Tag der offenen Tür in der Bolfras-Kaserne.

PAR-66/79 mit Spreng-, Leucht- und Hohlladungs-
granate.
Am 18. Juni 2005 besuchten wir das Aufklärungsbataillon 3 in Mistelbach.

"Aufklärungsbataillon 3 - GRATIS ist das Gulasch. Sicherheit hat Ihren Preis" stand auf dem Infozettel ganz oben.

Die Veranstalter bemühten sich einen weiten Bogen zu schlagen: von der aktuellen Ausrüstung der Aufklärer, über einige Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände anderer Waffengattungen, bis hin zu historischen Fahrzeugen, Uniformen und der Bundesheer-Jubiläums-Wanderausstellung.

Der Tag der offenen Tür war ein gelungenes Volksfest für die ganze Familie.

alle Fotos
© Doppeladler.com


 
Heeresfahrzeuge  

Hausherren in Mistelbach sind die Jagdpanzer Kürassier A2 des Aufklärungsbataillons. Der Kürassier ist mit einer 105 mm Panzerkanone ausgerüstet.

über dem Lauf die Rohre des Mündungsfeuer-
simulators.
Die Mistelbacher Kürassiere werden heuer noch mit digitalen Funkgeräten ausgestattet.

Saurer Schützenpanzer A1 mit 2cm Maschinen-
kanone 66.
Am Fahrzeugbug ein
kurzer Gurt mit Exerziermunition für die Bordwaffe.

Bergepanzer Greif A1.

Blick durch die offenen Türen des Greif, der sich mit dem Jagdpanzer Kürassier die gleiche Plattform teilt.

auch andere Truppenkörper waren in Mistelbach zu Gast.

Hier der Kampf-
schützenpanzer Ulan - wie Kürassier, Saurer A1 und Greif ein Produkt der Steyr Daimler Puch Spezialfahrzeuge AG.

der mächtige 2-Mann Turm SP-30 mit 30mm Maschinenkanone von Mauser und einem koaxialen 7,62mm Maschinengewehr.

 

vor dem Raketenjagd-
panzer Jaguar 1 die drahtgelenkte Panzerabwehrlenk-
waffe HOT 3 mit
4.000 m Reichweite und Tandemgefechts-
kopf.
Die HOT 3 zählt zu den effizientesten Panzer-
abwehrwaffen der Welt. Ein einziger Flugkörper kostet ca. 40.600 Euro und darf daher in Österreich nur im Ernstfall ver-
schossen werden.
Die weniger effiziente
HOT 2, mit knapp über 20.000 Euro auch kein Schnäppchen, wird zu Übungszwecken pro Werfer 1x pro Jahr abgefeuert. Der Rest der Schießausbildung erfolgt am Simulator.

die Werfereinheit des Jaguars lässt sich zum Nachladen und während des Transports in das Fahrzeuginnere einschwenken.

hier wirft die Zukunft ihre Schatten voraus. Und zwar in Form einer M109 A5Ö Panzerhaubitze.
Im Zuge der Heeres-
reform sollen ja von den Aufklärern und der Artillerie drei gemeinsame Bataillone gebildet werden.

Wie diese Aufklärungs- & Artilleriebataillone aussehen sollen, weiss man bei beiden Waffengattungen noch nicht. Im Prinzip gibt es ja wenig Gemeinsamkeiten und Aufklärer werden in der Regel vorne und die Artillerie hinten im Feld eingesetzt, was zu Problemen bei Führung und Logistik führen wird.

Panzerhaubitze M109 A5Ö - zwei Züge kommen nach Mistelbach.

die Staumöglichkeit für die 155mm Granaten an der Turmrückseite.
In der Einstiegsluke eine kleine Öffnung zum Auswurf der leeren Hülsen.

Das Geschützrohr aus dem Inneren des Fahrzeugs heraus.
US CANNON 155MM HOW. M284 und die Seriennummer steht unter dem Rohr.

ÖAF sLKW 20.320 mit Ladekran.

ÖAF 33.403 DFAS Schwerlasttransporter mit 55t Anhänger.

das Innere eines Fernmelde-Pinzgauers.

mit diesem Textüber-
tragungsgerät können schriftliche Botschaften verschlüsselt übertragen werden.
Rechts neben dem Texteingabegerät der Drucker.

   
Ausstellungen in der Panzerhalle.  
Herzstück der Ausstellungshalle war die Wanderausstellung 50 Jahre Bundesheer, die gerade in Mistelbach weilte. Hier im Bild etwa die Hälfte der Schautafeln dieser Ausstellung. Höhepunkt sind sicher die gezeigten Filme, die hoffentlich einmal in dieser Form zu erwerben sein werden. Der Rest sind ein paar Fotos, Zeitungs-
ausschnitte und eine Timeline.
gleich daneben eine interessante Uniformenschau.

Hier die Uniformen der "Vier im Jeep" - je ein Modell der vier Besatzungsmächte, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Österreich aufhielten.
V.l.n.r.: Russland, Frankreich, Groß-
britannien und die USA
großteils wurden aber Uniformen des Bundesheeres gezeigt.

Links der Kampfanzug Grenzschutz 1964.
Rechts der Trillich grau eines Vizeleutnants aus dem Jahr 1974
die mechanisierten Truppen des Bundesheeres sind der Tradition der Kavallerie der k.u.k. Monarchie verpflichtet. An diesem Tag der offenen Tür war die Reiterei sogar eines der Themen-
schwerpunkte.
Uniformen, Hieb- und Stichwaffen sowie Sattelzeug wurden gezeigt.
   
und plötzlich standen sie da ...  
das Dragonerregiment 2 lässt die k.u.k. Kavallerie wieder auferstehen.
 
 
"zum Angriff!"
Zweikampf hoch zu Ross.
 
 
historische Fahrzeuge  
die "IV Freunde ehemaliger Militärfahrzeuge" zeigten einige ihrer Prunkstücke in Mistelbach.

Hier ein San-Dodge
WC 54, Baujahr 1943.

ein Haflinger 700AP von Steyr-Puch.
Puch 250 SG.

Würden uns über die Zusendung der Typenbezeichnungen dieser 4 Fahrzeuge freuen!
Steyr LKW.
VW 181 Kübelwagen des Bundesheeres.

ein Army-Wrecker.

Infos zur Interessens-
gemeinschaft auf: www.ifem.at

 
Sonstiges  

Auf der Station "Leben im Felde" gabs unter anderen diese 2-Mann Zelte zu sehen. Jeder Soldat führt im Feld ein halbes Zelt mit.

aus Korneuburg schauten Angehörige der ABC-Truppe vorbei und präsentierten eine Trinkwasseraufbereit-
ungsanlage, wie sie vor kurzem auf Sri Lanka im Einsatz war.

die Kärcher Feldküche 2000 im Dauereinsatz.

Blasmusik, Ponyreiten, Gummistiefelweitwurf, Luftgewehr- und StG-schießen, Mitfahrten mit Panzerfahrzeugen, Polizeihundestaffel, Kinderinsel und jede Menge Verpflegung - für jeden war etwas dabei.
Der Tag der offenen Tür 2005 war ein gelungenes Volksfest.

zum Abschluss noch ein schöner Spruch, der aus einer alten Zeitungsanzeige des Heeres stammt und Teil das Bundesheer-
Wanderausstellung ist.
       
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