Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Flächenflugzeuge, Hubschrauber, Großgerät, Fliegerhorste, ...
Maschin
Beiträge: 284
Registriert: Di 29. Mai 2018, 22:53

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin »

opticartini hat geschrieben:
So 23. Feb 2020, 20:07

Gewünscht ist Luftpolizei (nicht Luftkrieg) und so ist der Eurofighter ausgestattet: Nicht als Elitesoldat, sondern als Streifenpolizist.
Witzigerweise war Selbstschutz bei Doskozils und Kunaseks LRÜ Kommission ein Muss (wie 2002 DASS und PIRATE) und witzigerweise auch ein Grund warum der EF abgestellt werden soll. Also ist eine Politische Forderung. Oder glaubst du in allen Ernstes wenn der Schwachsinn der Neubeschaffung tatsächlich stattfindet das auch eine Gripen oder F-16 „Tannatisiert“ wird um dann zu wieder es selbe Theater zu haben weil das und das nicht vorhanden ist? Eher nicht.

Und zwecks Leasing. Woher will man das Personal hernehmen wenn man dann wahrscheinlich für paar Jahre eine zweite Schiene fahren muss inkl Umbau der Infrastruktur in Zeltweg? Und was ist mit dem neuen Trainer? Nein das ganze ist ein dummes politisches Theater was nur auf dem Rücken des Personals und zu schaden der Republik ausgetragen wird.

iceman
Beiträge: 854
Registriert: Do 17. Mai 2018, 21:05

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

Man wird sicher nicht beides, neue Abfangjäger und Trainingsjets, beschaffen. Eher gar nichts.

theoderich
Beiträge: 5512
Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

DER hat in der aktuell laufenden Desinformationskampagne gerade noch gefehlt:

Darabos zu Ministerin Tanner: "Das ist eine politische Volte"

https://kurier.at/politik/inland/darabo ... /400765398

opticartini
Beiträge: 274
Registriert: So 14. Okt 2018, 14:36

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

theoderich hat geschrieben:
Mo 24. Feb 2020, 16:50
Eurofighter: NEOS fordert Pilnacek-Suspendierung

https://orf.at//#/stories/3155486/

Die Ideen der politischen Parteien werden von Tag zu Tag wahnsinniger.
Das mit den Unterschalljets ist eigentlich nur dieser Stögmüller, der wird momentan von den Boulevardmedien gerne genüsslich zitiert, weil es eine schöne Schlagzeile gibt ("Das Aus für die Eurofighter.")
iceman hat geschrieben:
Mi 26. Feb 2020, 12:04
Man wird sicher nicht beides, neue Abfangjäger und Trainingsjets, beschaffen. Eher gar nichts.
Also wenn man Folgendes bewirken könnte, wäre das schon ein Wunder:

1) Sicherstellung des Weiterbetriebs der Eurofighters.
Wenn man die Anschaffungskosten des Eurofighters berücksichtigt, kann man daraus durchaus ein Argument machen, warum man die NICHT nach nur 13 Jahren abstellen sollte.

2) Kauf einer Staffel M-346, idealerweise zumindest ein paar mit dem Onboard-Radar. Diese können einige Aufgaben des Eurofighters günstiger übernehmen.

Das könnte man langfristig als vernünftigste und kostengünstigste Lösung sehen: Die Eurofighter sind schon bezahlt, die betreibt man mit minimalen Stunden, um die Betriebskosten niedrig zu halten und die Lebensdauer möglichst zu strecken. Und die M-346 kommen zur Ausbildung und laufendem Training und in den Fällen zum Einsatz, wo man zwar auch den Eurofighter nehmen könnte, aber nicht unbedingt muss (z. B. Patrouillenflüge).

theoderich
Beiträge: 5512
Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Man müsste sich aber auch die Frage stellen, ob man nicht über den eigenen Schatten springen und ein paar gebrauchte Eurofighter-Doppelsitzer für die Phase V der Pilotenausbildung und als zusätzliche Ressource für die aktive LRÜ anschaffen sollte? Die Auslagerung nach Deutschland kostet das BMLV immerhin zwischen 5 und 11 Mio. EUR pro Jahr. Für nur zwei in Ausbildung stehende Piloten und 22-24 h/Pilot (Der Bedarf liegt bei 1,5 Piloten pro Jahr. Die Ausbildung eines Piloten kostet ca. 6 Mio. EUR!).
Ich vermute mit eigenen Doppelsitzern könnte man zwischen 20 und 30 % der Kosten dieser Auslagerung einsparen.

