Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

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cliffhanger
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von cliffhanger »

Ich würde mal sagen SO funktioniert normlerweise Politik.
Die Grünen stehen nicht für den Kauf neuer Kampfjets, aber (was mich eigentlich überrascht) sie nennen wenigstens mal einen sinnvollen 105er Nachfolger beim Namen (und nicht irgendein billig Exotendings).... Jetzt sollten einmal die Türkisen von sich geben was sie eigentlich wollen und dann wird man sich vielleicht endlich mal einigen (eine Lösung finden).

Acipenser
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Acipenser »

Die Grünen funktionieren eher
so
dass Sie zuerst die Eurofighter abschaffen wollen und dann auch keine anderen kaufen oder leasen, sprich wir dann nix mehr haben!

Rein Fachlich bräuchten wir eine Staffel Jets etwa 346er, das sind 12 Stk! plus 3 zumindest gebrauch-generalüberholter Twins EF zusätzlich zu den 15 EFs

forumla1express
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von forumla1express »

"Gebrauchte Contenders" ... Mit gebrauchten Jets wird man zunächst mal mit richtig hohen Betriebskosten konfrontiert - und hat nach vielleicht zehn Jahren dasselbe Theater, weil die Flieger ersetzt werden müssen. Siehe S-35OE "Draken".

Die KAI T-50 ist ein Jettrainer, kein Kampfflugzeug das für die aktive LRÜ geeignet ist. Und die Bezeichnung "günstig" ist bei Militärflugzeugen grundsätzlich mit einem sehr großen Fragezeichen zu versehen, weil die Betriebskosten von unheimlich vielen Faktoren abhängen.

Die österreichischen Luftstreitkräfte haben die Betriebskosten des "Eurofighter" mittlerweile auf das Niveau einer F-16 oder eines "Gripen" senken können. Es ist eben politisch nicht opportun, das zuzugeben. 60-65 Mio. € bei 1400 Flugstunden bedeuten Kosten von mittlerweile nur noch 46.500 €/Flugstunde. Die meisten Medien gehen lieber immer noch mit 60.000-70.000 €/Flugstunde hausieren, weil man den "Eurofighter" so schlecht dastehen lassen kann.
Wie gesagt, die Kosten für den EF Betrieb haben mich positiv überrascht weil sie sehr niedrig sind. Daher auch klar die erste und beste Wahl den EF in Österreich einfach weiter zu betreiben. Durch die anhaltenden Korruptionsvorwürfe wird ja nicht der Flieger oder das System EF plötzlich schlechter. Allerdings sollte man entweder das Update oder eine angepasste Summe einklagen und zurückfordern, ansonsten wird dieses Theater immer so weitergehen.
Die gebrauchten Contender habe ich ja nur auch ins Spiel gebracht, weil es komplett verkehrt ist, zu Saab zu rennen und ohne Konkurrenz oder Ausschreibung Saab C/D zu bestellen. Betriebswirtschaftlich wäre das der Wahnsinn und Saab wird uns 15, 18 oder was auch immer Gripen auf keinen Fall schenken. Und im Endeffekt könnten wir mit denen auch nicht mehr wie mit den EF heute.
Und auch wenn die T-50 ein Jettrainer ist, mit der FA-50 könnten wir mindestens die selbe Qualität der LRÜ bereitstellen wie momentan mit dem EF. Immerhin werden damit die F-5 in S-Korea ersetzt und mit den Dingern kommt man garantiert jedem Airliner hinterher. Denn wie propellix geschrieben hat es geht in Österreich rein um LRÜ und nicht um Verteidigung oder Luftkampf. Ansonsten wird es auch gleich richtig teuer (DASS, PIRATE, HMCS, Meteor oder AIM-120 C/D, etc.) und für die momentane Lage und Politik einfach unverhältnismäßig und sinnlos bei 15 Stück.

forumla1express
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von forumla1express »

Acipenser hat geschrieben:
Di 11. Feb 2020, 16:05
Die Grünen funktionieren eher dass Sie zuerst die Eurofighter abschaffen wollen und dann auch keine anderen kaufen oder leasen, sprich wir dann nix mehr haben!

Rein Fachlich bräuchten wir eine Staffel Jets etwa 346er, das sind 12 Stk! plus 3 zumindest gebrauch-generalüberholter Twins EF zusätzlich zu den 15 EFs
Bräuchten wir wirklich 12 M-346? Nur für den Stundendownload oder damit wir die Ausbildung von Italien wieder nach Österreich holen? Für die LRÜ wären die M-346 doch auch wieder eine ungeeignete Lösung. M-346 wären für mich nur dann sinnvoll, wenn man gleichzeitig von M-346 direkt auf den EF Single Seater in Österreich wechseln könnte, also ohne Lecce und ohne Laage Aufenthalt. Nachdem andere Nationen das mittlerweile auch so machen und Piloten direkt auf single seater Fighter wechseln würde das zum einen Kosten sparen und zum anderen das Know-how in Österreich belassen. Mit der heutigen Simulator Technik und etwas mehr M-346 Stunden bzw. EF Sim sollte das doch möglich sein.

Acipenser
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Acipenser »

Ja, weil sonst alle in der Werft, Hersteller oder woauchimmer sind, wenn wir nur 3 oder 6 Exemplare kaufen würden! Statistisch aber auch in der Praxis belegbar. Wieviel Saab 105 sind wirklich immer einsatzbereit?
Die Ausbildung in Italien hat den Sinn mit Erfahrenen Kampfpiloten sich austauschen zu können und von den Erfahrungen zu lernen. Auch fehlt uns in Österreich zunehmend an Lehrpersonal (Techniker,....)
Eine Staffel 346 wäre ja für andere Aufgaben als die der LRÜ gedacht. siehe Aufgabenheft, das militärische!
Ich versteif mich nicht auf die 346, wäre aber eine interessante Kombi zum EF. Twins, insbesondere EF haben darüberhinaus Aufgaben zu erfüllen, die wir heute nicht abdecken können.
Der Kauf einer Schulungsstaffel (zB346) gebe einen Motivationsschub, auch fürs Personal und deren Anwerbung, und die brauchen wir beim ÖBH dringender als.....

