Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

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theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich » Di 29. Okt 2019, 22:07

Acipenser hat geschrieben:
Di 29. Okt 2019, 21:25
Der Geist der mich zu diese Thema getrieben hat ist doch der, das unsere Piloten bei der LRÜ im schlimmsten Fall auf einen kampferprobten Piloten stoßen könnten und nur wenn diese auch mit kampferprobten Piloten zuvor trainiert haben die Chance haben die jeweilige Lage richtig einzuschätzen. Wäre also zu unseren nutzen bei solchen Übungen teilzunehmen.
Da hast Du auch recht. Nur behauptet man einfach, dass österreichische Piloten nie in die Situation kommen werden, einen Luftkampf führen zu müssen - weder heute noch in 40 Jahren. Und dass die österreichischen EF sowieso nur Fotos machen, wozu sie auch keine Bewaffnung oder sonstige Ausstattung benötigen. Und weil ja auch die Beweisführung für Luftraumverletzungen "sinnlos" ist, braucht man auch keinen EF. Wenn schon, soll das eben die NATO gratis übernehmen ...

Acipenser
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Acipenser » Di 29. Okt 2019, 22:21

man könnte sagen das in der Jugo Krise ein Volksarmeepilot mit seiner MIG es bis nach Klagenfurt geschafft hat und wir nur glück hatten das er nicht böses in Sinn hatte. Die anderen Überflieger die über Kasernen in Raum Fehring, Feldbach und Graz nur Foto"Ausflüge" gemacht haben schossen ja auch nur Fotos, auch unser Glück. Wie lang wollen wir unser Glück noch strapazieren?
In Zeiten wo Trump die Zerschlagung von IS feiert und noch 10000 Kämpfer zwischen Nordafrika und Afganistan nur auf ein zweites 9-11 warten?
Ich warte nur mehr auf die Rückmeldung, dass so manche internationale Organisation Wien und Österreich den Rücken kehrt weil das Österr. Bundesheer und die LRÜ nicht mehr besteht? Wann ruft bitte der UNO General beim grünen Präsidenten an und fragt ob Wien noch Sicher ist ohne funktionierender Landesverteidigung, wir werdens erleben!

Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin » Mi 30. Okt 2019, 04:22

Acipenser hat geschrieben:
Di 29. Okt 2019, 22:21

In Zeiten wo Trump die Zerschlagung von IS feiert und noch 10000 Kämpfer zwischen Nordafrika und Afganistan nur auf ein zweites 9-11 warten?
Ich warte nur mehr auf die Rückmeldung, dass so manche internationale Organisation Wien und Österreich den Rücken kehrt weil das Österr. Bundesheer und die LRÜ nicht mehr besteht? Wann ruft bitte der UNO General beim grünen Präsidenten an und fragt ob Wien noch Sicher ist ohne funktionierender Landesverteidigung, wir werdens erleben!
Richtig bin der selben Meinung. Alle Luftwaffen der westlichen Welt haben ihre Alarmrotte(n) wieder auf 24/7 erhöht oder arbeiten gerade an dem Projekt (Schweiz). Außer in Österreich wo man 24/7 auf dem Papier bis 2024 realisieren will aber man zu diesem Zeitpunkt nicht ansatzweise das nötige Personal zur Verfügung haben wird.
Noch dazu wie angesprochen wird es in Zukunft keine Großereignisse mehr geben. Alleine im letzten Jahr wo Österreich den EU Vorsitz hatte mussten die EF bis teils Mitternacht in der Luft bleiben weil es international vorgeschrieben ist bei solchen EU Gipfel oder sonstigen einen Luftschirm zu stellen. Das kapiere ich nicht vom Kurz. Der müsste es als ehemaliger Außenminister eigentlich wissen wie solche Gipfeln ablaufen.

Dr4ven
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Dr4ven » Mi 30. Okt 2019, 08:15

Ein paar Dinge.

Österreich könnte nie bei Übungen wie Blue Flag aktiv mitmachen, ausser als Zielobjekt bzw. Aggressor, da der EF nicht über die Bibliotheken und die Freigaben im MIDS/LINK16 verfügt, das bleibt nach wie vor den NATO Staaten vorbehalten.
Bei den Meetings zu solchen Übungen heissts dann immer: "Austria please leave the room."

