Mehrzweckhubschrauber

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theoderich
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Re: Mehrzweckhubschrauber

Beitrag von theoderich »

Hubschrauberkauf (1568/J)
5. Wie sieht der Zeitrahmen für die Beschaffung aus?
  • Zu 5:

    Es ist vorgesehen, die wirkungsorientierte Folgenabschätzung im Herbst 2018 abzuschließen. Vorbehaltlich des Ergebnisses derselben ist der Start des erforderlichen Verfahrens zur Nachbeschaffung des Hubschrauberpaketes in der ersten Jahreshälfte 2019 und für das Mobilitätspaket im 4. Quartal 2018 geplant.
6. Welcher budgetäre Rahmen wurde für die 12 Hubschrauber fixiert?
  • Zu 6:

    Der budgetäre Rahmen ist derzeit Gegenstand von Verhandlungen der Ressorts:

    Bundeskanzleramt
    BMÖDS
    BMF
    BMLV
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX ... ndex.shtml

Anfang Juni 2017 wollte man "noch vor der Wahl" ausschreiben (Der Hauptausschuss hat am 7. Juni 2017 den Wahltermin für 15. Oktober 2017 festgesetzt.) ...

http://www.doppeladler.com/forum/viewto ... 820#p54820

Und im Ministerratsvortrag vom 22. August war für die WFA ebenfalls noch ein ganz anderer Zeitrahmen beabsichtigt:
  • Hubschrauber- und Mobilitätspaket für die Sicherstellung des Katastrophenschutzes durch das Österreichische Bundesheer
    Die vollständige wirkungsorientierte Folgenabschätzung für die genannten Vorhaben soll, unter Einbindung von BMöDS und BMF, bis Ende September 2018 abgeschlossen sein. Vorbehaltlich des Ergebnisses derselben ist der Start des Verfahrens zur Nachbeschaffung einer Hubschrauberflotte sowie der dringend notwendigen Transportfahrzeuge innerhalb des laufenden Kalenderjahres beabsichtigt.
    https://www.bundeskanzleramt.gv.at/-/be ... ugust-2018
Die ÖVP ist damit als große "Errungenschaft" hausieren gegangen - jetzt wird alles blockiert:
Die neue Volkspartei

Bundesheer:
Neue Ausrüstung für
besseren Katastrophenschutz.


Unser Bundesheer sichert nicht nur die militärische Landesverteidigung, sondern übernimmt auch eine wichtige Schutzfunktion im Katastrophenfall. Dafür braucht es die beste Ausrüstung. Deshalb hat die Bundesregierung ein Katastrophenschutzpaket beschlossen, um das Bundesheer mit besseren Transportmitteln am Boden und in der Luft zu stärken.

Auf einen Blick:
  • Die Regierung stärkt das Bundesheer durch neue Ausrüstung, um auch in Zukunft im Katastrophenfall betroffenen Menschen Schutz und Hilfe geben zu können.
  • Damit wird das Bundesheer vor allem für größere Hochwassereinsätze oder Lawinenabgänge besser gerüstet sein.
Katastrophenschutzpaket im Detail:
  • Ein militärisches Hubschrauberpaket ersetzt 24 alte Mehrzweckhubschrauber aus dem Jahr 1967.
  • Das Mobilitätspaket umfasst außerdem geländegängige Lastkraftwägen, Funktionsfahrzeuge, Zugmaschinen, sowie Tiefladeanhänger. Dafür sind 30 Mio. Euro vorgesehen.
  • Im Rahmen einer Sonderfinanzierung soll das Beschaffungsverfahren noch innerhalb dieses Jahres starten.
Im Vordergrund steht dabei der duale Nutzen der Beschaffungen, da die neue Ausrüstung sowohl für militärische Einsätze als auch zur Gewährleistung eines effektiven Katastrophenschutzes verwendet werden kann.
https://www.mitdabei.at/wp-content/uplo ... esheer.pdf

Dokumenteigenschaften:
  • Erstellt am: 22.08.2018 08:57:30
Dieses PR-Material ist noch vor dem Ministerrat entstanden!

chuckw hat geschrieben:
Sa 27. Okt 2018, 09:43
Es jammert hier keiner, es geht um den drohenden Fähigkeitsverlust. Dieser ist nur abzuwenden wenn bei der Anschaffung der 12 Mehrzweckhubschrauber der Terminus technicus Bewaffnung zumindest mit einer zB 12,7 oder 20mm Maschinenkanone (inkl. HMSD etc.) einher geht...aber auch das ist zu wenig, nimmt man europäische Standards oder schaut man in die Nachbarländer, dann könnte man die Beschaffung für einen Fähigkeitsaufbau in punkto Bewaffnung nutzen. Die Hinunternivellierung der Ansprüche muss ein Ende haben. Sonst fliegen wir bald zivile Helis mit grüner Farbe und der Aufschrift "Achtung gefährlich"...

