ATF "Dingo 2"

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Acipenser
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Re: ATF "Dingo 2"

Beitrag von Acipenser » Mo 8. Jul 2019, 13:09

Bei den AC Aufklärungs-Dingos war eine Waffenstation sowieso nicht sinnvoll, da Platz für den AC Trupp und deren Fachspezifischer Ausrüstung notwendig war. Der AC Trupp sollte sowieso von einen anderen Dingo oder Pandur bedeckt werden und sich auf seine Kernaufgabe beschränken.
Was Möglich ist zeigt das die 3 Black Hawks doch noch bestellt wurden (2014 eben nicht). Daher gehe ich davon aus das langfristig die 36 weiteren Dingos gekauft werden. Zumal auch das Fahrpersonal fehlt oder schnell wieder abrüstet ist, eine Personalplanung begleitet der Beschaffung notwendig sein wird.

iceman
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Re: ATF "Dingo 2"

Beitrag von iceman » Mo 8. Jul 2019, 19:04

Der Dingo mag zwar ein durchaus gutes PatSiFahrzeug für Auslandseinsätze sein, warum man aber damit Jäger ausrüstet bleibt für mich ein Rätsel. Kleine Beatzung, Ein- und Aussteigen nur von der Seite möglich. Noch dazu eine teure Lösung: man braucht für eine Jägergruppe zwei Dingo.
Wäre ein gepanzerter Duro 6x6 für eine Jägergruppe mit selbiger Waffenstation nicht günstiger?

Acipenser
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Re: ATF "Dingo 2"

Beitrag von Acipenser » Sa 13. Jul 2019, 05:55

Ne der Dingo ist das richtige Fzg.: Weil in unwegsamen Gelände ein Dingo den anderen abschleppen kann, somit bleibt der Jägerzug mobil (Kennt jeder Wüstenbefahrer!). Weil durch die hohe Bauweise Minenbeständigkeit und Wattfähigkeit gegeben ist, weil ein Jägerteil den anderen Teil des Zuges Feuerschutz geben kann, weil man bei der modernen Jägerschule auf das ständige Aus und Einsteigen verzichtet. Weil man vom Pinzgauer auch seitlich (abgeplant) aussteigt. Weil man so einen Husar und einen Dingo im Jägerzug einsetzen kann, weil.....

weil durch den Dingo der Jägerzug eine Kampfwertsteigerung erfahren hat, die er mit nen Pinzgauer nie gehabt hätte.

iceman
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Re: ATF "Dingo 2"

Beitrag von iceman » Sa 13. Jul 2019, 07:39

Nur blöd, daß man zu wenige Kraftfahrer hat.

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Re: ATF "Dingo 2"

Beitrag von iceman » Sa 13. Jul 2019, 10:55

Acipenser hat geschrieben:
Sa 13. Jul 2019, 05:55
Ne der Dingo ist das richtige Fzg.: Weil in unwegsamen Gelände ein Dingo den anderen abschleppen kann, somit bleibt der Jägerzug mobil (Kennt jeder Wüstenbefahrer!). Weil durch die hohe Bauweise Minenbeständigkeit und Wattfähigkeit gegeben ist, weil ein Jägerteil den anderen Teil des Zuges Feuerschutz geben kann, weil man bei der modernen Jägerschule auf das ständige Aus und Einsteigen verzichtet. Weil man vom Pinzgauer auch seitlich (abgeplant) aussteigt. Weil man so einen Husar und einen Dingo im Jägerzug einsetzen kann, weil.....

weil durch den Dingo der Jägerzug eine Kampfwertsteigerung erfahren hat, die er mit nen Pinzgauer nie gehabt hätte.
In einer schmalen Gasse kann das aber zum Problem werden, wenn man die Türen nicht aufkriegt.
Ich bleibe dabei: Dingo für Auslandseinsätze, Aufklärer, Pioniere, Fernmelder, Militärpolizei, Kommandofrzg, ...aber nicht als Gruppenfzg für Jäger.
Dann in Konfig. 2 + 5 (nur ein Staukasten) pro Gruppe, dafür eine zusätzl. JgGruppe pro Zug.

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Re: ATF "Dingo 2"

Beitrag von theoderich » Sa 13. Jul 2019, 18:22

iceman hat geschrieben:
Mo 8. Jul 2019, 19:04
Wäre ein gepanzerter Duro 6x6 für eine Jägergruppe mit selbiger Waffenstation nicht günstiger?
Der Schutzlevel des Duro IIIP ist nicht so hoch, wie der des Dingo 2A3. Und diesen Typ gab es noch nicht, als das Bundesheer 2004 seine ersten Dingo 2 (ohne Ausschreibung und per Direktvergabe) bestellte.
  • Österreich/Deutschland
    Bundesheer beschafft 20 Allschutz-Transportfahrzeuge "Dingo" 2
    Die Entscheidung für den deutschen "Dingo" 2 fiel Ende September d. J.; beschafft wird die Version mit langem Radstand für den Transport von acht vollausgerüsteten Soldaten (inklusive Fahrer). Für die Typenentscheidung ausschlaggebend waren neben der Forderung, acht Soldaten transportieren zu können, auch die hohe Schutzwirkung gegen Beschuss und Minen, die vom "Dingo" 2 gewährleistet wird, sowie die Möglichkeit, auch andere Versionen dieses Fahrzeuges (ABC-Spürversion, Sanitätsversion, Aufklärungsversion) kaufen zu können.

