Pandur EVO

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iceman
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Re: Pandur EVO

Beitrag von iceman » Mi 5. Sep 2018, 21:28

Mit dem "Bundesheer zu groß" meinte ich eigentlich die Verwaltung. Meine Meinung dazu sollte schon bekannt sein.
Die derzeitige Gliederung und Spezialisierung der 4 Brigaden sagt eigentlich schon viel darüber aus, das da nicht mehr viel an Panduren kommen werden.
Außer man würde endlich anfagen bei der Verwaltung und Planstellen zu sparen, soll heißen bei Pensionierung nicht nachbesetzen. Dann besteht meinetwegen ein Milkdo. nicht mehr aus 400 Verwaltungsposten sondern nur aus 50.
Hauptsache die Militärmusik spielt und die Landesfürsten sind zufrieden!
Dann könnte man sich zusätzliche Pandure oder Dingos locker aus dem laufenden Budget leisten.

theoderich
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Re: Pandur EVO

Beitrag von theoderich » Mi 5. Sep 2018, 22:29

iceman hat geschrieben:
Mi 5. Sep 2018, 21:28
Die derzeitige Gliederung und Spezialisierung der 4 Brigaden sagt eigentlich schon viel darüber aus, das da nicht mehr viel an Panduren kommen werden.
Das wird man sehen. Es ist zu befürchten, dass man wieder 20 Jahre wartet, also bis der neue Pandur EVO und die aktuellen Pandur A2/A3 am Ende sind, bevor man den nächsten Mini-Auftrag für Radpanzer vergibt. Im Bereich der Mobilität fehlen zwischen 400 Mio. und 1 Mrd. EUR.

Und die Gliederung sagt überhaupt nichts über den Bedarf. Erst recht nicht die "Spezialisierung" - das sind beliebig austauschbare Bezeichnungen für Großverbände. "Kommando Schnelle Einsätze", "Kommando Gebirgskampf", "Schwere Brigade" und "Leichte Brigade" sind, ausgehend vom Ministerratsvortrag vom 20. Juni, ab 2019 sowieso Geschichte und heißen dann ganz anders.
iceman hat geschrieben:
Mi 5. Sep 2018, 21:28
Dann könnte man sich zusätzliche Pandure oder Dingos locker aus dem laufenden Budget leisten.
Da bin ich skeptisch. Sollte man tatsächlich Einsparungen in der Verwaltung erzielen, könnte sich die Politik veranlasst sehen, das Budget erneut radikal zu kürzen, sodass am Ende wieder Investitionen gestrichen werden. Das ist außerdem nichts, was kurzfristig funktioniert, sondern eher mehrere Jahre bis hin zu Jahrzehnten dauert. Ein hohes Regelbudget, aus dem die Investitionen bestritten werden können, ist sinnvoller.

iceman
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Re: Pandur EVO

Beitrag von iceman » Do 6. Sep 2018, 08:31

Ein hohes Regelbudget würde aber auch dazu führen, daß sich in der Verwaltung wieder nichts ändert.

Jetzt aber mal zum Evo: Ich hätte mir bei der Bewaffnung eher etwas in Richtung Kaliber 2 cm gewünscht.
Weiß man schon, welchem Verband die neuen Evo zugeteilt werden?

theoderich
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Re: Pandur EVO

Beitrag von theoderich » Do 6. Sep 2018, 13:13

Jägerbataillon 17 und Jägerbataillon 19.
iceman hat geschrieben:
Do 6. Sep 2018, 08:31
Jetzt aber mal zum Evo: Ich hätte mir bei der Bewaffnung eher etwas in Richtung Kaliber 2 cm gewünscht.
NEXTER hat auf der IDEX 2017 die fernbedienbare Waffenstation ARX-25 vorgestellt, ausgestattet mit einer 25 mm-Kanone und einem koaxialen 7,62 mm-MG (sowie einem Sensorkopf SAFRAN MPS LR). Sie wäre auch für den Pandur EVO interessant.

