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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Verfasst: Mo 17. Feb 2020, 11:19
von chuckw
Causa Eurofighter: Airbus ließ Gesprächsangebot an Tanner platzen
Denn wie aus zwei Schreiben von Airbus...hervorgeht,ließ der Luftfahrtkonzern offenbar bereits am Freitag, dem 14. Februar, sein am Tag zuvor übermitteltes Gesprächsangebot platzen – und zwar kurz vor 14 Uhr....In einer E-Mail, unterzeichnet von der Corporate Secretary bei Airbus Defence and Space, an Tanners Generalsekretär Dieter Kandlhofer wurde offenbar am Freitag um 1:59 PM übermittelt: "Für ein Gespräch in Wien in dem in der gestrigen Pressekonferenz geschilderten Format stehen wir nicht zur Verfügung."
Außerdem vertritt Airbus in seiner Absage-E-Mail den Standpunkt: "(...) dass wir nicht bereit sind, über eine irgendwie geartete 'Wiedergutmachung' bzw. Schadenersatz oder eine Aufhebung bzw. Rückabwicklung des Liefervertrages mit Ihnen zu sprechen". Denn: "Beide Forderungen entbehren jeder rechtlichen Grundlage, werden deshalb entschieden zurückgewiesen und auch nicht diskutiert."
https://www.derstandard.at/story/200011 ... er-platzen

Jetzt hat Tanner Airbus kennen gelernt. Ihr "professionelles" Verhalten in dieser Causa ist eigentlich Grund genug für einen Rücktritt. Das kommt heraus wenn man den Tisch einer Bauernstube oder eines Gasthauses mit der Kommunikation mit einem Weltkonzern verwechselt.

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Verfasst: Mo 17. Feb 2020, 12:12
von Altmilizler
öbh hat geschrieben:
Mo 17. Feb 2020, 01:08
habe mir die Diskussion auch angesehen - ich hatte den Eindruck, insbesondere von Tanner, Peschhorn und Kogler, dass sie mit allen Mitteln versuchen von Airbus Entschädigungszahlungen zu bekommen, dabei hatte man als Zuhörer das Gefühl, dass sie alle zusammen keine konkrete Vorstellung betreffend Gründe für einen Kaufrücktritt geben konnten. Alle zusammen, ebenfalls der Ex-VM Doskozil, haben null Ahnung betreffend des EF. Es waren ihnen ihre Hilflosigkeit anzusehen, wenn die Diskussionsleiterin Reiterer konkrete Fragen an ihnen gestellt hatte. Es war beschämend zu sehen, welcher Müll dabei hervorgezaubert wurde. Solche unwissende Kasperl wollen bei wichtigen Agenden des Staates ihren Senf dazugeben.
Muss dir 100% Recht geben was dieser Dampfplauderer Doskozil, trotz 2JahreVM,von sich gegeben hatt ist so was von Hannebüchen Dumm u.Peinlich wenn bei einer Chargenprüfung ein Anwärter so einen Blödsinn erzählen würde wäre Schluss mit UO AUSBILDUNG.Und der ist Brigadier d.Polizei u.LH.Sehr sachlich, trotz Grünpolitiker, der KOGLER, ebenso Hr.Peschorn, diese Reiterer ist auf die sehr guten Argumente v.Hr.Peschorn offensichtlich wegen Geistiger Überforderung NICHT eingegangen. HOFER immer d.gleiche Leier, und die Fr.VM nach 40Tagen im Amt nicht Sattelfest dafür HATTSIE JA DEN GENSTB.Warum die Rückabwicklung SINNLOS WÄRE würde einige Seiten füllen Vor allem müsste JA TROTZDEM BIS ZUR INSTALLIERUNG EINES NEUEN ÜBERSCHALLSYSTEMS ZWEIGLEISIG GEFSHREN WERDEN,allesPOLITISCHE LUFTBLASEN.

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Verfasst: Mo 17. Feb 2020, 12:30
von cliffhanger
Das wird in einer Katastrophe enden...Die haben sich halt nur noch nicht entschieden in welcher....

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Verfasst: Mo 17. Feb 2020, 13:37
von theoderich


Diese geldgierigen Parteisoldaten machen alles nur schlimmer und schlimmer ...

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Verfasst: Mo 17. Feb 2020, 13:45
von Oberleutnant
Ich befürchte nicht nur für die Luftstreitkräfte, sondern für das ganze Bundesheer das Schlimmste. Wäre man an einer Lösung interessiert hätte man diese schon längst gefunden und umgesetzt.

Warum dies nicht passiert, dazu einige Gedanken und Einschätzungen von mir.

Von den Grüninnen will ich jetzt nicht reden, denen ihre Einstellung zu Staat und Militär ist wohl bekannt und im Endeffekt irrelevant, da ihre vermeintliche Macht nur für kurze Zeit gebraucht wird und nur geborgt ist.