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Grüne für Luftraumüberwachung ohne Eurofighter

https://orf.at/stories/3154022/

BH: Eurofighter-Zukunft offen

https://radiothek.orf.at/oe1/20200211 ... 419099000



Tolle Idee: Das wäre eine regelrechte Einladung zur Verletzung des österreichischen Luftraums mit Kampfflugzeugen (Denn abfangen könnte man diese nicht mehr.) und der Abstieg des Bundesheeres auf das Niveau einer 3. Welt-Armee. Und alles was stärker motorisiert wäre als ein Turboprop könnte gar nicht mehr kontrolliert werden.

forumla1express hat geschrieben:
Di 11. Feb 2020, 17:27
Nachdem andere Nationen das mittlerweile auch so machen und Piloten direkt auf single seater Fighter wechseln würde das zum einen Kosten sparen und zum anderen das Know-how in Österreich belassen. Mit der heutigen Simulator Technik und etwas mehr M-346 Stunden bzw. EF Sim sollte das doch möglich sein.
Welche? Selbst die Schweiz hat neben der PC-21 auch F/A-18D zur Ausbildung. Österreich ist das einzige Land in Europa, das keine Doppelsitzer betreibt und die nötigen Stunden teuer zukaufen muss.

Meines Wissens gibt es nur ein Flugzeug, bei dem vom AJT direkt auf den Einsitzer gewechselt wird und das ist die F-35.
Zuletzt geändert von theoderich am Di 11. Feb 2020, 20:18, insgesamt 2-mal geändert.

opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

Dr4ven hat geschrieben:
Di 11. Feb 2020, 09:34
1. Update der 15 EF, wenn möglich auf Kosten von Airbus, das +3 Twins kann man jetzt getrost vergessen
2. Verschleuderung von belastungsfreiem Staatsvermögen und Leasing von 12+2 Gripen C/D
D.h. Erhöhung der Flugstunden des Gripen/EF und ersatzloses Auslaufen der SAAB 105, da ja hier wohl niemand ernsthaft daran glaubt, dass eine ÖVP noch einmal 2 Mrd. locker machen wird, wenn zugleich der Rest des Bundesheeres am sprichwörtlichen Zahnfleisch kriecht.

Das Ehrlichste wäre ein NATO Beitritt - aber die wollen uns ja auch nicht! - und die Stationierung einer Staffel Eurofighter der Deutschen (DAS wäre dann der Treppenwitz des Jahrhunderts!) in Zeltweg.
Ein "Update" des Eurofighter ist nicht notwendig. Es wäre schön, wenn man hier mit der Entwicklung Schritt halten würde aber für das, wofür sie bei uns eingesetzt werden, ist kein Update nötig. Das einzige was man im Auge behalten muss, ist der rechtzeitige Austausch von Systemen, für die es in Zukunft keine Ersatzteile mehr geben wird oder diese sehr teuer sein werden.

Die NATO hilft dort, wo sie hingehört, nämlich an der Grenze zu Russland z. B. im Baltikum, Rumänien etc. In Österreich würde erstens sicher niemand anderer den Luftraum überwachen und wenn doch, dann würde das entsprechend kosten. Und da reden wir noch gar nicht von den Prinzipien der Hoheit eines Staats über sein Staatsgebiet.

Jedem, der von NATO- oder EU-Armee fantasiert, muss klar sein, dass dies DEUTLICH HÖHERE Militärausgaben bedeuten würde, denn hinsichtlich Budgets würden sich diese sicher nicht an Österreichs BIP-Prozenten, sondern eher an denen der NATO (2 % des BIP) orientieren. Und da reden wir wie gesagt mal nur von Geldbeträgen, die viel entscheidendere Frage, wer dann über diese Beträge und deren Einsatz die Kontrolle hat, wird damit noch gar nicht gestellt.

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

opticartini hat geschrieben:
Di 11. Feb 2020, 19:21
Ein "Update" des Eurofighter ist nicht notwendig. Es wäre schön, wenn man hier mit der Entwicklung Schritt halten würde aber für das, wofür sie bei uns eingesetzt werden, ist kein Update nötig. Das einzige was man im Auge behalten muss, ist der rechtzeitige Austausch von Systemen, für die es in Zukunft keine Ersatzteile mehr geben wird oder diese sehr teuer sein werden.
Jeder, der die Konzepte des BMLV für die Luftraumüberwachung und die dazugehörigen Fähigkeitenkataloge kennt, sieht das bestimmt nicht so.

Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin »

theoderich hat geschrieben:
Di 11. Feb 2020, 20:04

Jeder, der die Konzepte des BMLV für die Luftraumüberwachung und die dazugehörigen Fähigkeitenkataloge kennt, sieht das bestimmt nicht so.
So ist es!
Noch dazu man verliert Tag für Tag den internationalen Anschluss. Wenn unsere nicht regelmäßig mit den 74er üben würden, wäre man wieder in den 70/80er. Aber unsere machen ja nur Luftpolizei da muss man von Taktik usw nix verstehen. Wenn man sich ansieht wie oft zb die Schweizer im Monat an einem deutschen oder französischen Tanker hängen sieht man das die auch nur Luftpolizei als Hauptaufgabe haben gell.

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