer von „fehlender Systemstabilität“ des Schützenpanzers PUMA, da er schon während der Ausbildung häufig ausfällt und die hohe Ausfallrate nicht auf eine bestimmte Fehlerquelle zurückzuführen ist.

Das BMVg erwartet die volle Einsatzreife des Schützenpanzers PUMA „nicht vor 2024“. Bis dahin kann er den vor über 40 Jahren eingeführten Schützenpanzer MARDER als Hauptwaffensystem der Panzergrenadiertruppe nicht ablösen. Vielmehr muss die Bundeswehr die beiden Waffensysteme aufwendig parallel betreiben. Technische Anpassungen des Schützenpanzers MARDER für mehr als 150 Mio. Euro sollen dabei sicherstellen, dass die Bundeswehr ihren inter-nationalen Verpflichtungen bis in die 2020er-Jahre nachkommen kann.

Der Bundesrechnungshof hat darauf hingewiesen, dass sich die Nachrüstung des Schützenpanzers PUMA nach den vorliegenden Vertragsentwürfen bis mindestens zum Jahr 2029 erstrecken wird. In der Vergangenheit kam es insbesondere zu technischen Problemen bei der Anpassung neuer Systemkomponenten. Die daraus resultierenden Probleme im Projektverlauf lassen nicht erwarten, dass künftige Anpassungen zeitgerecht umgesetzt werden können.

Die Bundeswehr sollte deshalb vorsorgen, falls sie den Schützenpanzer MARDER in größerem Umfang als bisher geplant über das Jahr 2024 hinaus einsetzen muss. Dazu gehört beispielsweise, die Ersatzteilversorgung sicherzustellen und damit eine weitere Nutzungsdauerverlängerung erst zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund ist es äußerst bedenklich, dass sich auch die Einsatzbereitschaft des Schützenpanzers MARDER von 77 % im Jahr 2015 auf 69 % im Jahr 2016 und schließlich 66 % im Jahr 2017 verschlechterte.
https://www.bundesrechnungshof.de/de/ve ... ungen-2018
Bundeswehr: Prototyp IFV Puma vorgestellt!

http://www.doppeladler.com/forum/viewto ... ?f=7&t=379
Zuletzt geändert von theoderich am So 28. Apr 2019, 21:24, insgesamt 1-mal geändert.

theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

Feuer frei bei 122: Letzter Schuss Marder – erster Schuss Puma

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Das Oberviechtacher Panzergrenadierbataillon 122 hat kürzlich auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr den Wechsel vom Schützenpanzer Marder zum Schützenpanzer Puma vollzogen.
Nach einer Mittagspause mit dem klassischen Bundeswehr-Eintopf ging es dann auf die Schießbahn zum ersten Schuss mit dem neuen Schützenpanzer Puma. Die ersten 14 Puma sind seit dem 25. April im Bataillon in Oberviechtach. Die Umschulung und Ausbildung der Besatzungen am Ausbildungszentrum Panzertruppen in Munster läuft seit Anfang des Jahres und wird nun unter Leitung der Oberviechtacher Panzergrenadiere fortgesetzt. Aus diesem Grund fand der erste Schuss des Schützenpanzers Puma während der momentan laufenden Richtschützenausbildung statt.
Eine weitere Neuheit gegenüber dem Marder ist das entkoppelte, hydropneumatische Stützrollenlaufwerk. Darüber hinaus befinden sich in den Laufwerksträgern die Hauptkraftstofftanks.
http://www.deutschesheer.de/portal/a/he ... RTKVMN1G45

theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

Gardemaß unerwünscht: Im neuen Schützenpanzer max. 1,84 Meter Körpergröße
Die künftigen Panzergrenadiere des Deutschen Heeres dürfen nicht größer als 184 Zentimeter sein – sonst passen sie nicht mehr in den neuen Schützenpanzer Puma. Der modernste Schützenpanzer der Welt (Darstellung Bundeswehr) ist wegen der Anforderungen an die Kompaktheit des Gefechtsfahrzeuges bei gleichzeitig möglichst hohem Schutz für die Besatzung so ausgelegt, dass im hinteren Kampfraum kein Platz für größere Soldatinnen und Soldaten zur Verfügung steht.

