Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

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theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Maschin hat geschrieben:
So 14. Feb 2021, 18:07
Zur Aufklärung gibt es den Recce POD der ähnlich wie der Lightning POD aussieht.
Man kann bei unseren Nationalratsabgeordneten kaum voraussetzen, dass sie den Unterschied zwischen "Aufklärung" und "Zielerfassung" kennen - obwohl offenbar letzteres gemeint ist.
Maschin hat geschrieben:
So 14. Feb 2021, 18:07
Die Deutschen Geschwader haben aber NVGs in den QRAs und nicht den Lightning POD
Hier ein aktuelles Foto eines Eurofighters aus Neuburg mit IRIS-T und LITENING (und offenbar auch einem montierten Flight Profile Recorder):



Bild

Aber wenn man z.B. Fotos von Abfangeinsätzen im Baltikum betrachtet, ist an den deutschen EF nie ein Zielbehälter montiert:

Bild
https://twitter.com/Team_Luftwaffe/stat ... 2300435456

Bild
https://twitter.com/Team_Luftwaffe/stat ... 3220950021

Bild
https://twitter.com/Team_Luftwaffe/stat ... 1426108416

Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin »

Nein auch im Baltikum fliegt man mit NVGs und nicht mit dem Lightning POD.Ich kenne auch keine Luftwaffe was den Lightning POD für Luft Luft einsetzt. Auch die 3 Europäischen Gripen Betreiber fliegen mit NVGs in der QRA.

muck
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von muck »

Litening wird zur Zielbeleuchtung auf Distanzen eingesetzt. Der Pod bringt kaum einen Mehrwert bei Air Policing-Einsätzen, wo die visuelle Identifikation des Luftfahrzeugs aus nächster Nähe rechtlich vorgeschrieben ist. Die Piloten sind mit Nachtsichtgeräten ausgestattet.

Im Übrigen hat die NATO im Baltikum EloKa-Kapazitäten stationiert. In der Regel können Flugzeuge schon anhand ihrer Signatur identifiziert werden, und die Alarmrotten fliegen nicht wirklich ins Unbekannte.


theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

keine Luftraumüberwachung mit Eurofightern wegen Coronoavirus-Fällen (4533/J)

6. Wie lange konnten die Eurofighter, aufgrund der oben geschilderten Situation, die Luftraumüberwachung nicht wahrnehmen?

a.) Seit wann können die Eurofighter die Luftraumüberwachung wieder wahrnehmen?
  • Zu 6 und 6a:

    Am 5. und 6. Dezember 2020 erfolgte die aktive Luftraumüberwachung mit Luftfahrzeugen der Type Saab 105 OE; seit 7. Dezember 2020 sichern wieder Luftfahrzeuge der Type Eurofighter „Typhoon“ den österreichischen Luftraum.
4. Wie sehen die Präventivmaßnahmen für den Stützpunkt Fliegerhorst Zeltweg aus, damit sich ein solches Szenario nicht wiederholt?

5. Es wäre fatal, wenn zeitgleich zum Stützpunkt Fliegerhorst Zweltweg auch der Stützpunkt in Linz-Hörsching aufgrund von Coronavirus-Fällen die Luftraumüberwachung nicht wahrnehmen könnte. Wie sehen die Präventivmaßnahmen für den Stützpunkt Linz-Hörsching aus?
b.) Was werden Sie künftig unternehmen, um die Luftraumüberwachung durch die Eurofighter sicherzustellen?
7. Wie wird die aktive Luftraumüberwachung nach Stilllegung der Saab 105 in so einem Fall, wie oben geschildert, gewährleistet werden?
Diese Frage wurde de facto nicht beantwortet:
  • Zu 4, 5, 6b und 7:

    Zur Hintanhaltung weiterer COVID-19-Infektionen wird sowohl am Fliegerhorst Hörsching in Linz wie auch am Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg im Schichtbetrieb gearbeitet; es besteht Maskenpflicht in geschlossenen Räumen; die Bediensteten müssen einen Mindest-abstand einhalten; alle zwei Stunden findet eine Desinfektion von Oberflächen (Türklinken, Handläufen, Tischoberflächen, Armlehnen, Tastaturen und Mäuse, Fenstergriffen usw.) statt; regelmäßig wird gelüftet. Sollte sich ein solcher Fall dennoch wiederholen, wird eine temporäre Zusammenlegung der Schichtdienste oder die Abstützung auf zusätzliches Perso-nal ins Auge gefasst.
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX ... ndex.shtml

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Parlamentskorrespondenz Nr. 154 vom 16.02.2021
Tanner kann sich europäisches Verteidigungsprojekt vorstellen
Tanner: Europäische Zusammenarbeit in Luftraumüberwachung möglich, wenn Vereinbarkeit mit Verfassung gegeben ist

Die Abgeordneten nutzten die Aussprache, um die Luftraumüberwachung des Landes zu thematisieren. Hubert Fuchs (FPÖ) etwa nahm Bezug auf ein Interview, in dem Tanner angekündigt habe, eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene prüfen zu lassen. Er wollte, ebenso wie NEOS-Mandatar Douglas Hoyos-Trauttmansdorff wissen, wie die Ministerin sich eine solche Zusammenarbeit vorstellt. Auch Johann Höfinger (ÖVP) und David Stögmüller (Grüne) erkundigten sich nach den Eurofighter-Maschinen. Harald Troch (SPÖ) kritisierte, dass es in Beschaffungsfragen in der Luftraumüberwachung viele Ankündigungen gebe, aber der Budgetpfad fehle.