Zumindest eine Bewaffnung wie bei der PC-7 sollte möglich sein:
  • Kompensationsgeschäfte Beschaffungen des Bundesheeres 1983 bis 1995 (Zu 789 d.B.)
    b) FN, Belgien

    Im Zusammenhang mit dem Ankauf der Bewaffnung des Pilatus-Porter-Schulflugzeuges durch das Bundesministerium für Landesverteidigung bei der belgischen Firma FN – Fabrique National (vertreten in Österreich durch BDP Wehrtechnik Ges.m.b.H.) (Information des Bundesministeriums für Handel, Gewerbe und Industrie durch das Bundesministerium für Landesverteidigung über erteilten Zuschlag an FN am 11. Oktober 1983) wurde die nachstehende Gegengeschäftsvereinbarung in Form eines inte­grierenden Bestandteiles des Grundvertrages des Bundesministeriums für Landesverteidigung mit FN geschlossen: Kompensation 70%, Erfüllungszeitraum 1. Jänner 1982 bis 31. Dezember 1988, Listen­vorlage jeweils zum 30. Juni und 31. Dezember eines jeden Jahres, erstmals zum 31. Dezember 1983, 10% Pönale.

    Die Konditionen wurden auf die Konditionen des Gegengeschäftsvertrages im Zusammenhang mit der Beschaffung des Pilatus-Porter-Schulflugzeuges (von der Firma PRB, Konto Nr. 27) abgestimmt.

    Vertragserfüllung bereits am 30. August 1985 mit einem Überhang zugunsten des Unternehmens in Höhe von 310 544 S.
    https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX ... ndex.shtml
Bild
http://www.bundesheer.at/cms/artikel.php?ID=5967

Bild
https://www.fnherstal.com/en/product/machine-gun-pods

Bild
https://dillonaero.com/product/gunpodweaponsystem/

Bild
http://fz.be/products.php?p=3

Z.B. mit ungelenkten Raketen:
Und vielleicht lasergelenkten Raketen, wie diesen hier:

Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das BMLV ein Bewaffnungspaket in einer Qualität ordert, wie es Ungarn getan hat:

An potentiellen Bewaffnungen gäbe es z.B. auch:
Zuletzt geändert von theoderich am Do 8. Nov 2018, 05:02, insgesamt 5-mal geändert.

iceman
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Re: Mehrzweckhubschrauber

Beitrag von iceman »

Ich wollte mit "Gejammer" natürlich keinen auf die Füsse treten!
Die Type des Schulungshubschraubers ist ja noch umbekannt, wenn jetzt 12 + 6 H135M angeschafft werden würden, schaut die Sache auch schon wieder anders aus...

theoderich
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Re: Mehrzweckhubschrauber

Beitrag von theoderich »

"Ohne Regelbudget kommt der nächste Einbruch"
OÖN: Wie viele Piloten haben Sie in den vergangenen Jahren an die Privatwirtschaft verloren?

Andreas Putz: Mehr als ein Dutzend. Die haben sich verständlicherweise gesagt: Wenn ich aufgrund der Einsparungen – etwa beim Sprit – nicht mehr fliegen kann, dann suche ich mir eben etwas anderes. Wir haben damit Millionen in die Ausbildung dieser Piloten investiert, diese aber zu wenig lange nutzen können.

Die Bundesregierung hat ein Sonderbudget für die Neuanschaffung von Hubschraubern beschlossen – ein Lichtblick?

Die Finanzierung ist angekündigt, aber wie weit sie gesichert ist, ist unklar. Ein wesentlicher Faktor wird sein, wie viele Hubschrauber wir als Ersatz für die Alouette III bekommen werden. Um die Fähigkeiten der Luftunterstützung aufrechterhalten zu können, wären zwei Staffeln gut. Acht bis zehn je Staffel sind dabei das Minimum. Zusätzlich ist auch noch die Schulung zu berücksichtigen.

