Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

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opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini » Mi 6. Mär 2019, 06:51

theoderich hat geschrieben:
Di 5. Mär 2019, 21:57
Die "Anforderungen Österreichs" erstrecken sich aber über die bloße "Nachtflugtauglichkeit" hinaus.
Dann nenne es eben anders wenn du Haarspalterei betreiben willst. Tatsache ist: Was muss der österreichische Abfangjäger können? Zu einam anderen Flugzeug hinfliegen, Kontakt aufnehmen, fotografieren. Und zwar auch bei Nacht. Darauf bezieht sich meine Verwendung des Begriffs "Nachtflugtauglichkeit" und dafür reicht dieser Helm.

Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin » Mi 6. Mär 2019, 12:54

opticartini hat geschrieben:
Mi 6. Mär 2019, 06:51

Dann nenne es eben anders wenn du Haarspalterei betreiben willst. Tatsache ist: Was muss der österreichische Abfangjäger können? Zu einam anderen Flugzeug hinfliegen, Kontakt aufnehmen, fotografieren. Und zwar auch bei Nacht. Darauf bezieht sich meine Verwendung des Begriffs "Nachtflugtauglichkeit" und dafür reicht dieser Helm.
Wenn es nach dir geht kann man ja auf die Lenkwaffe verzichten. Deine Argumente betreffen jede AirForce Weltweit was AirPolicing betreibt. Aber warum verzichten die ganzen Luftwaffen nicht auf zb Selbstschutz oder IRIS/FLIR? Warum zb fliegt die Schweizer QRA mit je 2x AIM-9X und 2x AIM-120C-7 und ATFLIR Pod? Oder die Briten, Finnen, Belgier usw? Eine AirForce sollte mehr können wie das reine AirPolicing. Dann kann man ja das tägliche Luftkampftraining auch gleich einstellen?

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich » Mi 6. Mär 2019, 17:39

Finnland hat nur Zielbehälter für lasergelenkte Bomben an der F/A-18 Hornet. Im Rahmen des HX-Programms ist aber sicher ein IRST gefordert (Merkt man an den Kandidaten: JAS-39E, F-35A, Eurofighter und Rafale haben alle ein integriertes IRST.):

Preliminary Assessment for Replacing the Capabilities of the Hornet Fleet
Final Report

Visual contact may be of great importance since the existence of a target, and the target itself, can only be positively confirmed visually. Within-visual-range (WVR) air combat and the use of supporting systems, such as helmet mounted cueing systems and close range air-to-air (A-A) missiles as well as short-range man-portable air-defence systems (MANPADS), essentially rely on the pilot’s or the shooter’s ability to continuously follow the target. Image creation technology is increasingly important in recognising air and surface targets and in solving questions associated with improving the detection range. Simultaneously, as visual detection and visual range need to be redefined as concepts due to improving sensor technology, the development of low-observability technology becomes highlighted.
IRST systems (infrared search and track) generate tracking information from airborne targets. While the IRST is a passive system, primarily in use alongside the radar, on a case-by-case basis it can even supersede the tracking information
generated by the radar.
There is renewed interest in passive sensors owing to the growing prevalence of stealth technology and electronic attack systems utilising digital radio frequency memory (DRFM) technology. As a rule, IRST systems detect airborne targets due to their infrared signatures, following which they generate the needed tracking information for the weapon system. The system can find and track airborne targets at a distance of approximately 50–100 km, which is considered to be sufficient for modern A-A missiles. More sophisticated IRST systems can also create images for target recognition, and for observation of surface targets.

A passive forward looking infrared system (FLIR), based on thermal imaging, and an electro-optical sensor (TV camera), which is normally incorporated into the system, compile data for tracking and identifying surface targets which can be used to launch missiles and bombs against surface targets at a distance of tens of kilometres. Some modern FLIR systems can also search, track and identify airborne targets, much like IRST systems.
https://www.defmin.fi/en/administrative ... .8931.news

Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin » Do 7. Mär 2019, 05:21

theoderich hat geschrieben:
Mi 6. Mär 2019, 17:39
Finnland hat nur Zielbehälter für lasergelenkte Bomben an der F/A-18.

