C-130K "Hercules"

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propellix
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Re: C-130K "Hercules"

Beitrag von propellix »

7L-WF hat geschrieben:
Sa 14. Nov 2020, 23:26
Werden die wenigstens an andere Länder verliehen bzw. Aufträge für andere Länder durchgeführt so das sie Cash generieren?
Das ist wegen der Neutralität nicht so einfach; aber wegen der Auslandseinsätze des ÖBH sind die Herks ganz gut ausgelastet.

7L-WF
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Re: C-130K "Hercules"

Beitrag von 7L-WF »


muck
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Re: C-130K "Hercules"

Beitrag von muck »

theoderich hat geschrieben:
Sa 14. Nov 2020, 15:51
Eines ist sicher: Man wird sich erst dann Gedanken über einen Ersatz machen, wenn die Verschrottung der drei C-130K kurz bevorsteht.
Deutschland stellt gerade in relativer Nähe zu Österreich eine A400M-Staffel auf, die gemeinsam mit Partnerländern betrieben werden soll, denen es an eigener Lufttransportkapazität fehlt. Die Ungarn sind bereits eingestiegen.

Die Möglichkeiten reichen vom Ankauf garantierter Flugstundenkontingente bis hin zur Entsendung eigener Crews mit Einbindung in nationale Strukturen. Vielleicht wäre das etwas für Österreich.

Die Konditionen sind großzügig, weil die Deutsche Luftwaffe im Gegenzug dafür, dass man ihr die Flotte nicht – wie ursprünglich beabsichtigt – um 13 Maschinen gestrichen hat, Partner ins Boot holen muss, um den Kostendruck zu senken und für eine gleichmäßigere Auslastung zu sorgen.

alps_spirit
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Re: C-130K "Hercules"

Beitrag von alps_spirit »

Klingt theoretisch gut. Das kleine Luxemburg lässt ihren einzigen A400 auch von Belgien betreiben.

Aber nachdem die A400 nicht gerade vor Zuverlässigkeit strotzt, grösser und somit im Vergleich zur Herc auch teurer im Bereich Unterhalt und Anschaffung ist wäre das für mich eine suboptimale Lösung.

Da schließe ich mich "propellix" an: gebrauchte Herc wären am besten. Denn was eine neue Juliet mit guter Ausstattung kosten würde übersteigt alles was in Ö durchgehen würde. Gerade im Vergleich zu den neu zu beschaffenden A169 Helis...sorry, aber so wird bei uns nun mal mit Äpfel und Birnen verglichen.

Wolfgang
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Re: C-130K "Hercules"

Beitrag von Wolfgang »

Ich glaube aber, dass man noch keine gebrauchten Js bekommt. Die wird es nur neu geben. Aber wenn man rechnet das man sie sehr lange haben wird, sollte es gehen.

7L-WF
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Re: C-130K "Hercules"

Beitrag von 7L-WF »

Wieso verwendet man für Flüge in Länder wo auch normale Zivile Maschinen landen nicht diese?
Man könnte ja auch EU weit den Flug ausschreiben und schauen welche Charter Airline da mit macht.

theoderich
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Re: C-130K "Hercules"

Beitrag von theoderich »


muck
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Re: C-130K "Hercules"

Beitrag von muck »

alps_spirit hat geschrieben:
So 15. Nov 2020, 09:41
Klingt theoretisch gut. Das kleine Luxemburg lässt ihren einzigen A400 auch von Belgien betreiben.
Das geht bei diesem Verband munter gemischt zu. Die Techniker und Piloten kommen von beiden Staaten und arbeiten auch an allen acht Maschinen zusammen.

In Lechfeld ist es ähnlich. Die Maschinen gehören zwar Deutschland und fliegen mit deutschen Hoheitszeichen, können aber auch mit rein ungarischen Crews in rein ungarische Abläufe eingebunden betrieben werden.

Freilich sind die Nutzungsrechte an der Transportleistung davon abhängig, wie viele Flugstunden die Partnerluftwaffe einkauft.
alps_spirit hat geschrieben:
So 15. Nov 2020, 09:41
Aber nachdem die A400 nicht gerade vor Zuverlässigkeit strotzt, grösser und somit im Vergleich zur Herc auch teurer im Bereich Unterhalt und Anschaffung ist wäre das für mich eine suboptimale Lösung.
Das Thema Zuverlässigkeit hat sich seit dem FADEC-Update zum Glück beinahe erledigt; gegenwärtige Fehlzeiten betreffen in aller Regel nicht das Luftfahrzeug an sich, sondern Abgänge an die Industrie für Nachrüstungen, die eigentlich im Serienstandard verbaut sein sollten, zu Gunsten einer früheren Inbetriebnahme aber zurückgestellt waren.