Die Regierung hat aber auch die Aufstockung der Black-Hawk-Flotte beschlossen.

Ja, drei Stück mehr – das bewerte ich schon sehr positiv. Ich möchte auch festhalten, dass es bei der Luftunterstützung eine hervorragende Kameradschaft gibt. Ohne den Zusammenhalt der Mannschaft wären die schwierigen Zeiten, speziell seit 2013 unmöglich zu schaffen gewesen. Die Mitarbeiter sind schließlich das eigentliche Kapital. Und deren Fähigkeiten haben uns auch international große Anerkennung gebracht. Gewinnen wir daher wieder das nötige Personal und gibt es das neue Gerät, dann sehe ich eine Chance auf eine positive Zukunft. Wir haben vieles eingeleitet – das betrifft unter anderem die Transportflugzeuge "Hercules" C-130. Hier investieren wir in die Nachtflugfähigkeit.

Zurück zum Sonderbudget für die Hubschrauber. Reichen derartige Finanzierungsmodelle, um die Einsatzfähigkeit des Heeres nachhaltig sicherzustellen?

Nein, Sonderbudgets sind zwar gut, aber wir benötigen dringend ein höheres Regelbudget. Denn, um nur beim Personal zu bleiben: Die Entwicklung ist hier zwar positiv, aber im Budget ist dafür keine Vorsorge getroffen. Wenn also beim Regelbudget nichts passiert, dann kommt der nächste Einbruch.
https://www.nachrichten.at/oberoesterre ... 69,3048771

theoderich
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Re: Mehrzweckhubschrauber

Beitrag von theoderich »

Der neue Herr der Heeres-Helikopter: "Wir haben einen Piloten-Engpass"
Manche Helikopter des Heeres versehen seit fast einem halben Jahrhundert Dienst. Wo ist der Handlungsbedarf am größten?

Wolfgang Wagner: Wir sind die letzte Armee der Welt, bei der die Alouette III noch im Dienst steht. Wir haben weltweit die letzten Ersatzteile, die es noch gibt, wie Rotorblätter zusammengekauft. Man kann sagen, die Alouette hat treu gedient, war immer ein fleißiges Arbeitstier. Aber jetzt ist es Zeit für die Pension. Es gibt bereits Zusagen aus dem Ministerium, dass die Alouette III bis 2023 ausgemustert wird und zwölf neue Mehrzweckhubschrauber angekauft werden.
https://www.nachrichten.at/oberoesterre ... t4,3052226

iceman
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Re: Mehrzweckhubschrauber

Beitrag von iceman »

Wie sind die Schweizer eigentlich mit ihren ec635 zufrieden?

theoderich
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Re: Mehrzweckhubschrauber

Beitrag von theoderich »

Hier ein paar Artikel aus der früheren Truppenzeitung der Schweizer Luftwaffe:
  • Der neue Helikopter: Eurocopter EC635
    «Das Cockpit ähnelt jenem des Cougar» (Armee aktuell. Zeitschrift der Schweizer Luftwaffe, 2/2008, p. 4-5)
    ARMEE aktuell hat sich mit Major im Generalstab Werner Tarnutzer, Chef Einführung EC635, über sein neues Arbeitsgerät unterhalten.
    Was sind für Sie als Pilot die auffälligsten Unterschiede zur Alouette III?

    Die Avionikausrüstung des EC635 ist viel komplexer und bietet mehr Möglichkeiten als jene der Alouette. Rein fliegerisch liegt der grösste Unterschied beim Fusseinsatz bei den Pedalen. Der ummantelte Heckrotor – Fenestron genannt – erfordert viel Pedaleinsatz im Schwebeflug, aber fast keinen im Vorwärtsflug. Da die Hauptrotoren der beiden Helikopter nicht in die selbe Richtung drehen, muss der Pedaleinsatz auf der anderen Seite getätigt werden. Einen weiteren fliegerischen Unterschied stellt das Kufenlandegestell des EC635 dar. Es ist anders zu handhaben als die Räder der Alouette III.

    Wie ist es möglich, die derzeit noch 35 Alouette und den VIP-Helikopter Dauphin durch nur 20 EC635 zu ersetzen?

