Medienberichte 2018

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
Acipenser
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Re: Medienberichte 2018

Beitrag von Acipenser »

Bei den ABC Camping in der Brigittenauer Bucht dürfte es sich um eine Realübung handeln die sonst von der Öffentlichkeit unbeachtet auf entfernteren TÜPL stattfindet. Aufgrund der fast täglich stattfindenden terrorverdächtigen Vorkommnisse in Europa ist daher die Show of Force durchaus zu begrüßen!
Erfahrungswerte sammeln kann man nur bei realen Auf/Abbau und Betrieb einer ABC Station. Auch kann so eine unabhängige Wasserversorgung (NEUE DONAU) aufgebaut werden, weiters bietet die Umgebung auch die Möglichkeit von Hubschrauberlandeplätze im Lagefall zum Transport verletzter bereits dekontaminierter Personen.

theoderich
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Re: Medienberichte 2018

Beitrag von theoderich »

Waldviertel: Realitätsnahes Training mit scharfen Waffen
Erstmals sind auch zwei bewaffnete Eurofighter Typhoon mit dabei, die einen Luft-Boden-Einsatz demonstrieren.
Die Kritik mancher Bürger, dass die Militärs jährlich viele Millionen bei Übungen „verpulvern“, lassen die obersten Offiziere nicht gelten. Es gehe immerhin um die Ausbildungsqualität der Kadersoldaten. Außerdem sei „die militärische Landesverteidigung eine Aufgabe des Bundesheers, die in der Verfassung niedergeschrieben ist“, erklärt Lampersberger. Dementsprechend müsse sich das Heer vorbereiten, um diese Aufgabe, wenn nötig, erfolgreich erfüllen zu können. Bestand die Truppe bis 1990 aus 300.000 Soldaten, gehören jetzt nur noch 50.000 zur einsatzbereiten Mannschaft.
https://kurier.at/chronik/niederoesterr ... /400069532

Typisch "Kurier" ... Und dem Video nach zu urteilen wurde mit dem "Eurofighter" auch kein Luft-Boden-Schießen demonstriert.

Acipenser
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Re: Medienberichte 2018

Beitrag von Acipenser »

...weil Munition auch ein Ablaufdatum hat. Bei 0,6 % des BIP kann man wohl nicht von Verschwendung von Geld sprechen, vielmehr vom Totsparen der Landesverteidigung. Übrigens ist eine Übung in Kompaniestärke wohl keine Großübung. Allensteig eignet sich aufgrund der langestreckten Ausdehnung gut für scharfen Schuss auch von Luftfahrzeugen. Wenngleich die Ausbildung über Meer wie es zuletzt die deutschen EF bei Schottland viel effektiver sein kann.
Die Übung zeigt aber wie sich die Zeiten geändert haben, aber sollte man nicht vergessen, dass Terrorbedrohung und asymetrische Kriegsführung konventionelle Kriegsführung nicht ersetzt hat, sondern zusätzlich dazugekommen ist, was auch einen erhöhten Finanzbedarf nach sich zieht! Leider ist das bei den farbenfrohen Schwarzen nicht angekommen, traurig waren doch diese einst jene die die Werte hoch gehalten hatten

iceman
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Re: Medienberichte 2018

Beitrag von iceman »

...und 300.000 Soldaten hatte das Heer auch nie, geschweige die heutigen 50.000.