Bild
https://www.armyrecognition.com/idex_20 ... 02171.html

Ein vergleichbares System von Denel Mechatronics ist das Tactical Remote Turret, das eine 20 mm- oder eine 30 mm-Kanone aufnehmen kann. Im Gegensatz zur ARX-25 ist aber keine Integration von Lenkwaffen möglich:

Bild

Bild
http://www.denelvehiclesystems.co.za/al ... tronics/67

Ein Prototyp des Pandur II 6x6 war mit einem Delco Defense (heute: GDLS Canada) LAV-25 Turret System ausgestattet:

Bild
https://www.militaryimages.net/media/pa ... ret.17104/


Eine Waffenstation mit 30 mm-Maschinenkanone wäre vielleicht auch machbar:

Bild
http://ares.ind.br//new/en/land-systems/torc30.php

Bild
http://milnews.at/2018/fahrzeuge-heer/

Der VBTP-MR Guarani ist aber ein ziemlich großes Fahrzeug:
  • Höhe: 2340 mm
  • Breite: 2700 mm
  • Länge: 6900 mm
  • Gesamtgewicht: 18 t (Pandur EVO: 18,5 t)
  • Besatzung: 2+9
Zuletzt geändert von theoderich am Di 11. Sep 2018, 22:44, insgesamt 18-mal geändert.

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Re: Pandur EVO

Beitrag von Doppeladler » Do 6. Sep 2018, 15:34

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Re: Pandur EVO

Beitrag von iceman » Sa 8. Sep 2018, 20:12

theoderich hat geschrieben:
Do 6. Sep 2018, 13:13

NEXTER hat auf der IDEX 2017 die fernbedienbare Waffenstation ARX-25 vorgestellt, ausgestattet mit einer 25 mm-Kanone und einem koaxialen 7,62 mm-MG. Sie wäre auch für den Pandur EVO interessant.

Ja genau so etwas meine ich: Zumal es für dem Evo bzgl. Gewicht/Leistung kein Problemwäre, üsMG für Husar + Dingo.

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Re: Pandur EVO

Beitrag von chuckw » Fr 21. Sep 2018, 10:44

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Der neue Anstrich fehlt noch (falls er wirklich noch kommt).

PS: Ich bin zu blöd zum richtig einbetten...
Alles läßt sich durch Standhaftigkeit und feste Entschlossenheit erreichen. (Prinz Eugen v. Savoyen)

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Re: Pandur EVO

Beitrag von theoderich » Fr 21. Sep 2018, 14:48

Bild

Inklusive neuem Bildschirm für das Fahrernachtsichtgerät :-) Das Rundumsichtsystem wurde verkabelt und das Trittbrett an der Fahrzeugseite mit einer kleineren Ausführung ersetzt. Auch der Kabelschneider ist neu. Und sogar der Bodenbelag im Innenraum wurde geändert. Außerdem die Gestaltung der Klappen an der Oberseite des Mannschaftsraums und ihr Schließmechanismus:

Bild

Nur eines geht mir ab: Wo sind der Steuerknüppel und der Bildschirm für den Bordschützen?

Bild
https://www.facebook.com/bundesheer/pos ... ?__tn__=-R

https://www.facebook.com/brigadeclubder ... ?__tn__=-R


Der deutsche Spz Puma bekommt ebenfalls ein neues 360°-Rundumsichtsystem:

Bild
http://www.armadninoviny.cz/bvp-puma-pr ... ma-s1.html

chuckw hat geschrieben:
Fr 21. Sep 2018, 10:44
PS: Ich bin zu blöd zum richtig einbetten...
"Media Embed" von Facebook-Postings funktioniert nur bei mobilen Geräten. Auf dem Handy sehe ich den Beitrag - auf dem Laptop nicht ...
Zuletzt geändert von theoderich am Sa 22. Sep 2018, 13:26, insgesamt 11-mal geändert.

