Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Flächenflugzeuge, Hubschrauber, Großgerät, Fliegerhorste, ...
Dr4ven
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Dr4ven »

Sehe ich auch so - langsam verstehen es doch ein paar Leute.

Verweigerer
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Verweigerer »

Die Amis werden zustimmen wenn man neue F-16V Block 70/72 beschafft. Im Gegenzug darf Indonesien nicht bei den Chinesen kaufen und Airbus bekommt einen Fuß nach Südostasien. Die teuren Schweden gehen hoffentlich leer aus. So irgendwie. Nehme nicht an dass sich Airbus ob einer Nachrüstung erpressen lässt.

cliffhanger
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von cliffhanger »

Verweigerer hat geschrieben:
Di 13. Okt 2020, 15:29
....wenn man neue F-16V Block 70/72 beschafft.....
Wer ? Österreich ? ...nie im Leben, selbst wenn genug Geld da wäre ! da würden sie lieber das doppelte für alte Gripen zahlen....

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

propellix hat geschrieben:
Di 13. Okt 2020, 13:27
denn um den Nasenrammel aus dem Verkauf an Indonesien gehen sich weder neue noch gebrauchte Flugzeuge aus.
Und würde man sie verkaufen, würde postwendend der Gesamtbedeckungsgrundsatz schlagend werden. Wie bei den Kasernenverkäufen, wie bei den Verkäufen von Panzerfahrzeugen, etc., etc. Stattdessen müsste man für einen Ersatz ganz massiv im bestehenden Budget einsparen, Kasernen und Gerät verkaufen, Personal abbauen, Fähigkeiten liquidieren. Der einzige, der sich über einen überraschenden Geldsegen freuen würde, wäre der Finanzminister.

opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

theoderich hat geschrieben:
Di 13. Okt 2020, 10:19
Und die Vorstellung, man könne Piloten oder Techniker in "ein-zwei Monaten" vom Eurofighter auf den Gripen umschulen, ist naiv. Bei der Einführung des EF hat alleine die Schulung des Wartungspersonals drei Jahre in Anspruch genommen! Für die Umschulung von Piloten von einem anderen Muster auf den Eurofighter rechnet die deutsche Luftwaffe mit sieben bis acht Monaten. "Gripen" oder F-16 sind nicht weniger komplex.
Das gilt für den Umstieg von Tornado oder Draken auf Typhoon.

Gripen C und Typhoon Tranche 1 sind Flugzeuge der gleichen Generation mit vergleichbarer Avionik und Cockpit-Ausstattung, beides sind einsitzige NATO Überschall-Kampfflugzeuge in Delta-Canard-Konstruktion. Gripen ist per Design simpler als Typhoon.

Für einen Typhoon-Piloten sollte der Umstieg auf Gripen maximal zwei Monate dauern.

Nur zum Vergleich: Die Ausbildung der Draken-Piloten auf F-5E (ebenso beide aus der gleichen Generation) nahm einen (1) Monat in Anspruch.

Siehe: http://www.doppeladler.com/oebh/f5tiger.htm

>>> Die ersten Techniker und vier Piloten starteten am 14. Juni mit ihrer Umschulung am schweizer Fliegerhorst in Dübendorf. In der ersten Woche stand Unterricht in Theorie und über das Gesamtsystem am Programm. Man machte sich mit dem Cockpit vertraut und startete mit Einweisungsflügen. In der zweiten Woche folgte die theoretische Einweisung ins Radar und Schulungsflüge in der zweisitzigen F-5F Tiger II sowie Start- und Landetraining, Verbands- und Soloflüge. Woche drei sah taktisches Flugtraining mit Abfangjagd und Luftkampf eins gegen eins vor. In der vierten Woche folgte intensiviertes Training als Verbandsführer und im Luftkampf zwei gegen zwei. Natürlich wird in der Schweiz auch das Scharfschießen mit Bordkanonen geübt. <<<

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der fließende Umstieg auf einen anderen Flugzeugtyp irgendein gröberes Problem für das Personal darstellt. Das Handling am Boden und die tägliche Wartung, damit der Betrieb gesichert ist, ist schnell erlernt. Bis alle Checks (A, B, C, D) und kleinere Reparaturen komplett selbstständig durchgeführt werden können, kann es natürlich Jahre dauern, aber diese Checks sind je nach Intensität nur alle paar Monate bis Jahre fällig und erfordern teilweise ohnehin die Beteiligung des Herstellers. Ganz abgesehen davon, dass das Personal ja nicht mehrere Jahre untätig die Schulbank drücken muss, bevor es einsatzbereit es.

Doku über einen größeren Check des Gripen C der tschechischen Luftwaffe:


theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

opticartini hat geschrieben:
Di 13. Okt 2020, 21:24
Das gilt für den Umstieg von Tornado oder Draken auf Typhoon.