Kurz hatte vor alles auszulagern.
Er wurde dann informiert, dass das nicht geht, weiss also Bescheid warum man die aktive LRÜ nicht auslagern kann, da kein Nachbarstaat Interesse daran und Slowenien ohnehin nichts vorzuweisen hat.
Alleine schon die Tatsache, dass er das wollte, sagt doch alles aus.
Ich zumindest werde aus dem Typen nicht schlau, noch dazu weil er immer derjenige war, der internationale Konferenzen wie die Syrien oder Iran Gespräche, sowie die USA-Russland Konferenz im Frühjahr 2019 forcierte.

Das Ausland beobachtet genau, was hier vor sich geht, ich warte ehrlich gesagt auch darauf, dass ihm die UN, OSZE und OPEC auf die Finger klopft und den Abzug aus Wien androht.
Dazu kommen ja auch die wegfallenden grossen Sportereignisse, man dürfte sich zB auch nie mehr für Olympische Spiele auch nur bewerben, ausser man redet ihm ein, dass das auch mit der PC-7 und den OH-58 funktioniert.

Dass derzeit alle von einem Grünen VM Alpträume haben, ist nachvollziehbar, aber mit dem Blick auf den Balkan, Griechenland und Italien, denke ich dass es nicht so weit kommen wird, da beide Parteien nur verlieren können.

Allerdings würde ich es mir mittlerweile für die Bevölkerung wünschen - verdient hätte man es allemal, die Leute sollen ruhig einmal erleben, was passiert wenn Opportunisten auf der einen und Marxisten auf der anderen Seite etwas zu sagen haben.

Dr4ven
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Dr4ven » Do 31. Okt 2019, 12:10

Es gibt einen simplen Grund,warum Kunasek kein Geld bekam und die Entscheidung über die LRÜ verschoben wurde.

Die Regierungsvereinbarung zwischen Strache und Kurz war, dass zuerst das BMI und das Nulldefizit dran ist, dann erst ab 2021 das BMLV.
Kunasek hatte das zur Kenntnis zu nehmen und hat das auch genauso nach aussen kommuniziert, ihm blieb also nichts Anderes mehr übrig, als mit den Sicherheitsinseln und Verträgen die noch unter Doskozil ausverhandelt wurden, medial hausieren zu gehen, fertig.
Man sieht also, dass man Kunasek hier Unrecht tut, ohne Ibiza hätte er 2021 mehr Geld bekommen und dieses Problem heute nicht. Wenn man auf dem ideologischen Auge faktenblind ist, sollte man ab und an eventuell seinen Mund halten.

Mittlerweile sieht es noch schlechter aus, weil erstens die heldenhafte Übergangsregierung durch das sog. freie Spiel der Kräfte im Parlament das Nulldefizit mit 5 Mrd. torpedierte, die Wirtschaft bereits abflaut, es dadurch 2020 ein Defizit geben wird und die kommende Regierung ohnehin kein Interesse am ehrlichen Schutz der Bevölkerung hat.

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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich » Do 31. Okt 2019, 18:20

Dr4ven hat geschrieben:
Do 31. Okt 2019, 12:10
Man sieht also, dass man Kunasek hier Unrecht tut, ohne Ibiza hätte er 2021 mehr Geld bekommen und dieses Problem heute nicht.
Dem widersprechen aber die Vorgaben aus dem BFRG 2019-2022. Sowohl 2021, als auch 2022 wäre ganz massiv gekürzt worden, mit einem Minus von weiteren 163,44 Mio. EUR innerhalb von zwei Jahren (Hervorgerufen vor allem durch bestehende Vorbelastungen.).

Nicht so stark wie 2019 und 2020 (- 591,94 Mio. EUR), aber doch in einem Ausmaß, der dem BMLV auf jeden Fall das Genick gebrochen hätte:

viewtopic.php?p=6123#p6123
Dr4ven hat geschrieben:
Do 31. Okt 2019, 12:10
weil erstens die heldenhafte Übergangsregierung durch das sog. freie Spiel der Kräfte im Parlament das Nulldefizit mit 5 Mrd. torpedierte
Die im Nationalrat vertretenen Parteien - nicht die Übergangsregierung!