Nur wird es das unter dieser Bundesregierung niemals geben. "Effizienz" bedeutet für diese Leute, dass die aktive LRÜ zwischen "fast nichts" und "nichts" kosten darf. Und Investitionen in die aktive LRÜ werden seit Jahrzehnten gescheut, "wie der Teufel das Weihwasser".
opticartini hat geschrieben:
Mi 26. Feb 2020, 23:15
Wenn man die Anschaffungskosten des Eurofighters berücksichtigt, kann man daraus durchaus ein Argument machen, warum man die NICHT nach nur 13 Jahren abstellen sollte.
Wenn die Bundesregierung das Ziel verfolgt, das Bundesheer zur Selbstauflösung zu zwingen, braucht sie "nur" die Außerdienststellung des Eurofighter und die Anschaffung neuer Kampfflugzeuge zu beschließen. Der parallele Betrieb von zwei Mustern und die Einführungsphase würden dem Heer in sämtlichen Bereichen das Genick brechen, weil zur Finanzierung der Flugzeuge an allen Ecken und Enden gespart werden müsste.

opticartini
Beiträge: 274
Registriert: So 14. Okt 2018, 14:36

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

Wenn Deutschland jetzt die Tranche 1 Eurofighter abstellt - dann würden österreichische Piloten dort auf Tranche 2 ausgebildet werden und dann aber die T1 fliegen?

Ich denke es sollte möglich sein, dass man sich die Doppelsitzer-Ausbildung im Einsatzmuster spart. M-346 ist speziell auf die Ausbildung hinsichtlich Eurofighter konzipiert, das heißt z. B. das Fliegen von fortgeschrittenen Manövern, taktisches Training und die Bedienung der Systeme kann man damit machen. Die Spezialisierung auf den Eurofighter beschränkt sich dann noch auf das Trainieren von Bewegungsabläufen im EF-Cockpit und das kann man auch im Simulator machen.

Also quasi: M-346 => EF Simulator => Eurofighter (Einsitzer)

Für die F-35 gibts auch keine Doppelsitzer und deren Piloten haben ein größeres Einsatzspektrum und einen noch komplexeren Flieger als österreichische Piloten. Dieses Konzept eines Zweisitzers für Ausbildungszwecke gehört durch high-performance Trainer und immer besseren Simulatoren sowieso der Vergangenheit an.

Also: Die Investition in high-performance Trainerjets und ev. Simulatoren wäre sinnvoller, zukunftsträchtiger und "kosteneffizienter" als der Betrieb von Eurofighter-Doppelsitzern. (am besten wäre beides aber das ist noch viel weniger realistisch).

Maschin
Beiträge: 284
Registriert: Di 29. Mai 2018, 22:53

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin »

opticartini hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 19:32
Wenn Deutschland jetzt die Tranche 1 Eurofighter abstellt - dann würden österreichische Piloten dort auf Tranche 2 ausgebildet werden und dann aber die T1 fliegen?
Alle vier Deutschen EF Geschwader fliegen T1-T3 gemischt. Da gibt es keine Trennung. So fliegen auch in Laage die Twins bunt gemischt.

theoderich
Beiträge: 5512
Registriert: So 29. Apr 2018, 18:13

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

opticartini hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 19:32
Für die F-35 gibts auch keine Doppelsitzer und deren Piloten haben ein größeres Einsatzspektrum und einen noch komplexeren Flieger als österreichische Piloten.
Die F-35 und die F-22 sind die einzigen im Einsatz befindlichen Flugzeuge weltweit, für die es keine Doppelsitzer gibt! Das wird aber durch deutlich mehr Simulatortraining ausgeglichen. 1996 ist die zweisitzige F-22B gestrichen worden.