Ich habe nicht den LDP gemeint. Finnland hat wie die Schweizer und Kanadische Flotte einen Scheinwerfer an der F-18.

theoderich
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich » Fr 8. Mär 2019, 22:08

Schmitt schreibt wieder Sch.....:

"Unser Heer hat Nachholbedarf"
General kritisiert deutlich den Zustand der Armee
Heer droht bereits nächstes Spar-Desaster

Und auch in den kommenden Monaten droht das nächste Spar-Desaster für Österreichs Streitkräfte: Weil die Kanzlerpartei ÖVP eine (natürlich nicht allzu populäre) Neubestellung von Abfangjägern so lange wie nur irgendwie möglich hinauszögern möchte, droht der Absprung weiterer ausgezeichnet ausgebildeter Bundesheer-Piloten in die Privatwirtschaft - obwohl durchaus bekannt ist, dass die komplette Schulung eines einzigen Eurofighter-Piloten acht Millionen Euro Steuergeld kostet.
https://www.krone.at/1879127

"[...] dass die komplette Schulung eines einzigen Eurofighter-Piloten acht Millionen Euro Steuergeld kostet" ... ein wenig Nachhilfe in Sachen Finanzpolitik bzw. Staatsfinanzierung wäre angebracht ...
Die Beschaffung und Einführung eines komplett neuen Flugzeugtyps kostet bekanntlich nichts, die Umschulung der Piloten ist gratis, die Flugzeuge können binnen weniger Monate geliefert werden - und Geld wächst auf Bäumen ...


https://de-de.facebook.com/krone.at/pos ... ?__tn__=-R




opticartini
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini » Di 12. Mär 2019, 23:05

Maschin hat geschrieben:
Mi 6. Mär 2019, 12:54
opticartini hat geschrieben:
Mi 6. Mär 2019, 06:51

Dann nenne es eben anders wenn du Haarspalterei betreiben willst. Tatsache ist: Was muss der österreichische Abfangjäger können? Zu einam anderen Flugzeug hinfliegen, Kontakt aufnehmen, fotografieren. Und zwar auch bei Nacht. Darauf bezieht sich meine Verwendung des Begriffs "Nachtflugtauglichkeit" und dafür reicht dieser Helm.
Wenn es nach dir geht kann man ja auf die Lenkwaffe verzichten. Deine Argumente betreffen jede AirForce Weltweit was AirPolicing betreibt. Aber warum verzichten die ganzen Luftwaffen nicht auf zb Selbstschutz oder IRIS/FLIR? Warum zb fliegt die Schweizer QRA mit je 2x AIM-9X und 2x AIM-120C-7 und ATFLIR Pod? Oder die Briten, Finnen, Belgier usw? Eine AirForce sollte mehr können wie das reine AirPolicing. Dann kann man ja das tägliche Luftkampftraining auch gleich einstellen?
Die Deutschen betreiben "AirPolicing" ohne PIRATE – sogar an der russischen Grenze.

Ein Selbstschutzsystem macht Sinn, da z. B. Einmann-Boden-Luft-Raketen ("MANPADs") weit verbreitet, günstig, einfach zu transportieren und zu bedienen sind und damit auch realistische Waffen im Arsenal von Terrororganisationen sind. Im Gegensatz zu einem (Stealth-)Kampfflugzeug.

Lenkwaffen machen ebenso Sinn, um wenn nötig auch kleine, wendige Flugobjekte (von denen es in Zukunft mehr geben wird, Stichwort: Drohnen) sicher aus der Distanz abschießen zu können.

Aber das ist nicht das Thema, nur weil A und B sinnvoll sind, heißt das nicht dass das auch auf C zutrifft. Insofern sind das keine Argumente, die man gelten lassen kann, denn sie haben mit der Sache nichts zu tun.

