Kampfpanzer Leopard 2A4

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theoderich
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Re: Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von theoderich » Mo 30. Jul 2018, 21:09



Bundesheer muss seine verbliebenen Panzer nachrüsten
Der neue Generalstabschef Robert Brieger weist unter anderem auf den Nachholbedarf bei den wenigen verbliebenen Kampfpanzern des Bundesheeres hin. Zur Erinnerung: Mitte der 1990er-Jahre hatte der damalige Minister Werner Fasslabend als Teil des 500 Millionen Euro teuren "Panzerpakets" mehr als 100 gebrauchte Leopard-II-Kampfpanzer beschafft, 2006 wurde die Zahl der Leopard-Panzer auf 56 reduziert.

Hoher Ausbildungsstand

Österreichische Offiziere betonen gern, dass der Ausbildungsstand der verbliebenen Panzertruppe keinen Vergleich zu scheuen braucht – im Vorjahr gewann das Panzerbataillon 14 aus Wels sogar die internationale "Tank Challenge" im bayerischen Grafenwöhr.

Sorgen macht aber, dass Hydraulik und Elektrik der zuletzt beim Ankauf in den 1990er-Jahren generalüberholten Panzer nicht mehr den Anforderungen entsprechen, man spricht von porösen Schläuchen sowie Mängeln bei Nachtsichtfähigkeit und Minenschutz.

Brieger: "Das Fahrzeug in der jetzigen Konfiguration ist über längere Jahre nicht mehr versorgbar, da müssen wir Maßnahmen setzen, sonst können wir das Ganze verschrotten."

Kompetenz für Panzer erhalten

Und das würde den General, der als ehemaliger Panzeroffizier ein "Träger des schwarzen Baretts" ist, nicht nur persönlich schmerzen: Problematisch wäre ja vor allem, dass im Bundesheer das Wissen um Kampfpanzer, ihre Technik und ihre Einsatztaktik verloren ginge. Die kleine Panzertruppe ist ja derzeit eher als Nukleus für einen in Zukunft wieder notwendigen Aufbau der Panzertruppe zu sehen.

Dass die Panzer wegen der hohen Betriebskosten kaum bewegt werden und die Panzerbesatzung daher wenig Gelegenheit zum Üben hat, macht Brieger weniger Sorgen: "Wenn 500 Kilometer im Jahr dazu genützt werden, taktisch zu üben, dann sind sie gut investiert." Über längere Strecken würden Kettenfahrzeuge ohnehin mit Tiefladesystemen transportiert. Aber hier herrsche Investitionsbedarf: "Unsere Tiefladesysteme gehören langsam ins Heeresgeschichtliche Museum."
https://derstandard.at/2000084423074/Bu ... achruesten


Leopard Fleet Retrofits and Upgrades

https://www.hensoldt.net/solutions/land ... -upgrades/


Periscopes for Main Battle Tanks and Infantry Fighting Vehicles

https://www.hensoldt.net/solutions/land ... -vehicles/


Gun turret drives: Electric stabilization systems for military ground vehicles

https://www.jenoptik.com/products/defen ... ret-drives


Solid-state laser rangefinders: Compact design, long range

https://www.jenoptik.com/products/defen ... ation/elem


Rheinmetall Chempro

https://www.rheinmetall-chempro.com/de/rhc/home.php

Vehicle Upgrade & Integration
Leopard

https://www.ruag.com/en/products-servic ... on/leopard

Ballistic Protection

https://www.ruag.com/en/products-servic ... protection
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iceman
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Re: Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von iceman » Di 31. Jul 2018, 20:17

Von Rheinmetall gäbe es noch das revolution-programm, fraglich ob man das allen Leos spendieren wird. Fein wären auch Umbauten zu Pionier- und Bergepanzer, zwecks der Typenminimierung.
Dänemark od. die Schweiz haben es ja schon vorgemacht, was darf so etwas kosten?

theoderich
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Re: Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von theoderich » Di 31. Jul 2018, 21:39