Das hat auch Konsequenzen für Panzergrenadiere, die bislang auf dem betagten – und innen größeren – Schützenpanzer Marder eingesetzt sind: Sie können den Wechsel zum Puma nicht mitmachen. Neue Panzergrenadiere werden von vornherein unter Berücksichtigung dieser Begrenzung für eine Verwendung in dieser Truppengattung ausgewählt.
https://augengeradeaus.net/2018/08/gard ... ergroesse/


Schützenpanzer Puma: Waffensystem, aber auch Arbeitsstätte

http://www.deutschesheer.de/portal/a/he ... RTKVMN1GO3



theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

Raubkatzen endlich da: Schützenpanzer Puma jetzt auch in Augustdorf

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Feierlich haben die Soldatinnen und Soldaten des Panzergrenadierbataillons 212 offiziell den Schützenpanzer Puma am Standort begrüßt. Am 17. Januar kamen die ersten Fahrzeuge in der Generalfeldmarschall Rommel Kaserne an.

Als fünfter Panzergrenadierverband des Deutschen Heeres wird das Augustdorfer Kampftruppenbataillon mit dem Nachfolgemodell für den Schützenpanzer Marder ausgestattet.
Der Puma ersetzt schrittweise bis 2020 im Panzergrenadierbataillon 212 das Vorgängermodell, den im Jahr 1972 eingeführten Schützenpanzer Marder. Derzeit hat der Verband elf Puma. Im kommenden Jahr werden es insgesamt 30 sein.
http://www.deutschesheer.de/portal/a/he ... QI33J22041

theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

Unterrichtung
durch den Wehrbeauftragten

Jahresbericht 2018 (60. Bericht)

Im Bereich des Heeres erhöhte sich die Gesamtzahl an Schützenpanzern PUMA bis Ende November 2018 auf 248 (Gesamtbestand Ende 2017: 176, davon durchschnittlich einsatzbereit 48).
Zur Aufgabenerfüllung benötigt das Heer aktuell auch eine entsprechende Stückzahl von modernen, einsatzfähigen
Schützenpanzern. Im letzten Jahresbericht wurde auf die Probleme bei Lieferung und Einsatzfähigkeit des Schützenpanzers PUMA hingewiesen. Nach Aussage des Ministeriums wird die volle Einsatzreife des Systems nach derzeitiger Planung voraussichtlich erst 2025 erreicht. Der Bundesrechnungshof stellt dagegen fest, die Nachrüstung des PUMA werde nach vorliegenden Vertragsentwürfen bis mindestens 2029 dauern. Technische Probleme bei
der Anpassung neuer Systemkomponenten ließen nicht erwarten, dass künftige Anpassungen zeitgerecht umgesetzt werden könnten.

Die Einsatzbereitschaft der Panzergrenadiertruppe beruht weiterhin auf dem vor über 40 Jahren eingeführten Hauptwaffensystem Schützenpanzer MARDER. Nutzungsdauerverlängerung und intensive Nutzung dieses Schützenpanzers bedingen nun häufige Ausfälle. Fehlende Ersatzteile schränken die Verfügbarkeit ein. Hinzu kommen Werkstattaufenthalte zur Kampfwertsteigerung, wie zum Beispiel eine Verbesserung des Minenschutzes.