Ich bin davon überzeugt, dass die ÖVP und vor allem die Türkisen mit dem Bundesheer, wie wir es kennen, nichts mehr anfangen können und wollen. Diese Gruppierungen sind schon in Richtung EU Armee unterwegs und sind mit dem kostengünstigen sicherheitspolitischen "Schmarotzertum" Österreichs der letzten Jahrzehnte, auf Kosten vor allem der NATO Länder, sehr zufrieden. Da dieses uns eine vermeintlich gewisse strategische Tiefe vor welchen bösen Kräften auch immer sichern. Ich bin mir aber sicher, dass Österreich im Gegensatz zu Deutschland keinen transatlantischen Kurs verfolgt, sondern mit Frankreich einen kontinentalen Weg sucht.
Daher wird alles was für Auslandseinsätze gebraucht wird in Zukunft gefördert werden alles andere wird auf "Heugabelinfanterie österreichischer Prägung" zurecht gestutzt werden.

Auch wird eine einsatzfähige und führungsfähige Miliz in der derzeitigen politischen Situation eine Illusion bleiben. Wir stehen vor einem immer mehr gespaltenen und zerissenen Land und diese kann daher zu einen nicht unschätzbarem inneren Faktor werden. Die Miliz wird die Hilfs/Reservekomponente des beamteten Bundesheeres bleiben bzw. werden um kontrollierbar zu bleiben.

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Verfasst: Mo 17. Feb 2020, 13:47
von Doppeladler
Unerträglich das Ganze!

Da bietet AIRBUS ein Gespräch am Rande der Sicherheitskonferenz an, um mit der neuen Ministerin eine Lösung der offenen Themen im Bezug auf die Luftraumüberwachung zu finden. Tanner sagt die Teilnahme an der Konferenz ab, um sich angeblich mit den Eurofightern zu befassen (hätte sie dort machen können/sollen). Lädt dann Hinz und Kunz ein, beim AIRBUS Termin dabei zu sein und droht dem Gesprächspartner im Vorfeld der Besprechung. AIRBUS sagt daraufhin , dass man in so einem Rahmen nicht reden möchte. Tanner lässt als Trotzreaktion die Alternativen ohne Eurofighter vertieft prüfen.

Die Chance für einen lösungsorientierte Neuorganisation der Beziehungen (ohne dabei die juristische Seite zu beenden) ist dahin. Die offiziellen VertreterInnen der Republik verstricken sich immer mehr in ihrem Spinnennetz. UND: Keiner redet mehr über die echten Probleme beim Bundesheer. Und nächstes Jahr steigen die Personalkosten um einen höheren Betrag, als die EF pro Jahr kosten (60-65 Mio EUR).

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Verfasst: Mo 17. Feb 2020, 13:58
von iceman
Das Airbus jetzt den Beleidigten spielt kann auch nicht sein...

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Verfasst: Mo 17. Feb 2020, 14:18
von theoderich
Doppeladler hat geschrieben:
Mo 17. Feb 2020, 13:47
UND: Keiner redet mehr über die echten Probleme beim Bundesheer. Und nächstes Jahr steigen die Personalkosten um einen höheren Betrag, als die EF pro Jahr kosten (60-65 Mio EUR).
Das ist ja beabsichtigt. Es war in den letzten 20 Jahren nicht anders: Wird offensichtlich, dass das Bundesheer zahlungsunfähig ist und keine seiner gesetzmässigen Aufgaben mehr erfüllen kann, wird von Politik und Medien der "Eurofighter" hervorgezaubert und monate- wenn nicht sogar jahrelang abgelenkt. Das funktioniert immer. Kein Mensch kräht mehr nach der unter Kunasek publizierten Broschüre und schon gar niemand nach dem von Starlinger beauftragten Zustandsbericht.
opticartini hat geschrieben:
Mo 17. Feb 2020, 10:31
Andernfalls wird der Eurofighter stillgelegt und eine Leasing-Variante kommen oder gebrauchte Jets, vermutlich F-16. Damit orientieren wir uns an Rumänien.
Rumänien hat gebrauchte F-16 gekauft. Geleaste Kampfflugzeuge gibt es in Europa nur in Ungarn und Tschechien (JAS-39C/D), bei deutlich höheren Kosten pro Jahr, als das in Österreich mit den abbezahlten "Eurofighter" der Fall ist.

Rumänien: Beschaffung zusätzlicher F-16

viewtopic.php?f=9&t=280

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Verfasst: Mo 17. Feb 2020, 16:38
von iceman
Warum wurde gestern im ORF nicht erwähnt, dass Airbus den Termin hat platzen lassen?

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Verfasst: Mo 17. Feb 2020, 16:54
von Tribun
iceman hat geschrieben:
Mo 17. Feb 2020, 13:58
Das Airbus jetzt den Beleidigten spielt kann auch nicht sein...
Dass eine Frau Minister mit einem Geschäftspartner so umgeht, aber auch nicht!
Typischer Populismus vor den Wahlen. So tun, als wäre man wild entschlossen, alles aufzudecken und transparent zu sein um tatsächlich nur die Dummen mit der Populismuskeule für die Wien-Wahl zu fangen und zwischenzeitlich das Thema LRÜ bis auf den Sanktnimmerleinstag verschleppen.
Gefühl für gute Verhandlungen gleich Null! So hat sie vielleicht mit den Bauern umgehen können, aber mit Airbus sicher nicht.
Popolismus - Politik für Dumme...