    Die Beschaffung der neuen Fahrzeuge erfolgt im Rahmen jenes 17-Millionen-Euro-Sicherheitspaketes, welches das Bundesheer zusätzlich zum Verteidigungsbudget für 2004 erhalten hat. Der Nettogesamtsystempreis für die 20 Fahrzeuge inklusive Ausbildung und Dokumentation beläuft sich auf 13,3 Mio. Euro.
    https://bibisdata.bmlv.gv.at/192652.pdf
  • MOWAG DURO/EAGLE - geschützte Mobilität made in Switzerland (ASMZ 5/2007)
    Armasuisse beschaffte im Jahr 2006 sechs geschützte DURO IIIP für die «SWISSINT», welche dem Kunden im März 2007 ausgeliefert wurden. Anlässlich der Präsentation des Rüstungsprogramms 2007 Ende Februar hat Bundesrat Schmid
    angekündigt, auf Basis des DURO IIIP ein sogenanntes GMTF - Geschütztes Mannschaftstransport-Fahrzeug — für eine mögliche Beschaffung mit dem Rüstungsprogramm 2008 weiteren Truppenerprobungen zu unterziehen.
    https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=a ... :173::1295
iceman hat geschrieben:
Sa 13. Jul 2019, 10:55
In einer schmalen Gasse kann das aber zum Problem werden, wenn man die Türen nicht aufkriegt.
Und wie oft kommt das vor? Ein Dingo 2A3 ist ca. 2,39 m breit, ein Iveco LMV ca. 2200 mm (ohne Spiegel), der Pandur A2 ca. 2500 mm und ein Pandur EVO 2,67 m.

Trotzdem: Der Dingo 2A3 ist als Patrouillenfahrzeug ausgelegt - nicht als "Gruppenfahrzeug". Man benötigt zum Transport einer Jägergruppe in diesem Fall zwei Fahrzeuge und zwei Kraftfahrer.

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Re: ATF "Dingo 2"

Beitrag von iceman » So 14. Jul 2019, 14:40

In Ö/Mitteleuropa vielleicht nicht, in anderen Breiten schon.

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Re: ATF "Dingo 2"

Beitrag von iceman » So 14. Jul 2019, 14:41

In Ö/Mitteleuropa vielleicht nicht, in anderen Breiten schon.

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Re: ATF "Dingo 2"

Beitrag von Acipenser » Mo 15. Jul 2019, 19:15

Mist das mit der Waffenstation, früher wäre man über die Dachluke ausgestiegen, wenn die Türen geklemmt hätten, Hahaha!
Jetzt aber ernst: Die hohe Position des Dingos ist beim seitlichen Ausstieg sicher eine Gefahr unter Beschuss! Daher sitzenbleiben! und die ferngesteuerte GUN nutzen.
Aber klar ist das die Verfahrensweisen in einem (geschützten) Jägerzug eine andere ist als als noch vor Jahren gelernt. Ein bisschen mehr Panzergrenadier als ungeschützter Jäger.
Früher sind wir bei Milizübungen mit 4 Pinzgauer gefahren, 1 Vorausfzg., 2. Kdtfzg., und 3. Jäger und 4. Jäger. Dafür haben wir erst abgesessen die volle Wirkung entfaltet. Heute kann man in Fahrt, geschützt voll wirken.
Daher: 1. Vorausfzg. zB. Dingo, 2. Kdtfzg Husar, 3 und 4 je ein Pandur mit Jäger; eventuell 5. Fzg ein weitere Pandur um Jägerzahl aufzubringen, hat voll Wirkung! mehr als unsere alten Jägerzüge!

p.S.: Mein Fzgkdt im Pinzgauer war meist ein Wachmeister oder höher. Die haben alle einen Heeresschein! Also waren fast immer zwei Kraftfahrer in einen Zug, heute wären es halt 2 Fzg.! Aber ganz ehrlich der Dingo hat zwar nur halb so viele Mannschaften wie ein zusammengepferchter Pinzgauer aber die Packerln gehen sich dann nicht aus im Pinzi! Drum Anhänger für die Mannschaftspackerln die dann hinten über die Kupplung abspringen müssen!
Danke das da so viele Praktiker im Forum sind die wissen was Sie posten!

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