Pandur EVO

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theoderich
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Re: Pandur EVO

Beitrag von theoderich »


m.ileduets
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Re: Pandur EVO

Beitrag von m.ileduets »

"Heikle Fracht"?
- Die sollten doch schon einiges einstecken können!


theoderich
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Re: Pandur EVO

Beitrag von theoderich »

SCHOBER Obstlt Andreas: EVO und der Kraftlackl, in: Der Panther. Truppenzeitung des Jägerbataillons 17, 36. Jg., H 2 (2021), p. 12-13
p. 12 hat geschrieben:News vom Kompetenzzentrum Pandur "Evolution"

Nach der Unterzeichnung des Vertrages zur Nachbeschaffung von 30 Mannschaftstransportpanzern (MTPz) EVOLUTION wird die Verfahrenserprobung des Systems weiter fortgeführt. Dies ist unter anderem notwendig, da einzelne Verbesserungsmöglichkeiten am Fahrzeug umgesetzt wurden, die es nun in der Praxis zu testen gilt und gleichzeitig neue Komponenten zulaufen, die sich wesentlich auf die Nutzungsmöglichkeiten des Systems auswirken.

Verladung in die C-130 Hercules

Im Zuge der ersten Verfahrenserprobung wurde festgestellt, dass bei der Verladung des MTPz EVOLUTION in die C-130 Hercules punktuell zu hohe Gewichtsbelastungen im Bereich der Rampe der C-130 entstehen könnten. Eine zusätzliche Verladerampe, die die Belastung auf die C-130 reduziert, wurde beschafft und soll in den nächsten Monaten erprobt werden.

Wärmebildreduzierendes Tarnnetzsystem

Seit Ende April läuft die Erprobung des ersten Musters des Barracuda-Tarnnetzes der Fa. Saab für unseren EVOLUTION. Das Ziel ist die Aufklärbarkeit der einzelnen MTPz, vor allem auch aus der Luft als auch im Infrarotbereich, zu reduzieren.

Umbau der Zusatz-Panzerungsmodule

Die hervorragenden Schutzwerte des MTPz EVOLUTION bei ballistischem Beschuss werden unter anderem durch die angebrachten Zusatzpanzerungsmodule erreicht. Zur Schonung dieser Module wurden Panzerungsdummies angekauft, die vor allem im Ausbildungsbetrieb verwendet werden sollen. In den nächsten Wochen wird der möglichst rasche Umbau dieser Panzerngsmodule durch die Panzerbesatzung getestet.

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theoderich
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Re: Pandur EVO

Beitrag von theoderich »

Mannschaftstransport-Panzer PANDUR 6x6 EVO, in: MilizInfo, H 2 (2021), p. 16
Nachdem nunmehr 34 Fahrzeuge ausgeliefert und an die Truppe (JgB17) verliehen sind (die Leihe wird solange aufrecht erhalten bis Fahrzeuge die Versorgungs- bzw. Verwendungsreife erreicht haben) erfolgte die Beschaffung der zweiten Tranche ebenfalls als Gruppenwagen in einer Stückzahl von 30 weiteren PANDUR 6x6 EVO.
Die Konfiguration dieser Fahrzeuge unterscheidet sich von der ersten Tranche zum Teil erheblich.
Bei der ersten Tranche wurde darauf Bedacht genommen, dass alle Fahrzeuge mit der mitbeschafften Fahrschulausstattung adaptiert werden können. Damit soll eine gleichmäßige Belastung an gefahrenen Kilometern aller Fahrzeuge erreicht werden. Die zweite Tranche wird diese Adaptierung nicht aufweisen, sondern generell für Einbausätze C2 (Command/Control) und Cas-Evac vorbereitet sein.

Führung und Kontrolle (C2; „Command/Control“) als erste Ebene der Befehlsgebung bzw. -übermittlung findet als grundlegende Aufgabe militärisch strukturierter Befehlsgebung statt. Neben dieser Ausstattung wird auch eine neue zeitgemäße Bordsprechanlage integriert.
Die dringende Evakuierung und der Transport von Verwundeten vom Gefechtsfeld für den Fall, dass aufgrund der Verletzungen auf einen MedVac nicht mehr gewartet werden kann, wird zukünftig durch PANDUR 6x6 EVO mit CasEvac Ausstattung durchgeführt. Dabei können die Verwundeten sowohl liegend als auch sitzend evakuiert und transportiert werden.
Die Vereinheitlichung der Konfiguration der Bremsanlage wird ebenso umgesetzt, wie auch die Harmonisierung der Innenausstattung (Beleuchtung, Waffenhalterungen). Bei den insgesamt 64 Fahrzeugen werden genau die Hälfte mit Seilwinden ausgestattet sein.
Eine wesentliche Änderung zur ersten Tranche stellt eine technisch weiterentwickelte elektrisch fernbedienbare Waffenstation der Fa. ELBIT dar. Die Version MK2 unterscheidet sich sowohl baulich (kompaktere Bauweise) als auch in der Steuerungselektronik zum Teil erheblich von der bisherigen Konfiguration. Mit den optimierten Bedienfunktionen wird der Verantwortungsbereich des Panzerkommandanten deutlich erweitert ohne die grundsätzlichen Sicherheitsfunktionen zu beeinträchtigen

