die Schnellboote der deutschen Kriegsmarine.
Das Schnellboot ist ein offensives Kampfmittel für den küstennahen Einsatz. Im 2. Weltkrieg hatten die deutschen Schnellboote mehr als 40 Kriegsschiffe versenkt und weitere 14 schwer beschädigt. Über 100 Handelsschiffe wurden versenkt - weitere 15 stark beschädigt. Die zahlreichen nicht dokumentierten Beschädigungen an feindlichem Schiffsraum, die Bindung der feindlichen Abwehr, die Einsätze zur Unterstützung des Heeres sowie zuletzt die Rückführung deutscher Soldaten und Zivilisten in der Ostsee runden die erfolgreichen Einsätze der Flottillien ab.
S-Boote waren an allen Küsten Europas,
in Nordafrika und im Schwarzen Meer im Einsatz.

links:  das Öffen eines Torpedorohres.
unten: drei späte Schnellboote im Hafen.
 
  die Typen-Übersicht.
Eine Übersicht über die Schnellboottypen der Kriegsmarine zusammenzustellen ist keine leichte Aufgabe - die verschiedenen Literaturquellen widersprechen sich sehr stark!
Die folgende Aufstellung basiert auf besonders glaubwürdiger Literatur (Mehrfachnennungen, etc.), Fotonachweisen und Informationen ehemaliger S-Bootfahrer. Sollten Sie glaubwürdig belegbare Informationen über Unrichtigkeiten in der Tabelle besitzen, bitte ich Sie um ein eMail! Vielen Dank!
Die letzte Spalte gibt das Typenblatt an, in dem der jeweilige Typ näher betrachtet wird.
   die Schnellboot-Typen  
in
Dienst
Serien
Details*
Typ
TB
1930 S1 50t, L 26,8 m, B 4,4 m
1932 S2 - S5 49t, L 27,7m, B 4,2m - alle 4 Boote 1936 nach Jugoslawien (oder Spanien*) verkauft.
1933/35 S6 - S9 80t, L 32,4m, B 4,9m, 3 Benzinmotoren 2880PS
1935 S10 - S13 78t, L+B gleich, 3 Dieselmot. 3960 PS - 35/36 kn, Knickspanten
Typ
S10
1
1936/38 S14 - S 17 92,5t, L 34,62m, B 5,26m, 3 Dieselmotoren 6150PS
Typ
S14
1
1938/39 S18 - S25 ab S18 leichtere Bauart mit Sperrholz und Leichtmetall
1
1940 S26 - S29 92,5t, L 34,96m, B 5,28m, 6000PS -
39 kn
ab S26 verkleidete Back meist mit 2cm-Flak im Brunnen, Kommandostand kommt hinter Ruderstand
Typ
S26
1
1939/40

1940/41
S30-S37


S54-S62
81t, L 32,76m, B 4,9m, 3600PS, 36kn - (ursprünglich für China gebaut) Back verbaut, Kdostand vor geschl. Steuerhaus , Rumpf kleiner: konnte daher 1941 über Rhein/Rhone ins Mittelmeer geschleust werden,
Typ
S30
(Typ
S10)
1
1940/41
1941/43
1940/42
1943
S38-S53
S62-S99
S101-S133
S134+S135, S137
92,5t, L 34,96m, B 5,28m, 4500PS, 39kn
Dieser Typ war ohne und mit Kalotte im Einsatz: angeblich ab S68 mit Alu-Kalotte gegen Witterung. Fotos zeigen S68 mit Kalotte und S76 mit Versuchs-Plexiglas-Kalotte, 2cm in verbauter Back (Brunnen)
Typ
S38
1+2
1943 S100 92,5t, L 34,96m (Angaben differieren bis zu 1 m*), B 5,28m, 7500PS, 39/42kn
Typ
S100
2
Sommer
1943
  Ab dieser Type alle Boote mit gepanzerter Stahlkalotte (Wotan hart) und 1 x 3,7 oder 4cmBofors-Flak + 3 x 2cm-Flak geplant*)
1943/44 S138-S150,
S136, S167-S185, S187-S200
S147 bis S150 ebenfalls mit 4cm-Bofors + 3x2cm, - einige Boote nur mit 2 x 20 mm (z.B. S136, S167 - S170) S171-194 nur 4cm + 1x2cm auf Heck*) S170 Versuchsboot mit 9000PS - 45kn
1944 S201-S202 30,8t, 21,4 6,05 - kleine Boote, 38,5kn
Typ
S201
1944/45 S203 - S218 92,5t, L 34,96m, B 5,28m, 7500PS
4cm + 1 x 2cm auf Heck (kein Brunnen, kein Zwilling)
Typ
S100
2
  S219 - S228
S301 - S307
etwas größer: 99,0t 34,94 5,28 7500 geplant 6 x 3cm*)    
1942/43 S151 - S158 54t, L 28m, B 4,3m - kleine Boote, 32,2kn
Typ
S151
 
1944 S219-S788 92,5t, L 34,96m, B 5,28m, 7500PS
Typ S100
2
1944/45 S700 - S709 Maße wie S100: L 34,94, B 5,28, 7500PS, mehr 99t, + 2 Hecktorpedorohre und verstärkte Bewaffnung geplant
Typ 700
2
         