Bisher sind das Panzergrenadierlehrbataillon 92 und die Panzergrenadierbataillone 33, 112 und 122 mit dem Schützenpanzer PUMA ausgestattet. Aktuell befindet sich das Panzergrenadierbataillon 212 in der Umrüstung. Die vollständige Ausstattung der genannten Bataillone soll nach Aussage des Verteidigungsministeriums bis 2021 abgeschlossen sein. Mittel- bis langfristig ist geplant, den Schützenpanzer MARDER durch den Schützenpanzer PUMA vollständig abzulösen. Die Panzergrenadierbataillone 371, 391, 401 und 411 stehen nach Mitteilung des Verteidigungsministeriums zu einem späteren Zeitpunkt für eine Umrüstung an.
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/072/1907200.pdf

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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

So sind 2019 unter anderem 67 Schützenpanzer PUMA, 51 Radpanzer BOXER, sieben Transportflugzeuge A400M und zehn Transporthubschrauber NH90 für die Auslieferung geplant.
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/agenda ... irkt-40928

theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »



Einen Puma mit demontierter Reaktivpanzerung habe ich noch nie gesehen.

theoderich
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Re: Bundeswehr: Schützenpanzer PUMA

Beitrag von theoderich »

9. Bericht des BMVgBundesministerium der Verteidigung zu Rüstungsangelegenheiten
Wesentliche Änderung seit der letzten Berichterstattung

Die Serienproduktion verläuft weiterhin stabil. Mit der Auslieferung von 72 Fahrzeugen im Jahr 2018 hat die Industrie ihre Prognose von 70 ausgelieferten Fahrzeugen übertroffen. Im Zuge dessen konnte die Differenz zwischen ausgelieferten und vertraglich vereinbarten Fahrzeugen um 14 Fahrzeuge gegenüber dem Stand 1. Januar 2017 reduziert werden. Die Industrieplanung sieht für das Jahr 2019 eine Auslieferung von insgesamt 67 Fahrzeugen vor.

Zur Steigerung der materiellen Einsatzbereitschaft wurden insbesondere in den Bereichen

- Steigerung der Systemstabilität,
- Beschaffung von Ersatzteilen,
- Auslieferung von Sonderwerkzeugen, Mess- und Prüfmitteln sowie
- Verbesserung der technischen Dokumentation (IETD)

entsprechende Maßnahmen ergriffen, die sich in diesem Jahr positiv auswirken werden.

Der SPz PUMA soll während der NATO-Verpflichtung "Very High Readiness Joint Task Force" (VJTF) im Jahr 2023 genutzt werden. Hierzu ist eine Fahigkeitserweiterung für insgesamt 41 SPz PUMA inkl. dem System "Infanterist der Zukunft - Erweitertes System" (IdZ-ES) erforderlich.
Mit Stand 01.05.2019 sind 280 Fahrzeuge, inklusive 8 Fahrschulfahrzeuge, ausgeliefert; gemäß aktuellem Vertrag hätten es zu diesem Zeitpunkt 305 Fahrzeuge sein müssen. Die Verzögerungen beim Serienzulauf begründen sich vor allem durch Qualitätsmängel bei Baugruppen, die bei der Inbetriebnahme und Endmontage aufgefallen sind. Dadurch hat sich der vertraglich vereinbarte Termin für das Ende der Auslieferung um insgesamt sechs Monate verschoben. Das Ende der Auslieferung ist weiterhin im Jahr 2020 geplant.
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/9-beri ... iten-54336


German Army performs European SPIKE firing campaign


June 3, 2019 The German army has finalized its annual training in firing of Rafael’s SPIKE LR ATGM missile (also named MELLS in Germany). The firing was performed in Germany under adverse weather conditions, and included the firing of as many as 54 live SPIKE LR missiles by German Army gunners from the new SPIKE ICLU launchers (Integrated Control Lunch Unit), which includes a new digital user interface.

During the training, German personnel launched SPIKE LR missiles in complex firing scenarios, including engagements in BLOS (Beyond-Line-of-Sight: targets hidden behind cover), retargeting midflight scenarios, firing in total darkness in IR (infrared) mode, as well as firing in day mode under harsh conditions of intense rain and strong winds. Both launchers and gunners performed flawlessly and all 54 missiles hit their targets successfully.
https://www.rafael.co.il/press/german-a ... -campaign/

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