Es ist vorgesehen, dass in einem ersten Schritt 16 Waffenstationen der ersten Tranche PANDUR 6x6 EVO nachgerüstet werden. Die restlichen 18 Stück folgen dann im Anschluss.

Die Erkenntnisse nach umfangreichen Fahrerprobungen und erfolgter Softwareoptimierung der 360° Rundum-Sichtausstattung werden bei den nachbeschafften 30 Fahrzeugen in einem hohen Maß berücksichtigt. Dabei wird auf eine weitere Erhöhung der Sicherheit, verbunden mit einer Verbesserung der Bedienerfreundlichkeit durch eine zusätzliche Kamera, für den Fahrer besonderer Wert gelegt.
In diesem Zusammenhang wird das im ÖBH-Besitz befindliche Sprengmuster PANDUR 6x6 EVO im Laufe des Jahres einem zusätzlichen Sprengvorhaben zwecks Erkenntnisgewinns mit einer Mine mit höherem Sprengstoffgewicht unterzogen.
https://www.bundesheer.at/pdf_pool/mili ... be0221.pdf

Der EVO ist schon jetzt für einen Minenschutz nach STANAG 4569 Level 3b qualifiziert.
Level 3a: Schutz gegen 8-kg-Panzerminen (Blast) unter Rad oder Kette.

Level 3b: Schutz gegen 8-kg-Panzerminen (Blast) überall unter Wanne/Chassis.

Level 4a: Schutz gegen 10-kg-Panzerminen (Blast) unter Rad oder Kette.

Level 4b: Schutz gegen 10-kg-Panzerminen (Blast) überall unter Wanne/Chassis.
https://www.bundesheer.at/truppendienst ... php?id=248

Alexander-Linz
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Re: Pandur EVO

Beitrag von Alexander-Linz »

Hi,

Wie sieht eigentlich die "neue" Waffenstation aus beim EVO, habe mal was im Net gesucht, aber nix gefunden von ner MK2.

Wie funktioniert es eigentlich, nen Pandur von "normal" auf "San" umzurüsten? So ein "Einbausatz" ??

Lg

Robos
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Registriert: Do 24. Mai 2018, 20:56

Re: Pandur EVO

Beitrag von Robos »

Das ist relativ einfach! Man nimmt den Einbausatz und baut ihn, wie der Name schon sagt, ein.

Alexander-Linz
Beiträge: 31
Registriert: Di 28. Aug 2018, 20:23

Re: Pandur EVO

Beitrag von Alexander-Linz »

Ja is mir klar, das ein Einbausatz ist, doof bin ich ja auch nicht.

Aber bei der Hercules ist das z.b so ein weißer Kasten.
Reinschieben fertig.

Beim EVO, was muß raus usw...

theoderich
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Re: Pandur EVO

Beitrag von theoderich »

Vermutlich läuft es wie beim BvS10 MkIIB: Sitze im Mannschaftsraum aus- und CASEVAC-Satz einbauen. Beim BvS10 wird die Patientenliege am Träger der Minenschutzsitze befestigt.
ZWEIKER Klaus: Die Berücksichtigung der Fähigkeiten des Universalgeländefahrzeuges BvS10AUT in der taktischen Einsatzplanung der Gebirgsjäger. Masterarbeit (Wien, April 2019), p. 34 hat geschrieben:Das ÖBH beschafft beim BvS10AUT zwei Sanitätsausstattungssätzefür CASEVAC-Einsätze. Dazu können im hinteren Fahrzeugteil die Sitze selbständig durch die Truppe ausgebaut und durch eine Transportliege für Verwundete ersetzt werden. Damit können insgesamt ein liegender und zwei sitzende Verwundete oder vier sitzende Verwundete und zwei Sanitäter befördert werden.

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