Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Flächenflugzeuge, Hubschrauber, Großgerät, Fliegerhorste, ...
Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin »

theoderich hat geschrieben:
Fr 21. Feb 2020, 00:00

Wegen der Lieferverzögerungen hätte die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH eine nicht unbeträchtliche Pönale an Österreich zahlen müssen. Durch den Vergleich des damaligen Ministers Darabos mit seinem Verzicht auf Tranche 2 Block 8 und die Akzeptanz gebrauchter Flugzeuge, ist auch auch die Verpflichtung zur Entrichtung der Strafzahlung entfallen.
So ist es. AS010 hatte als erster T2 Flieger am 08.07 2008 den Erstflug und der letzte Ösi AS015 am 17.03 2010!
Airbus hätte nicht nur eine hohe Pönale zahlen sondern bis zur Lieferung der T2 Maschinen die Übergangslösung für die LRÜ bezahlen müssen.
Weiters hätte man die sechs T1 Flieger ersetzen und neue T2 auf den Hof stellen müssen.
Aber dankend ist Darabos gekommen und hat so Airbus vor einem wirklichen Mrd Desaster gerettet. Irgendwie lustig wenn’s net so traurig wäre.

iceman
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

Genau deswegen hätte man die Finger davon lassen sollen:
Lieferung von T1, späterer Tausch/Umrüstung auf T2, Pönale...
Was hätte Airbus das gebracht? Die Auftragsbücher waren mit D, ES, IT und GB schon voll. Und bei 18 EF wäre es nochmal teurer für Airbus geworden.
Oder Ö hat imgrunde gut verhandelt, bis...
Das kommt eben heraus, wenn ein Unwissender aus politischen Gehorsam mit einem Konzern über T1, T2, Block 5-8 verhandelt.
Bei einem Vergleich mit Saab hätte es statt 18 Gripen C nur 15 Gripen C gegeben, was anderes gab es ja nicht....

öbh
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von öbh »

ich vertrete trotzdem die Meinung, dass bei jeder Typenentscheidung durch ÖVP/FPÖ die SPÖ und Grünen über die jeweilige Type hergefallen wären. Es ging der damaligen Opposition nicht um die Type selbst und welche Kosten dieser Typ verursacht, sondern nur mit dem Hass auf die ÖVP/FPÖ-Regierung, die SPÖ war traumatisiert auf einmal die Oppositionsrolle einnehmen zu müssen.

Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin »

öbh hat geschrieben:
Fr 21. Feb 2020, 01:04
ich vertrete trotzdem die Meinung, dass bei jeder Typenentscheidung durch ÖVP/FPÖ die SPÖ und Grünen über die jeweilige Type hergefallen wären. Es ging der damaligen Opposition nicht um die Type selbst und welche Kosten dieser Typ verursacht, sondern nur mit dem Hass auf die ÖVP/FPÖ-Regierung, die SPÖ war traumatisiert auf einmal die Oppositionsrolle einnehmen zu müssen.
Nicht nur der Hass auf ÖVP/FPÖ sondern ein allgemeines Bundesheer Problem was diese Partei schon seit den 30er begleitet.
Und ja damals hat der linke Flügel unter Gusenbauer die Macht übernommen. Gusi war ja selbst mit den ganzen Konsorten (Kostelka, Cap, Bures) in den 80er gegen den Draken auch auf der Straße. Die waren gegen alles was mit Waffen zu tun hatte und sind es bis dato noch immer. Also da hast schon recht das die damals gegen Abfangjäger egal welchen Typ aufgetreten sind.

iceman
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

Die SPÖ hat ja beim Black Hawk auch geglaubt, es handle sich um einen Kampfhubschrauber....

forumla1express
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von forumla1express »

Allerdings muss man schon zugeben, dass unabhängig von der Parteifarbe alles Dilettanten am Werkt sind, beziehungsweise in den vorderen Reihen bzgl. BH. Ich frage mich ehrlich immer wieder wenn ich Diskussionen zum Thema verfolge, wieso nicht einmal jemand egal welcher Parteifarbe sachlich das Thema erklärt.

Denn dann kommen wir ganz schnell zu dem Schluss, dass es eine aktive Komponente der LRÜ unbedingt braucht wenn wir nicht auf jegliche Konferenzen und Großveranstaltungen verzichten wollen und überdies noch einem Nato-Staat Geld zahlen dürfen, damit er die LRÜ mit übernimmt. Außerdem, dass Leasing-Varianten teurer sind als der Betrieb abbezahlter Flugzeuge...für einen durchschnittlichen Bürger anhand eines Autokaufs bzw. Leasings locker erklärbar. Weiters, dass Helikopter aufgrund der Topographie in Österreich absolut unabdingbar sind und keine Lufttaxis für Offiziere darstellen etc.
Wenn man das sachlich darstellen würde, zugleich Vergleiche mit anderen (neutralen) Ländern anführen würde und die Kosten, die für die Neutralität eben mal zwingend nötig sind mit anderen Dingen vergleicht (Buwog, Parteienförderung, ÖGK, etc. ...), dann könnte man 99 % der populistischen Aussagen schon mal den Wind aus den Segeln nehmen.

cliffhanger
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von cliffhanger »

So wie sich unsere gewählten Volksvertreter aufführen, wäre es ev. wirklich besser die Verantwortung für die LRÜ an die Nato zu übergeben. (teuerste variante, aber für den Ernstfall sicher besser ...)