Acipenser
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Re: Medienberichte 2018

Beitrag von Acipenser »

Die Zahlen sind Richtig betreffen aber den Teilmobplan, also Aktive und Miliz die im Bestand ist bzw. aktiv werden kann

tom69
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Re: Medienberichte 2018

Beitrag von tom69 »

theoderich hat geschrieben:
Sa 21. Jul 2018, 09:36
Typisch "Kurier" ... Und dem Video nach zu urteilen wurde mit dem "Eurofighter" auch kein Luft-Boden-Schießen demonstriert.
Der EFT hat sehr wohl mit der 27mm Bordkanone Ziele am Boden bekämpft...und hervorragend getroffen!

theoderich
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Re: Medienberichte 2018

Beitrag von theoderich »

  • Beim Bundesheer kehrt die Mangelverwaltung zurück (Leitartikel)
    Es war eine der weniger beachteten Aussagen von Alexander Van der Bellen vergangene Woche: Die Kapazitäten des Bundesheers seien erschöpft, sagte der Bundespräsident. Und: Es herrsche ein Investitionsstau. Van der Bellen, der bisher wenig Affinität zu jenem Heer hat erkennen lassen, dessen formeller Oberbefehlshaber er eigentlich ist, hat damit den derzeitigen Zustand der Truppe recht gut beschrieben. Man kann es auch noch schärfer formulieren: Nach einer kurzen Aufbruchphase wird das Bundesheer von der Politik wieder ausgehungert.

    Das hatte in den vergangenen Jahrzehnten Tradition, egal, welche Regierungskonstellation gerade am Ruder war. Besonders schlimm war es in der letzten großen Koalition unter sozialdemokratischen Verteidigungsministern: Da wurden dem Heer die Budgets konsequent zusammengekürzt, sodass sogar schon der Treibstoff rationiert werden musste und die Einsatzfähigkeit praktisch nicht mehr gegeben war. Man war der Meinung, das Heer eigentlich gar nicht mehr zu brauchen und nur noch formal aufrechtzuerhalten.
    Doskozil hat Bewusstsein geschaffen und ein Investitionsprogramm für das technologisch ausgehungerte Bundesheer in die Wege geleitet. Daran wollte die türkis-blaue Koalition, für die das Thema Sicherheit ein ganz zentrales ist, eigentlich festhalten: In den Koalitionsverhandlungen wurden ambitionierte Pläne gewälzt, wie der riesige Nachholbedarf bei der Ausrüstung aufgeholt werden kann. Die Budgets sollten sich im Laufe der Legislaturperiode jenem einen Prozent des BIPs annähern, das von Experten als Untergrenze für eine vernünftige Verteidigungspolitik angesehen wird.

    Seit dem ersten türkis-blauen Budget herrscht im Heer Ernüchterung. Der Budgetzuwachs fiel bescheiden aus, für Investitionen wird auf Sonderbudgets vertröstet. Ob die tatsächlich zustande kommen werden, steht in den Sternen. Die Truppe kehrt wieder zur Mangelverwaltung zurück.


    Verteidigungsminister Mario Kunasek sieht dem Treiben weitgehend tatenlos zu. Die neuen Bedrohungen sind zwar nicht verschwunden, aber die „Gunst der Stunde“ ist weg: Die Gefahren sind der Öffentlichkeit nicht so bewusst. Die neuerliche Vernachlässigung des Bundesheers hängt auch mit der politischen Konstellation zusammen. Das Sicherheitsthema steht für die Koalition zwar tatsächlich im Mittelpunkt, die Aktivitäten konzentrieren sich aber auf das Innenressort. Dort sitzt mit Herbert Kickl ein Minister, der in der FPÖ wesentlich stärkeres Gewicht hat als Mario Kunasek.

    Über die Motive der ÖVP, das Heer wieder links liegen zu lassen, kann man nur spekulieren. Ist es mangelndes Interesse der Parteispitze an der Verteidigungspolitik? Oder spielt auch eine Rolle, dass man dem steirischen FPÖ-Landeschef Kunasek keine allzu große Bühne bieten will, damit er bei der nächsten Landtagswahl ÖVP-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer nicht gefährlich werden kann?