    Das Schlüssel-Element ist die hohe Verfügbarkeit des EC635. Ein moderner Helikopter hat einen geringeren Wartungsaufwand und kürzere Standzeiten für die Bereitstellung und den Betrieb. Dies ergibt eine hohe Verfügbarkeit, was
    wiederum die kleinere Flottengrösse bei gleichbleibendem Leistungsangebot ermöglicht.
    Welchen Mehrwert bietet der EC635 für die Schulung der Helikopterpiloten?

    Das Cockpit des EC635 hat eine ähnliche Philosophie und Bedienungscharakteristik wie jenes des Cougar und des modernisierten Super Pumas. Dadurch können viele Einsatzverfahren bereits auf dem kostengünstigeren EC635 ausgebildet
    werden. Bei der Umschulung auf den Cougar kann man dann auf diesem Know-how aufbauen. Der Ausbildungsaufwand auf dem Cougar kann somit reduziert werden.
  • Der Eurocopter EC635 aus Sicht des Bodenpersonals
    Neuer Helikopter ist äusserst zuverlässig (Armee aktuell. Zeitschrift der Schweizer Luftwaffe, 1/2009, p. 7)
    Stocker und Risi sind voll des Lobes für den EC635. «Der Helikopter ist sehr pflegeleicht und wartungsarm. Mehraufwand gegenüber der Alouette III verursachen allerdings die Kufen. Der EC635 kann nicht mehr so einfach aus der Halle geschoben werden wie eine Alouette III», so Luftfahrzeugkontrolleur Risi. Für die Wartung, so Mechaniker Stocker, seien die Kufen dagegen von Vorteil: «Es gibt keine Probleme mehr mit Bremsen und undichten Stossdämpfern.» Bezüglich der Zuverlässigkeit stosse der EC635 in neue Dimensionen vor. So sagt Stocker mit leichtem Bedauern: «Nach meiner Ausbildung am Triebwerk hatte ich mich auf interessante Arbeiten gefreut. Wir mussten aber nach inzwischen mehr als 1000 Flugstunden noch keine einzige Reparatur vornehmen.» Die Arbeit gehe ihm trotzdem nicht aus: «Der Hersteller sendet uns regelmässig ‹Alert Service Bulletins› mit denen er verlangt, dass gewisse Baugruppen gründlich überprüft werden, um Zwischenfällen vorzubeugen.»
  • Eurocopter EC635
    Neuer Helikopter bewährt sich im Alltag (armee.ch Luftwaffe, 2/2010, p. 10-11)
    Bewährt habe sich die Ähnlichkeit der Cockpit-Logik von Cougar und EC635: «Wir haben uns während des Umschulungskurses im Helikopter sofort zuhause gefühlt, die Logik ist ähnlich, einige Instrumente sind sogar identisch», sagt Oberstleutnant im Generalstab Tarnutzer.

    Dieses Jahr hat der EC635 die Alouette in der Pilotenausbildung abgelöst. Tarnutzer rechnet damit, dass auch die Pilotenschüler bei ihrer späteren Umschulung auf den Cougar von der Ähnlichkeit profitieren werden. Doch die komplexe Bordelektronik habe nicht nur Vorteile: «Die Anforderungen an den EC635 waren hoch, er verfügt über diverse Funksysteme und eine vollständige Instrumentenflug-Ausrüstung. Dadurch hat der Helikopter natürlich an Eigengewicht zugelegt, was sich in grossen Höhen auf die mögliche Zuladung auswirkt», so der Chef Einführung. Im Gegenzug ermögliche die Zusatzausrüstung, neu auch nachts und bei schlechtem Wetter Einsätze zu fliegen, was mit der Alouette III nicht möglich gewesen sei. Der technische Fortschritt von rund 40 Jahren, der zwischen Alouette und EC635 liegt, zeigt sich in weiteren Punkten: «Wir können nun mit der Standardkonfiguration von vier Passagieren und hohen Geschwindigkeiten quer durch die Schweiz fliegen. Die Rückmeldungen bezüglich Komfort und Lärm sind dabei sehr gut.» Und nicht zuletzt sei mit dem zweimotorigen Helikopter auch die Sicherheit gestiegen.
    Sepp Bellmont, Mechaniker und Loadmaster auf dem Militärflugplatz Alpnach, wurde bereits Ende 2008 als Loadmaster, Windenoperateur und Rettungsflughelfer auf dem EC635 ausgebildet. Er bezeichnet den Helikopter als komfortabel und wartungsfreundlich. Besonders hebt er den ummantelten Heckrotor hervor: «Wenn man rund um den Helikopter arbeiten muss, ist das ein grosser Gewinn an Sicherheit.» Positiv schlage auch die hohe Geschwindigkeit zu Buche, beispielsweise beim Lastenflug: «Man ist rasch am Einsatzort und trifft dort mit mehr Treibstoffreserve ein. Auch der eigentliche Transport läuft schneller ab.» Zudem sei er überrascht gewesen, wie viel Last man auch auf 2700 Metern über Meer mit dem EC635 noch bewegen könne. Ein weiterer Pluspunkt sei die Rettungswinde mit dem 50 Meter langen Seil – doppelt so viel wie bei der Alouette III: «Die Winde ist stufenlos regelbar und angenehm zu bedienen. Die Seillänge reicht für unsere typischen Einsätze bestens aus und im Innern des Helikopters ist genug Platz für den Patienten vorhanden. » Als Nachteil im Betrieb des Helikopters nennt Bellmont die Kufen, die das Rangieren am Boden erschwerten.