Da zeigt der Pfeil also nach oben.

Was die Kosten für die Anschaffung angeht, die trägt bei der MNUA ja Deutschland. Und Unterhaltskosten fallen lediglich für die tatsächlich eingekauften Flugstunden an.

Dass die A400M größer und schwerer ist, stimmt natürlich. Die Güterabwägung hier bezieht sich wohl auch darauf, wo künftige Bundesregierungen Auslandseinsätze in Angriff nehmen wollen. Umso weiter man geografisch ausgreift, umso sinnvoller wird das größere Flugzeug.
alps_spirit hat geschrieben:
So 15. Nov 2020, 09:41
Da schließe ich mich "propellix" an: gebrauchte Herc wären am besten
Vermutlich, obwohl der Zeitpunkt ungünstig ist. Zwar werden weltweit gerade viele C-130-Flotten erneuert oder gegen A400M, KC-390 und andere ausgetauscht, aber in den meisten Fällen verhält es sich wie bei den Belgiern oder Briten – die ggf. gebraucht zur Verfügung stehenden Maschinen sind uralt und könnten nicht mehr lange weiterbetrieben werden.

Einzige Ausnahme sind vielleicht die Vereinigten Staaten. Vielleicht hilft ja das State Partnership Program, dort den Fuß in die Türe zu bekommen, denn normalerweise gehen die älteren amerikanischen C-130 an die Reserve.
7L-WF hat geschrieben:
So 15. Nov 2020, 12:23
Wieso verwendet man für Flüge in Länder wo auch normale Zivile Maschinen landen nicht diese? Man könnte ja auch EU weit den Flug ausschreiben und schauen welche Charter Airline da mit macht.
Nun ja, ins heutige Kosovo kann man zur Not auch zivil fliegen, über bleiben jedoch Einsätze wie im Tschad. Und verlegte man sich auf eine Charter-Lösung, würde niemand mehr Gelder für einen Militärtransporter bereitstellen wollen, und man könnte die Luftkomponente des ÖBH allmählich auf Drehflügler beschränken.

Zweitens macht solch eine Lösung aus militärischer Sicht nur Sinn, wenn sie wie z.B. SALIS aufgezogen wird, wo fast rund um die Uhr zwei An-124 mitsamt Crews bereitstehen und außerdem der Auftragnehmer weitere Maschinen zeitnah vorhält. Denn ohne Aufwuchs- und Reaktionspotential verbietet sich ein solcher Weg eigentlich.

Aber in der Regel finden Auslandseinsätze in Ländern statt, wo zumindest die generelle Möglichkeit einer Verschlechterung der Sicherheitslage besteht. Auch im Kosovo bestand bis vor wenigen Jahren noch die Möglichkeit, dass wieder gewalttätige Unruhen aufflammen, und was dann – wenn die Charter-Airline sagt: Danke, aber nein danke?

Auch für die Evakuierung eigener Staatsbürger aus Krisen- oder Katastrophengebieten sind taktische Transporter eigentlich unerlässlich. Für Geschichten wie Libyen 2011 braucht man einen Flieger, der zur Not auch auf unvorbereiteten Staubpisten landen und das ein oder andere Einschussloch wegstecken kann.

Maschin
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Re: C-130K "Hercules"

Beitrag von Maschin »

Das mit Lechfeld schön und gut. Aber keines der erwähnten Länder gibt seine Transportstaffeln auf sondern kaufen (auch mit eigenen Besatzungen) Transportkapazität dazu was man zb mit der Casa C-295 nicht abdecken kann.

Wenn Österreich beim Programm in Lechfeld hingegen mitmacht war es das mit der Lufttransportstaffel in Hörsching und das bedeutet alles was man sich mit der Herc mühsam aufgebaut hat wird zerstört weil ich kann mir nicht vorstellen das man sich 3-4 Hercs in naher Zukunft leisten will. Weil so billig wie damals wirds auch mit gebrauchten Juliettes bestimmt nicht werden.

cliffhanger
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Re: C-130K "Hercules"

Beitrag von cliffhanger »

muck hat geschrieben:
So 15. Nov 2020, 03:19

Deutschland stellt gerade in relativer Nähe zu Österreich eine A400M-Staffel auf, die gemeinsam mit Partnerländern betrieben werden soll, denen es an eigener Lufttransportkapazität fehlt. Die Ungarn sind bereits eingestiegen.
Was ist eigentlich aus diesem Ungarischen Multinationalen - C-17 Dings geworden ...funktioniert das ?
https://de.wikipedia.org/wiki/Strategic ... Capability

Anscheinend nicht - sonst würden die Ungarn nicht neue Partner suchen....

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