    Das Bundesheer wird wohl auch die kommenden Jahre mit bescheidenen Mitteln auskommen müssen. Exekutieren muss das der neue Generalstabschef Robert Brieger. Dass der einen öffentlichen Aufstand macht, um die Konditionen für das Heer zu verbessern, ist eher nicht zu erwarten. Brieger ist ein fähiger und respektabler Offizier. Öffentliche Auftritte sind aber nicht so sehr seine Stärke.
    https://diepresse.com/home/meinung/komm ... ng-zurueck

theoderich
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Re: Medienberichte 2018

Beitrag von theoderich »




Bild
https://twitter.com/Bundesheerbauer/sta ... 3130409984

https://derstandard.at/2000084002569/Ge ... -notwendig


Briegers lange Einkaufsliste für das Heer
Der neue Chef des Generalstabes, Robert Brieger, war schon bisher einer der engsten Mitarbeiter von Verteidigungsminister Mario Kunasek. Jetzt hat er die Aufgabe, die Modernisierung und die technologische Aufrüstung des Bundesheeres fortzuführen, die der ehemalige Ressortchef Hans Peter Doskozil (SPÖ) begonnen hatte.

Auch wenn das Verteidigungsbudget aktuell weit unter dem von Kunasek im Wahlkampf versprochenem einen Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegt, muss General Brieger eine Reihe von finanziellen und militärstrategischen Herausforderungen bewältigen. Im nächsten Jahr beläuft sich das Budget auf 2,29 Milliarden Euro, 2021 sind es nur noch 2,15 Milliarden Euro (knapp 0,5 Prozent des BIP).
Das Budget ist tatsächlich um ca. 28 % niedriger, aber diese "Unschärfe" glauben unsere "Qualitätsjournalisten" einfach vernachlässigen zu können ...
Zentrale Aufgabe ist die Luftraumüberwachung. „Noch in diesem Jahr“, kündigte Brieger nach seiner Angelobung gestern an, soll es eine Entscheidung geben, ob der Luftraum mit Eurofightern oder einer neuen Flotte von Kampfjets geschützt werde. Der Bericht der Eurofighter-Evaluierungskommission liegt bereits vor, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache sollen darüber befinden. Egal, für welche Option sich die Regierungsspitze entscheidet, es wird Geld kosten. Brieger und Kunasek sind zuversichtlich, dass Finanzminister Hartwig Löger ein Sonderinvestitionsbudget locker machen werde. Über die Höhe wollten sich Brieger und Kunasek nicht äußern.

Ganz oben auf der Prioritätenliste steht auch die Nachfolge für die Alouette-Hubschrauber. Ein Sonderinvestitionspaket für diese neuen Helikopter soll in diesem Herbst vorliegen, heißt es im Verteidigungsministerium. Die Anschaffung muss ausgeschrieben werden, um bis 2020 neue Hubschrauber zu bekommen.

Dringende Anschaffungen kündigte der neue Generalstabschef für die Ausrüstung und Ausbildung der Soldaten an. Zur Ausrüstung gehören auch neue Waffensysteme, gepanzerte Fahrzeuge und neueste IT-Systeme für die Cyber-Abwehr bis hin zur Abwehr terroristischer Aktionen.

Bekleidung, neue Schutzausrüstungen und Kampfhelme für die Soldaten seien dringend erforderlich. Für Einsätze im In- und Ausland (insgesamt sind es derzeit laut Kunasek 1800 Soldatinnen und Soldaten) müssen die Bundesheer-Angehörigen bestens ausgerüstet, geschult und weitergebildet werden – verlangt Brieger. Auch der Fuhrpark soll erneuert werden.

Stärkung der Miliz

Besonderes Augenmerk will Brieger auf die Aufrüstung der Miliz legen. Gestartet wurde dieses Projekt bereits von Doskozil und dem Milizbeauftragten des Bundesheeres, Generalmajor Erwin Hameseder. Ziel der Neuausrichtung ist die Stärkung des Milizanteils im Bundesheer. Bereits heute kommen rund 50 Prozent der Soldaten in Auslandseinsätzen und ein Viertel der Soldaten im laufenden sicherheitspolitischen Assistenzeinsatz aus der Miliz.