opticartini
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Re: Mehrzweckhubschrauber

Beitrag von opticartini »

Wie sieht es eigentlich mit (militärischen) Nutzern des EC135M außerhalb Deutschlands und der Schweiz aus? Ich finde teilweise sehr unterschiedliche Angaben.

Der AgustaWestland AW109 scheint diesbezüglich weiter verbreitet zu sein, wobei er aber auch schon länger am Markt ist.

theoderich
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Re: Mehrzweckhubschrauber

Beitrag von theoderich »

MADER Georg: Will the Airbus H145M be Europe’s future light helicopter? Part 1 (19. Oktober 2018)
Defence IQ: Mark, when you brought several military delegations to the Hungarian live-firing range to demonstrate the ‘Hforce’ equipped H145M helicopter, the officers present were from Kazakhstan, Iraq, Poland, and Austria. A request for proposal (RFP) is expected from Austria anytime this year.

However, some would argue that an H145M is “overkill” as a light helicopter replacement for systems such as the Alouette III or OH-58. How would you respond to those claims?


Henning: First of all, we are happy working with our Hungarian partners, and overjoyed with the successful demonstration which was attended by more than a dozen delegates who came here to Bakony.

First and foremost, we know that Austria has to replace their “Alouettes”, and the notion of “overkill with regards to the H145M is nothing new. However, we firmly believe the H145M is the right system. Judging from the procurement parameters we received last year from the Austrians – via a request for information (RFI) – for a light multirole helicopter, we are convinced that the H145 ticks all of the boxes.

The H145M is in compliance with questioned performance-parameters. While it is slightly larger than the aircraft it may replace, it has substantial performance improvements that outweigh the additional one-tonne maximum take-off weight (MTOW). This is why we are expecting an RFP.
Defence IQ: Absolutely. In many first world countries – who could easily afford incremental aircraft upgrades – aircraft can stay in service for up to 50 years. What is your original equipment manufacturers (OEMs) approach to this market reality?

Henning: We don’t expect to operate the helicopters for 20 years, which is a stark contrast to the Alouettes which have been in operation for over 50 years. While an AW169 costs around 30 per cent more in acquisition, when taking operational costs into account, competitors are operating at a similar cost bracket. And with regards to RFPs, we want potential customers to be aware of this fact.

The running costs are the bread and butter. For a lifespan of 20+ years, buyers have to consider the cost of permanent availability, constant flying, protection of their population or borders, training – and decide when operating them becomes too expensive.

On the other hand, a buyer can procure an AW109 which is cheaper. However when operating costs come into consideration, the overall price is similar to an H145 – but now you have an aircraft with worse performance.

Defence IQ: Other factors such as mountain-aptitude might be essential. Older aircraft such as Alouettes and Indian Lamas are legendary in this regard.

Henning: Contemporary aircraft – such as ours – excel in mountain-aptitude. In fact. last year we received a certification for 20,000 ft service-ceiling for the 145T2 series. Nothing in Europe reaches 6,000 metres. Nobody in our segment matches that.