Tanner zeigte sich überzeugt, dass man neue Wege andenken muss, um die Landesverteidigung fit für die Zukunft zu machen. So könne sie sich auch ein europäisches Verteidigungsprojekt vorstellen, sofern dies mit der österreichischen Verfassung vereinbar sei. In der aktiven Luftraumüberwachung stünden viele europäische Länder vor den gleichen Herausforderungen, weshalb Kooperationen nötig seien. Eine solche Zusammenarbeit könne unter Einhaltung der Neutralität Österreichs möglich sein, so Tanner. Es gebe bereits zeitlich begrenzte Kooperationen, etwa mit Deutschland und der Schweiz.

Bei den Verhandlungen mit Indonesien über einen Verkauf der Eurofighter finde derzeit eine Erhebung von möglichen Verkaufspaketen zur Festlegung eines Verkaufspreises statt, berichtete die Ministerin. Der Kritik von Abgeordnetem Troch entgegnete Tanner, dass es sehr wohl Umsetzungen gebe, etwa durch die Anschaffung der Leonardo-Hubschrauber. Insgesamt bemühe sie sich, den Investitionsrückstau in allen Bereichen zu verringern, sagte sie mit Verweis auf eine Verdopplung des Investitionsbudgets im Vergleich zu 2018.
https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAH ... ndex.shtml


Parlamentskorrespondenz Nr. 155 vom 16.02.2021
Landesverteidigungsausschuss spricht sich für höhere Priorität bei der Beschaffung moderner Schutzausrüstung für SoldatInnen aus
Zwei Entschließungsanträge von SPÖ und NEOS zur Luftraumüberwachung wurden durch die Ausschussmehrheit von ÖVP und Grünen vertagt.
In weiterer Folge wurden zwei Entschließungsanträge von SPÖ und NEOS mehrheitlich vertagt. Die SPÖ fordert, eine unabhängige aktive Luftraumüberwachung zu garantieren und gleichzeitig eine für die Bevölkerung im Murtal in Sachen Lärmbelastung verträgliche Lösung zu Stande zu bringen (766/A(E)). Die NEOS wiederum schlagen alternative Lösungen zur Luftraumüberwachung vor. Konkret geht es dabei um eine gemeinschaftliche Luftraumüberwachung mit europäischen Partnerstaaten, wobei das Augenmerk auf Kostenoptimierungen zu legen sei (1016/A(E)).
https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAH ... ndex.shtml

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »


Verweigerer
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Verweigerer »

36 Rafale und 8 F-15EX. Na bumm. Bin gespannt welchen Strohhalm die Tanner jetzt wieder ergreifen will, nur um sich vor einem Upgrade der EF neuerlich zu winden. Man darf gespannt sein wie es weitergeht, jetzt wo Indonesien sich auch umorientiert;-)

muck
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von muck »

theoderich hat geschrieben:
Fr 19. Feb 2021, 17:54
Mit dem Unterschied, dass Katar sich einen solchen logistischen Alptraum leisten kann, Indonesien nicht.

Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin »

Sonntag 12:00 Uhr
Der teure Lärm der Jets

Seit Jahresbeginn hat die Luftraumüberwachung und die Ausbildung von Piloten ein wichtiges Standbein verloren. Die Saab 105 mit Heimathafen Linz-Hörsching musste nach 50 Jahren den Betrieb einstellen. Nun ruht die ganze Last der aktiven Luftraumüberwachung auf den Schultern der auch nicht mehr ganz taufrischen Eurofighter in Zeltweg. Das bedeutet, dass die Pilotenausbildung auf Düsenjets nun im Ausland durchgeführt werden muss und dass mehr Flugbewegung in Zeltweg zu höherer Lärmbelastung im Murtal führt. Außerdem kostet eine Flugstunde am Eurofighter zehnmal mehr als bei der Saab 105. Ein gleichwertiges Flugzeug soll nicht nachbeschafft werden. Im Gegenteil – Ministerin Tanner denkt laut über Zusammenarbeit mit Nachbarstaaten bei der Luftraumüberwachung nach, das kann zu Konflikten mit der Neutralität führen. Claus Bruckmann hat mit der Ministerin, dem Generalstabschef und den Wehrsprechern der Parlamentsparteien gesprochen und sich in Zeltweg ein Bild von der Lage gemacht.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS ... neues-jahr

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