Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

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Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin » Do 18. Jul 2019, 07:18

Natürlich ist es technisch möglich, aber was ich bezweifle ist, dass zwei-drei EF-Twins die rund 20 Saab-105 ersetzen können.
Das letzte mal das es noch 20 Saab 105 gab war vor rund 10 Jahren.
Zuletzt geändert von Maschin am Do 18. Jul 2019, 08:47, insgesamt 2-mal geändert.

Tribun
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Tribun » Do 18. Jul 2019, 07:25

Und was ist jetzt die Wahrheit betreffend Ersatzteile?

öbh
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von öbh » Do 18. Jul 2019, 14:00

und die verbleibenden 12 S105 haben militärisch gesehen weder als Düsentrainer noch für die LRÜ einen Sinn.

Acipenser
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Acipenser » Do 18. Jul 2019, 14:24

Die Saab 105 sind da weil sie da sind. Man hat noch Piloten, Techniker von denen viele demnächst in Pension gehen, ähnliches bei den AB212. Daher hat man diese Systeme weitergeführt.
Für die LRÜ brauchen wir Überschallflugzeuge also Eurofighter, ob Einsitzer oder Twins, egal. Daher ist es nur logisch 3 Doppelsitzer zur Systemschulung EF gebraucht oder neu(wertig) zu kaufen.
Wenn Anschuldigungen im Raum stehen, wie bei den Ersatzteilen ist es normal das ermittelt wird, nach 3 oder 5 oder10 Jahren wird dann eingestellt, wenn nicht angeklagt wird, das ist normal.
Hilft uns aber nicht weiter, den das Militärbudget ist zu niedrig, da helfen Untaugliche zu Teil auch nicht. Die ÖVP fängt da wieder Diskussionen an die nix bringen werden, denn auch im Rettungsdienst brauchen wir besser bezahlte Fachkräfte als Besenkräfte!
Wer den Krieg nicht selbst erlebt hat weis offensichtlich nicht das es Geld braucht um diesen zu verhindern. Die Politik sollte sich was schämen dauernd so unsinnige Diskussionen anzufangen und die Mannschaften ständig im Regen stehen zu lassen!

Übrigens fliegen lernt man mit der DA 40, Kampfpilot sollte man in den USA bei den Profis lernen, meinetwegen auch bei Putin und Systemrelevant geschult sollte man dann auf Eurofighter eben in einen Doppelsitzer werden. Ob in Laage oder dann eben in Zeltweg ist doch klar.

Nur wenn man mit kampferprobten Piloten, zB in den USA mal geflogen ist, weis man auf was man sich im Einsatzfall da einlässt oder eben anders reagiert, daher helfen uns Unterschalltrainer in Österreich gegen NULL! EF Doppelsitzer brauchen wir seit 2008!

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich » Fr 26. Jul 2019, 23:22

Interessantes Detail:
  • Österreich:
    Quantensprung: Draken jetzt mit "Sidewinder" ausgerüstet, in: Truppendienst, H 2 (1994), p. 163
    Die Lieferung der ersten von den etwa 200 bis 250 beim amerikanischen Hersteller bestellten "Sidewinder" in der verbesserten Version P4 ist für frühestens 1995 geplant. Die AIM-9P3 können dann für Übungszwecke weiterverwendet bzw. im Zuge von Schießübungen aufgebraucht werden.
    https://bibisdata.bmlv.gv.at/187979.pdf
Und 12 Jahre später:
  • Bundesheer beschafft Iris-T, in: Truppendienst, H 2 (2006), p. 120
    Bereits bei der Ausschreibung für die "Draken"-Nachfolge, die letztlich zugunsten des Eurofighter "Typhoon" entschieden wurde, war auch die Ausrüstung der neuen Kampfflugzeuge mit 20 Kurzstrecken-Luft-Luft-Lenkwaffen und vier Mittelstrecken-Luft-Luft-Lenkwaffen enthalten. Von der IRIS-T werden vorerst etwa 20 Stück beschafft, eine Aufstockung der Stückzahl ist bei Bedarf jederzeit kurzfristig möglich.
    http://www.bundesheer.at/truppendienst/ ... php?id=432
37,5 % weniger Kampfflugzeuge mit 90 - 92 % weniger Lenkwaffen.

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich » Sa 27. Jul 2019, 16:20

Eurofighter: Probleme auf dem Radar
Nicht durchgehend, aber grundsätzlich stehen sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang bereit: je zwei diensthabende Piloten im Bundesheer, die in ihrer Flugbox auf einen Alarm warten. Fliegt eine Maschine in den österreichischen Luftraum und gibt beispielsweise via Funk keine Informationen preis, steigen die Bundesheerflugzeuge in die Luft und versuchen, Kontakt aufzunehmen.

Das passiert entweder mit der Saab 105 oder mit den Eurofightern. Das Problem: Ab dem kommenden Jahr wird der erste Flugtyp höchstwahrscheinlich ausfallen. Seine Lebensdauer reicht nur bis 2020. Es gibt allerdings keinen Plan, wie die Saab-Flieger ersetzt werden. Und ob sich das Bundesheer mit ihnen auch von den Eurofightern verabschieden soll. Für die Abfangjäger steht 2021 ein wichtiges, aber kostspieliges Update bevor. Wenn man sich von den Eurofightern verabschieden möchte, würde es sich vor der Investition anbieten.

Die Zukunft der Luftraumüberwachung in Österreich ist also unklar. Möglich (aber sehr teuer) wäre es, dass im Ernstfall die Eurofighter alle Flugstunden übernehmen. Oder Flugstunden geleast werden, wie man es jetzt in Italien bei der Ausbildung der Eurofighter-Piloten macht. Im schlimmsten Fall müssen die Flieger in manchen Situationen aber auch am Boden bleiben.
"Die Entscheidung hätte eigentlich schon vor fünf Jahren gefällt werden sollen", heißt es im Bundesheer. Das Problem sei aber, dass es keine Deadline, keinen Tag X gebe. "So hat jeder die Entscheidung vor sich hergeschoben."