We also benefit from excellent “hot and high” performance. When temperatures increase in high altitude areas, it can make flying very difficult. The capability to operate in hot and high environments is integral for procurement in the current market as you need to have the access power and remaining lift-factor to navigate low air density and high ambient temperature regions.

Some aircraft do not excel in this category, such as the MD902 Explorer, which is highly susceptible to adverse weather at this altitude, and that situation can result – and has resulted – in fatal accidents. The H145 has the access power required to operate safely in these scenarios.
https://www.defenceiq.com/air-forces-mi ... ter-future


MADER Georg: Will the Airbus H145M be Europe’s future light helicopter? Part 2 (19. Oktober 2018)
Defence IQ: Does the configuration you presented here at the live-firing demonstration need to be installed in all model variants?

Henning: No, not at all. Let’s say I have acquired 12 helicopters – but only four electro-optics (Elop) systems. Since I will not use all of them in the same role at the same time, I can pursue a strategy of intelligent role management throughout the fleet.

For example, our EC145 any can lift between eight and ten passengers/soldiers, depending on their equipment. So it has a genuine transport capability. Meanwhile, a smaller aircraft may only permit the transport of four or five soldiers. In addition, it can be outfitted weapons if necessary. The foundations and wiring are there for weapons to be installed and uninstalled depending on the situation.

Defence IQ: Can you elaborate a little deeper on the Hforce weapons with regards to targeting sensors, visors and the general structure?

Henning: The idea behind Hforce is that all the aircraft have built-in foundations to attach weapons, independent of how many sets of armament buyers acquire. You can purchase the helicopter on its own without weapons – that’s called ‘option-0’.

Defence IQ: So when an option-0-user later decides to arm half of the fleet, they will also need the armament interface unit and the weapons computer, correct?

Henning: The weapons computer is not included in option-0, only the airframe-related provisions. The dedicated calculator-unit is plugged in via four line-replaceable units (LRU) and is activated via the mission-switches on the control panel, once you decide to utilise one of the three armament-options.
  1. Option-1 contains a single-eyed simple helmet-visor for the pilot. In practice, the pilot can utilise one or two weapon pods, which can be armed with an FN-Herstal 12,7mm Machine Gun (MG), a similar 20mm cannon-pod solution by Nexter or 70mm unguided rockets by FZ, fired from 9-tube or 12-tube pods by Thales.
  2. Option-2 expands upon option-1, and also includes an electro-optical IR/laser gimbal, such as the Wescam MX-15 which was used during the live demonstration. The sensor enhances strategic capabilities, as the weapons can be used by a co-pilot. In addition, tactical information is displayed onto the screens of other Helionix cockpits, providing shared data capability and increased connectivity.
  3. Option-3 includes everything from option-1 and option-2, but buyers now receive laser-guided FZ275LGR rockets, which are best utilised against single targets. In practice, targets can be marked by the helicopter-crew before launch or by a third “pointer" and even ground troops. We tested and demonstrated manned-unmanned teams to great success ‘with Schiebel in Austria in early 2018 – via a UAV. With regards to cost, a simple LGR will range in the thousands; meanwhile, a Hellfire can cost half a million.
Defence IQ: How have buyers responded to these different packages?

Henning: Hungary – whose military leadership wants to improve rotary capabilities – has selected option-3 for their 20 H145Ms. Meanwhile, Serbia has chosen option-2 for their nine H145Ms. With respect to customer confidentiality, I will refrain from commenting on other buyers.

Defence IQ: These countries are covering very large land masses with a small number of helicopters. Theoretically, Austria would have to operate a few rotary assets from various dispersed locations. How many sets of specialized tools or test gear per aircraft will the users need and what does this mean for a national support base?

Henning: With regards to your first point, that is an obsolete approach. For example, consider the German Automobile Association (ADAC) with their EC-135s and the German rescue-flying-service-watch (Rettungsflugwacht) with EC145s. All over Germany, they operate single platforms.

The daily technical service and checks are done by the paramedic, the second man there. There is no technician based on all sites. The authorities and the manufacturer regularly appear to verify if all pre-flight checks were completed and align with regulations.

