Die Lehrsammlung der
Panzertruppenschule.

das Logo der Lehrsammlung


Nicht alle halten sich an das "Rauchverbot"
Am 6. Mai 2006 wurde ein Teil der Lehrsammlung der Panzertruppenschule (PzTS, Zwölfaxing) des Österreichischen Bundesheeres der Öffentlichkeit präsentiert. Es handelt sich um Panzerfahrzeuge aus Ost und West, die sich allesamt noch/wieder in einem fahrbereiten Zustand befinden.
Die Lehrsammlung, das neue Logo sehen Sie links, ist keine "tote" Museumssammlung und auch kein reines Hobby technikbegeisteter Soldaten der Panzertruppenschule, sondern ein Lernbehelf für die Grundlagenarbeit, die auch Erprobungen im mechanisierten Bereich mit einschließt.

Unser Bericht von der Eröffnung teilt sich in vier Teile:
1) Die Eröffnung
2) Fahrzeuge, die derzeit beim Bundesheer in Verwendung stehen. Das ist natürlich die wichtigste Gruppe für die PzTS.
3) einige Fahrzeuge, die seit 1955 beim Bundesheer verwendet wurden.
4) Fahrzeuge, die nie beim Bundesheer verwendet wurden und als Vergleichsfahrzeuge dienen und/oder Fahrzeuge, die eine interessanten Meilenstein in der Panzerentwicklung darstellen.
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alle Fotos
© Doppeladler.com
 
die Eröffnung
Brigadier Angetter, Kommandant der Panzertruppenschule und damit auch der "Panzerchef" des Bundesheeres im Gespräch mit
Hauptmann Brödl. Beide Festredner freuten sich sichtlich, ihre Lehrsammlung vorstellen zu dürfen.
Im Hintergrund ein Pandur II - leider derzeit nur eine Leihgabe des Herstellers.
das Heeresgeschichtliche Museum war maßgeblich am Aufbau der Lehrsammlung beteiligt. Dr. Ortner äußerte den Wunsch, dass hier in Zwölfaxing einmal ein für die Öffentlichkeit zugängliches Panzermuseum eröffnet wird, denn die örtlichen Gegeben-
heiten im Wiener Arsenal erlauben nur einen kleinen Panzergarten.
symbolisch wird die Tafel enthüllt und das neue Logo der Öffentlichkeit vorgestellt.
 
derzeit im Einsatz beim Bundesheer
Überraschung gleich zu Beginn: das Bundesheer evaluiert derzeit einige Nissan Pathfinder.
Kampfpanzer
Leopard 2A4 mit 120mm Panzerkanone.
Das Fahrzeug wiegt 55,15t - 1.500PS beschleunigen den Koloss auf 68 km/h. Dieses Fahrzeug ist mit dem BT46 Duell-
simulationssystem von Saab ausgerüstet (Laseremitter im Lauf, Empfänger rund um den Turm).
 
 
Bergepanzer 3 Büffel
Die drei 56t schweren Büffel des Bundes-
heeres sind von den Niederlanden nur geleast und müssen wohl demnächst zurückgegeben werden. Der BPz 3 teilt sich die Plattform mit dem Leopard 2.
die Jagdpanzer Kürassier werden drastisch reduziert. Nach der Reform BH2010 werden nur noch etwa 30 Fahrzeuge benötigt
 

Schützenpanzer Ulan
Das Fahrzeug wiegt 28t und ist u.a. mit einer 30mm Maschinen-
kanone bewaffnet. Die Besatzung besteht aus
3+8 Mann.

720PS beschleunigen den Ulan auf über 70km/h.
 
der Schützenpanzer (SPz) A1 mit 20mm Maschinenkanone.
Blick in das abgewohnte Innere des SPz A1.
Wasserloch für durstige Leoparden.
der Steyr 680M wird nun endlich abgelöst. Damit steigt natürlich die Anzahl der privaten Fahrzeuge - so wie dieses hier, dass als PAK-Zugmaschine zu sehen ist (mit 85mm PAK 52/55).
  
früher im Einsatz beim Bundesheer
das neueste Mitglied der Lehrsammlung ist der Raketenjagdpanzer Jaguar - er wurde erst vor wenigen Wochen aus dem aktiven Dienst ausgeschieden.
die ausgefahrene Werfereinheit für HOT 2 und HOT 3 Lenkwaffen.
Kampfpanzer M60A3Ö mit seiner 105mm Kanone und dem 12,7mm MG im Kuppelturm. Der M-60 wiegt 51,5t. Die Besatzung besteht aus 4 Mann. 750PS beschleunigen den Panzer auf 48km/h.
mittlerer Kampfpanzer M 47A1 mit 90mm Panzerkanone. Die Besatzung besteht aus 5 Mann.
das Fahrzeug S56 wiegt 46t. Es ist mit einem M60 Motor-Getriebe-Block ausgestattet, der 750PS leistet und den Panzer auf 48km/h beschleunigt.
Kettenzugmaschine M4
Die M4 diente beim Bundesheer als Zugmaschine für die 155mm Feldkanone M2.
das Fahrzeug wiegt 14,3t, der Motor leistet 210PS.
Auch dieses Fahrzeug befindet sich in privater Hand.
Aufklärungspanzer
M 24 im Original-
anstrich. 46 Stück dienten beim Heer. Der "Chaffee" ist mit einer 75mm Kanone bewaffnet, er wiegt 18,4t und hat eine 5köpfige Besatzung. 2x110PS reichen für 55km/h.
in voller Fahrt war allerdings dieser private M 24 in US Farben zu bewundern.
der Panzerspähwagen M8 war auch beim Bundesheer im Einsatz.
Das Fahrzeug befindet sich mitten in der Aufbereitung. Der M8 ist mit einer 38mm Kanone bewaffnet, wiegt 7,5t und hat eine Besatzung von 4 Mann. 110PS reichen für 90km/h.
ein CMC M35A1, beim Bundesheer als
gl LKW D, 2,5t bezeichnet, schleppt ein Chevrolet Bergefahrzeug ab.
US-Halbkettenfahrzeug
M 21. Nach dem 2. Weltkrieg auch beim Bundesheer.
Fahrzeuge der Marke Dodge prägten das Bild des Bundesheeres nach dem 2. Weltkrieg.
Dodge WC 63
der Chevrolet M6 wurde beim Heer von Fernmeldetrupps benutzt.
Österreicher zählten zu den Pionieren bei Panzerfahrzeugen.
Der Österreicher Günther Burstyn entwickelte bereits 1911 den ersten Panzerkampfwagen mit Kettenantrieb. Leider erlitt er damit ein typisch österreichisches Erfinderschicksal. Mehr über Burstyn, dem Namenspatron der Kaserne in Zwölfaxing, finden Sie in unserem Bericht über Burstyn und sein Motorgeschütz Link
Auch viele andere Österreicher entwickelten die neue Panzerwaffe weiter.
Ludwig Ritter von Eimannsberger veröffentlichte 1934 das Buch "Der Kampfwagenkrieg". Es war das erste umfassende Werk über den Einsatz gepanzerter Großverbände nach neuzeitlichen Ansichten.
 
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