Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

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hakö
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von hakö » Fr 10. Jan 2020, 14:50

Wenn ihr im Lexikon unter "Verantwortungslosigkeit" nachschaut, ist da wohl ein Bild des Herrn Kalina.

Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin » Fr 10. Jan 2020, 15:42

hakö hat geschrieben:
Fr 10. Jan 2020, 14:50
Wenn ihr im Lexikon unter "Verantwortungslosigkeit" nachschaut, ist da wohl ein Bild des Herrn Kalina.
Wohl eher Bilder von 99% aller Österreichischen Politiker.

opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini » Fr 10. Jan 2020, 18:40

Josef Kalina hat natürlich Recht, wenn man die "aktive Komponente der Luftraumüberwachung" einfach abstellen würde, dann würde zumindest unmittelbar exakt gar nichts passieren, die Bevölkerung würde null Unterschied bemerken.

Josef Kalina ist aber auch ein Auswuchs von Politikern, die keine Prinzipien haben. Denn die Ziehung von Grenzen - auch in der Luft - ist ein Grundprinzip eines Staats. Bereits Pflichtschüler sollten wissen, dass die grundlegendste Definition der Elemente eines Staates das Staatsvolk, die Staatsgewalt und das Staatsgebiet sind. Im Falle Österreichs kommt auch noch die Neutralität hinzu.

Ergo:
1) Die Grenzüberwachung und -verteidigung ist bereits schlichtweg aus Prinzip unabdingbar.
2) Boden-Luft-Raketen sind nicht als Luftpolizei geeignet.
3) Herr Kalina scheint nicht über das Wissen eines Grundschülers zu verfügen.

Stefan Petzner schwadroniert ebenso teilweise Unsinn. Wofür die Eurofighter eingesetzt werden, nämlich die zeitlich begrenzte Luftraumüberwachung, sind sie perfekt ausgestattet. Sie können so schnell und hoch fliegen wie kaum ein anderes Flugzeug und sie verfügen über ein Radar. Sogar in der Nacht können sie dank üblicher Nachtsichtbrillen problemlos eingesetzt werden.

Bei der Jammerei von wegen "technisch untergerüstet", nicht Nachtflugtauglich etc. wird nämlich übersehen, dass der Österreicher daraus NICHT die Lehre zieht, dass man die Luftraumüberwachung besser ausrüsten soll, sondern das was hängen bleibt ist: "Eurofighter ist ein Schrottflieger höhöhöhö".

Ergo:
Der Eurofighter ist in der vorliegenden Ausrüstung mehr als bestens dafür geeignet, die Aufgabe der aktiven Komponente einer zeitlich begrenzten Luftraumüberwachung erfüllen zu können.

Wenn die Aufgabe natürlich eine ernst zu nehmende Luftraumverteidigung wäre, ja dann würde man nicht nur regelmäßige Upgrades benötigen um mit der technologischen Entwicklung mitzuhalten, sondern man würde auch doppelt bis dreifach so viele Flieger brauchen, was aber sowieso undenkbar ist.

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich » Fr 10. Jan 2020, 19:01

opticartini hat geschrieben:
Fr 10. Jan 2020, 18:40
Sogar in der Nacht können sie dank üblicher Nachtsichtbrillen problemlos eingesetzt werden.
Wenn es Nachtsichtbrillen für den EF gäbe! Hat man nie angeschafft.

opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini » Sa 11. Jan 2020, 11:16

Gut, der Eurofighter an sich benötigt keine Nachtsichtbrillen, sondern die Piloten...

Im Ernst:
Wofür braucht ein österreichischer Kampfjet-Pilot Nachtsicht?
Zum Starten, Landen, Fliegen bei Nacht? Nein, das kann er hoffentlich auch ohne.
Er braucht sie zum Annähern, Beobachten, Aufklären anderer Flugzeuge in Sichtweite seiner Augäpfel Mk I x 2.

Für diesen Zweck völlig ausreichende und für militärische Anwendung geeignete Geräte (Gen. III NVG) gibts schon um einstellige Tausenderbeträge. Technisch und taktisch geiler ist natürlich eine vollständig in die Avionik und Waffensysteme integrierte Ausstattung (z. B. mit FLIR und helmet-mounted display), aber nur um o.g. Zweck erfüllen zu können, braucht man das nicht.