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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman » Fr 1. Nov 2019, 09:28

Angenmommen die Grünen kommen wirklich in die Regierung:
Die Grünen sind ja bekanntlich auch keine Freunde des EF, was passiert dann?
Laut Kogler in der Elefantenrunde/ORF sind die Koalitionsverhandlungen mit Schüssel anscheinend wegen des EF gescheitert, ihm wäre eine Lösung mit Gebrauchtmaschinen lieber. Also LRÜ ja, aber möglichst billig.
Vom Kurz kennt man außer wolkigen Formulierungen dazu gar nichts, bzw. wurde das Thema möglichst vor sich hergeschoben.

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich » Fr 1. Nov 2019, 11:45

iceman hat geschrieben:
Fr 1. Nov 2019, 09:28
ihm wäre eine Lösung mit Gebrauchtmaschinen lieber. Also LRÜ ja, aber möglichst billig.
Er hat den Terminus "mit Gebrauchtflugzeugen und Kooperationen" verwendet. Das kann z.B. auch heißen, dass Österreich 40-50 Jahre alte gebrauchte SK-60, L-39 oder C-101 beschafft und die Überschallkomponente soll "irgendjemand anderes gratis übernehmen".

viewtopic.php?p=8342#p8342

Ich rechne damit, dass man die Luftstreitkräfte vor die Wahl stellt: Entweder ihr gebt die Düsenkomponente auf und verkauft die Fliegerhorste Zeltweg und Hörsching an private Investoren - oder ihr stellt den Eurofighter ab und führt eine Nutzungsdauerverlängerung der Saab-105OE bis 2040 durch. Diese Nutzungsdauerverlängerung wäre mit der Auflösung der Waffengattungen Panzer, Panzergrenadiere, Artillerie und Jäger gegenzufinanzieren.

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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman » Fr 1. Nov 2019, 18:24

Die Auflösung von Panzern und Artillerie wird sowieso kommen. Mit den Hinweis zur Budgetkonsidilisierung wird es kein höheres Budget gegen. Somit werden diese Systeme ersatzlos auslaufen.
Bei der LRÜ ist es ein Unterschied vor der Wahl bzw. Regierungsverantwortung zu übernehmen.
Die Saab wird ersatzlos auslaufen und Ausbildung und Training in Italien zugekauft, Stichwort Budget.
Der EF wird bei möglichen Koalitionsverhandlungen nicht das Zünglein an der Waage sein, evt. bekommt er neue Transponder und ein Mini-upgrade. Wenn die Mistral auch noch wegfällt wäre Ö dann komplett schutzlos/oben ohne. Vielleicht kann man damit den Weiterbetrieb begründen.

Dr4ven
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Dr4ven » Do 7. Nov 2019, 12:12

theoderich hat geschrieben:
Do 31. Okt 2019, 18:20
Dr4ven hat geschrieben:
Do 31. Okt 2019, 12:10
Man sieht also, dass man Kunasek hier Unrecht tut, ohne Ibiza hätte er 2021 mehr Geld bekommen und dieses Problem heute nicht.
Dem widersprechen aber die Vorgaben aus dem BFRG 2019-2022. Sowohl 2021, als auch 2022 wäre ganz massiv gekürzt worden, mit einem Minus von weiteren 163,44 Mio. EUR innerhalb von zwei Jahren (Hervorgerufen vor allem durch bestehende Vorbelastungen.).

Nicht so stark wie 2019 und 2020 (- 591,94 Mio. EUR), aber doch in einem Ausmaß, der dem BMLV auf jeden Fall das Genick gebrochen hätte:

viewtopic.php?p=6123#p6123
Dr4ven hat geschrieben:
Do 31. Okt 2019, 12:10
weil erstens die heldenhafte Übergangsregierung durch das sog. freie Spiel der Kräfte im Parlament das Nulldefizit mit 5 Mrd. torpedierte
Die im Nationalrat vertretenen Parteien - nicht die Übergangsregierung!
Danke für das Korrigieren Zwecks dem Nationalrat.

Ich glaube mich aber erinnern zu können, dass in der 2. Hälfte der Legislaturperiode sehr wohl eine Erhöhung des BMLV Budgets geplant war.
Man hatte sich ja auch zur ULV bekannt. Gut, was heisst das heute schon.

Laut aktuellen Berichten scheint es so, als würde niemand das BMLV wollen, die Marxisten bekommen wohl Verkehr, Integration und Soziales plus 1 Staatssekretär.
Das wird ein böses Erwachen für so Einige werden.

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