Dänemark verfügt bereits über Leopard 2A5 DK, die auf den Stand Leopard 2A7 modernisiert werden sollen. Im Dezember 2017 wurde der Prototyp des Leopard 2A7 an das dänische Heer übergeben:
Und Umbauten in Pionier- oder Bergepanzer wird es in Österreich nicht geben. Das hat nur die Schweiz im Falle der Pionierpanzer und Brückenlegepanzer gemacht, weil sie eingelagerte Bestände des Leopard 2A4 hatte, die nicht zu Leopard 2 WE kampfwertgesteigert wurden. Bei den Bergepanzern war das aus technischen Gründen nicht möglich - sie wurden komplett fabriksneu gekauft:
Botschaft über die Beschaffung von Armeematerial (Rüstungsprogramm 2001) hat geschrieben:Die Wanne des Bergepanzers ist nicht identisch mit derjenigen des Kampfpanzers Leopard 2. Ein Umbau der Wannen von allenfalls nicht mehr benötigten Kampfpanzern wäre zwar möglich, würde aber grössere und teure Entwicklungen bedingen. Hingegen sind alle Fahrgestellkomponenten wie z.B. Fahrwerk und Antriebsgruppe gleich wie diejenigen des Kampfpanzers Leopard 2.
Botschaft über die Beschaffung von Armeematerial (Rüstungsprogramm 2006) hat geschrieben:Als Basis für den G u Mirm Pz dient das Chassis überzähliger Panzer 87 Leopard (Pz 87 Leo): Wanne, Antrieb und Fahrwerk sowie mehrere Bedienungselemente werden übernommen und für den G u Mirm Pz weiterverwendet. Der Kauf der 12 G u Mirm Pz ist daher keine komplette Neubeschaffung, sondern eine Umnutzung vorhandener Geräte und damit eine wirtschaftliche Lösung.

Die Armee beabsichtigt generell, die zur Unterstützung des Aufwuchskerns erforderlichen Fähigkeiten auf Chassis überzähliger Pz 87 Leo aufzubauen und damit eine möglichst einfache Logistik mit entsprechend tiefen Kosten zu erreichen. Ein erster Schritt wurde im RP 01 mit dem Bergepanzer gemacht. Der G u Mirm Pz ist das zweite Fahrzeug der Familie, und in einem späteren Rüstungsprogramm soll der Ersatz des heutigen Brückenlegepanzers die Reihe schliessen.
Botschaft über die Beschaffung und die Ausserdienststellung von Rüstungsmaterial 2014 (Programm zur Beschaffung und Ausserdienststellung von Rüstungsmaterial 2014) hat geschrieben:Als Basis für das beantragte Brül Syst dient das Chassis überzähliger Panzer 87 Leopard (Pz 87 Leo): Wanne, Antrieb und Fahrwerk sowie Bedienungselemente werden übernommen und für das Brül Syst weiterverwendet. Der Kauf von 12 neuen Brückenlegesystemen ist somit keine komplette Neubeschaffung, sondern eine Umnutzung vorhandener überzähliger Geräte und damit eine wirtschaftliche Lösung.
Wir haben keine eingelagerten Kampfpanzer und die 56 Stück, die es gibt, reichen gerade zur Ausstattung eines Bataillons und für die Schulung der Besatzungen. Kampfunterstützungsfahrzeuge für das Bundesheer müssten komplett neu gekauft werden.

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Re: Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von iceman » Mi 1. Aug 2018, 21:00

Bei den dänischen Leoparden erhalten 16 den Stand A7, 22 erhalten ein teilweises upgrade.

Irgendwann wird bei uns sowieso nur mehr ein Mech-Bat. bestehend aus Panzer+Grenadiere+Artillerie übrig bleiben.
Außerdem soll es ja schon Armeen in Europa ohne Panzer geben...

theoderich
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Re: Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von theoderich » Mi 1. Aug 2018, 21:23

iceman hat geschrieben:
Mi 1. Aug 2018, 21:00
Außerdem soll es ja schon Armeen in Europa ohne Panzer geben...
Nur vier: Belgien, Estland, Lettland und Litauen. Die drei baltischen Staaten hatten nie Kampfpanzer. Und alle vier sind NATO-Mitglieder!

Tiger84
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Re: Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von Tiger84 » Fr 3. Aug 2018, 13:56

Meines Wissens haben wir 114 Leo‘s von den Niederlanden gekauft,davon haben wir bekanntlich 40 an den Hersteller zurückverkauft,damit bleiben 74 übrig von denen nur 56 genutzt werden,somit müssen 18 Stück eingelagert sei.Die Frage der Kampfunterstützungsfahrzeuge auf Leo Basis scheitert wie so vieles andere auch an der Finanzierung und nicht an den eingelagerten Fahrzeugen,außerdem muss Mann sich die Frage stellen ob nicht andere Projekte weitaus höhere Priorität haben. Besonders wenn man bedenkt das man nur 56 Kampfpanzer betreibt und sich da die Frage stellt wie lange noch.

theoderich
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Re: Kampfpanzer Leopard 2A4

Beitrag von theoderich » Fr 3. Aug 2018, 14:21

Die genannten 18 Stück sollten zur Ersatzteilgewinnung ausgeschlachtet werden. Stattdessen werden sie seit dem letzten Jahr reaktiviert.

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