Tatsächlich ist die Frage nach der Zukunft der österreichischen Luftraumüberwachung kompliziert, ein Urteil zu fällen ist langwierig - und auch politisch gefährlich. Denn egal, wie man sich entscheidet, es wird die Republik sehr viel Geld kosten.
https://diepresse.com/home/innenpolitik ... -dem-Radar Ich habe den Artikel nicht gelesen (Paywall), aber ich möchte wetten es ist wieder einmal Altbekanntes neu verpackt.

Edit.: Hier der Text in den wesentlichen Auszügen. Ich habe mich nicht geirrt: Alter Wein in neuen Schläuchen.

Und selbstverständlich gezielte Fehlinformationen, wie die Behauptung, es würde 2021 ein "kostspieliges Update" der Eurofighter bevorstehen. Neue IFF-Transponder für die "horrende Summe" von ca. 500.000 EUR pro Stück - daran wird die Republik Österreich zugrunde gehen!

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich » Mo 5. Aug 2019, 23:23

Das ist zu komisch:

19th Annual
International Fighter
12 - 14 NOVEMBER 2019 | MARITIM PROARTE HOTEL, BERLIN, GERMANY
CONFERENCE DAY TWO: 13 NOVEMBER 2019
DELIVERING THE FUTURE COMBAT AIR SYSTEM: DRIVING PACE AND AFFORDABILITY


1430 RENEWAL OF THE FIGHTER FLEET: AUSTRIA’S PATH TO MODERNISATION
  • Austria’s geopolitical position: aligning capability to Eastern Europe’s volatile security environment
  • Evaluating near and mid-term acquisition priorities to augment current capability and renew combat aircraft
  • Transforming the flight training syllabus to prepare for
Brigadier General Rupert Stadlhofer, Commander Airspace Surveillance Brigade, Austrian Air Force
https://plsadaptive.s3.amazonaws.com/ec ... 2935a4e4e6


Hier eine geplanter Vortrag des neuen Kommandanten der Luftstreitkräfte für die Konferenz "Air Power Eastern Europe 2019", die vom 10.-12. Dezember in Salzburg stattfinden wird:
HOST NATION ADDRESS: ALIGNING CAPABILITY FOR AUSTRIAN AIR POWER DOMINANCE
  • An assessment of Austria’s position to the current security situation within Eastern Europe
  • How has the capability of the Austrian Air Force developed to counter a hybrid threat?
  • Ensuring combat readiness for future peer threats through effective multinational training and deployments
Major General Wolfgang Wagner, Commander, Austrian Air Force
https://plsadaptive.s3.amazonaws.com/ec ... 920fce287c

"Austrian Air Power Dominance" :-))) Dabei fehlen uns Personal, Flugzeuge, Sensoren, Bewaffnung, Infrastruktur und Betriebsmittel, um jemals mehr als eine lückenhafte Luftraumüberwachung zustande zu bringen!

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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini » Di 6. Aug 2019, 08:07

theoderich hat geschrieben:
Mo 5. Aug 2019, 23:23
Das ist zu komisch:

"Austrian Air Power Dominance" :-))) Dabei fehlen uns Personal, Flugzeuge, Sensoren, Bewaffnung, Infrastruktur und Betriebsmittel, um jemals mehr als eine lückenhafte Luftraumüberwachung zustande zu bringen!
Also bei diesen Vorträgen würde ich gern "Mäuschen" spielen.

Wie heißt es so schön: "Kein Plan überlebt die erste Feindberührung."

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Doppeladler
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Doppeladler » Di 6. Aug 2019, 10:38

Das ist hoffentlich nur ein Übersetzungsfehler und etwas wie "sovereignty" ist gemeint.
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theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich » Mi 14. Aug 2019, 21:53

Bericht der Evaluierungskommission zur aktiven Luftraumüberwachung (3691/J)
1. Bitte um sofortige Übermittelung des Berichts an den Landesverteidigungsausschuss.

2. Sollten Sie diesen nicht übermitteln, bitte um umfangreiche Darlegung der Gründe für diese Entscheidung.

a. Welche Gründe sehen Sie für die bisherige Geheimhaltung des Berichts?

3. Welche Optionen zur zukünftigen Sicherstellung einer aktiven Luftraumüberwachung Österreichs stehen laut des Berichts zur Verfügung und mit welchen Kosten sind diese Optionen laut Bericht jeweils verbunden?
  • Zu 1,2 und 3:

    Der interne Bericht der Evaluierungskommission „aktive Luftraumüberwachung“, der Optionen zur zukünftigen Sicherstellung einer aktiven Luftraumüberwachung Österreichs enthält, wurde im Juni dieses Jahres über die Wehrsprecher den im Parlament vertretenen Parteien zur Verfügung gestellt.
6. Welche weiteren Maßnahmen wurden seit Erhalt des Berichts und der Expertise aus anderen Ministerien im BMLV gesetzt?

a. Welche Empfehlung gaben Expert_innen Ihres Ressorts bezüglich der zukünftigen Gestaltung der österreichischen Luftraumsicherung basierend auf den Ihnen vorliegenden Informationen?
  • Zu 6:

    Es wird derzeit im Ressort ein umfassender Bericht zum Zustand des ÖBH erstellt, der im September 2019 von mir vorgelegt wird. Ich ersuche daher um Verständnis, dass eine weiterführende Beantwortung nicht möglich ist.
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX ... ndex.shtml

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