On the H145 there is a 400 and 800-hour annual inspection. Medical-services regularly reach the 800-hour bracket in peacetime. The 800-hour inspection is usually combined with annual control. And that’s it. That logistical footprint is negligible – compared to an AB-212 for example, while an undoubtedly great aircraft for the time, it was considerably personnel intensive.

Defence IQ: Regarding the personnel required – if there is a new customer, what do you propose with respect to initial training, and for how many personnel?

Henning: What we usually include is a rating for flight-crews and ground-crews at our own training academy in Donauwörth. If you are a jet-pilot with a multi-engine licence, it requires just 10 hours acquiring your type-rating for the 145T2. And there is also a type-rating for instructor-pilots, with additional hours. A buyer can also request dedicated NVG-training or a course on other specialized equipment, such as the hoist, winch and EW-gear. We can offer this as part of the contract. In a basic package, we include training for at least two-pilots, two technicians and one avionic-specialist per helicopter.

Defence IQ: Per helicopter? This means, that for 20 aircraft – as is the case for Hungary – there are 40 pilots sent to Donauwörth, or 60 ground-crew

Henning: Potentially. During the bidding-processes, customers can tough negotiators. They buy 20 units but may want to include 90 pilots and 120 technicians to be trained and certified. The number of personnel will be negotiated as part of the contract.

Defence IQ: Along with Serbia and Hungary, the Czechs have also attended demonstrations. Not to mention Austrian interest. All of these nations are in close proximity. Are you intending to advertise the H145M as a “regional block” solution – perhaps on a broader logistical basis and with a regional MRO centre? You may even consider combined crew-trainings?

Henning: That would be logical. Just a few weeks ago, there were press releases of a renewed German-Hungarian armament partnership. And of course, one can build a similar axis between ourselves, Vienna, Budapest or Belgrade, with the latter now removed from any sanctions/limitation list.

Defence IQ: Finally, you are well aware of the legal avalanche initiated by the former Austrian Socialist defence minister, Doskozil, in early 2017 against Airbus, the selected supplier of the 15 Austrian Eurofighter Typhoons from 2003.

Doskozil – who now is in a provincial government – also has called out for a “ban” on all assets that wear the Airbus label. But – as you mentioned – the Austrian RFI for multi-role helicopters has been received under the administration of Minister Kunasek from the Freedom Party. Could this be the start of a new relationship between Airbus and Austria?


Henning: The unwanted hodgepodge with Eurofighter is a reality with this customer – and it may happen again as a result of their medial political landscape. Nevertheless, it is a fact that Airbus-Helicopters as an entity has nothing to do with the Eurofighter GmbH and its four national partners.

We have no combined international activities, business process or cross-employed individuals. Moreover, our company is a French body, with the head office in Marignane. Formally, we never experienced any “rejection” in Vienna, although we are aware that we – undeservedly – are in the spotlight. That said, our product will speak for us.
This article originally appeared in the Defence Industry Bulletin Issue #19 October 2018
https://www.defenceiq.com/air-forces-mi ... ter-part-2

opticartini
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Re: Mehrzweckhubschrauber

Beitrag von opticartini »

Das mag ja sein, dass "Airbus Helicopters" nichts mit "Eurofighter" zu tun hat, entscheidend für die politische Bewertung ist aber die öffentliche Wahrnehmung. Und die sieht nun mal so aus, dass Eurofighter mit Airbus gleichgesetzt wird. Also: Schlechte Optik, an der man arbeiten wird müssen.

Woher die Behauptung der AW109 habe eine "schlechtere Performance" als der H145 kommt, kann ich nicht nachvollziehen. Die Leistungsdaten sind sehr ähnlich, der AW109 hat geringfügig schwächere Triebwerke, ist auf der anderen Seite aber auch leichter.

theoderich
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Re: Mehrzweckhubschrauber

Beitrag von theoderich »

opticartini hat geschrieben:
Mi 7. Nov 2018, 23:37
Woher die Behauptung der AW109 habe eine "schlechtere Performance" als der H145 kommt, kann ich nicht nachvollziehen. Die Leistungsdaten sind sehr ähnlich, der AW109 hat geringfügig schwächere Triebwerke, ist auf der anderen Seite aber auch leichter.
Mark Robert Henning ist Senior Program Manager bei Airbus Helicopters und verantwortlich für die Entwicklung der H145 und H145M. Natürlich wird er ein Konkurrenzprodukt nicht über den grünen Klee loben.

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