ÖBH-Hubschrauber-Piloten und ÖAMTC

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thomas
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Re: ÖBH-Hubschrauber-Piloten und ÖAMTC

Beitrag von thomas » Mi 23. Jan 2019, 20:12

Diese Auslandseinsätze(ausgenommen die Trainingsmissionen) sollte man schnellstens beenden, so etwas kann man sich leisten wenn man aus dem vollen schöpfen kann, materiell wie personell, aber nicht wenn man aus dem letzten Loch pfeift wie das ÖBH.
Zudem werden auch noch die wertvollen Restflugstunden der ohnehin völlig überalterten Heli Flotte verflogen, diese werden hierzulande dringender gebraucht, wie man gerade aktuell gesehen hat, und die nächsten Hochwasser und Waldbrand Einsätze werden nicht lange auf sich warten lassen.
Für eine gewisse Zeit sind solche Auslandsmissionen durchaus ok. aber nicht Jahrzehntelang, wie am Balkan dort herumzufliegen.

theoderich
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Re: ÖBH-Hubschrauber-Piloten und ÖAMTC

Beitrag von theoderich » Mi 23. Jan 2019, 21:13

thomas hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 20:12
Für eine gewisse Zeit sind solche Auslandsmissionen durchaus ok. aber nicht Jahrzehntelang, wie am Balkan dort herumzufliegen.
Weißt Du wie viele Hubschrauber Österreich momentan im Auslandseinsatz hat? Genau fünf Stück bei EUFOR ALTHEA, davon zwei Stück als Reserve (2+1 Al-3; 1+1 AB-212). Parallel wird ein einzelner S-70 mit 72 h "Notice to Move" (NTM) in Langenlebarn bereitgehalten.

https://www.truppendienst.com/themen/ak ... tegorie/2/

Wir sprechen also von derzeit maximal sechs Hubschraubern, bei einer Flotte von dzt. noch 65 Helikoptern (9 S-70, 23 AB-212, 10 OH-58, 23 Al-3). Das sind ca. 9 % der Gesamtflotte.

In Bosnien war man 2006 und 2010 bis 2017 mit Al-3, 2009 bis 2011 mit S-70 und 2011 bis 2013 mit AB-212 beteiligt, im Kosovo war man zwischen 2003 und 2008 (AB-212) und zwischen 2008 und 2011 mit insgesamt maximal vier Hubschraubern (2 S-70 + 2 Al-3; 4 AB-212) aktiv.
Zuletzt geändert von theoderich am Mi 23. Jan 2019, 21:42, insgesamt 4-mal geändert.

Acipenser
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Re: ÖBH-Hubschrauber-Piloten und ÖAMTC

Beitrag von Acipenser » Mi 23. Jan 2019, 21:25

Eine "Abwanderung" von ÖBH Piloten in die Privatwirtschaft hat es immer schon gegeben, für viele ist das bei Eintritt und Verpflichtung über Jahre schon eine Option die auch das ÖBH weis und damit kalkuliert. Das Problem in Zukunft ist jedoch die Pensionierungswelle die neben Polizei auch das Bundesheer treffen wird und damit auch Piloten und Techniker. Daher muss man hier einen weiteren Schwerpunkt bei den Fliegerschulen Lale und Zeltweg setzen, nicht zuletzt auch bei der Stellungskommision.
Daher wäre ein höheres Regelbudget für abgesicherte Pilotenausbildung und Aufwuchs dringend nötig, wie auch für andere Teile der Streitkräfte. Eine wichtige Aufgabe für den nächsten Airchief!
Daher auch die Forderung einer ersten Beschaffungswelle 12 leichte Mehrzweckhubschrauber plus 6 dringend benötigter Schulungshubschrauber selben Typs.
Auslandseinsätze sind für die meisten (jüngeren) Piloten eine durchaus beliebte Abwechslung zum Tagesgeschäft und sollten hier nicht in Abrede gestellt werden. Sie dienen auch der Sicherheit Österreichs und sollen ein Vakuum auffüllen das die Auflösung der yugoslawischen Volksarmee hinterlassen hat. Gerade in Bosnien sind tausende IS Kämpfer oder Anhänger die langfristig Gefahr entwickeln können. Ein Rückzug aus den Gebieten wäre ein Problem.
Österreich hat vor Jahren abziehende Einheiten wie Belgier ersetzt und tat dies gern als Ausgleich zum Abzug vom Golan.

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