Beispiel: ANVIS AN/AVS Night Vision Aviator's Googles, Kostenpunkt ca. 10.000 USD

Siehe:
https://ownthenight.com/mounts-accessor ... ay-36.html
https://nvincorporated.com/product/anavs-9-anvis-9/

Hinweis:
Die Webseiten sind ev. nur mit US-Internetanschluss (oder VPN) erreichbar. Das Produkt unterliegt der International Traffic in Arms Regulation (ITAR) und benötigt eine Export-Lizenz des U.S. Department of State Office of Defense.

Screenshots:

Bild

Bild

Want to know more?
Der Herr im folgenden Video flog F-16 für die US Air Force und F/A-18 für die US Navy. Er zeigt und erzählt uns, wie das so mit den o.g. Nachtsichtbrillen ist:



Ergo:
Was für Kampfjet-Piloten von US Navy und US Air Force gut genug ist, sollte doch wohl für einen österreichischen Eurofighter-Kapitän mehr als ausreichen! Dass unser Bundesheer derart unfähig sein sollte, eine Handvoll von sowas zu beschaffen, das mag ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

cliffhanger
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von cliffhanger » Sa 11. Jan 2020, 11:58

Klar gibts im Forum den einen oder anderen Insider. Aber klar ist auch ( und damit meine ich jetz nicht nur die EF sondern das gesamte Heer ) was wir glauben was das Heer hat und was es wirklich hat sind 2 paar Schuhe ....

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich » So 12. Jan 2020, 21:32

opticartini hat geschrieben:
Sa 11. Jan 2020, 11:16
Technisch und taktisch geiler ist natürlich eine vollständig in die Avionik und Waffensysteme integrierte Ausstattung (z. B. mit FLIR und helmet-mounted display), aber nur um o.g. Zweck erfüllen zu können, braucht man das nicht.
Zum x-ten Mal: IRST und HMD benötigt man zur DOKUMENTATION von Luftraumverletzungen bei schlechten Sichtbedingungen! Mit NVGs funktioniert das nicht! Außerdem kann man sich mithilfe des IRST mit abgeschaltetem Bordradar an andere Flugzeuge annähern.

Acipenser
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Acipenser » Mo 13. Jan 2020, 05:30

Die Nachbeschaffung der ursprünglich angedachte und Vertragliche Vereinbarten Ausrüstung für die EF muss nun umgesetzt werden: Nicht zuletzt der Untersuchungsauschuß Nr. 3 hat gezeigt wie fahrlässig Darabosch gehandelt hat als er im Alleingang eine scheinbare Billiglösung und damit gefährlichen Sparversion ausgehandelt hat als der Zivildiener im sozialdemagogisch voreilenden Gehorsam unsere Piloten im Stich gelassen hat (rollende Version).

Beim in den nächsten Jahren nötigen Update der EF sollten nun die nötigen Ausrüstungen Nachgerüstet werden und die Anzahl auf die ursprüngliche Anzahl 18 EF, zum Beispiel durch Kauf 3 gebrauchter, generalüberholter Twin EF die Lücke zu schließen.
Aufgrund der allgemeinen Lage, mit gestiegener Kriegs- und Terrorgefahr ist das durchaus nachzuvollziehen! Das Geld ist wie wir nun wissen da, Budgetüberschuss aufgrund nicht umgesetzter, ursprünglich beschlossener Investitionen fürs österreichische Bundesheer!

iceman
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman » Mo 13. Jan 2020, 07:37

https://www.nachrichten.at/politik/inne ... 85,3210628
Dafür bleibt uns ein mit einem Upgrade versehener Eurofighter "Typhoon" erhalten (Kostenpunkt: 200 Millionen Euro).
Ob da was "dran" ist?

cliffhanger
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von cliffhanger » Mo 13. Jan 2020, 08:27

Ein volles Upgrade der 15 EF um schlappe 200mio......da müssten doch eh alle aplaudieren.....befürchte das ist nur a bissi neue Farbe und a Duftbaum im Cockpit...

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