Auf der anderen Seite, vielleicht lernen die gerade dazu.
Finde ich nicht schlecht das man sich im Sinne der Transparenz z.B. plötzlich gemeinsam mit dem Präsidenten der Finanzprokuratur vor die Presse stellt....bis vor kurzem wußten 90% der Österreicher gar nicht das dieses wichtige Amt überhaupt gibt.
Auch das öffentliche einbeziehen aller Wehrsprecher in die neuesten Vorgänge seh ich als positiv....

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

cliffhanger hat geschrieben:
Fr 21. Feb 2020, 15:30
Finde ich nicht schlecht das man sich im Sinne der Transparenz z.B. plötzlich gemeinsam mit dem Präsidenten der Finanzprokuratur vor die Presse stellt....bis vor kurzem wußten 90% der Österreicher gar nicht das dieses wichtige Amt überhaupt gibt.
cliffhanger hat geschrieben:
Fr 21. Feb 2020, 15:30
Auch das öffentliche einbeziehen aller Wehrsprecher in die neuesten Vorgänge seh ich als positiv....
Das hat absolut nichts mit "Transparenz" zu tun, sondern es ist bloßer Aktionismus. Positiver Nebeneffekt für die Parteien: Sie können sich mit Hinweis auf den selbst angezettelten Rechtsstreit zurücklehnen, weiterhin nichts tun und zusehen, wie ein Großteil der aktiven LRÜ zusammenbricht und das zum Betrieb notwendige Personal keine Perspektiven mehr sieht und das Weite sucht.

Acipenser
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Acipenser »

Alles ein schlechter Witz. Der Herr von der Prok. war bei den Vorverhandlungen zum Darabosch Vergleich mit Eurofighter GmbH beteiligt und daher befangen. Die Wehrsprecher haben Blut geleckt und treiben die türkisGrünen vor sich her und die Dame steht nicht hinter dem Bundesheer. Nato Beitritt? gute Idee, dann müssten wir verpflichtend 2 % Bip für Verteidigung ausgeben. Ganz egal ob Saab Grippen, Locked Martin oder was auch immer, wir hätten das gleiche Kasparltheater, war schon beim Draken so! Haben alle nur schon vergessen.
Bleibt der stark steigende Mitarbeiterschwund beim ÖBH, den bekämpft keiner.

Aber vielleicht ist das alles nur ein böser Traum, Fasching eben. Aber der fliegt Black Hawk, haha sonst haben wir nix mehr zum lachen.
Wäre die Dame klug hätte sie mit Airbus vertraulich verhandelt und ein gutes Ergebnis für Österreich erzielt, aber so dürfen wir am Ende nur die ganzen Gerichtskosten und Doskozils PrivatErMittler zahlen, Schweiz, USA? Früher hätten wir Spionage zum Nachteil Österreichs auf den Aktendeckel geschrieben, zu unseren Vorteil entwickelt sich das alles nicht!

opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

Dr4ven hat geschrieben:
Do 20. Feb 2020, 09:27
Ja nur dumm, wenn dann ausgerechnet über Innsbruck das einzige Triebwerk ausfällt.
No problemo - dann macht er halt eine Notlandung am Flughafen Innsbruck. Flugzeuge fallen nicht gleich vom Himmel wenn das Triebwerk ausfällt. Aber auch das haben wir schon durchexerziert: Saab Draken waren einmotorig, der am weitesten verbreitete Kampfjet ist die F-16 und wird in Zukunft die F-35 sein. Und ich würde schon sagen, dass das was für die USA und zahlreiche andere Länder (mit deutlichen höheren Stückzahlen und Militärbudgets) gut genug ist, auch für Österreich ausreichen kann.
theoderich hat geschrieben:
Do 20. Feb 2020, 15:22
Dann schau' dir an, was die Schweden 2001/2002 für 24 JAS-39C verlangt haben. Der Unterschied zu den Anschaffungskosten von 24 Eurofightern war minimal! Hat sogar der Leiter der Internen Revision im BMLV zugegeben. Und die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH hat beim Preis so viel nachgelassen, dass es nicht einmal bei der Reduktion auf 18 Flugzeuge zu einem Bietersturz gekommen wäre!
Das glaube ich alles aber darum ging es mir ja nicht. Ob der Unterschied bei den Anschaffungskosten 1 oder 10 Prozent wären - der Satz ist in seiner Gesamtheit trotzdem Unsinn, der sollte nicht in einem Artikel stehen, der sich Faktencheck nennt.

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