Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Flächenflugzeuge, Hubschrauber, Großgerät, Fliegerhorste, ...
iceman
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

chuckw hat geschrieben:
Do 2. Jan 2020, 17:38
Aus dem Regierungsprogramm, S. 228:
Bekenntnis zur Luftraumüberwachung und zum Schutz des österreichischen Luftraums durch das Österreichische Bundesheer und Aufrechterhaltung einer leistungsfähigen aktiven und passiven Luftraumüberwachung

Weiterhin Sicherstellung der Luftraumüberwachung durch das Österreichische Bundesheer durch eine adäquate und kosteneffizienteste Lösung
https://workupload.com/start/Nr32mmmE

Endlich wissen wir mehr...
Kogler dazu gestern im ORF:
Kosteneffizienz würde auch bedeuten, sich mit dem EF über einige Jahre "rüberzuretten", ein Neukauf darf kein finanzielles Abenteuer werden wie die EF-Beschaffung.

https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-Spezi ... ZIB-Spezia
ab Min. 36

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-Spezi ... w/14620526

iceman hat geschrieben:
Mi 8. Jan 2020, 09:03
Kosteneffizienz würde auch bedeuten, sich mit dem EF über einige Jahre "rüberzuretten", ein Neukauf darf kein finanzielles Abenteuer werden wie die EF-Beschaffung.
Und wer soll das bezahlen? Mit 2 Mrd. EUR kommt man keinesfalls aus, Rüstungsgüter werden auch nicht billiger.

iceman
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

Es wird offenbar auch keinen Neukauf geben.

Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin »

Na war der nicht unter Gusenbauer Generalsekretär der SPÖ, und genau zu diesem Zeitpunkt gab es den Darabos Deal. Aber das ist genau das Bild von Österreichs Politik.

Aber hier ein guter Kommentar!

https://www.wienerzeitung.at/meinung/ga ... icher.html


hakö
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von hakö »

Wenn ihr im Lexikon unter "Verantwortungslosigkeit" nachschaut, ist da wohl ein Bild des Herrn Kalina.

Maschin
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Registriert: Di 29. Mai 2018, 22:53

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin »

hakö hat geschrieben:
Fr 10. Jan 2020, 15:50
Wenn ihr im Lexikon unter "Verantwortungslosigkeit" nachschaut, ist da wohl ein Bild des Herrn Kalina.
Wohl eher Bilder von 99% aller Österreichischen Politiker.

opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

Josef Kalina hat natürlich Recht, wenn man die "aktive Komponente der Luftraumüberwachung" einfach abstellen würde, dann würde zumindest unmittelbar exakt gar nichts passieren, die Bevölkerung würde null Unterschied bemerken.

Josef Kalina ist aber auch ein Auswuchs von Politikern, die keine Prinzipien haben. Denn die Ziehung von Grenzen - auch in der Luft - ist ein Grundprinzip eines Staats. Bereits Pflichtschüler sollten wissen, dass die grundlegendste Definition der Elemente eines Staates das Staatsvolk, die Staatsgewalt und das Staatsgebiet sind. Im Falle Österreichs kommt auch noch die Neutralität hinzu.

Ergo:
1) Die Grenzüberwachung und -verteidigung ist bereits schlichtweg aus Prinzip unabdingbar.
2) Boden-Luft-Raketen sind nicht als Luftpolizei geeignet.
3) Herr Kalina scheint nicht über das Wissen eines Grundschülers zu verfügen.

Stefan Petzner schwadroniert ebenso teilweise Unsinn. Wofür die Eurofighter eingesetzt werden, nämlich die zeitlich begrenzte Luftraumüberwachung, sind sie perfekt ausgestattet. Sie können so schnell und hoch fliegen wie kaum ein anderes Flugzeug und sie verfügen über ein Radar. Sogar in der Nacht können sie dank üblicher Nachtsichtbrillen problemlos eingesetzt werden.

Bei der Jammerei von wegen "technisch untergerüstet", nicht Nachtflugtauglich etc. wird nämlich übersehen, dass der Österreicher daraus NICHT die Lehre zieht, dass man die Luftraumüberwachung besser ausrüsten soll, sondern das was hängen bleibt ist: "Eurofighter ist ein Schrottflieger höhöhöhö".

Ergo:
Der Eurofighter ist in der vorliegenden Ausrüstung mehr als bestens dafür geeignet, die Aufgabe der aktiven Komponente einer zeitlich begrenzten Luftraumüberwachung erfüllen zu können.

Wenn die Aufgabe natürlich eine ernst zu nehmende Luftraumverteidigung wäre, ja dann würde man nicht nur regelmäßige Upgrades benötigen um mit der technologischen Entwicklung mitzuhalten, sondern man würde auch doppelt bis dreifach so viele Flieger brauchen, was aber sowieso undenkbar ist.

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

opticartini hat geschrieben:
Fr 10. Jan 2020, 19:40
Sogar in der Nacht können sie dank üblicher Nachtsichtbrillen problemlos eingesetzt werden.
Wenn es Nachtsichtbrillen für den EF gäbe! Hat man nie angeschafft.

opticartini
Beiträge: 384
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

Gut, der Eurofighter an sich benötigt keine Nachtsichtbrillen, sondern die Piloten...

Im Ernst:
Wofür braucht ein österreichischer Kampfjet-Pilot Nachtsicht?
Zum Starten, Landen, Fliegen bei Nacht? Nein, das kann er hoffentlich auch ohne.
Er braucht sie zum Annähern, Beobachten, Aufklären anderer Flugzeuge in Sichtweite seiner Augäpfel Mk I x 2.

Für diesen Zweck völlig ausreichende und für militärische Anwendung geeignete Geräte (Gen. III NVG) gibts schon um einstellige Tausenderbeträge. Technisch und taktisch geiler ist natürlich eine vollständig in die Avionik und Waffensysteme integrierte Ausstattung (z. B. mit FLIR und helmet-mounted display), aber nur um o.g. Zweck erfüllen zu können, braucht man das nicht.

Beispiel: ANVIS AN/AVS Night Vision Aviator's Googles, Kostenpunkt ca. 10.000 USD

Siehe:
https://ownthenight.com/mounts-accessor ... ay-36.html
https://nvincorporated.com/product/anavs-9-anvis-9/

Hinweis:
Die Webseiten sind ev. nur mit US-Internetanschluss (oder VPN) erreichbar. Das Produkt unterliegt der International Traffic in Arms Regulation (ITAR) und benötigt eine Export-Lizenz des U.S. Department of State Office of Defense.

Screenshots:

Bild

Bild

Want to know more?
Der Herr im folgenden Video flog F-16 für die US Air Force und F/A-18 für die US Navy. Er zeigt und erzählt uns, wie das so mit den o.g. Nachtsichtbrillen ist:



Ergo:
Was für Kampfjet-Piloten von US Navy und US Air Force gut genug ist, sollte doch wohl für einen österreichischen Eurofighter-Kapitän mehr als ausreichen! Dass unser Bundesheer derart unfähig sein sollte, eine Handvoll von sowas zu beschaffen, das mag ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

cliffhanger
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Registriert: Do 7. Jun 2018, 12:20

Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von cliffhanger »

Klar gibts im Forum den einen oder anderen Insider. Aber klar ist auch ( und damit meine ich jetz nicht nur die EF sondern das gesamte Heer ) was wir glauben was das Heer hat und was es wirklich hat sind 2 paar Schuhe ....

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