Gripen C und Typhoon Tranche 1 sind Flugzeuge der gleichen Generation mit vergleichbarer Avionik und Cockpit-Ausstattung, beides sind einsitzige NATO Überschall-Kampfflugzeuge in Delta-Canard-Konstruktion. Gripen ist per Design simpler als Typhoon.

Für einen Typhoon-Piloten sollte der Umstieg auf Gripen maximal zwei Monate dauern.
Schweden rechnet für die Umstellung von JAS-39C auf JAS-39E, also bei tatsächlich "vergleichbaren" Mustern, mit drei Jahren Parallelbetrieb! Wäre bei Eurofighter auf JAS-39C Gripen nicht anders.

Gripensystemet –plan för ombeväpning

https://soff.se/wp-content/uploads/2018 ... SPL-FF.pdf

Und nur weil der Jet ein Triebwerk weniger hat, ist das System nicht automatisch "simpler".

Die Ausbildung von schwedischen Kampfpiloten an der JAS-39C/D ist hier, hier und hier gut beschrieben:
  • Grundausbildung (GFU/F ... Grundläggande Flygutbildning) ... 12 Monate
  • Taktikausbildung (GTU/F ... Grundläggande Taktisk Utbildning) ... 12 Monate
  • Conversion Training/Combat Readiness Training JAS 39 ... 6 Monate
Laut der Flygvapnet gibt es seit heuer einen 11-Wochen-Kurs zur Ausbildung ausländischer Piloten, Techniker und Luftkampfkommandanten am "Gripen", genannt "försörjningslösning Gripen". Aber wie das genau abläuft, ist unbekannt. Speziell bei den Technikern kann ich mir nicht vorstellen, dass sie das System nach nur zweieinhalb Monaten beherrschen.

Für die neuen Mehrzweckhubschrauber des Bundesheeres rechnet das BMLV mit einer Einführungsphase von viereinhalb Jahren:

Bild
https://www.bundesheer.at/cms/artikel.php?ID=10583

Beim Eurofighter hat die Einführungsphase neun Jahre gedauert - 2006 bis 2015.
Zuletzt geändert von theoderich am Mi 14. Okt 2020, 02:03, insgesamt 10-mal geändert.

Dr4ven
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Dr4ven »

Maschin hat geschrieben:
Di 13. Okt 2020, 22:42
Sag mal opticartini bist du direkt von Saab oder vom BMLV für Gripen bashing hier abgestellt worden? Immer das gleiche und immer die gleichen Wiederholungen. Komisch ...
Und die Schulung zwischen zwei Modellen der Generation 2 mit Schulungen zwischen Gen4 und Gen4+ zu vergleichen grenzt schon wirklich an einen sich wiederholenden Treppenwitz, umso mehr, weil man mehrmals die Fakten am Tisch gelegt hat, die einfach dauerhaft ignoriert werden.
Da macht es bald keinen Sinn mehr überhaupt an Diskussionen teilzunehmen.

cliffhanger
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von cliffhanger »

theoderich hat geschrieben:
Di 13. Okt 2020, 22:39
Schweden rechnet für die Umstellung von JAS-39C auf JAS-39E, also bei tatsächlich "vergleichbaren" Mustern, mit drei Jahren Parallelbetrieb! Wäre bei Eurofighter auf JAS-39C Gripen nicht anders.
Wenn ich vorrausschauend Plane und genügend finanzielle Mittel zur Verfügung habe ist das ein normaler Zeithorizont.

Wenn ich weder Zeit noch Geld habe wird´s schneller gehen müssen.....aber Ihr habt recht, über solch ungelegte Eier zu diskutieren ist sinnlos...

Dr4ven
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Dr4ven »

Hier einmal eine "etwas andere Sichtweise" über die Schweden und ihren Schrottflieger (Achtung, Krone Slang!)

Die Kroaten suchen derzeit auch einen MIG-21 Nachfolger und neben der F-16 Block 70, Rafale und der israelischen F-16, wurde auch der Gripen C/D angeboten - nein das sind keine neuen, sondern "von der Halde" um freche 1 Mrd. EUR. für 12 Jets.


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Doppeladler
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Doppeladler »

EUROFIGHTER TYPHOON – DIE WAHREN KOSTEN

Geht es um das Reizthema Abfangjäger wird seitens der Politik und in den Medien sehr oft mit falschen Zahlen operiert. Wir haben daher die wichtigsten Zahlen aufbereitet und stützen uns dabei nicht auf Presseinformationen und Gerüchte, sondern auf Angaben aus Rechnungshofberichten und aus parlamentarischen Anfragebeantwortungen. Unterlagen, die mit höherer Sorgfalt erstellt werden als ein Pressetext oder eine Rede.

Weiterlesen: http://www.doppeladler.com/da/oebh/euro ... en-kosten/
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