2002 wurde der USAF von Lockheed eine zweisitzige FB-22 (USAF is offered 'Strike Raptor') als leichter Bomber angeboten:
  • The Raptor as Bomber
    Two in the Cockpit

    Lockheed believes the Air Force will want a two-seat FB-22. The second seat would accommodate a second pilot, who could relieve the front seater on long missions—the aircraft could be flying 15 hours or more—or take up additional duties with targeting. Lockheed did Basic work on a two-seat F/A-22 early in the program, before the second-seat option was canceled to save money, so elaborate stealth refinement of an extended forward fuselage will not be necessary.
    https://www.airforcemag.com/PDF/Magazin ... raptor.pdf
Das Ausbildungskonzept für die F-35 kann man nicht mit der Situation in Österreich vergleichen. Der Joint Strike Fighter ist quasi ein fliegender Simulator, ähnlich der Pilatus PC-21:
opticartini hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 19:32
Dieses Konzept eines Zweisitzers für Ausbildungszwecke gehört durch high-performance Trainer und immer besseren Simulatoren sowieso der Vergangenheit an.
Deshalb betreiben Luftwaffen in ganz Europa sowohl Advanced Jet Trainer, als auch doppelsitzige Kampfflugzeuge für die Ausbildung. Brasilien hat zu den 28 JAS-39E auch acht JAS-39F bestellt. Weil "dieses Konzept für Ausbildungszwecke […] sowieso der Vergangenheit" angehört ...

Maschin
Beiträge: 284
Registriert: Di 29. Mai 2018, 22:53

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin »

theoderich hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 21:07


Die F-35 und die F-22 sind die einzigen im Einsatz befindlichen Flugzeuge weltweit, für die es keine Doppelsitzer gibt!

Das Ausbildungskonzept für die F-35 kann man nicht mit der Situation in Österreich vergleichen. Der Joint Strike Fighter ist quasi ein fliegender Simulator, ähnlich der Pilatus PC-21:
Es gibt noch die Suchoi SU-57 und die Chengdu J-20 was als Single Kampfjets operieren. Von der J-20 gibt es aber Gerüchte das ein Twin in der Entwicklung ist weil der Umstieg sehr komplex ist. Bei der F-35 gibt es ein ganzes Simulatoren System und ist auch sehr komplex das ganze System weshalb sich viele Länder entschieden haben die Ausbildung auch in Zukunft auf der Luke AB zu betreiben.
Es gab einmal eine Studie der Briten wo man direkt von der Hawk T2 über den Basic/Full Mission Simulator auf den EF umsteigt. Wurde wieder gestrichen. So bleiben ca 10 Twins im Bestand der RAF. Wird schon seinen Grund haben.
Für uns wäre es natürlich von Vorteil Betreff der Planungen für erweiterte LRÜ und der Phase 5 aber auch wenn Piloten länger nicht geflogen sind und zur Auffrischung wieder nach Laage müssen. Aber das Ganze kann man als Planungen zu den Akten legen. Leider

opticartini
Beiträge: 274
Registriert: So 14. Okt 2018, 14:36

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

Die Zukunft gehört definitiv high-performance Trainern in Verbindung mit Simulatoren. Genau zu diesem Zweck gibt es überhaupt Maschinen wie M-346 oder T-X. Das Fliegerische wird mit diesen Trainern gelernt, alles andere am Simulator, der im Vergleich zu einer echten Maschine deutlich kosteneffizienter ist.

Die potentesten NATO-Staaten und weitere amerikanische Verbündete weltweit werden die F-35 betreiben, schon allein daraus folgt obiges.

Maschin hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 20:53
Alle vier Deutschen EF Geschwader fliegen T1-T3 gemischt. Da gibt es keine Trennung. So fliegen auch in Laage die Twins bunt gemischt.
Laut Medienberichten (siehe weiter vorne) wird Deutschland seine Tranche 1 nicht weiterbetreiben. Aber wenn ohnehin kein Unterschied besteht, also man auf T2/T3 auch die Qualifikation für T1 machen kann, dann ist dieser Teil der Ausbildung ohnehin nicht in Gefahr.

Antworten