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Re: Pandur EVO

Beitrag von theoderich » Fr 21. Sep 2018, 16:08


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Re: Pandur EVO

Beitrag von Doppeladler » Fr 28. Sep 2018, 13:39

Mehr geschützte Mobilität für die Truppe: Bundesheer strukturiert Pandurflotte neu
28.09.2018 - Mannschaftstransportpanzer künftig neben Burgenland und Steiermark auch in Niederösterreich stationiert

Das Österreichische Bundesheer wird mit dem Zulauf von 34 neuen Pandur Evolution die Pandurflotte neu strukturieren. Ab dem Sommer 2020 verfügt das Bundesheer über 110 Stück des Mannschaftstransportpanzers Pandur mit der gleichen Waffenstation. Dazu kommen noch vier geschützte Sanitätsfahrzeuge.

Für Verteidigungsminister Mario Kunasek ist die mit dem Zulauf der neuen Fahrzeuge verbundene strukturelle Veränderung ein wichtiger Schritt Richtung Auftragserfüllung des Bundesheeres bei gleichzeitigem hohen Schutz der Soldaten im Einsatz:

„Die Sicherheit unserer Soldaten bleibt auch in Zukunft wesentlicher Bestandteil unserer Investitionen. Der Pandur ist ein bewährtes Fahrzeug der Infanterie, dass unseren Soldaten im Einsatz, z.B. im Kosovo oder Afghanistan, Schutz in schwierigen Situationen bot. Mit dem neuen Stationierungskonzept können wir das gewonnene Know-How aus Einsatz und Ausbildung auf eine Brigade verbreitern.“

Der Mannschaftstransportpanzer Pandur bietet den Infanteriesoldaten Schutz gegen Beschuss von Handfeuerwaffen, Splitter, und Minen. Die moderne Waffenstation bietet eine hohe Feuerkraft und gute Beobachtungsmöglichkeiten bei Tag und Nacht. Dadurch eignet sich das Fahrzeug besonders für den Einsatz im urbanen Raum sowie für Schutz- und Sicherungsaufgaben.

Der Pandur wurden bisher mit Schwergewicht beim Jägerbataillon 17 in Straß sowie beim Jägerbataillon 19 in Güssing betrieben. Neu dazu kommt nun, mit dem Jägerbataillon 33, der Standort Zwölfaxing. Alle drei Bataillone werden ab 1. Oktober der 3. Jägerbrigade (Brigade Schnelle Kräfte) unterstellt. Diese gehört neben der 6. Gebirgsbrigade, der 7. Jägerbrigade und der 4. Panzergrenadierbrigade zu den vier Landbrigaden des Bundesheeres.

Der neue Pandur EVO (Evolution) wird zur Gänze in der Südsteiermark stationiert. Die Straßer Jäger sind seit Einführung des Mannschaftstransportpanzers das Kompetenzzentrum für dieses Fahrzeug. Der Zulauf beginnt im Oktober 2018 und soll bis Mitte 2020 abgeschlossen sein. Im Zuge dessen werden die vorhandenen Fahrzeuge auf die Jägerbataillone 19 und 33 aufgeteilt. Mit Einnahme der Struktur werden die Bataillone der 3. Jägerbrigade jeweils über mehr als 30 Fahrzeuge, aufgeteilt auf je zwei Pandurkompanien verfügen.

Der neue Mannschaftstransportpanzer „Pandur Evolution“ wird von der Firma General Dynamics Land Systems – Steyr hergestellt. Aufgrund der starken Nutzung des Pandurs ist die Beschaffung einer neuen Generation, sowie die Aufrüstung der alten Versionen wichtig. Der neue „Pandur EVO“ soll nicht die ältere Flotte ersetzen, sondern diese vervollständigen. Das neu entwickelte Gerät verfügt über einen erhöhten Minenschutz, mehr Platzangebot im Inneren, Fahrsicherheit (Anti-Blockier-System), eine ABC-Anlage sowie eine leistungsfähigere Elektronik.

Der Pandur wird in Wien-Liesing gefertigt. Insgesamt sind 179 österreichische Unternehmen aus allen neun Bundesländern an der Produktion beteiligt – allein am Hauptstandort Wien arbeiten 250 Mitarbeiter von General Dynamics Land Systems – Steyr an der Produktion des Mannschaftstransportpanzers.
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