Das einzige was ich festgestellt habe (und das wiederhole ich gefühlt schon zum zehnten Mal) ist, dass ein IRST im Vergleich zu einem herkömmlichen FLIR wie z. B. diesem Helm-IR einen sehr geringen Zusatznutzen hat und da werfe ich die Frage auf, ob dieser geringe Zusatznutzen angesichts der chronischen Budgetknappheit sinnvoll ist (oder ob nicht besser woanders investiert werden sollte).

Ich habe nicht in Abrede gestellt, dass man irgendeine Form von Nachtsicht-Fähgikeit benötigt.

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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich » Fr 15. Mär 2019, 19:41

Das war zu erwarten: Die Nutzungsdauer der Saab-105OE wird schon wieder verlängert:

Kunasek verteidigt „System Eurofighter“ (Online seit gestern, 22.02 Uhr)
Eigentlich hätte die Regierung schon bis Ende 2018 entschieden sollen, wie die Luftraumüberwachung nach dem Ausscheiden der aus den 1960er Jahren stammenden Saab 105 sichergestellt wird. Nun sollen vorher der U-Ausschuss und laufende Strafverfahren abgewartet werden. Der Minister sieht dennoch Zeitdruck, weil die alten Jets nur noch bis 2020/21/22 betrieben werden könnten: „Mir war die Dringlichkeit und die Wichtigkeit dieser Angelegenheit ab der ersten Sekunde bewusst.“
https://orf.at/stories/3115136/

Maschin
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von Maschin » Fr 15. Mär 2019, 20:07

theoderich hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 19:41
Das war zu erwarten: Die Nutzungsdauer der Saab-105OE wird schon wieder verlängert:

Kunasek verteidigt „System Eurofighter“ (Online seit gestern, 22.02 Uhr)
Was will man verlängern wenn man heute schon steht? Die aktive LRÜ in Österreich
wie die Jet Schulung existiert eigentlich nur mehr am Papier. Wenn man die Realität ansieht kommt einen es kotzen. Aber das geht einem Kurz vorbei wie ein Furz.

chuckw
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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von chuckw » Sa 16. Mär 2019, 09:14

theoderich hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 19:41
Das war zu erwarten: Die Nutzungsdauer der Saab-105OE wird schon wieder verlängert:

Kunasek verteidigt „System Eurofighter“ (Online seit gestern, 22.02 Uhr)
Eigentlich hätte die Regierung schon bis Ende 2018 entschieden sollen, wie die Luftraumüberwachung nach dem Ausscheiden der aus den 1960er Jahren stammenden Saab 105 sichergestellt wird. Nun sollen vorher der U-Ausschuss und laufende Strafverfahren abgewartet werden. Der Minister sieht dennoch Zeitdruck, weil die alten Jets nur noch bis 2020/21/22 betrieben werden könnten: „Mir war die Dringlichkeit und die Wichtigkeit dieser Angelegenheit ab der ersten Sekunde bewusst.“
https://orf.at/stories/3115136/
Wie lange und mit wie viel Stück kann die Saab 105 denn wirklich noch betrieben werden?

Wenn man bedenkt, dass die Lieferzeit für die M346 mindestens 2 Jahre dauert, so muss man wohl situationselatisch sein. Selbst wenn man dieses Jahr noch bestellt wird vor Ende 2021 wohl kein neuer Trainer verfügbar sein.
Alles läßt sich durch Standhaftigkeit und feste Entschlossenheit erreichen. (Prinz Eugen v. Savoyen)

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Re: Evaluierungskommission Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich » Sa 16. Mär 2019, 09:48

Ich glaube nicht, dass ein Beschaffungsvorgang für einen neuen AJT eingeleitet wird, bevor die letzte Saab-105OE und der Eurofighter gegroundet sind und die aktive Luftraumüberwachung zusammengebrochen ist. D.h. nicht vor 2025.

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