Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

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theoderich
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von theoderich » Do 8. Aug 2019, 23:35

iceman hat geschrieben:
Do 8. Aug 2019, 23:29
Österreich hat sich zuletzt mit 20 Ulan an einer EU Battle-group beteiligt. Wie viele Züge sind das?
Das sind fünf Züge:
  • EDLER Johann: Panzergrenadiere waren da (die echten!), in: Grenadierexpress. Truppenzeitung des Panzergrenadierbataillons 35, 37. Jg., H 2 (2019), p. 6
    Panzergrenadierzüge, jede Panzergrenadierkompanie hat deren drei, sind der harte Kern des Panzergrenadierbataillons. Alle anderen Bereiche – Führung, Führungsunterstützung, Einsatzunterstützung – dienen dem effizienten Einsatz dieser Elemente, bestehend jeweils aus vier SPz ULAN und knapp 40 Soldaten in den verschiedensten Funktionen.
    https://bibisdata.bmlv.gv.at/192679.pdf

Robos
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von Robos » Sa 10. Aug 2019, 10:41

iceman hat geschrieben:
Do 8. Aug 2019, 22:18
Falls man wirklich ins Ausland schielt, würde das für Ö bedeuten zwei verminderte Kompanien mit je zwei Zügen..
Genau, da könnte man gleich die nehmen, die sich über Nacht vom GOLAN vertschüsst haben, weil es ja sooooooo gefährlich war !

tom69
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von tom69 » So 11. Aug 2019, 06:49

Robos hat geschrieben:
Sa 10. Aug 2019, 10:41
Genau, da könnte man gleich die nehmen, die sich über Nacht vom GOLAN vertschüsst haben, weil es ja sooooooo gefährlich war !
Ja, es war gefährlich! Der Grund für den Abzug des österr. Kontingents war aber nicht das höhere Risiko, sondern die Tatsache, dass die UN nicht bereit war das Mandat an die geänderte Situation anzupassen, d.h. Änderung des Mandats gem. Chapter VI der UN-Charta auf Chapter VII. Dies hätte den Soldaten nämlich die Möglichkeit gegeben den Auftrag zu erfüllen und nicht nur zuzusehen.
Das war nicht der Fall, ein EInsatz vor Ort deshalb sinnlos und offen gesagt auch zu gefährlich für unsere Soldaten und deshalb richtigerweise der Entschluss zum Abzug!
Und es war ganz und gar nicht "über Nacht!".

Bitte bei der Wahrheit bleiben!

iceman
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von iceman » Mo 12. Aug 2019, 22:11

Minenschutz an der Wanne hin oder her: die Kette ist hin und mit dem Panzer gibt es kein Vorwärtskommen mehr. Hätte in diesen Szenario ein Radpanzer (bei einem ausgefallenem Rad) nicht mehr "Charm"?? Der könnte sich wenigstens von der Stelle bewegen??

theoderich
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von theoderich » Mo 12. Aug 2019, 22:19

Es geht nicht darum, dass sich das Fahrzeug noch bewegen kann, sondern darum, dass die Besatzung die Explosion einer Mine oder IED überlebt. Wenn bei einem Radpanzer eine Mine unter dem Rad explodiert, kann sich das Fahrzeug normalerweise auch nicht mehr bewegen.

Bild

Bild
https://www.facebook.com/media/set/?set ... 851&type=1


Sogenannte RunFlat Inserts helfen lediglich bei Beschuss - nicht bei Minenexplosionen:

Bild


https://runflatinternational.com/produc ... at-system/

Bild
https://defense-update.com/20060726_ding.html

Acipenser
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von Acipenser » Sa 17. Aug 2019, 00:56

Glücklicherweise sind viele IEDs von minderer Qualität, was die Überlebenschancen im gehärteten oder gepanzerten Fzg wesentlich erhöhen. Daher auch die Forderung neu gebaute Ulans und Leos anzukaufen die erhöhten Minen und IED Schutz bieten und die verbleibenden alten Ulans und Leos für Ausbildung und Einsatzvorbereitung im Lande weiterzuführen.
Das wäre Kostenüberschaubar

theoderich
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von theoderich » Sa 17. Aug 2019, 01:00

Hast Du eine Vorstellung, was neue ASCOD oder Leopard 2A7+ kosten? Das kann sich das BMLV nicht leisten und das wird es sich auch nie leisten.

iceman
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von iceman » Mo 19. Aug 2019, 22:48

theoderich hat geschrieben:
Sa 17. Aug 2019, 01:00
Hast Du eine Vorstellung, was neue ASCOD oder Leopard 2A7+ kosten? Das kann sich das BMLV nicht leisten und das wird es sich auch nie leisten.
Ich nehme an, eine Modernisierung des Ulan wird billiger kommen als beim Leopard. Einen Minenschutz kann man beschaffen, aber erst draufpacken wenn man ihn braucht?
Ich habe das schon öfters angesprochen: Warum nicht einige Ulan zu leichten Kampfpanzern umbauen, Türme gibt es von der Stange. Ist zwar nicht das gelbe vom Ei, aber besser als nichts?

theoderich
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von theoderich » Mo 19. Aug 2019, 23:13

iceman hat geschrieben:
Mo 19. Aug 2019, 22:48
Ich nehme an, eine Modernisierung des Ulan wird billiger kommen als beim Leopard. Einen Minenschutz kann man beschaffen, aber erst draufpacken wenn man ihn braucht?
Zu einem Minenschutz gehört sehr viel mehr, als nur eine Platte an der Unterseite der Zelle zu montieren. Es muss die Inneneinrichtung eines Panzerfahrzeugs komplett überarbeitet werden, jeder Ausrüstungsgegenstand, der bisher am Boden angebracht war, muss entfernt und z.B. an den Wänden montiert werden. Man benötigt auch spezielle Sitze, die vom Wannenboden entkoppelt sind.

Und billig ist das alles nicht gerade: Die vergebene Auftragswert nur für die Entwicklung des neuen Minenschutzes und der Zusatzpanzerung für die MTPz und SanPz "Pandur" lag bei 13,6 Mio. EUR! Der Vertrag wurde vor bald viereinhalb Jahren unterschrieben und es existiert anscheinend noch nicht einmal ein Prototyp - die Serienfahrzeuge hätte schon ab 2018 geliefert werden sollen.

iceman
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von iceman » Di 20. Aug 2019, 15:10

Man muß ja nicht ständig mit Minenschutz und Zusatzpanzerung im Inland unterwegs sein - erhöht nur den Verschleiß.
Die Gestaltung des Innenraumes (Sitze) sehe ich nicht als das große Problem, evt. könnte man mit den Spaniern wieder gemeinsame Sache machen, die haben sicher auch Interesse, oder sind schon dabei, ihre Pizzaros zu modernisieren.

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