   Nummern, die aus der Reihe fehlen  
Jahr
Serien
Details*
Typ
1943 155-166,
261-300
Aufträge annuliert / nicht vergeben    
1944/45 229-230,244-260,308-500 Aufträge annuliert    
1943 501-629 Nummern für ex ital. MAS-Boote im Mittelmeer - 24. SB-Flott.    
  630-700, ab 710 nicht mehr gebaut
 
   Nummern, die aus der Reihe fehlen  
Jahr
Serien
Bewaffnung
Typ
ab 1930

Grundaus-
stattung

2 x 53,3 cm Torpedorohre 1 x 2cm-Flak auf erhöhtem Heckstand
 
ab 1936 ab S14 zusätzlich MG34 auf Einbeinlafette auf der Back
 
ab 1939 Serie S30 2 cm in der Back und bis zu acht 7,9mm-MGs
 
ab 1940 ab S26 - außer 98,99, 151-158 zusätzlich 1 x 2cm in der Back in Drehkranz 41 - versenkbar, Einrüstung von 2 MGs 34 - links und rechts von Brücke
vom
Typ
S26
an
 
ab 1942 Typ S38 Der Typ konnte statt den Ersatztorpedos sechs bis acht Minen mitführen - später 3,7cm oder 4cm-Bofors am Heck (siehe unten).
 
ab Mitte 1943 S62 bis S100*) zusätzlich 2 x 2cm-Doppellafette mittschiffs, 3,7cm oder 4cm-Bofors statt 2cm am Heck - bis zu 8 MG 15 zur Nahverteidigung
Typ
38
/100
 
  S29, 39, 42, 44 -46, 81-83, 98-99, 117 Typenübergreifend 4cm-Bofors am Heck - die Geschütze stammen großteils aus der polnischen und französischen Beute
 
  ab S701 (auch S226?) 2 Hecktorpedorohre dazu, 2cm-Zwilling, 2x 3,7cm geplant (angeblich waren die Geschütze nie verfügbar, daher 2 x 3 cm +2 x 2cm)
Typ 700
 
  S65 Achtern 2cm-Flackvierling (Fotonachweis)
Typ 38
 
  S87,
S112 (5.SBF)
S86 (2.SBF)
Funkmessortung FUMO 71 (vorm. FUG202 Liechtenstein B/C) in einigen Booten versuchsweise eingebaut.
 
     
 
Besonderheiten
  S114 Wellentarnung 4-färbig (Ostsee)
Streifentarnung 4-färbig (Ostsee)
Typ
26/38
 
         
*) In den Quellen gibt es sehr unterschiedliche Angaben. Auch auf Fotos zeigen sich innerhalb der Serien Differenzen bei den Einbauten von Waffen und Kalotten. Oftmals konnten die geplanten Bewaffnungen und Einbauten aufgrund des Kriegsverlaufes nicht mehr durchgeführt werden.
         
  eine Schnellboot-Flotillie in der Ostsee.
 
  die beiden Typenblätter.


Typenblatt 1: bis 1943

Typenblatt 2: ab 1943


der Bordhund von S58.

Ich habe mich entschlossen das Thema in zwei Typenblätter aufzuspalten.
Der erste Teil beschäftigt sich mit den frühen Booten bis 1943, der zweite mit den Kalottenbooten, wie sie ab 1943 Verwendung fanden. Der Typ S38 ist das Bindeglied zwischen den beiden Typenblättern, da es ihn mit und ohne Kalotte gab.

Beide Typenblätter bestehen aus 10 dichtgefüllten Farbseiten mit vielen interessanten Informationen, Photos und Skizzen. Außerdem liegt je ein Bogen mit Flaggen in unterschiedlichen Größen bei.

aus dem Inhalt.

Übersicht über die Bautypen
Detailabbildungen der Bewaffnung
Bekleidung der Besatzung
Farbbilder und einzelne Boote mit Geschichte, Farbrisse
Informationen zu diversen Bausätzen und Modellen, Modellbesprechungen.
und vieles mehr...

Updates und Korrekturen zu den beiden Typenblättern werden Sie auf dieser Seite finden - der Newsletter wird Sie darüber informieren.


die 2cm-Flak am Heck
und im 'Brunnen' auf der Back.

   
  Schnellboote der deutschen Kriegsmarine -
frühe Schnellboote bis 1943.
Die frühen Boote ergeben interessante Modelle: Sowohl alte, zeitgenössische Modellbaubogen, als auch moderne Spritzguss- und Resinmodelle sind am Markt. Das Typenblatt ist als Unterlage für Modellbauer und Figurenspezialisten gedacht. Auch der historisch Interessierte wird in der Zusammenstellung Fotos und Berichte über die Boote, die Mannschaften und die Technik finden. Das Quellenstudium bringt manchmal verwirrende und gegensätzliche Angaben zutage. Deshalb sind manche Angaben auch mit *Sternchen versehen. Es gibt derzeit keine wirklich gültige, verlässliche Quellen.
 
  Kalotten-Schnellboote der deutschen Kriegsmarine.
Es gibt eine Reihe von interessanten Modellen bzw. Bausätzen von Booten mit Kalotten, die ja auf Basis verschiedener Typen aufgebaut wurden (Typen S38, S100, S700). Das Typenblatt ist als Unterlage für Modellbauer und Figurenspezialisten sowie historisch Interessierte gedacht.
   
The Modeller Productions

Bestellmöglichkeiten, Preise und Konditionen unter Products
 
Auch seltene Farbaufnahmen und Boote mit Tarnschema sind in den Typenblättern enthalten.
     
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