Auch wenn Sicherheit ein wichtiges Thema von Türkis-Blau ist, dämpfte Verteidigungsminister Mario Kunasek generell die Erwartungen, rasch eine Wende beim Heer und beim Abbau des Investitionsstaues herbeizuführen. „Die Missstände und Versäumnisse der letzten 15 bis 20 Jahre können nicht in sieben Monaten beseitigt werden“, sagte der Minister und kritisierte damit seine Vorvorgänger.
https://kurier.at/politik/inland/briege ... /400071215
Zuletzt geändert von theoderich am Mi 25. Jul 2018, 18:45, insgesamt 3-mal geändert.

iceman
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Re: Medienberichte 2018

Beitrag von iceman »

Eigentlich nichts neues...

theoderich
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Re: Medienberichte 2018

Beitrag von theoderich »

"Ein tadelloser Soldat": Robert Brieger als neuer Generalstabschef präsentiert

https://diepresse.com/home/innenpolitik ... lstabschef


"Die Henselkaserne ist wohl vom Tisch"
In Villach laufe laut Bürgermeister Günther Albel derzeit alles auf Kurs. Bis auf eine Sache, "ein großer Wermutstropfen ist, dass der Neubau der Henselkaserne in der Oberen Fellach wohl vom Tisch sein dürfte." FPÖ-Verteidigungsminister Mario Kunasek sei, so Albel, an der Finanzierung gescheitert. "Daher haben wir unsere Anstrengungen rund um die neue Zufahrtsstraße vorerst eingestellt", erklärt Albel.
https://www.meinbezirk.at/spittal/polit ... 82796.html


"Radetzky-Kaerne": Weiter Warten auf das "s"
Was ebenfalls weithin sichtbar ist, ist das fehlende "s" im Schriftzug. So mancher amüsiert sich über die Radetzky- "Kaerne".

Rund ein Jahr ist es her, dass die Hoffnung auf die Rückkehr des "s" aufgekommen ist. Damals wurde an der straßenseitigen Fassade ein Gerüst aufgestellt. Vonseiten des Bundesheeres war bereits Anfang 2017 bekannt gegeben worden, dass man in die fünf Bundesheer-Standorte im Westen Wiens investieren werde. Im Oktober 2017 wurde dann auf Anfrage der bz ein Abschluss der Sanierung für den Herbst 2018 angekündigt.
Die gute Nachricht für die dort Arbeitenden: Die Sanierung der Büroräume ist abgeschlossen. Die weniger gute Nachricht für alle, die genug vom Gerüst und dem fehlerhaften Schriftzug haben: Die Dach- und Fassadensanierung wird erst 2020 abgeschlossen. Für die Sanierung des Daches und der Fassade ist ein Budget von 1,8 Millionen Euro vorgesehen. "Die Fassade wird laufend auf lose Teile überprüft. Lockere Teile werden abgeschlagen und die Oberfläche wird örtlich verfestigt", heißt es von der Pressestelle. Dabei handelt es sich im Moment nicht um eine groß angelegte Sanierung, sondern um Instandsetzungsmaßnahmen zur Erhaltung der Bausubstanz und um größere Schäden zu vermeiden.

Das Baugerüst dient laut Bundesheer als zusätzlicher Schutz, damit keine losen Fassadenteile auf die Straße gelangen, und wird wohl noch länger hier stehen.

Auch bezüglich des fehlenden "s" müssen sich die Anrainer gedulden. "Was den Schriftzug der Radetzky-Kaserne betrifft, darf ich Ihnen mitteilen, dass dieser im Zuge der Fassadensanierung ergänzt wird", so Oberst Bernhard Obmann. Man darf also gespannt sein, wann die Radetzky-Kaserne auch tatsächlich wieder so heißen wird.
https://www.meinbezirk.at/ottakring/lok ... 72557.html
Zuletzt geändert von theoderich am So 23. Sep 2018, 10:14, insgesamt 2-mal geändert.

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