Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

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Doppeladler
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Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von Doppeladler » Do 3. Mai 2018, 08:27

Ende April 2018 trainierten Soldaten des Panzergrenadierbataillons 13 am Truppenübungsplatz Allentsteig.

BildOhne Titel by Bundesheer Fotos, auf Flickr
BildOhne Titel by Bundesheer Fotos, auf Flickr
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Link zum Album: https://www.flickr.com/photos/bundeshee ... 5685481894
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theoderich
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von theoderich » Mo 27. Aug 2018, 18:21

Bundesheerpanzer krachte in Böschung

Bild
Der Schützenpanzer „Ulan“ ist laut Bundesheer am Montagnachmittag plötzlich von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Böschung gefahren.

Warum, ist noch unklar. Verletzt wurde niemand. Auch der Flurschaden soll sich in Grenzen halten. Der Vorfall werde nun untersucht, so das Bundesheer.
https://ooe.orf.at/news/stories/2932507/



iceman
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Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von iceman » Fr 7. Sep 2018, 22:56

Habe noch eine interessante Gliederung der EUBG 2018-1 gefunden, Quelle Truppendienst:

Das Panzergrenadierbataillon 13 stellt

die Force Reserve Company (FRCOY) mit drei Zügen Schützenpanzer „Ulan“,
das Nationale Support Element mit einer Stabskompanie und
das National Headquarters (österreichisches Kontingentskommando).

Das Panzergrenadierbataillon 35 stellt

die Force Protection Company (FPCOY) mit einem Zug Schützenpanzer „Ulan“ und zwei Zügen Allschutzfahrzeugen „Dingo“ 2 und „Husar“.




Phoenix
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von Phoenix » So 30. Dez 2018, 06:53

Hat jemand eine Ahnung ob es stimmt das unsere ULAN keine Reserven für Minenschutz bzw. Zusatzpanzerung mehr haben?

Robos
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von Robos » So 30. Dez 2018, 21:33

Das kann schon sein, wurde ja im Pflichtenheft auch nicht gefordert!

theoderich
Beiträge: 4612
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von theoderich » So 30. Dez 2018, 21:48

Ein Minenschutz war beim Spz "Ulan" nie vorgesehen. Das Pflichtenheft für den damals sogenannten "Kampfschützenpanzer 90" stammt aus dem Jahr 1985! Referenzgegner war damals der sowjetische BMP-3.

Der "Ulan" hat (laut der Herstellerfirma) eine Gefechtsmasse von 29 t (laut dem Bundesheer: 28 t); laut der Ejército de Tierra [SÁNCHEZ Raúl Benito: El VCI/C Pizarro, in: Memorial de Infanteria, H 41 (2000), p. 39] liegt das Leergewicht des spanischen "Pizarro" aus dem ersten Lieferlos bei 26 t, die Gefechtsmasse bei 28 t. Ich gehe nicht davon aus, dass beim derzeitigen Bauzustand genügend Reserven für eine Minenschutzplatte und massive Zusatzpanzerungen (wie beim ASCOD 2/AJAX) vorhanden sind:
  • "Ulan" - Der neue Schützenpanzer des Österreichischen Bundesheeres (TRUPPENDIENST, Folge 268, Ausgabe 1/2003)
    Wanne

    Bereits in den früheren Beschreibungen (KSPz 90, ASCOD) wurde immer wieder auf die hervorragende Formgebung, insbesondere des Fahrzeugbugs, hingewiesen. Überdies wurde von vorn­­­­herein die Option einer Zusatzpanzerung für den Bug und die Turmfront angeboten. Diese Zusatzpanze­rung wurde auch vom Bundesheer bestellt. Mit ihr ergibt sich eine Beschuss­sicherheit gegen 30-mm-Pfeilgeschosse auf Entfernungen ab 1 000 m in einem Winkelbereich von +/-15° zur Fahr­zeugachse. Der Rest der Wanne bietet Schutz gegen 14,5-mm-Geschosse ab einer Entfernung von 500 m und gegen Granatsplitter. Zusätzlich wird dieser Schutz noch durch Spall-Liner (Kunst­stoffmatten, um die Besatzung gegen die sekundäre Trefferwirkung zu schützen, z. B. Geschossteile, die die Wanne durchschlagen) verbessert. Gegen die Wirkung von Panzerminen sind die Sitze der Grenadiergruppe von acht Mann an der Wannenseite befestigt und am Wan­n­en­dach aufgehängt. Die Pan­zer­­besatzung selbst besteht aus dem Fahrer, der links neben dem Triebwerksraum sitzt, sowie dem Panzerkomman­danten und seinem Richtschützen, der sich im Turm befindet.

    Beim spanischen "Pizarro" wurden auch bereits Versuche mit Reaktivpanzerung an der Wannen- und Turmfront durchgeführt.
    http://www.bundesheer.at/truppendienst/ ... hp?id=1251
Schweden hat für Auslandseinsätze den CV 9040 C entwickelt. Es existieren unterschiedliche Versionen des CV90, die jeweils aufeinander aufbauen [Quelle: Arménytt, H 3 (2011), p. 25]:
  • 9040 A (CV90 mit 40 mm-Maschinenkanone und Verbesserungen für den Schuss aus der Bewegung; 23,1 t)
  • 9040 B (9040 A mit verbesserter Hydraulik und besserer Federung für den Schuss aus der Bewegung; 23,1 t)
  • 9040 B1 (9040 B mit Anpassungen für internationale Einsätze: Klimaanlage; Missionsausrüstung)
  • 9040 C (9040 B1 mit Zusatzpanzerung gegen KE- und RSV-Munition rund um die Wanne; Minenschutzplatte gegen Panzerminen - montiert unter der Wanne; innerer Minenschutz über dem Boden und der Federung; gesicherte Unterbringung der persönlichen Ausrüstung - in manchen Fällen wurde der Verstauraum an einen anderen Ort im Mannschaftsraum verlegt; Waffenhalterungen für die Infanteriewaffen der Besatzung; umgebauter Verstauraum für 40 mm-Munition, der nun auch zur Unterbringung der Panzerabwehrwaffen "Carl Gustav" und AT4 dient; Laserfilter in den Periskopen und verklebter Spall-Liner im Innenraum; 28 t)

Berni88
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Re: Schützenpanzer Ulan (ASCOD)

Beitrag von Berni88 » Mo 31. Dez 2018, 06:23

Vergleiche dazu den deutschen Marder. Der hat auch einige Tonnen zugelegt. Möglich ist alles!
Man muss es nur wollen. Bei uns geht es eher darum das in "Kriegsgerät" nicht gerne investiert wird.

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